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	<title>Oflag IVc - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-30T12:49:53Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Oflag_IVc&amp;diff=2370775&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;CommonsDelinker: Ersetze Originalglider.jpg durch Colditz_glider.jpg (von CommonsDelinker angeordnet: File renamed: Criterion 2 (meaningless or ambiguous name))</title>
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		<updated>2025-07-26T10:34:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Ersetze Originalglider.jpg durch &lt;a href=&quot;/index.php?title=C:File:Colditz_glider.jpg&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;C:File:Colditz glider.jpg (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Colditz_glider.jpg&lt;/a&gt; (von &lt;a href=&quot;/index.php?title=C:User:CommonsDelinker&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;C:User:CommonsDelinker (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;CommonsDelinker&lt;/a&gt; angeordnet: &lt;a href=&quot;/index.php?title=C:COM:FR&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;C:COM:FR (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;File renamed&lt;/a&gt;: &lt;a href=&quot;/index.php?title=C:COM:FR&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;C:COM:FR (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Criterion 2&lt;/a&gt; (meaningless or ambiguous name))&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:PicOf 4C Colditz.jpg|mini|Schloss Colditz als Oflag IV C April&amp;amp;nbsp;1945]]&lt;br /&gt;
[[Datei:COLDITZ GRUNDRISS.jpg|mini|Grundriss des Schlosses; die Gefangenen waren in den Gebäuden im hinteren Hof (links) untergebracht; die Kommandantur und die Unterkünfte der Wachmannschaft befanden sich im äußeren Hof (rechts)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Oflag IV C&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (für &amp;#039;&amp;#039;[[Offizierslager]] IV C&amp;#039;&amp;#039;)&amp;lt;ref&amp;gt;[http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/019/1901980.pdf Wissenschaftliche Forschung zum Holocaust] Deutscher Bundestag, Drucksache 19/1980, S.&amp;amp;nbsp;10.&amp;lt;/ref&amp;gt; war die offizielle Bezeichnung für das Lager für [[Kriegsgefangener|kriegsgefangene]] [[alliierte]] Offiziere auf [[Schloss Colditz]] während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]]. Nach 1945 wurde es durch die Aufarbeitung seiner vielen Ausbruchsversuche in Buch und Film vor allem in [[Vereinigtes Königreich|Großbritannien]] sehr bekannt. In der englischsprachigen Literatur wird es auch als &amp;#039;&amp;#039;Oflag IV-C&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Fran%C3%A7ais.JPG|mini|Gefangene französische Offiziere im Innenhof des Oflag IV]]&lt;br /&gt;
=== Kriegsgefangenenlager Oflag IV C ===&lt;br /&gt;
Ab dem 31.&amp;amp;nbsp;Oktober 1939&amp;lt;ref name=&amp;quot;full&amp;quot; /&amp;gt; wurde ein [[Kriegsgefangenenlager]] mit der Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Oflag IV C&amp;#039;&amp;#039; als Sonderlager für [[Offizier]]e eingerichtet (Die Bezeichnung ergibt sich aus [[Offizierslager|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Of&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;fiziers&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;lag&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;er]]). Die Lager im Reichsgebiet erhielten die dem Wehrkreis entsprechende römische Nummer und einen Großbuchstaben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;lippmann&amp;quot; /&amp;gt; Die Einrichtung des Schlosses Colditz erfolgte nach den internationalen Bestimmungen des Artikels 6 der [[Genfer Konventionen]] in der Fassung vom 18.