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	<title>Oktobass - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T13:02:57Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Oktobass&amp;diff=295143&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;ErikWoeller: /* Heutige Verwendung */</title>
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		<updated>2026-02-03T10:46:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Heutige Verwendung&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Musikinstrument&lt;br /&gt;
 | Sprachen = [[Englische Sprache|engl.:]] &amp;#039;&amp;#039;octobass&amp;#039;&amp;#039;, [[Französische Sprache|frz.:]] &amp;#039;&amp;#039;octobasse&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
 | Bild = [[Datei:Octobass-Paris-2016.png|160px]]&lt;br /&gt;
 | Bildtext = Oktobass von Jean-Baptiste Vuillaume im Musée de la Musique, Paris&lt;br /&gt;
 | Klassifikation = [[Streichinstrument]]&lt;br /&gt;
 | Tonumfang = &lt;br /&gt;
 | Klangbeispiel = &lt;br /&gt;
 | Verwandte Instrumente = [[Kontrabass]], [[Violoncello]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Oktobass&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (gelegentlich auch &amp;#039;&amp;#039;Octobass&amp;#039;&amp;#039;) ist das größte Streichinstrument. Die C- und G-Saite sind eine Oktave tiefer gestimmt als das [[Violoncello]], der Oktobass hat aber statt der D- eine C-Saite; Aufbau und Spieltechnik entsprechen jedoch der eines großen [[Kontrabass]]es. Es existieren nur wenige historische und moderne Exemplare dieses Instruments.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bauform ==&lt;br /&gt;
Der Oktobass ist ein riesiger Kontrabass mit drei [[Saiteninstrument|Saiten]]. Sie sind in einer [[Quinte]] und einer [[Quarte]] gestimmt, nämlich in C, G und C der [[Oktave|Kontra-Oktave]] (ein Konzertflügel reicht noch drei Halbtöne tiefer). Die höchste Saite des Instrumentes ist damit wie die tiefste Saite eines Violoncellos als Großes C gestimmt. Das Instrument ist insgesamt 3,45 Meter hoch und über 100 kg schwer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Saiten werden wie beim Kontrabass mit einem [[Bogen (Streichinstrument)|Bogen]] gestrichen, wobei der Spieler auf einem Podest stehen muss, an dem das Instrument auch befestigt ist. Da das Griffbrett zu lang ist, um die Saiten mit den Fingern der linken Hand niederzudrücken, geschieht dies durch sieben Bügel, die über Hebel am Beginn des Halses und Pedale am Podest bewegt werden können. Spieltechniken wie [[Vibrato]] und [[Glissando]] sind damit nicht möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Herkunft ==&lt;br /&gt;
Die Entstehung des Oktobasses geht auf das Jahr 1850 zurück. Der experimentierfreudige französische [[Geigenbauer]] [[Jean-Baptiste Vuillaume]] schuf das Instrument in Zusammenarbeit mit dem Komponisten [[Hector Berlioz]], der sich für eines seiner Werke ein noch voller klingendes Bassinstrument wünschte. In [[Charles Gounod]]s [[Messe solennelle en l’honneur de Sainte-Cécile|Cäcilienmesse]] wurde der Oktobass 1855 erstmals erfolgreich eingesetzt. Hector Berlioz und [[Richard Wagner]] empfahlen ausdrücklich den Gebrauch des Instrumentes, doch schrieb keiner von beiden eine Partitur für den Oktobass.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hector Berlioz schrieb in seiner [[Grand Traité d’instrumentation et d’orchestration modernes|Instrumentationslehre]]:&lt;br /&gt;
