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	<title>Ohrfeige - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ohrfeige&amp;diff=116617&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Friedrich von Bogislaw: /* Die rituelle Ohrfeige */ Wortwahl</title>
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		<updated>2026-03-08T21:23:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Die rituelle Ohrfeige: &lt;/span&gt; Wortwahl&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt die körperliche Handlung; für den Roman siehe [[Ohrfeige (Roman)]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Herzog Erich der Ältere von Calenberg und Kaiser Maximilian vor der Veste Kufstein in Tirol by Johannes Christian Riepenhausen.jpg|mini|hochkant=1.2|Herzog [[Erich I. (Braunschweig-Calenberg-Göttingen)|Erich der Ältere]] bekommt 1504 von Kaiser [[Maximilian I. (HRR)|Maximilian]] eine symbolische Ohrfeige, weil er es gewagt hat, ihn um das Leben der Besiegten zu bitten. ([[Johannes Riepenhausen]], nachempfunden 1836)]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ohrfeige&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Backpfeife&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, veraltet auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Backenstreich&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, regional auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Maulschelle&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Schelle&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Watsche&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt, ist ein von der Seite geführter Schlag mit der flachen [[Hand]] in das [[Gesicht]] (bzw. auf die [[Wange]]) einer Person. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wortherkunft == &lt;br /&gt;
Das Wort &amp;#039;&amp;#039;Ohrfeige&amp;#039;&amp;#039; stammt aus dem [[Mittelhochdeutsch]]en und wurde im 13. oder 16. Jahrhundert&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kluge&amp;quot;&amp;gt;Friedrich Kluge, Elmar Seebold: &amp;#039;&amp;#039;Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache / Kluge&amp;#039;&amp;#039;. 24. Auflage. De Gruyter, Berlin 2002.&amp;lt;/ref&amp;gt; erstmals erwähnt (vgl. [[Niederländische Sprache|niederländisch]] &amp;#039;&amp;#039;oorveeg&amp;#039;&amp;#039;, zu veeg = Hieb, Streich). Der Wortbestandteil &amp;#039;&amp;#039;-fige&amp;#039;&amp;#039; beziehungsweise &amp;#039;&amp;#039;-feige&amp;#039;&amp;#039; leitet sich entweder von &amp;#039;&amp;#039;fegen&amp;#039;&amp;#039; oder von der Frucht [[Echte Feige|Feige]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kluge&amp;quot; /&amp;gt; im übertragenen Sinn (Schwellung) ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Ohrfeige als Erziehungsmittel ==&lt;br /&gt;
Bis ins 20. Jahrhundert wurde die Ohrfeige neben anderen Formen der [[Körperstrafe]] als probates [[Erziehungsmittel]] betrachtet. In [[Deutschland]] ist die körperliche Bestrafung gegenüber Kindern und Jugendlichen seit Erlass des [[Gesetz zur Ächtung von Gewalt in der Erziehung|Gesetzes zur Ächtung von Gewalt in der Erziehung]] im Jahr 2000 verboten und strafbar. Eine weitverbreitete Sicht besagt, dass eine Ohrfeige immer, so „leicht“ sie auch geführt sein mag, der betroffenen Person schadet. Ohrfeigen können insbesondere bei Kindern und Jugendlichen mitunter zu schweren körperlichen und geistigen Dauerschäden führen und eine [[Trauma (Psychologie)|psychische Traumatisierung]] zur Folge haben.