&amp;amp;nbsp;Oktober 1907 und der [[Haager Landkriegsordnung]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;lutz&amp;quot; /&amp;gt;, welche den Umgang mit gefangenen Offizieren vorschreiben. Gleichzeitig war es als Sonderlager für Prominente, wie [[Winston Churchill]]s Neffen [[Giles Romilly]] und [[George Lascelles, 7. Earl of Harewood|George Lascelles]], einen Neffen von König [[Georg VI. (Vereinigtes Königreich)|Georg&amp;amp;nbsp;VI.]] vorgesehen. Überlieferte Dokumente der Gefangenen belegen, dass die Lagerbezeichnung teilweise für sie unbekannt war. Einige berichteten in ihren Erinnerungen, es handele sich um das [[Stammlager|Stalag]]&amp;amp;nbsp;4 (Stammlager 4).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl bis zum Zusammenbruch des NS-Staates 1945 einunddreißig&amp;lt;ref name=&amp;quot;fraru&amp;quot; /&amp;gt; Häftlinge bei immerhin dreihundert&amp;lt;ref name=&amp;quot;spiegel2&amp;quot; /&amp;gt; Fluchtversuchen erfolgreich fliehen konnten, galt Schloss Colditz als ausbruchsicher.&amp;lt;ref name=&amp;quot;internet&amp;quot; /&amp;gt; Die Wehrmacht versuchte systematisch aus den Ausbruchversuchen zu lernen, indem sie die Umstände jedes Fluchtversuchs genauestens untersuchte und fotografisch dokumentierte. Durch die oben genannten internationalen Vorschriften, welche auch durch mehrmalige Kontrollbesuche&amp;lt;ref name=&amp;quot;lippmann&amp;quot; /&amp;gt; des [[Internationale Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung|Internationalen Komitees vom Roten Kreuz]] und der [[Dritte Französische Republik|französischen]] [[Vichy-Regime|Pétain-Regierung]] durchgeführt wurden, waren die Lebensbedingungen der alliierten Offiziere auf dem Schloss unter dem Kommando von Oberstleutnant Schmidt&amp;lt;ref name=&amp;quot;full&amp;quot; /&amp;gt; im Vergleich zu anderen NS-Lagern menschenwürdiger. Diese Tatsache eines Vorzeigelagers&amp;lt;ref name=&amp;quot;lutz&amp;quot; /&amp;gt; ist ebenfalls aus den zwischen 1941 und 1945 gemalten Bildern des ehemaligen Insassen, des [[Vereinigtes Königreich|britischen]] Berufsoffiziers und Freizeitmalers [[William Faithful Anderson]] ersichtlich. Im äußeren Hof befand sich die Kommandantur. Die Gefangenen lebten im hinteren Hof im ehemaligen Fürstenhaus. Außerhalb waren die flachen Terrassen, die die Gefangenengebäude umgaben, von bewaffneten Wachen überwacht und mit Stacheldraht gesichert.&amp;lt;!--Es war das einzige deutsche Kriegsgefangenenlager mit mehr Wachen als Gefangenen (habe keinen Beleg dafür gefunden!) !--&amp;gt; Ab 1942 wurde das Schloss nachts von Scheinwerfern angestrahlt, an den Außenmauern waren Mikrofone angebracht und ein hölzerner Laufsteg umgab die Anlage. Am 16.&amp;amp;nbsp;April 1945 befreiten [[Vereinigte Staaten|amerikanische]] Soldaten das Schloss Colditz und seine Insassen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;lippmann&amp;quot; /&amp;gt; Ausbrüche und Ausbruchsversuche wurden vom Sicherheitsoffizier [[Reinhold Eggers]] genau dokumentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kommandanten des Oflag IV ====&lt;br /&gt;
:{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Name !! Lebensdaten !! Dienstzeit&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Oberst Schmidt || * 1866; † 1946 oder 1947&amp;lt;ref&amp;gt;Angaben der Lebensdaten der Kommandanten soweit nicht anders angegeben nach {{Webarchiv|url=http://www.colditzcastle.net/about-colditz/the-jailers/ |wayback=20120304022437 |text=&amp;#039;&amp;#039; www.colditzcastle.net&amp;#039;&amp;#039; }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;wordpres-Jailers&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle|autor= |url=https://colditzoflagivc.wordpress.com/germans/ |titel=Jailers |werk=colditzoflagivc.wordpress.com | sprache=en |datum=2012-03-09 |abruf=2021-03-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt; || 1939 – August 1941&amp;lt;ref name=&amp;quot;secrets&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Oberst Edgar Glaesche || * 1889; † 1968 in [[Degerloch|Stuttgart-Degerloch]] ||1.