<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Okapi</id>
	<title>Okapi - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Okapi"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Okapi&amp;action=history"/>
	<updated>2026-05-23T07:08:39Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Okapi&amp;diff=42330&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Orci: /* Bestand, Gefährdung und Erhaltungszucht */ +Washingtoner Artenschutzabkommen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Okapi&amp;diff=42330&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-03-04T10:29:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Bestand, Gefährdung und Erhaltungszucht: &lt;/span&gt; +Washingtoner Artenschutzabkommen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Weiterleitungshinweis|Okapia|Zur Bildagentur siehe [[Okapia (Bildagentur)]], zum Taschenmesser siehe [[Okapi (Messer)]].}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Okapi&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Okapia johnstoni&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = Art&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = ([[Philip Lutley Sclater|P. L. Sclater]], 1901)&lt;br /&gt;
| Taxon2_WissName  = Okapia&lt;br /&gt;
| Taxon2_Rang      = Gattung&lt;br /&gt;
| Taxon2_Autor     = [[Ray Lankester|Lankester]], 1901&lt;br /&gt;
| Taxon3_Name      = Giraffenartige&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Giraffidae&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Familie&lt;br /&gt;
| Taxon4_Name      = Stirnwaffenträger&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Pecora&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = ohne Rang&lt;br /&gt;
| Taxon5_Name      = Wiederkäuer&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName  = Ruminantia&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = Unterordnung&lt;br /&gt;
| Taxon6_Name      = Paarhufer&lt;br /&gt;
| Taxon6_WissName  = Artiodactyla&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = Ordnung&lt;br /&gt;
| Bild             = Saint-Aignan (Loir-et-Cher). Okapi.jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Okapi&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Okapia johnstoni&amp;#039;&amp;#039;), auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Waldgiraffe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Kurzhalsgiraffe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.planet-wissen.de/natur/wildtiere/giraffen/pwiewissensfrage440.html |titel=Giraffen: Kurzhalsgiraffen |datum=2021-02-01 |sprache=de |abruf=2023-06-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt; genannt, ist ein [[Paarhufer]] aus der Familie der [[Giraffenartige]]n. Näher mit den [[Giraffe]]n (&amp;#039;&amp;#039;Giraffa&amp;#039;&amp;#039;) als mit anderen Paarhufern verwandt, ähnelt es in seinen Körperproportionen eher typischen [[Huftiere]]n als den Giraffen. Gekennzeichnet ist es durch seine kontrastreiche Färbung aus rotbraun, schwarz und weiß sowie den vergleichsweise langen Hals. Das Okapi bewohnt den Regenwald in [[Zentralafrika]] und wird von der [[IUCN]] als stark gefährdet (&amp;#039;&amp;#039;endangered&amp;#039;&amp;#039;) eingestuft. Als sehr scheuer Bewohner des [[Tropischer Regenwald|Regenwaldes]] ist es bisher nur wenig erforscht. Es wurde als [[Großsäuger|Großsäugetier]] erst im Jahre 1901 beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Merkmale ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Okapi001.jpg|mini|links|Die beiden Hörner sind mit Haut überzogen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Okapis erreichen im Schnitt eine [[Kopf-Rumpf-Länge]] von 2,5&amp;amp;nbsp;m, eine [[Widerrist|Schulterhöhe]] von 1,5&amp;amp;nbsp;m und ein Gewicht von 200 bis 300&amp;amp;nbsp;kg (durchschnittlich 250&amp;amp;nbsp;kg). Weibchen sind geringfügig größer als Männchen. Die Männchen haben auf der Stirn zwei bis zu 15&amp;amp;nbsp;cm lange, behaarte und stumpfe Hörner ([[Ossicon]]en). Bei den Weibchen sind diese Hörner nur ansatzweise ausgebildet oder fehlen ganz. Anatomisch ähneln Okapis dem Grundbauplan der Giraffidae, sie teilen also zum Beispiel den vergleichsweise langen Hals und die lange Zunge mit der Giraffe.