&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Hofer: &amp;#039;&amp;#039;Die Ohrfeige – qualitative und quantitative Analyse&amp;#039;&amp;#039;. Rechtsmedizinische Dissertation München 2022 ([https://d-nb.info/1256035068/34 online], abgerufen am 14. November 2023)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nicht immer treffen Ohrfeigen ihr eigentliches Ziel, was einige Risiken mit sich bringt. In Extremfällen können Ohrfeigen bei Kindern und Jugendlichen zu einer erheblichen traumatischen Rotationsbewegung des Kopfes mit resultierender [[Hirnblutung|Schädelinnenraumblutung]] im Sinne eines [[Schädel-Hirn-Trauma]]s und in der Folge zu bleibenden [[Schädel-Hirn-Trauma|Hirnschäden]] mit Behinderung oder gar zum [[Tod]]e führen.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[http://www.stern.de/politik/panorama/:Gewalt-Kinder-Ohrfeigen-Tabu/613775.html „Ohrfeigen müssen zum Tabu werden“.]&amp;#039;&amp;#039; Interview mit [[Manfred Karremann]] im Stern, 11. März 2008&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wird ein Ohr getroffen, so kann die Wirkung der flachen Hand zu einem [[Überdruck]] im [[äußerer Gehörgang|äußeren Gehörgang]] führen. Dadurch wird die Luft von außen gegen das [[Trommelfell]] gepresst, was zu dessen Verletzung führt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sergioalbanese.it/index.php?idn=150 sergioalbanese]&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei kommt es häufig zu einem Einriss in den beiden unteren Quadranten des Trommelfells. Eine Zerstörung der Gehörknöchelchenkette oder eine Innenohrschädigung werden bei dieser Verletzungsart hingegen nicht beobachtet.&amp;lt;ref&amp;gt;H.Feldmann, T. Brusis: &amp;#039;&amp;#039;Gutachten des Hals-Nasen-Ohren-Arztes&amp;#039;&amp;#039;. Thieme, 2012, S. 188&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der österreichische Sänger [[Udo Jürgens]] beschreibt im autobiographischen [[Bestseller]] &amp;#039;&amp;#039;[[Der Mann mit dem Fagott]]&amp;#039;&amp;#039;, wie er als [[Hitlerjugend|Hitlerjunge]] von einem [[NS-Ranggefüge|Rottenführer]] brutal eine Ohrfeige bekommt und infolgedessen auf dieser Seite das [[Auditive Wahrnehmung|Gehör]] verliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Ohrfeige als Ehrenbeleidigung ==&lt;br /&gt;
Obwohl eine Ohrfeige – im Vergleich z.&amp;amp;nbsp;B. zu einem Faustschlag in das Gesicht – landläufig mit einem eher geringen Verletzungsrisiko und geringerer Schmerzhaftigkeit in Verbindung gebracht wird, gilt diese unter Erwachsenen doch als besonders [[ehre]]nrührig. Dies wird auch in Ausdrücken wie der &amp;#039;&amp;#039;verbalen Ohrfeige&amp;#039;&amp;#039; deutlich. Ohne tatsächliche Gewalt anzuwenden, sagte der Ohrfeigende seinem „Opfer“: „Fühlen Sie sich geohrfeigt!“ Dieser Satz hatte früher die gleiche Bedeutung wie die eigentliche Handlung. Nach der eigentlichen Handlung oder der Aussprache des Satzes galt der Geohrfeigte als in seiner Ehre eingeschränkt und hatte die moralische, wenn auch rechtswidrige Pflicht, den Ohrfeigenden zu einer Revanche aufzufordern. Heutzutage wird diese Redewendung kaum noch verwendet. Ohrfeigen gehören zur Praxis des [[Happy Slapping]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Ohrfeige im deutschen und schweizerischen Strafrecht ==&lt;br /&gt;
Die Beibringung einer Ohrfeige kann als [[Körperverletzungsdelikt|Körperverletzung]] in [[Tateinheit]] mit einer tätlichen [[Ehrdelikt|Beleidigung]] bestraft werden (eine „leichte“ Ohrfeige, welche die „körperliche Unversehrtheit“ nur unerheblich beeinträchtigt, stellt keine Körperverletzung dar, verwirklicht in der Regel jedoch den Tatbestand der tätlichen Beleidigung). Berühmt geworden ist die Ohrfeige, die der damalige [[Bundeskanzler (Deutschland)|deutsche Bundeskanzler]] [[Kurt Georg Kiesinger]] am 7. November 1968 von [[Beate Klarsfeld]] erhielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Schweiz sind auch leichte Ohrfeigen unabhängig vom beleidigenden Charakter als [[Tätlichkeit (Strafrecht)|Tätlichkeit]] strafbar (Art. 126 StGB).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die rituelle Ohrfeige ==&lt;br /&gt;
