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	<title>Ohaguro - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T16:07:08Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ohaguro&amp;diff=1160538&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Duschgeldrache2: HC: Ergänze Kategorie:Kosmetik</title>
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		<updated>2024-11-09T23:07:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:HC&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:HC (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;HC&lt;/a&gt;: Ergänze &lt;a href=&quot;/index.php/Kategorie:Kosmetik&quot; title=&quot;Kategorie:Kosmetik&quot;&gt;Kategorie:Kosmetik&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Kunisada-woman-blackening-teeth.jpg|miniatur|[[Japanischer Farbholzschnitt|Farbholzschnitt]] von [[Utagawa Kunisada]], junge Frau beim Zähneschwärzen, um 1820]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ohaguro&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Japanische Schrift|jap.]] {{lang|ja|お歯黒}},  zu [[Deutsche Sprache|dt.]] „Zahnschwärzen“) ist die heute übliche Bezeichnung für die japanische Mode, die [[Zähne]] schwarz zu färben. Sie war in [[Japan]] vereinzelt bei Frauen bis ins [[20. Jahrhundert]] und gelegentlich bei Männern bis Anfang der [[Meiji-Zeit]] verbreitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Das japanische Wort &amp;#039;&amp;#039;kuro&amp;#039;&amp;#039; ({{lang|ja|黒}}, „schwarz“) ist mit der Vorstellung von der Nacht nach Sonnenuntergang verbunden und steht im Gegensatz zum Tag. So wie die Nacht dem Tag unterworfen und gleichzeitig untrennbar mit ihm verbunden ist, steht die Farbe Schwarz also auch für Unterwerfung und Treue.&amp;lt;ref&amp;gt;Hara, S. 97–98, zitiert nach Fukagawa&amp;lt;/ref&amp;gt; Die förmliche Schreibung von &amp;#039;&amp;#039;Ohaguro&amp;#039;&amp;#039; erfolgte mit den [[Kanji]] {{lang|ja|お歯黒}}, alternativ wurden die Kanji {{lang|ja|鉄漿}}, wörtlich „Eisen-Trank“, gebraucht. Volkstümlicher waren die Bezeichnungen &amp;#039;&amp;#039;Kanetsuke&amp;#039;&amp;#039; ({{lang|ja|鉄漿付け}}), &amp;#039;&amp;#039;Tsukegane&amp;#039;&amp;#039; ({{lang|ja|つけがね}}) oder &amp;#039;&amp;#039;Hagurome&amp;#039;&amp;#039; ({{lang|ja|歯黒め}}).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Spuren von geschwärzten Zähnen in [[Knochen]]funden aus der [[Kofun-Zeit]] lassen auf eine Anwendung des Zahnschwärzens bereits um die Mitte des ersten Jahrtausends schließen. Das &amp;#039;&amp;#039;Ohaguro&amp;#039;&amp;#039; als Mode geht auf die [[Heian-Zeit]] zurück. Erstmals schriftlich erwähnt wurde es im [[Genji Monogatari]] im [[11. Jahrhundert]]. Praktiziert wurde &amp;#039;&amp;#039;Ohaguro&amp;#039;&amp;#039; von Frauen und Männern des [[Adel|Hofadels]] gleichermaßen. In den folgenden Jahrhunderten war es unter [[Samurai]] weit verbreitet und stand symbolhaft für die Treue zum Lehensherrn.&amp;lt;ref&amp;gt;Hara, S. 131, zitiert nach Fukagawa&amp;lt;/ref&amp;gt; Spätestens ab dem [[18. Jahrhundert]] wurde es überwiegend von Frauen angewendet. Während der [[Edo-Zeit]] war das Schwärzen der Zähne eine übliche Praxis bei verheirateten Frauen. Es galt als ein Symbol ehelicher [[Treue]]. Ebenfalls verbreitet war es unter den Frauen der [[Bordell]]viertel, wie zum Beispiel dem [[Yoshiwara]] in [[Edo]].&lt;br /&gt;
[[Datei:Yoshitoshi-24-Hours-1880.jpg|miniatur|[[Japanischer Farbholzschnitt|Farbholzschnitt]] von [[Tsukioka Yoshitoshi]], [[Geisha]] beim Zähneschwärzen, 1880]]&lt;br /&gt;