&amp;amp;nbsp;August 1941–13.&amp;amp;nbsp;Februar 1943&amp;lt;ref name=&amp;quot;secrets&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|| Oberst Gerhard Friedrich Prawitt || * 25.&amp;amp;nbsp;Oktober 1899 in Medenau/[[Ostpreußen]]; † 1969 || 13.&amp;amp;nbsp;Februar 1943–16.&amp;amp;nbsp;April 1945&amp;lt;ref name=&amp;quot;secrets&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1940 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Germany 5 2011 493.jpg|mini|hochkant|Erinnerungstafel an die polnischen Offiziere in Colditz]]&lt;br /&gt;
Die ersten Gefangenen kamen im Oktober 1940 an. Es waren 140 polnische Offiziere, die als fluchtgefährlich galten. Zwei Wochen später kamen [[Donald Middleton]], Keith Milne und Howard D. Wardle (ein [[Kanada|Kanadier]], der der [[Royal Air Force|RAF]] kurz vor dem Krieg beitrat) als erste britische Gefangene nach Colditz. Am 7.&amp;amp;nbsp;November 1940 kamen sechs britische RAF-Offiziere: die „Laufen six“. Sie wurden nach [[Laufen (Salzach)|Laufen]], dem Lager ihres ersten Ausbruchversuches benannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;secrets&amp;quot; /&amp;gt; Weihnachten 1940 waren in Colditz 60 [[Zweite Polnische Republik|polnische]], 12 [[Belgien|belgische]], 50 französische und 30 britische Offiziere mit ihren [[Bursche#Ordonnanz|Ordonnanzen]] inhaftiert, insgesamt weniger als 200 Gefangene.&lt;br /&gt;
[[Datei:UnrugColditz.jpg|mini|Der polnische Admiral [[Józef Unrug]] und andere Offiziere 1941 als Gefangene in Colditz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1941 ===&lt;br /&gt;
Ende Februar kamen 200 französische Offiziere mit ihrem Général Le Bleu und Général Le Brigant in Colditz an.&amp;lt;ref name=&amp;quot;full&amp;quot; /&amp;gt; Am 24.&amp;amp;nbsp;Juli 1941 kamen weitere 68 [[Niederlande|niederländische]] Offiziere, Mitglieder der [[Koninklijk Nederlandsch-Indisch Leger|Niederländischen Ostindienarmee]] an, die abgelehnt hatten, eine Erklärung zu unterzeichnen, dass sie an keinem Krieg gegen Deutschland teilnehmen würden. Danach wurde eine Anzahl ihrer Uniformen für die Flucht benutzt, da sie denen der deutschen Wehrmacht ähnelten, die beschlagnahmte niederländische Stoffe für einen Teil ihrer Uniformen verwendete. Ein Teil der Franzosen verlangte, dass die französisch-jüdischen Offiziere von ihnen getrennt würden. Der Lagerkommandant stimmte zu und die Juden wurden auf dem Dachboden untergebracht. Ende Juli 1941 gab es mehr als 500 Offiziere: über 250 Franzosen, 150 Polen, 50 britische und aus dem Commonwealth, zwei jugoslawische sowie die 68 Niederländer. Am 9.&amp;amp;nbsp;April gelang [[Alain Le Ray]] als erstem Gefangenen die Flucht aus dem Lager.&amp;lt;ref name=&amp;quot;full&amp;quot; /&amp;gt; Alain Le Ray war später aktives Mitglied der französischen Résistance.&amp;lt;ref name=&amp;quot;spiegel1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1942 ===&lt;br /&gt;
Am 5.&amp;amp;nbsp;Januar 1942 gelang es dem britischen Leutnant [[Airey Neave]] und dem Niederländer Toni Luteijn, durch ein Loch im Fußboden des Festsaals und mehrere Türen in deutschen Uniformen aus dem Schloss zu fliehen und über [[Leisnig]] mit dem Zug zu fliehen. Bei Singen erreichten sie die Schweizer Grenze und kamen glücklich hinüber.&amp;lt;ref name=&amp;quot;exits&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1943 ===&lt;br /&gt;
Im Mai 1943 entschied das [[Oberkommando der Wehrmacht]], dass Colditz nur Amerikaner und Briten beherbergen sollte. Im Juni wurden die Niederländer verlegt, bis zum 12.&amp;amp;nbsp;Juli 1943 gefolgt von den Polen, Belgiern und Franzosen. Ende Juli gab es einige einzelne französische Offiziere, 228 britische sowie einige Kanadier, Australier, Neuseeländer, Südafrikaner, Iren und einen Inder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1944 ===&lt;br /&gt;