=== Ohrfeigen als Abwehr von Übel ===&lt;br /&gt;
Schlägen wurde im Brauchtum oft eine übelabwehrende Kraft zugesprochen, weswegen man zum Beispiel Gehängte, die als Geister weiterlebend gedacht wurden, ohrfeigte.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens]]: Mauer bis Pflugbrot&amp;#039;&amp;#039;, Eintrag &amp;#039;&amp;#039;Ohrfeige&amp;#039;&amp;#039;, Spalten 1217–1218 ({{Google Buch |BuchID=t_YY7lpApzoC |Seite=16-IA506}})&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ohrfeigen zur „Gedächtnisstärkung“ ===&lt;br /&gt;
Ohrfeigen sind in der Geschichte auch oft als Mittel der „Gedächtnisstärkung“ herangezogen worden, in der Annahme, dass der dabei erlebte Schmerz die Erinnerung an ein denkwürdiges Ereignis wachhalte.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://derstandard.at/2000010707084/Dank-dem-Schmerz-kommt-die-Erinnerung &amp;#039;&amp;#039;Dank des Schmerzes kommt die Erinnerung&amp;#039;&amp;#039;]. Der Standard, 22. Jan. 2015&amp;lt;/ref&amp;gt; So wurde im späten Mittelalter bei Besitzübergaben und Grenzumgängen Knaben, die als Zeugen mitgebracht wurden (oft die Kinder der Besitzer, d.&amp;amp;nbsp;h. die zukünftigen Erben), an bestimmten Stellen des Territoriums ([[Grenzstein]]en) eine Ohrfeige verpasst, damit sie sich die Lage merkten. Heute lebt diese Tradition nur im Brauchtum fort, z.&amp;amp;nbsp;B. im [[Schnadegang]] (auch Schnatgang, Schnatzug, Grenzegang u.&amp;amp;nbsp;Ä.). Aus dem Mittelalter ist auch bei dem Übertritt in eine Handwerkergilde die Ohrfeige als „Gedächtnisstärkung“ überliefert.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens: Freen bis Hexenschuss&amp;#039;&amp;#039;, Eintrag &amp;#039;&amp;#039;Handwerker&amp;#039;&amp;#039;, Spalten 1429–1430 ({{Google Buch |BuchID=wdeX_qElI7oC |Seite=430}})&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein ähnlicher Brauch hat sich in manchen europäischen Gegenden (z.&amp;amp;nbsp;B. Polen, Niederschlesien, Hessen, Sachsen, Kärnten) bis ins 20. Jahrhundert gehalten, wenn die ersten Frühjahrsspeisen nach dem Winter gekocht wurden bzw. wenn jemand eine Speise zum ersten Mal kostete: Die Nachbarn geben einander eine leichte Ohrfeige oder zupfen einander an den Ohren, wahrscheinlich um sich später an den besonderen Anlass erinnern zu können.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Handwörterbuch des deutschen Aberglaubens: Silber bis Vulkan&amp;#039;&amp;#039;, Eintrag &amp;#039;&amp;#039;Speise&amp;#039;&amp;#039;, Spalten 229–230 ({{Google Buch |BuchID=QXxcyXa2_xYC |Seite=229}})&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ohrfeigen als Teil der Firmung ===&lt;br /&gt;
In der katholischen Liturgie der [[Firmung]] war ein angedeuteter Backen- oder Wangenstreich ([[latein]]isch &amp;#039;&amp;#039;alapa&amp;#039;&amp;#039;) seit dem 13. Jahrhundert bis zur Reform der Firmung 1973 vorgesehen. Herkunft und Bedeutung dieser Geste sind umstritten: Diskutiert wurden eine Gedächtnisstütze, ein [[Ritterschlag]], ein Friedensgruß und ein Hinweis auf christliche Leidensbereitschaft.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Heinrich Rennings |Titel=Art. Alapa |Sammelwerk=Lexikon für Theologie und Kirche |Band=1 |Auflage=3. (Sonderausgabe) |Ort=Freiburg i.Brsg. |Datum=2006 |Spalten=316 f.}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein weniger bekannter Brauch im Rahmen der Firmzeremonie war ein Fußtritt durch den Paten, der wohl als Mittel zur „Gedächtnisstärkung“ zu deuten ist.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.st-georg-bad-fredeburg.de/aktuelles/firmung/firmung.htm&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ohrfeigen als Zeichen der Begründung eines Herrschaftsverhältnisses oder der Freilassung ===&lt;br /&gt;
