<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Oknos</id>
	<title>Oknos - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Oknos"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Oknos&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-01T09:24:04Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Oknos&amp;diff=72340&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Ayyur: Vorlage grcS benutzt, antike Quellen nach WP:ZA, Zitierregeln, Typographie</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Oknos&amp;diff=72340&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2021-09-07T19:48:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Vorlage grcS benutzt, antike Quellen nach WP:ZA, Zitierregeln, Typographie&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Oknos&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{grcS|Ὄκνος|Óknos|de=der Zauderer}}) ist eine Figur der [[Griechische Mythologie|griechischen Mythologie]]. Oknos ist der Ehemann einer zügellosen und verschwenderischen Frau. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Greis gehört Oknos zu den Verdammten des [[Unterwelt der griechischen Mythologie|Hades]]. Im [[Tartaros]] muss er auf ewig ein Seil aus [[Binsen]] flechten, dessen fertiges Ende jedoch immer wieder von einer Eselin gefressen wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Kratinos]], Fragment 348. In [[Theodor Kock]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Comicorum Atticorum Fragmenta]]&amp;#039;&amp;#039;; [[Properz]] 4,3,21 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Oknos soll im Leben ein fleißiger Mann gewesen sein, dessen Vermögen aber von seiner Frau schnell durchgebracht wurde, womit seine Situation im Tartaros der im Leben gleicht. [[Pausanias]] berichtet von Oknos in seiner Beschreibung der [[Lesche der Knidier]] des [[Polygnotos]] in [[Delphi]], auf dem der Mythos wiedergegeben wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Pausanias [http://www.perseus.tufts.edu/hopper/text?doc=Paus.+10.29.1 10,29,1 f.]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine parallele Erzählung ist aus der altägyptischen [[Demotische Literatur|demotischen Literatur]] bekannt. In der Zweiten [[Setne]]-Erzählung sieht Setne in der Unterwelt einen flechtenden Mann, dessen Arbeit von einem Esel gefressen wird. Von seinem Sohn [[Sioriris]] erfährt er, dass es sich um einen Mann handelt, der sich von seiner Frau bestehlen ließ.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Friedhelm Hoffmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Seilflechter in der Unterwelt.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Zeitschrift für Papyrologie und Epigraphik]].&amp;#039;&amp;#039; Band 100, 1994, S. 339–346 ([http://www.uni-koeln.de/phil-fak/ifa/zpe/downloads/1994/100pdf/100339.pdf Digitalisat]).&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein ägyptischer Ursprung der Sage wird bereits bei [[Diodor]] erwähnt.&amp;lt;ref&amp;gt;Diodor 1,97&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine Variante des Mythos findet sich bei [[Apuleius]], in der der Esel mit Holz beladen ist, das ständig von ihm herunterrutscht.&amp;lt;ref&amp;gt;Apuleius, &amp;#039;&amp;#039;Metamorphosen&amp;#039;&amp;#039; 6,18&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In bildlichen Darstellungen erscheint Oknos häufig mit einer oder mehreren der [[Danaide]]n, die dazu verurteilt sind, Wasser in ein löchriges Fass zu schöpfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Das Seil des Oknos flechten&amp;#039;&amp;#039; war eine [[Ionisches Griechisch|ionische]] Redewendung für eine mühsame Arbeit, die nie enden will.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Roscher|3,1|821||Oknos|[[Otto Höfer]]|}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Redewendung wurde jedoch von der [[Sisyphusarbeit]] verdrängt, die Ähnliches bedeutet und wie die [[Tantalusqualen]] aus dem Tartaros stammt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anders als bei den anderen Insassen des Tartaros wird bei Oknos kein Verbrechen erwähnt, auf das sein Zustand zurückzuführen wäre.&amp;lt;ref name=&amp;quot;wokart&amp;quot;&amp;gt;Norbert Wokart: &amp;#039;&amp;#039;Ent-Täuschungen. Philosophische Signaturen des 20. Jahrhunderts.&amp;#039;&amp;#039; Bibliothek Metzler Bd. 5, Stuttgart 1991, S. 103–116.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der klassische Philologe und Epigraphiker [[Reinhold Merkelbach]] nimmt an, dass der Grund hierfür darin bestanden habe, dass Oknos des Ersuchens der Einweihung in die [[Mysterien von Eleusis]] säumig gewesen sei, was jedoch von keiner Quelle direkt unterstützt wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;castriota&amp;quot;&amp;gt;David Castriota: &amp;#039;&amp;#039;Myth, Ethos, and Actuality. Official Art in Fifth-century B.C.&amp;#039;&amp;#039; Athens, Madison 1992, S. 277.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der klassische Philologe [[Ulrich von Wilamowitz-Moellendorff]] sieht in Oknos’ Zustand die Strafe für „eine moralische Schwäche, den Mangel an Mut, die Scheu, sich dem, was er als Pflicht empfindet, zu entschließen“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;wilamowitz&amp;quot;&amp;gt;Ulrich von Wilamowitz-Moellendorff: &amp;#039;&amp;#039;Der Glaube der Hellenen.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 2, Darmstadt 1976, S. 181.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wilamowitz zufolge führe diese Charakterschwäche zwar „zuweilen zum guten, nämlich wenn sie von einer bösen tat zurückhält“, doch sei sie egoistisch, weil die Vermeidung von Hindernissen, welche „einen entschluss zu tätigem handeln“ erfordern, grundsätzlich niemandem helfe.&amp;lt;ref name=&amp;quot;wilamowitz2&amp;quot;&amp;gt;Ulrich von Wilamowitz-Moellendorff: &amp;#039;&amp;#039;Aristoteles und Athen.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 1, Berlin 1893, S. 174 (Fußnote).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Philosoph [[Norbert Wokart]] lehnt diese Auffassung hingegen ab und geht davon aus, dass Oknos, anders als die anderen Gestalten des Mythos, „nur als Bild oder reines Symbol“ existiere.&amp;lt;ref name=&amp;quot;wokart&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieses weise gleichnishaft auf das Schaffende und Zerstörende sowie abstrakt auf die „zerbrechliche Balance zwischen Positivem und Negativem“ hin, da das Positive erst durch den Kontrast zum Negativen positiv werde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;wokart&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Roscher|3,1|821|827|Oknos|[[Otto Höfer]]|}}&lt;br /&gt;
* {{RE|XVII,2|2383|2385|Oknos|Johanna Schmidt||}}&lt;br /&gt;
* {{KlP|4|271||Oknos|[[Hans von Geisau]]|}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der griechischen Mythologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Ayyur</name></author>
	</entry>
</feed>