Am 23.&amp;amp;nbsp;August 1944 wurden die ersten Amerikaner in Colditz interniert: der mit 49 Jahren älteste amerikanische [[Fallschirmjäger]] des Krieges, Colonel Florimund Duke, sowie Captain Guy Nunn und Alfred Suarez.&amp;lt;ref name=&amp;quot;secrets&amp;quot; /&amp;gt; Sie waren als Geheimdienstmitarbeiter mit dem Fallschirm in Ungarn abgesprungen und sollten eine Zusammenarbeit Ungarns mit Deutschland verhindern. Im frühen Winter 1944 befanden sich 254 Insassen im Lager, darunter der britische Adelige [[George Lascelles, 7. Earl of Harewood]].&lt;br /&gt;
[[Datei:PicOf 4C LibBridge.jpg|mini|Amerikanische GI mit Panzer auf der Mulde-Brücke unterhalb des Schlosses am 12.&amp;amp;nbsp;April 1945]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1945 ===&lt;br /&gt;
Am 19.&amp;amp;nbsp;Januar 1945 wurden die französischen Generäle Lieutenant-General [[Jean Adolphe Louis Robert Flavigny]], Major-General [[Louis Léon Marie André Buisson]], Major-General [[Arsène Marie Paul Vauthier]], Brigadier-General [[Albert Joseph Daine]] und Brigadier-General [[René Jacques Mortemart de Boisse]] aus der [[Festung Königstein]] ins Schloss Colditz gebracht. Die Verlegung dieser Generale vom Königstein nach Colditz sollte die Ermordung des Generalmajors [[Gustave Mesny]], als angeblich „auf der Flucht erschossen“, decken. Am 5.&amp;amp;nbsp;Februar kam der polnische General [[Tadeusz Komorowski]], Kommandant der [[Polnische Heimatarmee|Polnischen Heimatarmee]] (Armia Krajowa), mit seiner Begleitung in Colditz an.&amp;lt;ref name=&amp;quot;full&amp;quot; /&amp;gt; Auch Oberst [[Antoni Chruściel]], Befehlshaber des [[Warschauer Aufstand]]es 1944, gehörte zu den auf dem Schloss gefangenen hohen polnischen Offizieren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;full&amp;quot; /&amp;gt; Im März 1945 wurden 1200 französische Gefangene auf Schloss Colditz gebracht, 600 weitere wurden in der Stadt Colditz interniert. Am 16.&amp;amp;nbsp;April 1945 eroberten amerikanische Soldaten das Schloss Colditz und befreiten seine Insassen.&amp;lt;ref&amp;gt;Regina Thiede, Renate Lippmann: &amp;#039;&amp;#039;Schloß Colditz&amp;#039;&amp;#039;. Edition Leipzig, Leipzig 2007, ISBN 978-3-361-00620-1, S. 14.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ausbruchsversuche ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Colditz glider.jpg|mini|Originalaufnahme des von Häftlingen erbauten Segelflugzeuges [[Colditz Glider]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Erkennungsfoto eines polnischen Offiziers. Die Nummer Oflag IV C 56 kennzeichnet ihn als einen der ersten Polen, die im November 1939 ins Schloss Colditz kamen..tif|mini|Erkennungsfoto eines polnischen Offiziers. Die Nummer Oflag IV C 56 kennzeichnet ihn als einen der ersten Polen, die im November 1939 ins Schloss kamen. ]]&lt;br /&gt;
Die Gefangenen unternahmen (laut Fluchtstatistik im Fluchtmuseum) etwa 300 Ausbruchsversuche, von denen 32 erfolgreich waren. Darüber wurden nach dem Krieg mehrere Bücher veröffentlicht. Der mühsamste Versuch war ein bereits im Winter 1940 über neun Monate lang gegrabener Tunnel vom Glockenturm (Kellerhaus-Wendelstein) zum östlichen Zwingerbereich.&amp;lt;ref name=&amp;quot;full&amp;quot; /&amp;gt; Dreißig Offiziere, unter ihnen Airey Neave gruben den Tunnel. Weil sie aber den Kompass falsch ablasen, irrten sie sich in der Richtung und statt ins Freie, gelangten sie in den Weinkeller des Kommandanten Oberst Prawitt. Dort tranken sie 137 Flaschen Wein aus, füllten sie mit ihrem Urin und legten diese damit gefüllten Flaschen wieder vor Ort in den Weinkeller. Diese Geschichte bestätigte die Witwe Elisabeth Prawitt aus Lüneburg noch im Oktober 1974, meinte aber dazu, dass dieses nicht ihrem Mann, sondern dem Vorgänger passiert sei.&amp;lt;ref name=&amp;quot;secrets&amp;quot; /&amp;gt; 1945 planten die Insassen eine Flucht in einem mit weiß-blau karierten Bettzeug bespannten Segelflugzeug, dem [[Colditz Glider]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;lvz3&amp;quot; /&amp;gt;  Es wurde in einem Geheimversteck, getarnt durch eine falsche Wand auf dem Dachboden, gebaut und sollte vom Dach der Schlosskapelle starten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachleben ==&lt;br /&gt;