Das Verbot des &amp;#039;&amp;#039;Ohaguro&amp;#039;&amp;#039; für Männer aus dem Jahr 1870, von dem Chamberlain berichtet,&amp;lt;ref&amp;gt;Basil Hall Chamberlain: &amp;#039;&amp;#039;Things Japanese: Being Notes on Various Subjects Connected With Japan for the Use of Travellers and Others.&amp;#039;&amp;#039; 2nd edition, London 1891, S. 57, zitiert nach Collia-Suzuki, S. 48.&amp;lt;/ref&amp;gt; ist ein [[Indiz]] dafür, dass es auch von Männern zumindest gelegentlich noch bis in die Meiji-Zeit angewendet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Frauen wurde &amp;#039;&amp;#039;Ohaguro&amp;#039;&amp;#039; nie verboten. Es verschwand langsam aus der japanischen Öffentlichkeit, nachdem [[Kaiser]]in [[Shōken]] erstmals im Jahr 1873 bei einem öffentlichen Auftritt mit weißen Zähnen in Erscheinung getreten war und dadurch für öffentliche Aufregung gesorgt hatte. Von diesem Zeitpunkt an begannen sich weiße, ungefärbte Zähne bei den zeitgenössischen Japanerinnen nach und nach durchzusetzen. Aber noch jahrelang nach dem Auftritt der Kaiserin wurde in japanischen [[Zeitung]]en für Zahnschwärzungsmittel geworben.&amp;lt;ref&amp;gt;L. Miller: &amp;#039;&amp;#039;Beauty Up: Exploring Contemporary Japanese Body Aesthetics.&amp;#039;&amp;#039; University of California Press, CA 2006, zitiert nach Collia-Suzuki, S. 48.&amp;lt;/ref&amp;gt; Erst während der letzten Jahrzehnte des 19. Jahrhunderts war die Mode dann weitgehend verschwunden und hielt sich nur noch bei wenigen [[Prostituierte]]n bis ins 20. Jahrhundert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mädchen im Alter von zehn Jahren begannen bei Verwandten und Freunden die Zutaten des &amp;#039;&amp;#039;Ohaguro&amp;#039;&amp;#039; zu sammeln und lernten dessen Zubereitung und Anwendung. Kurz vor der Geschlechtsreife und der damit verbundenen [[Hochzeit]], bzw. bei jungen Prostituierten dem Empfang des ersten Kunden, bekamen sie dann auch noch die nötigen Ausrüstungsgegenstände zum Auftragen des Färbemittels geschenkt und fingen an, sich die Zähne zu schwärzen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Collia-Suzuki&amp;quot;&amp;gt;Collia-Suzuki, S. 46&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zusammensetzung des Färbemittels ==&lt;br /&gt;
Das Zahnfärbemittel bestand aus [[Eisenacetat]] in der Form des &amp;#039;&amp;#039;Kanemizu&amp;#039;&amp;#039; ({{lang|ja|鉄漿水}}, dt. „Metall-Wasser“, am Kaiserhof in [[Kyōto]] &amp;#039;&amp;#039;Fushimizu&amp;#039;&amp;#039;, {{lang|ja|五倍子水}}, genannt) und [[Gerbsäure]] in der Form von &amp;#039;&amp;#039;Fushi&amp;#039;&amp;#039;-Pulver ({{lang|ja|五倍子}}). Das &amp;#039;&amp;#039;Kanemizu&amp;#039;&amp;#039; wurde hergestellt, indem Eisenschrott wie zum Beispiel rostige Nägel erhitzt wurde. Das rotglühende Eisen wurde in eine Mischung aus Wasser und [[Essig]] (oder [[Sake|Reiswein]]) sowie konzentriertem [[Tee]] gegeben. Diese Mischung musste an einem dunklen Ort einige Tage lang in einem luftdichten Behälter [[Fermentierung|fermentieren]]. Der sich an der Oberfläche der Flüssigkeit bildende Schaum wurde abgeschöpft und die Lösung anschließend zum Kochen gebracht. Nach dem Erkalten wurde die Flüssigkeit gefiltert und in kleinen  Krügen aufbewahrt. Vor dem Auftragen wurden dem Kanemizu noch Eisenspäne und das &amp;#039;&amp;#039;Fushi&amp;#039;&amp;#039;-Pulver, das aus den Gallnüssen des japanischen Suma-Baums ([[Rhus|Rhus javanica]]) gewonnen wurde, hinzugefügt. [[Datei:Kunisada-woman-blackening-teeth-c-1815.jpg|links|miniatur|[[Japanischer Farbholzschnitt|Farbholzschnitt]] von [[Utagawa Kunisada]], [[Prostituierte]] beim Zähneschwärzen, um 1815. Im Bild rechts unten sind die Utensilien für das Zähneschwärzen (&amp;#039;&amp;#039;Mimidarai&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Watashigane&amp;#039;&amp;#039; usw.) zu sehen.]]Es entstand eine wasserabweisende Lösung, die in mehreren Lagen solange auf die Zähne aufgetragen wurde, bis ein dicker, lackartiger und tiefschwarzer Überzug über den Zähnen entstanden war. Einige der überlieferten Rezepte empfahlen noch die Beimengung von zähflüssigem Reisgelee. [[Matthew Calbraith Perry|Commodore Perry]] führt in seinen Reiseaufzeichnungen auch [[Urin]] als Bestandteil auf,&amp;lt;ref&amp;gt;W. G. Beasley: &amp;#039;&amp;#039;The Perry Mission to Japan, 1853-1854.