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	<title>Oflag VI C - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T06:06:14Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Oflag_VI_C&amp;diff=2504025&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Dk1909: typografische Anführungszeichen korrigiert</title>
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		<updated>2025-10-19T11:31:27Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;typografische Anführungszeichen korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Jewish officers of the army of the Kingdom of Yugoslavia, prisoners of war in the Osnabrück camp, in front of the &amp;quot;Jewish&amp;quot; barrack number 37.jpg|mini|Jüdische jugoslawische Offiziere als Kriegsgefangene vor Baracke 37 im Oflag VI C]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Oflag VI C&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (gesprochen „Oflag sechs C“) war ein [[Offizierslager]] in der Gemeinde [[Atter]], einem heutigen Stadtteil der Stadt [[Osnabrück]]. &amp;#039;&amp;#039;VI C&amp;#039;&amp;#039; steht für das dritte Lager im [[Wehrkreis VI (Münster)|Wehrkreis VI]]. In dem [[Kriegsgefangenenlager]] waren während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] mehrere tausend Häftlinge untergebracht. Ungewöhnlich ist, dass hier 400 jüdische Männer bis 1944 ein jüdisches Gemeindeleben aufrechterhalten konnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Kaserne an der Landwehrstraße wurde 1935 für die [[Wehrmacht]] gebaut. Nach dem [[Westfeldzug|Frankreichfeldzug]] wurden französische Kriegsgefangene eingeliefert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;NOZ200908&amp;quot;&amp;gt;[http://www.osnabrueck.de/images_design/Grafiken_Inhalt_Britenabzug/20_09_NST_HP1_25.pdf &amp;#039;&amp;#039;Eine Kaserne im Wartestand&amp;#039;&amp;#039;], Bericht in der Neuen Osnabrücker Zeitung am 20.&amp;amp;nbsp;September 2008 (PDF; 892&amp;amp;nbsp;kB)&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie lebten in 30 Baracken, die meist aus Holz gezimmert waren. In jeder der mit Stacheldraht umzäunten Baracken lebten 140 bis 200 Menschen. „Nur die Generäle schliefen einzeln“, wird eine Dokumentation einer Außenstelle des [[Ratsgymnasium Osnabrück|Ratsgymnasiums]] in Eversburg zitiert, die über die Zeit berichtet, als „6.000 serbische Offiziere“ hier leben mussten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;NOZ200908&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Unter dem Namen Oflag VIc lebten hier auch bis zu 400 [[Juden|jüdische]] Männer.&amp;lt;ref name=&amp;quot;NOZ200908&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;weskur131211&amp;quot;&amp;gt;Elmar Stephan: &amp;#039;&amp;#039;Jüdische Gemeinde im Lager: Verein kämpft für Gedenkstätte&amp;#039;&amp;#039; in Weser-Kurier, 13.&amp;amp;nbsp;Dezember 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;osna120511&amp;quot;&amp;gt;Beschlussvorlage der Stadt Osnabrück „Konversion Quebec-Kaserne; Kriegsgefangenenlager OFLAG VI C“ vom 12.&amp;amp;nbsp;Mai 2011&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Verpflegung sei schlecht gewesen, heißt es. Besonders grauenvoll sei ein [[Luftangriffe auf Osnabrück|Luftangriff]] am 6.&amp;amp;nbsp;Dezember 1944 gewesen. Weil Bunker für Gefangene und Wachsoldaten nicht vorgesehen waren, zählte man 118 tote Gefangene.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.spc-osnabrueck.de/geschichte/116Offiziere-welche-gefallen-sind.pdf |text=Liste der bei dem Angriff am 6.&amp;amp;nbsp;Dezember 1944 getöteten jugoslawischen Gefangenen |wayback=20100928135900 |archiv-bot=2019-05-04 21:14:29 InternetArchiveBot}} (PDF; 16&amp;amp;nbsp;kB)&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Toten sind auf dem [[Eversburger Friedhof]] begraben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1945 wurde das Lager von den [[Alliierte]]n befreit. Viele serbische Offiziere blieben danach in Osnabrück und gründeten dort später eine eigene serbisch-orthodoxe Gemeinde. Die Wehrmachtsbaracken übernahm die britische Armee.&amp;lt;ref name=&amp;quot;NOZ200908&amp;quot; /&amp;gt; Zunächst wurden hier [[Displaced Persons]] untergebracht und ab 1950 britische Soldaten, zu dieser Zeit wurden Lager und Kasernen in „[[Quebec-Barracks]]“ umbenannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;osna120511&amp;quot; /&amp;gt; Die [[Osnabrück Garrison|Garnison Osnabrück]] der [[Britische Rheinarmee|Britischen Rheinarmee]] nutzte die „[[Quebec Barracks]]“ bis 2008 als Kaserne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Jüdisches Gemeindeleben ==&lt;br /&gt;