Da der Geohrfeigte sich dem Ohrfeigenden unterordnet, wenn er den Schlag nicht erwidert, kommt der ersten Ohrfeige die Bedeutung der Akzeptanz dieser Unterordnung, der letzten Ohrfeige in einem Machtverhältnis jedoch die Freilassung aus diesem gleich. In verschiedenen Zeremonien wird der erste Sinn deutlich: So berichtet der Geschichtsschreiber Abt [[Johann von Viktring]], dass der Kandidat bei der [[Kärntner Herzogseinsetzung]] vom Herzogbauern&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Austria-Forum&amp;#039;&amp;#039;, Eintrag &amp;#039;&amp;#039;Herzogbauer&amp;#039;&amp;#039;: http://austria-lexikon.at/af/AEIOU/Herzogbauer&amp;lt;/ref&amp;gt; einen symbolischen Backenstreich erhielt,&amp;lt;ref&amp;gt;Landesmuseum Kärnten: der Fürstenstein im Wappensaal, {{Webarchiv |url=http://www.landesmuseum-ktn.at/Landesmuseen/Wappensaal/wappensaal_fuers.html |text=– |wayback=20070928051438 |archiv-bot=2018-12-01 12:51:28 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Information zum Fürstenstein, http://www.fuerstenstein.at/geschichte/C10/P1&amp;lt;/ref&amp;gt; der im Kontext der Zeremonie als bäuerlich-demokratisches Ritual zu verstehen ist. In der römischen Spätantike wurde die Freilassung eines Sklaven durch eine Ohrfeige seines Herrn markiert, die wohl an die Stelle eines älteren Ritus getreten war, bei dem der Sklave einmal um die eigene Achse gedreht wurde; der Kirchenvater [[Basilius der Große|Basilius]] verstand das als die letzte Gewalttat, die der Sklave vor der Entlassung in die Freiheit erdulden muss.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Kyle Harper |Titel=Slavery in the late Roman world |Ort=Cambridge |Datum=2011 |Seiten=468-471}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Ohrfeige bei Wilhelm Busch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wilhelm Busch]] beschrieb in seiner Bildergeschichte &amp;#039;&amp;#039;[[Balduin Bählamm]]&amp;#039;&amp;#039; die Ohrfeige:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;poem style=&amp;quot;margin-left:2em;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hier strotzt die Backe voller Saft;&lt;br /&gt;
Da hängt die Hand, gefüllt mit Kraft.&lt;br /&gt;
Die Kraft, infolge der Erregung,&lt;br /&gt;
Verwandelt sich in Schwungbewegung.&lt;br /&gt;
Bewegung, die in schnellem Blitze&lt;br /&gt;
Zur Backe eilt, wird hier zu Hitze.&lt;br /&gt;
Die Hitze aber, durch Entzündung&lt;br /&gt;
Der Nerven, brennt als Schmerzempfindung&lt;br /&gt;
Bis in den tiefsten Seelenkern,&lt;br /&gt;
Und dies Gefühl hat keiner gern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohrfeige heißt man diese Handlung,&lt;br /&gt;
Der Forscher nennt es Kraftverwandlung.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Synonyme, Redewendungen, Umgangssprache ==&lt;br /&gt;
* Synonyme: Allgemein verwendet und überregional bekannt sind &amp;#039;&amp;#039;Backenstreich&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Backpfeife&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Ohrschelle&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Watsche&amp;#039;&amp;#039;. Dialektal: &amp;#039;&amp;#039;Watschn&amp;#039;&amp;#039; (Österreich/Bayern); &amp;#039;&amp;#039;[[Fotzn (Bairisch)|Fotzn]]&amp;#039;&amp;#039; (Bayern/Österreich), &amp;#039;&amp;#039;Detschn, Tachtel&amp;#039;&amp;#039; (Österreich); &amp;#039;&amp;#039;Schelln&amp;#039;&amp;#039; (Bayern/Franken); &amp;#039;&amp;#039;Lage&amp;#039;&amp;#039; (Ostfriesland); &amp;#039;&amp;#039;Backfotzn, Oahrklatsch&amp;#039;&amp;#039; (Mölmsch Platt); &amp;#039;&amp;#039;Maulschelle, Schelle, Tåsche&amp;#039;&amp;#039; (Tirol); &amp;#039;&amp;#039;Faunz&amp;#039;&amp;#039; (Erzgebirge), &amp;#039;&amp;#039;Fauze&amp;#039;&amp;#039; (Teile Sachsens, weitgehend veraltet); &amp;#039;&amp;#039;Chlapf, Tätsch, Flättere (alemannisch)&amp;#039;&amp;#039; (Schweiz); &amp;#039;&amp;#039;jemandem eine kleben/scheuern/runterhauen&amp;#039;&amp;#039; (ugs.)&lt;br /&gt;