{{Zitat|Herr Vuillaume, Geigenbauer in Paris, dessen vortreffliche Geigen sehr gesucht sind, hat die Familie der Streichinstrumente mit einer schönen und mächtigen Individualität bereichert: mit dem Okto: Baß. Dies Instrument ist nicht etwa, wie viele Leute glauben, die tiefere Oktave des Kontrabasses; es ist die tiefere Oktave des Violoncell und kann also nur die Terz unterhalb des E des Kontrabasses zu vier Saiten erreichen. Es hat nur drei, in der Quinte und Quarte gestimmte Saiten: - Kontra C, Kontra G, und Großes C.|Autor=Hector Berlioz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeitgenössische Darstellungen zeigen, dass das Instrument anfangs von zwei Spielern bedient wurde. Ein Bassist strich den Bogen, ein weiterer spielte, auf einem Podest stehend, den Fingersatz. Das Podium war mit dem Oktobass fest verbunden. Die Griffe wurden unter Zuhilfenahme von angebrachten Hebeln und Pedalen, nicht mit den Fingern ausgeführt. Diese Spielweise erwies sich jedoch als wenig praktikabel, da es wiederholt zu Abstimmungsproblemen zwischen beiden Spielern kam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erfindung blieb ein Kuriosum. Vuillaume baute drei Instrumente: Der erste Oktobass wurde nach der [[Great Exhibition|Weltausstellung 1851]] in London an einen unbekannten Privatmann verkauft. Dieser gab das Instrument an die Englische Oper in London weiter, wo es bei einem Brand im Dezember 1867 vernichtet wurde. Ein zweiter Oktobass, gebaut für die [[Weltausstellung Paris 1855|Weltausstellung 1855]] in Paris, wurde nach Monaco verkauft. Später erwarb das [[Pariser Konservatorium]] das Instrument zurück. Heute ist es in der [[Cité de la musique]] in Paris zu sehen. Der dritte Oktobass ging nach Sankt Petersburg. Auf nicht geklärtem Weg gelangte das Instrument in den 1880er Jahren zu dem Wiener Geigenbauer Zach senior und dann in die Sammlung Salzer. Die [[Gesellschaft der Musikfreunde in Wien]] erwarb den Oktobass im Jahr 1924. Heute wird er im Archiv des Musikvereins aufbewahrt.&amp;lt;ref&amp;gt;Roger Millant: &amp;#039;&amp;#039;J. B. Vuillaume: Der Künstler und seine Werke&amp;#039;&amp;#039;. W.E. Hill &amp;amp; Sons, London 1972, S. 187–188.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Heutige Verwendung ==&lt;br /&gt;
Neben den beiden erhaltenen Originalexemplaren gibt es inzwischen einige Nachbauten:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Octobasse Orchestre Symphonique de Montréal Eric Chappell 1.jpg|mini|Der Oktobass des Orchestre symphonique de Montréal]]&lt;br /&gt;
Zwischen 1995 und 2002 trat der italienische Musiker Nicola Moneta mit einer Nachbildung eines Oktobasses auf, die vom Geigenbauer Pierre Bohr gebaut wurde. Eine weitere Kopie wurde im Jahr 2007 vom italienischen Geigenbauer Antonio Dattis angefertigt. Dieses Instrument befindet sich heute im Musical Instrument Museum (MIM) in Phoenix, Arizona, USA.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.pierrebohr.eu/octobasso/ &amp;#039;&amp;#039;Octobasso&amp;#039;&amp;#039;] auf der Seite des Mailänder Geigenbauers Pierre Bohr&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2010 ließ das [[Orchestre symphonique de Montréal|Orchestre Symphonique de Montréal]] unter der Leitung von [[Kent Nagano]] einen weiteren Nachbau anfertigen und setzte ihn bei einer Aufführung von [[Richard Strauss]]’ sinfonischer Dichtung &amp;#039;&amp;#039;[[Ein Heldenleben]]&amp;#039;&amp;#039; ein.&amp;lt;ref&amp;gt;Johann Buddecke: [http://www.concerti.de/vermischtes/der-oktobass-gigantisch-tiefe-klaenge/ &amp;#039;&amp;#039;Der Oktobass: Gigantisch tiefe Klänge.