=== Colditz Society ===&lt;br /&gt;
1991 wurde in London die Colditz Society gegründet. 120 ehemalige Gefangene aus England, Frankreich und Polen treffen sich zweimal im Jahr in London und stehen in ständigen Kontakt mit der Schlossverwaltung. 2011 erfuhren sie von der kranken [[Weiden (Gattung)|Weide]] im Schlosshof, welche für die ehemaligen Häftlinge symbolhafte Bedeutung hatte, da diese bereits zu Zeiten des Kriegsgefangenenlager auf dem Hof stand. Die Mitglieder der Vereinigung spendeten eine runde Sitzbank um die neu gepflanzte [[Linden (Botanik)|Linde]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;lvz2&amp;quot; /&amp;gt; Für Mitglieder gibt es eine regelmäßige Publikation der Vereinigung, in dem über deren Arbeit berichtet wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ausstellung ===&lt;br /&gt;
Im Fluchtmuseum werden zahlreiche Fluchten und Fluchtversuche von Offizieren verschiedener Nationalitäten dargestellt. In der Vergangenheit war kritisiert worden, dass zunächst nicht auf die Internierung von Teilen der militärischen Führung Polens eingegangen worden war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;diskussion&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Medien ===&lt;br /&gt;
Die große internationale Bekanntheit ergibt sich besonders aus dem Buch &amp;#039;&amp;#039;The Colditz Story&amp;#039;&amp;#039; des erfolgreich geflüchteten Briten [[Pat Reid]], in dem er seine Erlebnisse später verarbeitete, sowie aus dem 2005 entstandenen Film &amp;#039;&amp;#039;[[Colditz – Flucht in die Freiheit]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Stuart Orne]]. Durch die Darstellung von Ausbruchsversuchen in mehreren Filmen und einer Fernsehserie erlangte das Schloss speziell in England besondere Bekanntheit. Neben Filmen aus den 1950er und der TV-Serie aus den 1970er Jahren diente das Schloss auch in Teilen einer Episode der britischen TV-Serie &amp;#039;&amp;#039;[[Top Gear]]&amp;#039;&amp;#039; als Drehort.&amp;lt;ref name=&amp;quot;programm&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In England gibt es ein Brettspiel mit der Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Escape from Colditz&amp;#039;&amp;#039;, in welchem gewitzte britische Offiziere den &amp;#039;&amp;#039;teutonischen Kerkermeister&amp;#039;&amp;#039; an der Nase herumführen und dann würfelnd aus Colditz flüchten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;focus&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die neunte Mission im PC-Strategiespiel &amp;#039;&amp;#039;[[Commandos]] 2: Men of Courage&amp;#039;&amp;#039; führt den Spieler nach Schloss Colditz, wo es diverse Dokumente zu sichern und die Gefangenen zu befreien gilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Filmografie ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Unbeugsamen – Flucht aus Hitlers Elitegefängnis.&amp;#039;&amp;#039; Dokumentation, 45 Min., Buch und Regie: [[Michael Wulfes]], Produktion: [[Mitteldeutscher Rundfunk|MDR]], [[Arte]], Ziegler Film GmbH, Erstsendung: 6.&amp;amp;nbsp;Dezember 2006, {{ Webarchiv | url=http://www.mdr.de/doku/4298729.html | wayback=20070930230211 | text= Inhaltsangabe}} des MDR&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Colditz – Flucht in die Freiheit]].