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bodmerrabb1992&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die äußere Erscheinung des Okapis ist unverwechselbar. Die Grundfarbe ist rötlich-braun bis fast schwarz. Im Kontrast dazu stehen weiße Wangen, eine weiße Kehle, die weißen unteren Teile der Beine sowie die weiß-schwarz gestreiften oberen Hälften der Beine.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bodmerrabb1992&amp;quot; /&amp;gt; Die dunkle (blaue), bis zu 25&amp;amp;nbsp;cm ausstreckbare Zunge kann neben der Nahrungsaufnahme auch benutzt werden, um Augen, Nasenlöcher oder den Rest des Körpers zu reinigen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bodmerrabb1992&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung und Lebensraum ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Okapia johnstoni range map.png|mini|Das Verbreitungsgebiet (rot) des Okapis liegt im Norden der [[Demokratische Republik Kongo|Demokratischen Republik Kongo]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Vorkommen der Okapis beschränkt sich auf äquatoriale Regenwälder im Norden, Zentrum und Osten der [[Demokratische Republik Kongo|Demokratischen Republik Kongo]]. Hauptsächliches Verbreitungsgebiet ist der [[Ituri-Regenwald]] mit dem in ihm gelegenen [[Okapi-Wildtierreservat]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.okapiconservation.org/wildlife-reserve/ |wayback=20131205020746 |text=The Okapi Conservation Project |archiv-bot=2019-04-19 07:42:08 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt; 2006 wurden erstmals seit 1959 wieder Okapispuren im [[Nationalpark Virunga]] gesehen, 2008 gelangen erste Kameraaufnahmen von dort lebenden Okapis.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.worldwildlife.org/who/media/press/2006/WWFPresitem859.html Rare Okapi Sighted in Eastern Congo Park], WWF, 8. Juni 2006&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://newswise.com/articles/view/544205/ Photo Reveals Rare Okapi Survives Poaching Onslaught], newswise.com, 10. September 2008&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Okapis kommen generell nicht unter {{Höhe|500}} über dem Meeresspiegel vor und fehlen daher in den Sumpfwäldern im Westen des Landes. Im Osten wird das Verbreitungsgebiet durch [[Höhenstufe (Ökologie)#Verwendung orographischer Begriffe|montanen]] Wald, im Norden durch [[Savanne]] und im Süden durch offene Wälder begrenzt. Okapis sind am häufigsten zwischen 500 und {{Höhe|1000}} Höhe anzutreffen, in Ausnahmefällen aber auch bis in {{Höhe|1450}} Höhe.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bodmerrabb1992&amp;quot; /&amp;gt; Okapis kommen in Dichten von 0,1–1,2 (Schnitt 0,45) Exemplaren pro km² vor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;iucn&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lebensweise ==&lt;br /&gt;
=== Allgemeines ===&lt;br /&gt;
