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	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Okazaki-Fragment</id>
	<title>Okazaki-Fragment - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T03:26:14Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Okazaki-Fragment&amp;diff=313306&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: typo, form</title>
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		<updated>2023-07-28T17:13:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;typo, form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Okazaki fragment DE.svg|mini|hochkant=1.5|Schema einer [[Replikationsgabel]] – bei der [[Replikation]] eines [[DNA-Doppelstrang]]es wird der &amp;#039;&amp;#039;Leitstrang&amp;#039;&amp;#039; fortlaufend am [[Matrize (Genetik)|Matrizenstrang]] aufgebaut, während für den &amp;#039;&amp;#039;Folgestrang&amp;#039;&amp;#039; zunächst einzelne &amp;#039;&amp;#039;Okazaki-Fragmente&amp;#039;&amp;#039; gebildet werden.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Okazaki-Fragment&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; heißt in der [[Molekularbiologie]] einer der während der [[DNA-Replikation]] entstehenden kurzen Abschnitte des Folgestrangs aus DNA.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Graw, Jochen. |Titel=Genetik |Auflage=6., überarbeitete und aktualisierte Auflage |Verlag=Springer Berlin Heidelberg |Ort=Berlin, Heidelberg |Datum=2015 |ISBN=978-3-662-44816-8}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei [[Prokaryot]]en ist ein solches Fragment 1000 bis 2000 [[Nukleotid]]e lang, bei [[Eukaryoten]] 100 bis 200.&amp;lt;ref&amp;gt;D. Voet, J. G. Voet, C. W. Pratt: &amp;#039;&amp;#039;Lehrbuch der Biochemie.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage. Wiley-VCH, Weinheim 2010, S.&amp;amp;nbsp;963.&amp;lt;/ref&amp;gt; Benannt ist es nach der japanischen Wissenschaftlerin [[Tsuneko Okazaki]] und ihrem Mann [[Reiji Okazaki]], die 1968&amp;lt;ref&amp;gt;R. Okazaki, T. Okazaki et al.: &amp;#039;&amp;#039;Mechanism of DNA chain growth. I. Possible discontinuity and unusual secondary structure of newly synthesized chains.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[PNAS]].&amp;#039;&amp;#039; Band 59, Nr. 2, Februar 1968, [[doi:10.1073/pnas.59.2.598]], PMID 4967086, {{PMC|224714}}, S.&amp;amp;nbsp;598–605.&amp;lt;/ref&amp;gt; das Modell eines Replikationsmechanismus mit diskontinuierlicher DNA-Synthese vorschlugen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;O&amp;quot;&amp;gt;T. Okazaki: &amp;#039;&amp;#039;Days weaving the lagging strand synthesis of DNA - A personal recollection of the discovery of Okazaki fragments and studies on discontinuous replication mechanism.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Proceedings of the Japan Academy. Series B, Physical and Biological Sciences.&amp;#039;&amp;#039; Band 93, Nr. 5, Mai 2017, [[doi:10.2183/pjab.93.020]], PMID 28496054, {{PMC|5489436}}, S.&amp;amp;nbsp;322–338.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;A. Yudelevich, B. Ginsberg, J. Hurwitz: &amp;#039;&amp;#039;Discontinuous synthesis of DNA during replication.&amp;#039;&amp;#039; In. &amp;#039;&amp;#039;PNAS.&amp;#039;&amp;#039; Band 61, Nr. 3, November 1968, [[doi:10.1073/pnas.61.3.1129]], PMID 4879822, {{PMC|305445}}, S.&amp;amp;nbsp;1129–1136.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeiner Ablauf der Replikation ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Replikation}}&lt;br /&gt;
Im Prozess der Replikation wird ein [[DNA-Doppelstrang|doppelsträngiges DNA-Molekül]] verdoppelt, sodass zwei gleiche doppelsträngige DNA-Moleküle entstehen. Für den Beginn der Replikation muss die vorliegende DNA-[[Doppelhelix]] zuerst an bestimmten Stellen durch eine [[Helikase]]-Aktivität entwunden und die Bindung der [[Wasserstoffbrückenbindung|Wasserstoffbrücken]] zwischen den [[Basenpaar]]en der beiden [[Antiparallelität (Biochemie)|antiparallel]] verlaufenden Strängen gelöst werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der geöffneten Stelle, dem [[Replikationsursprung]] oder &amp;#039;&amp;#039;Origin&amp;#039;&amp;#039;, sind die DNA-Stränge somit voneinander getrennt als zwei einzelsträngige Abschnitte. Diese werden nun jeweils als [[Matrize (Genetik)|Matrize]] für den Aufbau eines durch [[Basenpaar]]ung bestimmten komplementären Stranges benutzt. Jeder der beiden alten Stränge wird also durch einen neu gebildeten Strang zu einem Doppelstrang ergänzt. Die so [[Meselson-Stahl-Versuch|semikonservativ]] gebildeten zwei DNA-Doppelstränge haben – abgesehen von selten auftretenden Fehlern – die gleiche [[Basensequenz]], da auch die originalen Stränge komplementär zueinander waren. Damit liegt die genetische Information dann in zwei Kopien vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