* Der dialektale Ausdruck &amp;#039;&amp;#039;Detschn&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Tachtel&amp;#039;&amp;#039; wird in Österreich oft auch für einen streifenden Schlag im Bereich der Kopfbehaarung verwendet, die im strengen Sinn keine Ohrfeige ist.&lt;br /&gt;
* Das &amp;#039;&amp;#039;Ohrfeigengesicht&amp;#039;&amp;#039; ist eine „unsympathische, dümmlich-provozierende Grimasse“&amp;lt;!-- Quelle fehlt --&amp;gt;, die der Redewendung folgend dazu einlädt, sie zu ohrfeigen.&lt;br /&gt;
* Die Redewendung &amp;#039;&amp;#039;der Ohrfeige nach&amp;#039;&amp;#039; meint bei aufgereihten Personengruppen eine Reihenfolge gegen den Uhrzeigersinn (die Ohrfeige als einen von rechts geführten Schlag voraussetzend).&lt;br /&gt;
* Die Redewendung &amp;#039;&amp;#039;[[Hinter die Ohren schreiben|sich etwas hinter die Ohren schreiben]]&amp;#039;&amp;#039; wird landläufig damit erklärt, eine in Erinnerung bleibende Ohrfeige könne als „Gedächtnisstütze“ dienen.&lt;br /&gt;
* Die Bibel erwähnt den Backenstreich in der [[Bergpredigt]]: {{&amp;quot; |Wenn dich einer auf die rechte Wange schlägt, dann halt ihm auch die andere hin! |Quelle={{B|Matthäus|5|39b|EU}}}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Georg Franck von Franckenau]], Georg Wicken: &amp;#039;&amp;#039;[Disputatio medica] De alapis sive colaphis.&amp;#039;&amp;#039; Johann Christian Walter, Heidelberg 1674 ([https://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10153239_00001.html Digitalisat]); Neuausgabe unter dem Titel: &amp;#039;&amp;#039;De alapis sive colaphis, von Maulschellen und Ohrfeigen.&amp;#039;&amp;#039; Hendel, Halle 1743 ([https://reader.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10824939_00001.html Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* Henner Reitmeier: &amp;#039;&amp;#039;Ohrfeigen und Samthandschuhe&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Die Brücke&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 162 (Januar–April 2013), S. 98–99&amp;lt;ref&amp;gt;Diese Betrachtung ist auch {{Webarchiv |url=http://siebenschlaefer.blogger.de/stories/2127589/ |text=online |wayback=20130323074459 |archiv-bot=2022-12-23 07:59:07 InternetArchiveBot}} nachlesbar, abgerufen am 27. Januar 2013&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Winfried Speitkamp]]: &amp;#039;&amp;#039;Ohrfeige, Duell und Ehrenmord. Eine Geschichte der Ehre&amp;#039;&amp;#039;, Reclam, Stuttgart 2010, ISBN 978-3-15-010780-5 (darin besonders &amp;#039;&amp;#039;Körper und Ehre. Eine kurze Geschichte der Ohrfeige&amp;#039;&amp;#039;, S. 25–67)&lt;br /&gt;
* Christos Tsiolkas: &amp;#039;&amp;#039;The Slap&amp;#039;&amp;#039;, Allen &amp;amp; Unwin, Sydney 2008, ISBN 1-74175-359-7, Gewinner des Commonwealth Writers Prize 2009 (Roman über die Folgen einer Ohrfeige, die ein Mann einem fremden Kind gibt; die Geschichte wird von acht Personen erzählt, die in dem Moment anwesend waren.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Ohrfeige}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Körperstrafe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gesicht in der Kultur]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Friedrich von Bogislaw</name></author>
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