Das Okapi ist vorrangig [[tagaktiv]], gelegentlich wird es auch in der Nacht beobachtet. Die Tiere sind Einzelgänger und wurden nur selten als Paare oder in kleinen Gruppen gesehen. Männchen bewegen sich in einem [[Aktionsraum]] von etwa 10&amp;amp;nbsp;km² und legen täglich etwa 4&amp;amp;nbsp;km zurück; Weibchen und jüngere Tiere sind weniger aktiv und besetzen kleinere Aktionsräume. Die Männchen markieren ihre Reviere offenbar mit Urin, genauere Erkenntnisse zum Sozialverhalten liegen jedoch nicht vor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bodmerrabb1992&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ernährung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Okapi (head)-MJ.jpg|mini|[[Taxidermie|Dermoplastik]] eines mit seiner Zunge nach Nahrung greifenden Okapis]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Okapis suchen auf eingelaufenen, regelmäßig genutzten Pfaden nach Nahrung. Sie ernähren sich hauptsächlich von Blättern, Knospen und jungen Trieben,  die sie mit ihrer langen, greiffähigen Zunge von den Ästen abreißen. Gemieden werden [[Monokotyledonen]], die meisten häufigen Pflanzen des Unterholzes sowie junge Pflanzen von Bäumen, die ausgewachsen das Regenwalddach bilden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bodmerrabb1992&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/Publikationen-PDF/WWF-Arten-Portraet-Okapi.pdf wwf.de] (PDF)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fortpflanzung und Entwicklung ===&lt;br /&gt;
Die Fortpflanzung des Okapi ist an keine bestimmte Jahreszeit gebunden. Der [[Östrus]] des Weibchens dauert üblicherweise etwa 15 Tage. Die Männchen finden die Weibchen offenbar über [[Olfaktorische Wahrnehmung|olfaktorische]] Reize. Das Weibchen bringt nach 414–493 Tagen Tragzeit ein einzelnes Jungtier zur Welt; es hat bei der Geburt eine Schulterhöhe von 72–83&amp;amp;nbsp;cm und wiegt 14–30&amp;amp;nbsp;kg. Die Jungtiere stehen etwa eine halbe Stunde nach der Geburt auf. Nachdem sie 1–2 Tage der Mutter folgen, suchen sie sich ein Versteck und bleiben dort während der nächsten beiden Monate. Sie sind derweilen wenig aktiv, bleiben in der Nähe des Verstecks und werden von der Mutter gesäugt und mit Fußtritten verteidigt. Nach etwa drei Wochen können sie feste Nahrung aufnehmen. Sie werden nach meist sechs Monaten entwöhnt und sind mit drei Jahren ausgewachsen. Die Geschlechtsreife tritt bei Weibchen in Gefangenschaft ab 1,5 Jahren ein.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bodmerrabb1992&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Natürliche Feinde und Lebenserwartung ==&lt;br /&gt;
Der bedeutendste natürliche Feind des Okapis ist der [[Leopard]] (&amp;#039;&amp;#039;Panthera pardus&amp;#039;&amp;#039;). In Gefangenschaft werden Okapis üblicherweise 15 bis 20 Jahre alt, aus der Natur liegen zur Lebenserwartung keine Erkenntnisse vor. Der Altersrekord in zoologischer Haltung beläuft sich auf 33 Jahre.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bodmerrabb1992&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Systematik ==&lt;br /&gt;
Zusammen mit der Giraffe ist das Okapi einer der zwei heute noch lebenden Vertreter der [[Giraffenartige]]n (Giraffidae). Es werden bisher keine [[Unterart]]en unterschieden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;bodmerrabb1992&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bestand, Gefährdung und Erhaltungszucht ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Okapi and son.jpg|mini|Okapi-Kuh mit Jungtier]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Bestand frei lebender Okapis wird auf 10.000 bis 50.000 Exemplare geschätzt. Verlässliche Bestandszahlen liegen nicht vor, die tatsächliche Zahl könnte somit weit niedriger liegen. Derzeit sind die untersuchten Populationen im Sinken begriffen. Die wichtigsten Vorkommen des Okapis konzentrieren sich größtenteils auf Schutzgebiete, wie das Okapi-Wildtierreservat und den [[Nationalpark Maiko|Maiko-Nationalpark]]. Dazu leben einige Tiere im Norden des Virunga-Nationalparks. Die [[IUCN]] führt das Okapi inzwischen als stark gefährdet (&amp;#039;&amp;#039;endangered&amp;#039;&amp;#039;), da es nur