Vom Replikationsursprung ausgehend schreitet die Auftrennung des Doppelstrangs in zwei einzelsträngige Bereiche als Y-förmige Aufgabelung während der Replikation längs der DNA fort in eine Richtung und, bidirektional, auch in die andere entgegengesetzte. Betrachtet man den in einer [[Replikationsgabel]] ablaufenden Prozess der Neusynthese komplementärer DNA-Stränge genauer, wird ein Unterschied deutlich: Vom Origin aus kann das Enzym [[DNA-Polymerase]] an dem einen Matrizenstrang kontinuierlich fortlaufend den komplementären Strang aufbauen, an dem anderen Matrizenstrang aber nicht – hier werden diskontinuierlich nacheinander komplementäre DNA-Teilstränge synthetisiert, in sogenannten &amp;#039;&amp;#039;Okazaki-Fragmenten,&amp;#039;&amp;#039; und später miteinander verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Denn die von DNA-Polymerasen katalysierte [[Polymerisation]] erfolgt schrittweise jeweils durch Anfügen eines aktivierten Nukleotids ([[Nukleosidtriphosphate|dNTP]]) an das [[3′-Ende]] des bereits synthetisierten Nukleinsäurestranges und ist so ausschließlich in 5′→3′ Richtung möglich. Die dabei für den komplementären Aufbau notwendige Matrize ist antiparallel orientiert, also in Richtung 3′→5′. Da auch die beiden aufgetrennten Matrizenstränge antiparallel zueinander orientiert sind, kann eine DNA-Polymerase nur an dem einen Matrizenstrang in Bewegungsrichtung der wandernden Replikationsgabel fortschreiten und kontinuierlich den sogenannten &amp;#039;&amp;#039;Leitstrang&amp;#039;&amp;#039; (englisch &amp;#039;&amp;#039;leading strand&amp;#039;&amp;#039;) aufbauen. An dem anderen Matrizenstrang hingegen muss eine DNA-Polymerase in umgekehrter Richtung prozessieren und damit entgegen der Bewegungsrichtung der Replikationsgabel. Daher werden hier am freigelegten Matrizenstrang regelmäßig zunächst fragmentarisch Teilabschnitte aufgebaut und diese &amp;#039;&amp;#039;Okazaki-Fragmente&amp;#039;&amp;#039; anschließend zum sogenannten &amp;#039;&amp;#039;Folgestrang&amp;#039;&amp;#039; (englisch &amp;#039;&amp;#039;lagging strand&amp;#039;&amp;#039;) verknüpft. Bei den üblicherweise zwei bidirektional in Gegenrichtung wandernden Replikationsgabeln schließt sich der Folgestrang der einen an den Leitstrang der anderen Replikationsgabel an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den kleinen ringförmigen Genomen von [[Prokaryoten]] oder [[Mitochondrien]] gibt es meist nur einen Replikationsursprung, in großen [[eukaryot]]ischen Genomen dagegen oft mehrere Tausend, um durch viele gleichzeitig fortschreitende Replikationsgabeln die Geschwindigkeit der Replikation zu erhöhen.&lt;br /&gt;
Das für die Polymerisation der DNA zuständige Enzym – in Bakterien der Proteinkomplex [[DNA-Polymerase III]] (Pol III), in Säugerzellen DNA-Polymerase δ und DNA-Polymerase ε bzw. in Mitochondrien DNA-Polymerase γ – braucht als Starthilfe ein kurzes, [[Primer]] genanntes Oligonukleotid. Dieses wird als ein an die DNA-Matrize gebundenes kleines [[RNA]]-Molekül von einer [[Primase]] bereitgestellt. Die DNA-Polymerase fügt daran dann weitere Nukleotide an, nun aber Bausteine der DNA ([[dNTP]]) – bei der fragmentarischen Synthese des Folgestranges solange, bis sie auf das [[5′-Ende]] des zuvor gebildeten kurzen Fragments stößt. Diese diskontinuierlich wiederholt gebildeten kurzen Abschnitte aus DNA heißen &amp;#039;&amp;#039;Okazaki-Fragmente&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lückenfüllung und Verknüpfung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:RNA primer.png|mini|hochkant=1.55|Okazaki-Fragmente werden Anteile eines durchgängigen Folgestrangs, indem der RNA-Primer entfernt ([[Nuklease]]), die Lücke gefüllt ([[DNA-Polymerase]]) und der Teilstrang verknüpft ([[DNA-Ligase]]) wird – hier schematisch gezeigt am Beispiel einer rechtsgängigen [[Replikationsgabel]].]]&lt;br /&gt;
Ein weiteres Enzym mit [[Nukleasen|Nuklease-Aktivität]] entfernt dann den RNA-Primer, eine Reparaturpolymerase – die prokaryotische DNA-Polymerase I (Pol I) bzw. die eukaryotische DNA-Polymerase α – ersetzt ihn durch DNA und füllt die Lücke zwischen Fragmenten mit komplementären Nukleotiden. Eine [[DNA-Ligase]] verknüpft die einzelnen komplettierten Fragmente schließlich durch eine [[Ester]]bindung zwischen der [[Hydroxygruppe]] des Zuckers [[Desoxyribose]] am 3′-Ende des einen und dem [[Phosphatrest]] am 5′-Ende des nächsten Teilstrangs zu einem Folgestrang mit bruchlosem [[Backbone (Biochemie)|Rückgrat]]. Diese für die Integration der Okazaki-Fragmente nötigen Verfahrensschritte sind denen einer [[DNA-Reparatur]] ähnlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Bruce Alberts|Alberts]], Bray, Johnson, Lewis: &amp;#039;&amp;#039;Lehrbuch der molekularen Zellbiologie.&amp;#039;&amp;#039; 2., korrigierte Auflage. Wiley-VCH, Weinheim 2001, ISBN 3-527-30493-2.&lt;br /&gt;
: (englische Ausgabe: B. Alberts, A. Johnson, J. Lewis et al.: &amp;#039;&amp;#039;Molecular Biology of the Cell.&amp;#039;&amp;#039; 4. Ausgabe. Garland Science, New York 2002, Kapitel: &amp;#039;&amp;#039;DNA Replication Mechanisms.&amp;#039;&amp;#039; Online auf dem [https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK26850/ NCBI-Bookshelf])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DNA-Replikation]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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