&amp;#039;&amp;#039; Fernsehspielfilm in zwei Teilen: 240 Min. und 185 Min., Großbritannien, Regie: Stuart Orme, Produktion: Granada Television, Erstsendung: 27.&amp;amp;nbsp;März 2005, {{IMDb|tt0415407|Colditz}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Escape from Colditz.&amp;#039;&amp;#039; Dokumentation, Großbritannien, 2001 (Interviews mit ehem. Kriegsgefangenen von Schloß Colditz) {{IMDb|tt0290599|Escape from Colditz}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Colditz.&amp;#039;&amp;#039; Fernsehspielfilm, 50 Min., Großbritannien, Produktion: [[British Broadcasting Corporation|BBC]], Erstsendung: 19.&amp;amp;nbsp;Oktober 1972, {{IMDb|tt0068059|Colditz}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Im Schatten der Zitadelle]]&amp;#039;&amp;#039; (Originaltitel: &amp;#039;&amp;#039;The Colditz Story&amp;#039;&amp;#039;)  Spielfilm, 94 Min., 1955, Regie: Guy Hamilton, Produktion: Ivan Foxwell Productions Ltd., {{IMDb|tt0047945|The Colditz Story}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Ben MacIntyre: &amp;#039;&amp;#039;Colditz: Prisoners of the Castle.&amp;#039;&amp;#039; Viking, London 2022, ISBN 978-0-241-40853-7.&lt;br /&gt;
* Regina Thiede, Renate Lippmann: &amp;#039;&amp;#039;Schloß Colditz.&amp;#039;&amp;#039; Edition Leipzig, Leipzig 2007, ISBN 978-3-361-00620-1.&lt;br /&gt;
* Albert Peter Bräuer: &amp;#039;&amp;#039;Schloß Colditz.&amp;#039;&amp;#039; (Baudenkmale, Heft 56), Seemann, Leipzig 1983, ISBN 3-363-00487-7.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Escape From Colditz. 16 First-Hand Accounts.&amp;#039;&amp;#039; Compiled by Reinhold Eggers. Edited by John Watton. London: Robert Hale 1973.&lt;br /&gt;
* Reinhold Eggers: &amp;#039;&amp;#039;Colditz – the German story.&amp;#039;&amp;#039; 1961, mehrere Neuauflagen, ISBN 1-84415-536-6.&lt;br /&gt;
* Regina Thiede, Johan van Hoppe: Holländer im Oflag IVc. Die Geschichte der holländischen Offiziere im Sonderlager Colditz, in: Staatliche Schlösser, Burgen und Gärten Sachsen gGmbh, Jahrbuch (online) 2024, S. 27–125 [https://wissen.schloesserland-sachsen.de/forschung-sammlung/fachpublikationen/detail/hollaender-im-oflag-iv-c/ Online]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Oflag IV-C}}&lt;br /&gt;
* [https://www.schloss-colditz.de/de/startseite/ Website von Schloss Colditz]&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor= |url=https://wissen.schloesserland-sachsen.de/forschung-sammlung/sammlungen/fotosammlung-codlitz/ |titel=Das Offizierslager Oflag IV C – Die Fotosammlung des Sonderlagers |werk=Website wissen.schloesserland-sachsen.de/ |abruf=2022-07-18}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=|url=https://www.colditz.info/oflag4c/Das-Oflag-IV-C.html |titel=Das Oflag IV C |werk=Website colditz.info |abruf=2022-07-18}}&lt;br /&gt;
* [http://london.iwm.org.uk/upload/package/40/GreatEscapes/index.htm „Great Escapes“], Ausstellung 2006 im [[Imperial War Museum]] in London&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;internet&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle|autor= |url=http://www.schloss-colditz.com/d_geschichte/Geschichte.html |titel=Geschichte – Schloss Colditz |werk=Website des Schlosses |datum=2014-04-13 |abruf=2021-03-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;diskussion&amp;quot;&amp;gt;Markus Kroziska: &amp;#039;&amp;#039;Diskussionsbeitrag zum Konzept für die Ausstellung der Stiftung Flucht, Vertreibung, Versöhnung&amp;#039;&amp;#039;. Universität Giessen, 2010, ([http://hsozkult.geschichte.hu-berlin.de/forum/type=diskussionen&amp;amp;id=1365 Link]), abgerufen am 3.&amp;amp;nbsp;Juli 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;programm&amp;quot;&amp;gt;keine Angabe: &amp;#039;&amp;#039;Programme Information: Top Gear feature – interview with Richard Hammond.&amp;#039;&amp;#039; Webseite der BBC: ([http://www.bbc.co.uk/pressoffice/proginfo/tv/2010/wk26/feature_topgear.shtml Link]), abgerufen am 5.