Elmar Stephan beschreibt im [[Weser-Kurier]] das Lagerleben der jüdischen Offiziere:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Die jüdischen Offiziere konnten hier ein Gemeindeleben aufrechterhalten und hatten einen [[Rabbiner]]. Ihre Toten bestatteten sie auf einem [[Jüdische Friedhöfe in Osnabrück|jüdischen Friedhof]]. ... Während in der Stadt Osnabrück nur fünf jüdische Bürger den Krieg überlebten, wuchs von 1941 bis Sommer 1943 die ‚Heilige Familie vom OFLAG VIC‘ von 140 auf 400 Gemeindemitglieder an.&lt;br /&gt;
 |Autor=Elmar Stephan&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref name=&amp;quot;weskur131211&amp;quot; /&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Gutachterin des [[Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege|Niedersächsischen Landesamtes für Denkmalpflege]] stellte verwundert fest: „Ausgerechnet in einem Straflager innerhalb eines Offizierslagers überlebt so wohl die größte jüdische Gemeinde im [[NS-Staat|Reich]]“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;weskur131211&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch der [[TAZ]]-Journalist Frank Keil merkt an:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Es muss ein merkwürdiges Bild gewesen sein: Männer in fremden, vermutlich schon etwas zerschlissenen Uniformen schieben einen Leichenkarren durch die Straßen, bewacht von Wehrmachtssoldaten. Es geht vom Osnabrücker Stadtteil Atter im Nordwesten einmal quer durch die Stadt bis zum Friedhof Magdalenenstraße im Südosten, in aller Öffentlichkeit. Es sind serbische Offiziere jüdischen Glaubens, die im Offizierslager ‚Oflag VI C‘ in Atter interniert sind und mitten in Osnabrück bis 1944 nach jüdischem Ritus ihre Toten beerdigen.&lt;br /&gt;
 |Autor=Frank Keil&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz060511&amp;quot; /&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
Im übrigen Deutschland rollen die Züge mit Juden in Richtung Osten zu den [[Konzentrationslager]]n, und die jüdischen Offiziere im OFLAG VI C am Rande von Osnabrück können den [[Sabbat|Schabbat]] und die [[Liste jüdischer Feste|jüdischen Festtage]] feiern – es gibt sogar eine Gebetsbaracke. [[Zvi Asaria]] (Landesrabbiner in Niedersachsen von 1966 bis 1970) arbeitet als Militärgeistlicher unter dem Namen Hermann Helfgott im Hauptmannsrang.&amp;lt;ref name=&amp;quot;osna120511&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz060511&amp;quot;&amp;gt;Frank Keil: [https://taz.de/Ehemaliges-Internierungslager-in-Osnabrueck/!5121225/ &amp;#039;&amp;#039;Kampf um Baracke 35, Ehemaliges Internierungslager in Osnabrück&amp;#039;&amp;#039;], taz vom 6.&amp;amp;nbsp;Mai 2011&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Die jüdischen Gefangenen waren im Lager separat untergebracht. Eine der Baracken diente als Bethaus. Den Gefangenen wurde gemäß den [[Genfer Konventionen]] gestattet, ihre Religion auszuüben. ... Man feierte mit Duldung der Kommandantur Gottesdienste und beging soweit möglich jüdische Festtage. Die Toten konnten mit einem Geleit von mindestens 10 jüdischen Männern, der ‚[[Chewra Kadischa|Chewra Kadishah]]‘, auf dem jüdischen Friedhof an der Magdalenenstraße (Johannisfriedhof) beigesetzt werden.&lt;br /&gt;
 |Autor=Fachbereich Kultur der Stadt Osnabrück&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref name=&amp;quot;osna120511&amp;quot; /&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entfernung zwischen dem Lagerstandort und dem Friedhof beträgt etwa 8 Kilometer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Forderung nach einer Gedenkstätte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Baracke 35 OS nah.jpg|mini|Wachbaracke 35 im April 2024]]&lt;br /&gt;