in einem recht kleinen Gebiet vorkommt, durch Lebensraumzerstörung bedroht ist und durch illegale Nachstellungen starke Bestandseinbußen erlitten hat, seit 2025 wird die Art in [[Liste der Säugetierearten im Anhang I des Washingtoner Artenschutz-Übereinkommens|Anhang I]] des [[Washingtoner Artenschutz-Übereinkommen]]s geführt. Das Okapi wird von der lokalen Bevölkerung vor allem wegen seines Fleisches und seiner Haut bejagt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;iucn&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für das Okapi besteht seit seiner Gründung 1985 ein [[Europäisches Erhaltungszuchtprogramm]] (EEP) im Rahmen des [[European Association of Zoos and Aquaria|Europäischen Zooverbands]]. Weltweit lebten im November 2010 119 Exemplare in wissenschaftlich geleiteten zoologischen Gärten, 57 davon in Europa. EEP-Koordinator ist Sander Hofman im [[Zoo Antwerpen]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.eaza.net/activities/cp/Pages/EEPs.aspx |wayback=20150518234231 |text=EAZA Complete List of EEPs and ESBs |archiv-bot=2022-12-23 08:30:07 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juli 2012 wurde die Okapi-Station Epulu im [[Ituri-Regenwald]] von Rebellen angegriffen und zerstört. Sechs Menschen, die meisten Ranger, und 13 der 14 dort gehaltenen Okapis wurden getötet und die Station durch Feuer vernichtet. Der EEP-Koordinator Hofmann aus Antwerpen hat alle Okapis haltenden Zoos um zusätzliche Unterstützung gebeten, um die Station wieder aufbauen zu können.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zoofoerderer.de/?p=855 Okapi-Station im Kongo braucht Unterstützung], Gemeinschaft Deutscher Zooförderer e.&amp;amp;nbsp;V.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entdeckungsgeschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Ethiopian Tribute Bearer.jpg|mini|hochkant|Abbild eines Okapis auf einem Fries in [[Persepolis]] (um 500 v. Chr.)]]&lt;br /&gt;
Die [[Alte Welt]] und Zentralafrika könnten bereits in der Zeit des [[Achämenidenreich|persischen]] Königs [[Xerxes I.]] in Kontakt mit der Tierart gekommen sein. Ein Bildfeld eines Frieses in [[Persepolis]] zeigt drei Afrikaner; der dritte führt ein Tier mit sich, das allem Anschein nach ein Okapi ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Lavers, S. 150f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Henry Hamilton Johnston00.jpg|mini|hochkant|links|Henry Hamilton Johnston]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Pieces from Okapi leather, obtained by Sir Harry Johnston (crop).jpg|mini|Die beiden Beinfellstreifen, die Johnston an Sclater sandte]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Tausende Jahre lang nutzten die vom Landbau lebenden [[Bantu]] und die [[Mbuti]] das Okapi als zusätzliches Nahrungsmittel.&amp;lt;ref&amp;gt;Lavers, S. 149&amp;lt;/ref&amp;gt; Für die westliche Welt wurde das Okapi im Übergang vom 19. zum 20. Jahrhundert von [[Henry Hamilton Johnston]] (1858–1927) entdeckt, dem Forschungsreisenden, Diplomaten und Verfechter britischer Kolonialinteressen in Afrika, worauf auch der Namensbestandteil „johnstoni“ hinweist.&amp;lt;ref&amp;gt;Lavers, S. 134&amp;lt;/ref&amp;gt; Johnston hatte aus den 1890 publizierten Reiseberichten &amp;#039;&amp;#039;In darkest Africa&amp;#039;&amp;#039; des Afrikaforschers [[Henry Morton Stanley]] von einem Tier erfahren, das die einheimischen Wambutti, ein [[Pygmäen]]-Stamm, &amp;#039;&amp;#039;atti&amp;#039;&amp;#039; nannten. Dieses sollte einem Esel ähneln und in den Wäldern des [[Kongobecken]]s leben, wo es sich von Blättern ernährte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Stanley 1890&amp;quot;/&amp;gt; Er selbst hielt das Tier für ein Zebra, wunderte sich aber über die ungewöhnliche Lebensweise. Nach