&amp;#039;&amp;#039;] www.concerti.de, 1. August 2017&amp;lt;/ref&amp;gt; Seitdem kommt das Instrument bei Aufführungen des Orchesters von Werken der deutschen und französischen [[Spätromantik]] zum Einsatz. Inzwischen hat das Orchester noch zwei weitere Instrumente von Jean-Jacques Pagès, einem französischen Instrumentenbauer aus [[Mirecourt]], bauen lassen.&amp;lt;ref&amp;gt;L’Intelligence de la Main: [https://leslaureats-intelligencedelamain.com/products/trois-octobasses-pour-l-orchestre-symphonique-de-montreal-quebec &amp;#039;&amp;#039;Trois octobasses pour l’Orchestre Symphonique de Montréal (Québec)&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2011 bauten die Belgier Ben, Luc und Theo Faes und Henri Toté einen Oktobass.&amp;lt;ref&amp;gt;Nieuwsblad: [https://www.nieuwsblad.be/regio/antwerpen/regio-antwerpen/schoten/antwerpse-familie-bouwt-octobas-van-363-meter-hoog/57344903.html &amp;#039;&amp;#039;Antwerpse familie bouwt octobas van 3,63 meter hoog&amp;#039;&amp;#039;], 20. Januar 2012&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die norwegische Musikerin Guro Skumsnes Moe ließ sich vom deutschen Instrumentenbauer Wolfgang Staab im Jahr 2015 einen Oktobass bauen.&amp;lt;ref&amp;gt;NRK: [https://www.nrk.no/kultur/denne-bassen-spiller-sa-morke-toner-at-menneskeorer-ikke-klarer-a-oppfatte-dem-1.12320004 &amp;#039;&amp;#039;Denne bassen spiller så mørke toner at menneskeører ikke klarer å oppfatte dem&amp;#039;&amp;#039;], 20. April 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Oktobass von Wolfgang Staab wurde vom [[hr-Sinfonieorchester]] unter der Leitung von [[Alain Altinoglu]] beim Eröffnungskonzert des [[Rheingau Musik Festival]]s 2025 bei der Aufführung von Gounods &amp;#039;&amp;#039;Cäcilienmesse&amp;#039;&amp;#039; eingesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Main-Echo: [https://www.main-echo.de/region/kreis-miltenberg/kleinwallstaedter-baut-instrument-in-riesigem-format-art-8039287 &amp;#039;&amp;#039;Kleinwallstädter baut Instrument in riesigem Format&amp;#039;&amp;#039;], 25. September 2023 (Paywall)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.facebook.com/hrsinfonieorchester/posts/wer-den-fast-vier-meter-hohen-oktobass-diesen-absoluten-exoten-unter-den-streich/1671732420170665/ &amp;#039;&amp;#039;hr Sinfonieorchester&amp;#039;&amp;#039;] bei Facebook, 18. Juni 2025&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Paul Brun: &amp;#039;&amp;#039;A New History of the Double Bass.&amp;#039;&amp;#039; Paul Brun Productions, Villeneuve d’Ascq 2000, S. 273–278, ISBN 2-9514461-0-1.&lt;br /&gt;
* Paul Brun: &amp;#039;&amp;#039;Return of the Monster&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Double Bassist&amp;#039;&amp;#039; Nr. 3, Spring/Summer 1997, S. 16–19, {{ISSN|1362-0835}}.&lt;br /&gt;
* [[Alfred Planyavsky]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des Kontrabasses&amp;#039;&amp;#039;, unter Mitarbeit von [[Herbert Seifert (Musikwissenschaftler)|Herbert Seifert]]. Hans Schneider, Tutzing 1982, S. 462–466.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Octobass|Oktobass}}&lt;br /&gt;
* [http://www.xray.it/octo/ Oktobass-Website von Nicola Moneta] (in italienischer Sprache)&lt;br /&gt;
* {{YouTube|id=12X-i9YHzmE|title=Up Close With A Curator: Octobasse |upload=2014-07-31 |abruf=2023-02-02}} (englisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Streichinstrument]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lauteninstrument]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kontrabass]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;ErikWoeller</name></author>
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