Das „Bürgerforum Osnabrück-Atter e.&amp;amp;nbsp;V.“ bemühte sich seit 2008 darum, dass an diesem Standort eine Erinnerungsstätte eingerichtet würde. Ab 2010 wurden die Bestrebungen vom Verein „Anti-Kriegsbaracke Atter-Osnabrück“ fortgeführt. Die Osnabrücker Denkmalspflege hat es 2009 abgelehnt, die Gebäude als Gesamtgruppe unter Denkmalschutz zu stellen, weil zu viele Umbauten und Modernisierungen stattgefunden hätten. Die Baracke 35 sei jedoch am besten erhalten und solle als Einzeldenkmal ausgewiesen werden, obwohl es eine Wachbaracke gewesen ist, in der keine Kriegsgefangenen untergebracht waren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;osna120511&amp;quot; /&amp;gt; Weil eine große Gruppe von jüdischen Kriegsgefangenen von der Judenverfolgung ausgenommen war, hat auch die Stadt Osnabrück die Bereitschaft gezeigt, die Baracke 35 zu einer Gedenkstätte auszubauen. 2011 hat sie sich auf mehreren Sitzungen mit dem Thema beschäftigt. Die Stadt stellte sich die Fragen: „Wie kann eine wissenschaftliche Aufarbeitung der Geschichte erfolgen?“ und „Wie kann die Öffentlichkeit über die Geschichte des OFFLAG VI C informiert werden?“&amp;lt;ref name=&amp;quot;osna120511&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Elmar Stephan: &amp;#039;&amp;#039;Jüdische Gemeinde im Lager: Verein kämpft für Gedenkstätte&amp;#039;&amp;#039;, Weser-Kurier, 13.&amp;amp;nbsp;Dezember 2011&lt;br /&gt;
* Frank Keil: [https://taz.de/Ehemaliges-Internierungslager-in-Osnabrueck/!5121225/ &amp;#039;&amp;#039;Kampf um Baracke 35, Ehemaliges Internierungslager in Osnabrück&amp;#039;&amp;#039;], taz vom 6.&amp;amp;nbsp;Mai 2011&lt;br /&gt;
* Fachbereich Kultur der Stadt Osnabrück, Beschlussvorlage „Konversion Quebec-Kaserne; Kriegsgefangenenlager OFLAG&amp;amp;nbsp;VI&amp;amp;nbsp;C“ vom 12.&amp;amp;nbsp;Mai 2011&lt;br /&gt;
* Sebastian Musch: „Jüdisch, serbisch, kriegsgefangen. Das religiöse Leben der &amp;#039;Heilige Gemeinde&amp;#039; im Oflag VI C.“ In: &amp;#039;&amp;#039;Religiöse Praxis in Konzentrationslagern und anderen NS-Haftstätten&amp;#039;&amp;#039;. Hrsg. v. Insa Eschebach, Gabriele Hammermann und Thomas Rahe. Göttingen: Wallstein 2021, 122–132.&lt;br /&gt;
* Martina Sellmeyer: Das ehemalige Kriegsgefangenenlager OFLAG VI C in Eversburg, Osnabrücker Rundschau 17. April 2025, [https://os-rundschau.de/rundschau-magazin/martina-sellmeyer/or-serie-brueckenschlaege-vom-heute-zur-befreiung-osnabruecks-1945-teil-3-kriegsgefangenenlager-oflag-vi-c/ &amp;#039;&amp;#039;OR-Serie „Brückenschläge“ vom Heute zur Befreiung Osnabrücks 1945 – Teil 3: Kriegsgefangenenlager OFLAG VI C&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://baracke35.org/ Internetseite des Vereins Baracke 35 Atter-Osnabrück e.V. (Förderverein Antikriegskultur &amp;amp; Friedenshandeln)]&lt;br /&gt;
* [http://www.noz.de/lokales/55716580/lager-oflag-vic Lager Oflag VIc in: Neue Osnabrücker Zeitung, 14.&amp;amp;nbsp;Juli 2011]&lt;br /&gt;
* [http://www.pegasusarchive.org/pow/pOf_6C.htm Fotos aus dem OFLAG VI C]&lt;br /&gt;
* [https://robertkoop.wordpress.com/tag/antikriegsbaracke-atter-osnabruck-e-v/ Baracke 35, die Britische Armee zog aus Osnabrück ab / Ein Verein möchte eine Gedenkstätte einrichten]&lt;br /&gt;
* [http://osradio-podcast.de/2011/07/14/antikriegsbaracke-atter-osnabruck-e-v-2/ Antikriegsbaracke Atter-Osnabrück e.&amp;amp;nbsp;V., am 14.&amp;amp;nbsp;Juli 2011 auf osradio]&lt;br /&gt;
* [http://www.gn-online.de/level9_cms2/index.php?artikelid=412107&amp;amp;SETarchiv=412107&amp;amp;n=Gefangenenlager+als+Lernort&amp;amp;PHPSESSID=bd0244d23772dcd3c584f3dce292053e Gefangenenlager als Lernort in: Grafschafter Nachrichten vom 13.&amp;amp;nbsp;Dezember 2011]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Geschichte der Juden in Osnabrück]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=52/17/59.9/N|EW=7/59/10.6/E|dim=50|type=landmark|region=DE-NI}}&lt;br /&gt;
{{Offizierslager}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=k|GND=7756465-0|LCCN=n2003031328|VIAF=147945714}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kriegsgefangenenlager der Wehrmacht|Offizierslager #:6C]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jüdische Geschichte (Niedersachsen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Osnabrück im 20. Jahrhundert]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Dk1909</name></author>
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