&amp;#039;&amp;#039; Curzon Press Ltd, Richmond, Surrey 2002, ISBN 978-1-903350-13-3, S. 181, zitiert nach Collia-Suzuki, S. 48.&amp;lt;/ref&amp;gt; was jedoch durch andere Quellen nicht bestätigt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verschiedene Werkzeuge waren erforderlich, um den Schwärzungsprozess durchzuführen. Diese wurden den Bräuten kurz vor der Hochzeit bzw. den Prostituierten kurz vor ihrem [[Debüt]] übergeben. Die &amp;#039;&amp;#039;Mimidarai&amp;#039;&amp;#039; ({{lang|ja|耳盥}}, „Ohren-Wanne“), die ihren Namen von den beiden ohrförmigen Griffen hatte, war ein kleines Wasserbecken, das zum Spülen des Mundes verwendet wurde. Oben auf dem Wasserbecken war ein längliches, schmales Tablett platziert, das &amp;#039;&amp;#039;Watashigane&amp;#039;&amp;#039; ({{lang|ja|渡し金}}), auf dem ein Krug mit dem &amp;#039;&amp;#039;Kanemizu&amp;#039;&amp;#039; und eine Schale, &amp;#039;&amp;#039;Kanewan&amp;#039;&amp;#039; ({{lang|ja|鉄漿椀}}, „Eisen-Schale“), standen. In der Letzteren wurde das Färbemittel angerührt. Das Pulver der Gallnuss wurde in einem kleinen Behälter aufbewahrt, dem &amp;#039;&amp;#039;Fushi-bako&amp;#039;&amp;#039; ({{lang|ja|五倍子箱}}). Zum Auftragen des Farbstoffes wurden kleine, büschelig geschnittene Zahnstocher aus Bambus oder aus Federn hergestellte Pinsel verwendet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Collia-Suzuki&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es dauerte einige Tage, die Mischung herzustellen. Sie hatte einen intensiven, fauligen Geruch und einen ähnlich üblen Geschmack, der nach dem Trocknen allerdings verschwand. Die Färbung hielt nur zwei bis drei Tage lang an und musste daher mehrmals in der Woche erneuert werden, um die tiefschwarze Farbe beizubehalten. Jedes Mal vor dem erneuten Auftragen des Farbstoffes mussten die Zähne mit der Schale eines [[Granatapfel]]s sorgfältig gereinigt werden, um einen haftenden Untergrund für das Färbemittel zu erhalten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Collia-Suzuki&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neuere Forschungen der Zusammensetzung des Färbstoffes haben ergeben, dass er einen gewissen Schutz vor [[Zahnkaries|Karies]] und [[Demineralisation (Medizin)|Demineralisation]] der Zähne bot.&amp;lt;ref&amp;gt;W. H. Lewis, M. P. F. Elvin-Lewis: &amp;#039;&amp;#039;Medical Botany: Plants Affecting Human Health.&amp;#039;&amp;#039; 2nd Edition, John Wiley and Sons, Hoboken 2003, S. 448, zitiert nach Collia-Suzuki, S. 48.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* U. A. Casal: &amp;#039;&amp;#039;Japanese cosmetics and teeth-blackening&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;The Transactions of the Asiatic Society of Japan&amp;#039;&amp;#039;, 3rd series, Jg. 9, 1966, {{ISSN|0913-4271}} S. 5–27 (englisch).&lt;br /&gt;
* Gina Collia-Suzuki: &amp;#039;&amp;#039;Beautiful blackend smiles&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Andon 92&amp;#039;&amp;#039;, Society for Japanese Arts, August 2012, S. 46–48. [http://www.ginacolliasuzuki.com/author/ohaguro-beautiful-blackened-smiles.html Kurzfassung des Aufsatzes online], aufgerufen am 25. September 2012 (englisch).&lt;br /&gt;
* [http://www.fukagawa.or.jp/research/Teeth_color.html Masahiko Fukagawa: &amp;#039;&amp;#039;Teeth color as a cultural form.&amp;#039;&amp;#039;], aufgerufen am 25. September 2012 (englisch).&lt;br /&gt;
* Mitsumasa Hara: &amp;#039;&amp;#039;Ohaguro no kenkyū.&amp;#039;&amp;#039; Tokio 1994 (japanisch).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kulturgeschichte (Japan)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kostümkunde (Japan)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zahnmedizin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Farbe in der Kultur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kosmetik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Duschgeldrache2</name></author>
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