seiner Versetzung nach [[Entebbe]] im heutigen [[Uganda]] traf Johnston eine Gruppe gefangener Pygmäen, die ihm die Existenz des Tieres bestätigten. Sie bezeichneten es als &amp;#039;&amp;#039;o’,api&amp;#039;&amp;#039; („Okapi“) und beschrieben es als dunkel am Körper mit gestreiften Beinen. Daraufhin bewirkte Johnston die Freilassung der Einheimischen und reiste mit ihnen, sobald es seine Zeit erlaubte, in den [[Kongo-Freistaat]], damals [[Belgien|belgische]] Kolonie. In Mbeni am [[Semliki]] befragte er die belgischen Kolonialbehörden nach dem Okapi, die dieses auch kannten. Allerdings hatten sie noch nie eins lebend gesehen, besaßen dafür aber die Reste von zwei, teilweise zu [[Bandelier]]en verarbeiteten Beinfellstreifen. Sie händigten die Hautreste Johnston aus, der sie umgehend nach London sandte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Johnston 1900&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Johnston 1901&amp;quot;/&amp;gt; Dort gelangten sie zu Händen von [[Philip Lutley Sclater]] zur wissenschaftlichen Begutachtung. Sclater veröffentlichte im Jahr 1901 die wissenschaftliche [[Erstbeschreibung]] des Okapis, wobei er im Vertrauen auf Johnstons Angaben den Namen &amp;#039;&amp;#039;Equus johnstoni&amp;#039;&amp;#039; verwendete und somit das Okapi zu den Pferden verwies.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Sclater 1901&amp;quot;/&amp;gt; Unterdessen reiste Johnston mit den befreiten Pygmäen in den Semliki-Wald weiter, um ein lebendes Okapi zu sichten, blieb dabei aber erfolglos. Die belgischen Kolonialbehörden boten Johnston an, ihm so schnell wie möglich ein vollständiges Fell zuzuschicken. Dies ermöglichte letztendlich ein schwedischer Offizier im belgischen Dienst, der neben einem vollständigen Fell auch zwei Schädel übergab. Anhand dieser erkannte Johnston dann, dass es sich nicht um ein Zebra, sondern um einen Verwandten der Giraffen handelt. Er vermutete aufgrund der kleinen Hörner eine nähere Beziehung zum ausgestorbenen &amp;#039;&amp;#039;[[Helladotherium]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Johnston 1901&amp;quot;/&amp;gt; Nach London verschickt untersuchte dort später [[Edwin Ray Lankester]] die Reste. Er veröffentlichte noch 1901 seine neuen Erkenntnisse und verwies das Okapi in die von ihm neu etablierte Gattung &amp;#039;&amp;#039;Okapia&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lankester 1901&amp;quot;/&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lankester 1901b&amp;quot;/&amp;gt; Im Jahr darauf legte Lankester eine umfangreiche Beschreibung des Okapis vor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lankester 1902&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Okapi ist das Symbol der [[Deutsche Gesellschaft für Säugetierkunde|Deutschen Gesellschaft für Säugetierkunde]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.mammalianbiology.org/index.htm |titel=Deutsche Gesellschaft für Säugetierkunde, e.&amp;amp;nbsp;V. (DGS; German Society for Mammalian Biology) |hrsg= |datum=2016-03-07 |zugriff=2016-03-12 |sprache=englisch |archiv-url=https://web.archive.org/web/20140919020248/http://www.mammalianbiology.org/index.htm |archiv-datum=2014-09-19 |offline=ja |archiv-bot=2024-04-03 23:34:48 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Chris Lavers]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Einhorn. Natur, Mythos, Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; Darmstadt 2010&lt;br /&gt;
* [[Michael Ohl]]: &amp;#039;&amp;#039;Expeditionen zu den Ersten ihrer Art. Außergewöhnliche Tiere und die Geschichte ihrer Entdeckung.&amp;#039;&amp;#039; dtv, München 2022, ISBN 978-3-423-29043-2, S. 242–260.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Okapi}}&lt;br /&gt;