&amp;amp;nbsp;Juli 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;exits&amp;quot;&amp;gt;Airey Neave: &amp;#039;&amp;#039;They have theire exits&amp;#039;&amp;#039;. Pen and Sword Military Classics, Barnsley, 2002, ISBN 1-84415-463-7, Seite: 68ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;full&amp;quot;&amp;gt;P. R. Reid: &amp;#039;&amp;#039;Colditz. The Full Story&amp;#039;&amp;#039;. Pan Books, London, 2002, ISBN 978-0-330-50999-2, Seite: 6ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;spiegel1&amp;quot;&amp;gt;keine Angabe: &amp;#039;&amp;#039;Gestorben. Alain Le Ray.&amp;#039;&amp;#039; Spiegel online, Nr. 24, 2007, ([http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-51878491.html online]), abgerufen am 4.&amp;amp;nbsp;Juli 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;spiegel2&amp;quot;&amp;gt;Erik Nebel: &amp;#039;&amp;#039;Fluchtversuche nach der Theaterprobe&amp;#039;&amp;#039;. Spiegel online, 26.&amp;amp;nbsp;Februar 2007, ([http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-51878491.html online]), abgerufen am 4.&amp;amp;nbsp;Juli 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;lvz2&amp;quot;&amp;gt;ch: &amp;#039;&amp;#039;Colditz Society aus London sorgt für Sitzgelegenheit unter der Linde im Schlosshof. Runde Sache. Engländer finanzieren neue Bank&amp;#039;&amp;#039;. Leipziger Volkszeitung, Muldentaler Kreiszeitung, 8.&amp;amp;nbsp;Juni 2011, Seite: 20.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;lvz3&amp;quot;&amp;gt;Birgit Zimmermann: &amp;#039;&amp;#039;Colditz-Gleiter für den Hüpfer vom Dach. Mit einem Holzflieger aus abenteuerlichen Materialien wollten britische Offiziere einst aus deutscher Kriegsgefangenschaft fliehen&amp;#039;&amp;#039;. Sächsische Zeitung, 2.&amp;amp;nbsp;Mai 2011, Seite: 6.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;fraru&amp;quot;&amp;gt;Roland Mischke: &amp;#039;&amp;#039;Die bad boys von Mittelsachsen. Schloß Colditz mit legendärer Vergangenheit, trister Gegenwart und ungewisser Zukunft&amp;#039;&amp;#039;. Frankfurter Rundschau, 4.&amp;amp;nbsp;Mai 1996, Seite: 6.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;focus&amp;quot;&amp;gt;Jürgen Marks, Catherine Meyer, Alexander Wendt: &amp;#039;&amp;#039;Späte Rache der bösen Buben&amp;#039;&amp;#039;. Focus Magazin, München, 15.&amp;amp;nbsp;April 1995, ([http://www.focus.de/politik/deutschland/kriegsgefangene-spaete-rache-der-boesen-buben_aid_151523.html online]), abgerufen am 4.&amp;amp;nbsp;Juli 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;secrets&amp;quot;&amp;gt;Michael Booker: &amp;#039;&amp;#039;Collecting Colditz an its Secrects. A unique pictorial Record of Life behind the Walls&amp;#039;&amp;#039;. Grub Street London, 2005, ISBN 1-904943-08-X, Seite: 30–37.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;lippmann&amp;quot;&amp;gt;Regina Thiede, Renate Lippmann: &amp;#039;&amp;#039;Schloß Colditz&amp;#039;&amp;#039;. Edition Leipzig, Leipzig 2007, ISBN 978-3-361-00620-1, Seite: 14.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;lutz&amp;quot;&amp;gt;Carmen Lutz: &amp;#039;&amp;#039;Kriegsgefangenenlager Colditz Oflag IV C. 1939–1945&amp;#039;&amp;#039;.  Städtisches Museum, Colditz 2004, keine Angabe, Seite: 4.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=51.130785 |EW=12.807484 |type=landmark |region=DE-SN}}&lt;br /&gt;
{{Offizierslager}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kriegsgefangenenlager der Wehrmacht|Offizierslager #:4C]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Colditz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sachsen in der Zeit des Nationalsozialismus]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;CommonsDelinker</name></author>
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