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	<title>Ohrabstand - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-31T14:07:57Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ohrabstand&amp;diff=462317&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Schnabeltassentier: /* Weblinks */ ref tag</title>
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		<updated>2019-11-26T17:02:40Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks: &lt;/span&gt; ref tag&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ohrabstand&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; gibt in der [[Psychoakustik]] den Abstand der [[Mikrofon]]e an, der für eine [[binaurale Tonaufnahme]] optimal ist. Dabei sollte die [[Mikrofonanordnung]] der Position der Ohren eines menschlichen [[Kopf]]es entsprechen, um einen guten [[Stereofonie|Stereoeindruck]] zu erzeugen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Theorie ==&lt;br /&gt;
Der wahre Ohrabstand als [[Luftlinie]] von [[Trommelfell]] zu Trommelfell beträgt etwa 14&amp;amp;nbsp;cm. In der Literatur wird eine Reihe von Ansätzen gemacht, um die [[interaural]]en (d.&amp;amp;nbsp;h. „von Ohr zu Ohr“-) Signaldifferenzen zwischen den beiden Trommelfellen zu berechnen. Dabei wird zur Bestimmung des „Kopfdurchmesser“ üblicherweise von einer Kugelform des Kopfes ausgegangen. Einige Autoren legen einen Ohrabstand von 17,5&amp;amp;nbsp;cm zugrunde&amp;lt;ref&amp;gt;z.&amp;amp;nbsp;B. Dickreiter „Handbuch der Mikrofontechnik“&amp;lt;/ref&amp;gt;, was auch beim [[ORTF-Stereosystem]] verwendet wird. Das [[Kugelflächenmikrofon]] KFM&amp;amp;nbsp;6 von [[Schoeps (Unternehmen)|Schoeps]] hat einen Durchmesser von 20&amp;amp;nbsp;cm, das KFM&amp;amp;nbsp;360 von 18&amp;amp;nbsp;cm.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur [[Modellierung]] des Ohrabstands ist zu entscheiden, ob der Eingang in den äußeren [[Gehörgang]] oder das Trommelfell der richtige [[Messpunkt]] ist, ob der menschliche Kopf als Kugel angenommen wird und ob die Ohren als genau [[rechtwinklig]] zu dieser Kugel ausgerichtet sind. Die Ohrkanaleingänge sitzen etwa bei&amp;amp;nbsp;±104° nach hinten versetzt. Der Gehörgang ist durchschnittlich 2,5&amp;amp;nbsp;cm lang, bei einem mittleren Durchmesser von 7 bis 8&amp;amp;nbsp;mm. Das Trommelfell liegt mit einer Neigung von etwa&amp;amp;nbsp;45° am Ende des Gehörgangs. Die [[Schalldruck]]&amp;lt;nowiki/&amp;gt;schwankungen im Gehörgang werden vom Trommelfell aufgenommen und über die [[Gehörknöchelchen]] auf das [[Innenohr]] übertragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Messungen ==&lt;br /&gt;
Impulsmessungen am Gehörgangs-Eingang haben eine maximale [[Laufzeitdifferenz|Phasenlaufzeitverzögerung]] um den Kopf von &amp;#039;&amp;#039;Δt&amp;#039;&amp;#039; = 0,63&amp;amp;nbsp;ms = 630&amp;amp;nbsp;μs ergeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies entspricht gemäß&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\Delta t = \frac{a \cdot sin \, \theta}{c}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;math&amp;gt;\Leftrightarrow a = \frac{\Delta t \cdot c}{sin \, \theta}&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
mit&lt;br /&gt;
* einem [[Schalleinfallswinkel]]&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;θ&amp;#039;&amp;#039; von 90°, d.&amp;amp;nbsp;h. genau von der Seite&lt;br /&gt;
* der [[Schallgeschwindigkeit]] &amp;#039;&amp;#039;c&amp;#039;&amp;#039; = 343&amp;amp;nbsp;m/s bei 20&amp;amp;nbsp;°C.&lt;br /&gt;