{{Commons|Okapia johnstoni|Okapi}}&lt;br /&gt;
* {{IUCN&lt;br /&gt;
|Year=2013&lt;br /&gt;
|ID=15188&lt;br /&gt;
|ScientificName=Okapia johnstoni&lt;br /&gt;
|YearAssessed=2013&lt;br /&gt;
|Assessor=Mallon, D., Kümpel, N., Quinn, A., Shurter, S., Lukas, J., Hart, J. &amp;amp; Mapilanga, J.&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
* [http://www.science.smith.edu/msi/pdf/i0076-3519-422-01-0001.pdf &amp;#039;&amp;#039;Okapia johnstoni&amp;#039;&amp;#039; (Mammalian Species No. 422)] (PDF-Datei; 948&amp;amp;nbsp;kB)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;bodmerrabb1992&amp;quot;&amp;gt;R. E. Bodmer &amp;amp; G. D. Rabb (1992): &amp;#039;&amp;#039;Okapia johnstoni&amp;#039;&amp;#039;. [[Mammalian Species]] 422, S. 1–8&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Stanley 1890&amp;quot;&amp;gt;Henry Morton Stanley: &amp;#039;&amp;#039;In darkest Africa. Volume II.&amp;#039;&amp;#039; New York, 1890, S. 1–540 (S. 490) ([https://archive.org/stream/indarkestafricao02stan#page/488/mode/1up])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Johnston 1900&amp;quot;&amp;gt;Harry Hamilton Johnston: &amp;#039;&amp;#039;On a new horse.&amp;#039;&amp;#039; Proceedings of the Zoological Society of London 1900, S. 774–775 ([https://biodiversitylibrary.org/item/111045#page/902/mode/1up])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Johnston 1901&amp;quot;&amp;gt;Harry Hamilton Johnston: &amp;#039;&amp;#039;The Okapi.&amp;#039;&amp;#039; In: C. J. Corner, F. C. Selous, H. Johnston, C. H. Lane, L. Wain, W. P. Pycraft, H. A. Byden, F. G. Aflalo und W. Saville-Kent (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;The living animals of the world.&amp;#039;&amp;#039; London, 1901, S. 267–270 ([https://archive.org/stream/livinganimalsofw01cornrich#page/267/mode/1up])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Sclater 1901&amp;quot;&amp;gt;Philip Lutley Sclater: &amp;#039;&amp;#039;On an apparently new Zebra from the Semliki forest.&amp;#039;&amp;#039; Proceedings of the Zoological Society of London 1901, S. 50–52 ([https://biodiversitylibrary.org/item/98562#page/90/mode/1up])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lankester 1901&amp;quot;&amp;gt;E. Ray Lankester: &amp;#039;&amp;#039;Two skulls and the skin of the new mammal, the Okapi, discovered by Sir Harry Johnston.&amp;#039;&amp;#039; Proceedings of the Zoological Society of London 1901, S. 279–281 ([https://biodiversitylibrary.org/item/99488#page/367/mode/1up])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lankester 1901b&amp;quot;&amp;gt;E. Ray Lankester: &amp;#039;&amp;#039;On Okapia, a new genus of Giraffidae, from Central Africa.&amp;#039;&amp;#039; Proceedings of the Zoological Society of London 1901, S. 472–474 ([https://biodiversitylibrary.org/item/99488#page/580/mode/1up])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Lankester 1902&amp;quot;&amp;gt;E. Ray Lankester: &amp;#039;&amp;#039;On Okapia, a new genus of Giraffidae, from Central Africa.&amp;#039;&amp;#039; Transactions of the Zoological Society of London 1902/1903, S. 279–314 ([https://biodiversitylibrary.org/item/101600#page/377/mode/1up])&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;iucn&amp;quot;&amp;gt;{{IUCN&lt;br /&gt;
|Year=2010&lt;br /&gt;
|ID=15188&lt;br /&gt;
|ScientificName=Okapia johnstoni&lt;br /&gt;
|YearAssessed=2008&lt;br /&gt;
|Assessor=Antelope Specialist Group&lt;br /&gt;
|Download=27. Februar 2011&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4172534-7}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Paarhufer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Endemisches Tier der Demokratischen Republik Kongo]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Orci</name></author>
	</entry>
</feed>