einer Wegstrecke von &amp;#039;&amp;#039;a&amp;#039;&amp;#039; = 0,216&amp;amp;nbsp;m = 21,6&amp;amp;nbsp;cm. Diesen Weg, der effektiv für den Schall wirksam ist, nennt man &amp;#039;&amp;#039;wirksamer&amp;#039;&amp;#039; Ohrabstand. Für die interaurale Phasenlaufzeitdifferenz &amp;#039;&amp;#039;IPD&amp;#039;&amp;#039; stellt man sich vor, dass dort zwei [[Druckmikrofon]]e in gerader Linie eine „Ohr-“ bzw. [[Mikrofonbasis]] bilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur [[Wellenlänge]] &amp;#039;&amp;#039;λ&amp;#039;&amp;#039; = 21,6&amp;amp;nbsp;cm gehört die Frequenz &amp;#039;&amp;#039;f&amp;#039;&amp;#039; = &amp;#039;&amp;#039;c&amp;#039;&amp;#039; / &amp;#039;&amp;#039;λ&amp;#039;&amp;#039; = 343 / 0,216 = 1588&amp;amp;nbsp;Hz, also rund &amp;#039;&amp;#039;f&amp;#039;&amp;#039; = 1600&amp;amp;nbsp;Hz. Die tiefste Frequenz, bei der eine [[Phasenverschiebung]] von &amp;#039;&amp;#039;φ&amp;#039;&amp;#039; = 180° auftritt, ist somit &amp;#039;&amp;#039;f&amp;#039;&amp;#039; = 800&amp;amp;nbsp;Hz.&amp;lt;!-- woher kommt hier die Halbierung??--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lokalisationsschärfe ==&lt;br /&gt;
Nicht zufällig liegt der Frequenzbereich mit der geringsten [[Lokalisationsschärfe]] zwischen 800 und 1600&amp;amp;nbsp;Hz. Das entspricht genau dem [[Blauertsche Bänder|Blauertschen richtungsbestimmenden Hinten-Band]] ([[Medianebene]]) sowie dem weniger empfindlichen Bereich der Kurven gleicher [[Lautstärkepegel]] um 1000&amp;amp;nbsp;Hz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hier geht es um die [[Laufzeitdifferenz#Die interaurale Laufzeitdifferenz (ITD)|interaurale Laufzeitdifferenz &amp;#039;&amp;#039;ITD&amp;#039;&amp;#039;]], den Ohrabstand und Frequenzen, die zu &amp;#039;&amp;#039;λ&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;λ&amp;#039;&amp;#039;/2 gehören, also zu kopfbezogenen interauralen Signaldifferenzen beim natürlichen Hören. Diese Differenzen haben nichts mit den [[Interchannel]]-[[Pegeldifferenz]]en zu tun, die für die beiden Lautsprecher bei der [[Stereofonie]]aufnahme erzeugt werden. Die interaurale Pegel-Differenz &amp;#039;&amp;#039;ILD&amp;#039;&amp;#039; ist mit dem Schalleinfallswinkel&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;θ&amp;#039;&amp;#039; sehr komplex frequenzabhängig, im Gegensatz zur interauralen Laufzeitdifferenz bzw. der entsprechenden interauralen [[Phasendifferenz]]. Die in [[Lateralisation (Akustik)|Lateralisation]]s&amp;lt;nowiki/&amp;gt;versuchen über Kopfhörer gefundenen Werte dürfen nicht für [[Lautsprechersignal]]e bei Stereofonie ausgegeben werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Schallschatten|Abschattung]] der [[Ohrmuschel]]n durch den Kopf mit dem Ohrabstand &amp;#039;&amp;#039;d&amp;#039;&amp;#039; = 21&amp;amp;nbsp;cm als Hindernis ergibt einen wirksamen Schallschatten erst ab einer sehr hohen Frequenz &amp;#039;&amp;#039;f&amp;#039;&amp;#039; = 5 · 343 / 0,21 = 8200&amp;amp;nbsp;Hz (empirische Formel mit der Schallgeschwindigkeit c = 343&amp;amp;nbsp;m/s bei 20&amp;amp;nbsp;°C).  Ist der Durchmesser des Hindernisses nur doppelt so groß wie die Wellenlänge, dann wird der Schall immer noch fast vollständig gebeugt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Jens Blauert: &amp;#039;&amp;#039;Räumliches Hören.&amp;#039;&amp;#039; S. Hirzel-Verlag, Stuttgart 1972, ISBN 3-7776-0250-7&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
*[http://www.sengpielaudio.com/DerOhrabstand-Welcher.pdf Der Ohrabstand – welcher?] (PDF-Datei; 168 kB)&lt;br /&gt;
*[http://www.sengpielaudio.com/Mikrofonabstand-Ohrabstand.pdf Mikrofonabstand = Ohrabstand = beste Resultate?] (PDF-Datei; 24 kB)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Psychoakustik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Raumklang]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hören]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Schnabeltassentier</name></author>
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