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	<title>Offizin - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-31T23:25:51Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Offizin&amp;diff=78144&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Felistoria: /* Münzstätte */ kl. korr.</title>
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		<updated>2025-12-27T00:10:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Münzstätte: &lt;/span&gt; kl. korr.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Engel-Apothekenoffizin.png|mini|Offizin einer Apotheke in [[Darmstadt]], Ende 17. Jahrhundert: links der Verkauf und die Buchhaltung, in der Mitte die Herstellung und rechts die [[Alchemie]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als eine &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Offizin&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; [{{IPA|ɔfiˈt͡siːn}}] (von {{laS|officina|de=Werkstätte, Arbeitsraum}}, auch ‚Herd, Wirtschaftsgebäude‘) bezeichnete man seit dem [[Spätmittelalter|späten Mittelalter]] eine Werkstatt, die hochwertige Waren produzierte und an die ein [[Verkaufsraum]] angeschlossen war. Der Begriff wurde zum Beispiel für [[Buchdruck]]ereien, [[Apotheke]]n und  [[Münzprägeanstalt|Münzstätten]] verwendet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:La bottega di uno stampatore con il torchio a mano.jpg|mini|Offizin eines Buchdruckers, 16.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert: links der Mann mit den Lederballen zum Schwärzen des Druckstocks, in der Mitte der Druckvorgang in der [[Handpresse]]; vorne rechts wird der Druck geprüft. Dahinter der [[Schriftsetzer|Setzer]] vor seinem hochgestellten Tisch mit den [[Letter]]n und der Druckvorlage, in der Hand die [[Winkelhaken|Lade für die Zeilen]], hinter ihm der Chef der Offizin. Die schwere Druckpresse ist mit Balken und Deckenstützen gesichert.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Apotheke ===&lt;br /&gt;
Infolge der großen [[Epidemie]]n des [[Mittelalter]]s, vor allem der [[Schwarzer Tod|Pest]] um 1350, wurden die fahrenden Arzneimittelhändler in den Städten ansässig und verfügten zunehmend über eine &amp;#039;&amp;#039;officina&amp;#039;&amp;#039;. Obwohl sich im Laufe der Jahrhunderte bis heute die Produktion der Heilmittel ins externe [[Labor]] verlagerte, behielt die Apotheke ihre Offizin als ihren Verkaufsraum, der nach §&amp;amp;nbsp;4 der [[Apothekenbetriebsordnung]] in Deutschland einen Zugang zu öffentlichen Verkehrsflächen haben und so eingerichtet sein muss, dass die Vertraulichkeit der Beratung gewahrt werden kann. Seit einigen Jahren existiert der Weiterbildungsberuf des &amp;#039;&amp;#039;[[Fachapotheker]]s für [[Offizin-Pharmazie|Allgemeinpharmazie]]&amp;#039;&amp;#039;, der das Tätigkeitsfeld des in der Offizin-[[Apotheke]] Arbeitenden näher definiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hergeleitet aus der Apotheken-Offizin wurde das [[Adjektiv]] {{lang|la|officinalis|de=[[offizinell]]}} zum Bestandteil vieler [[Taxon|botanischer Namen]] in der zusammengesetzten Bedeutung von Arznei- oder Heilpflanzen, etwa &amp;#039;&amp;#039;Valeriana officinalis&amp;#039;&amp;#039;, das ist [[Echter Arznei-Baldrian]] oder &amp;#039;&amp;#039;Salvia officinalis&amp;#039;&amp;#039;, der [[Echter Salbei|Echte Salbei]] beziehungsweise Heilsalbei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Druckwerkstatt ===&lt;br /&gt;
Ab Mitte des 15. Jahrhunderts betrieben auch die Buchdrucker der [[Inkunabel|Wiegendruckzeit]] eine &amp;#039;&amp;#039;officina&amp;#039;&amp;#039; oder eine &amp;#039;&amp;#039;officin&amp;#039;&amp;#039;, denn die Drucker waren nicht nur die Besitzer einer [[Druckerei|Druckwerkstatt]], sondern zugleich auch [[Verleger]] und [[Buchhändler]]. Mit zunehmender Spezialisierung von [[Autor]]schaft, [[Verlag]], [[Verlagsherstellung|Herstellung]] und [[Vertrieb]] von Büchern verschwand der Begriff zusammen mit dem von ihm bezeichneten Ort. Er findet heute vor allem in der Literatur zur [[Geschichte des Buchdrucks]] seine Verwendung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gleichwohl führten bis in die Gegenwart zuweilen Verlage oder Druckereien das Wort als modischen Begriff im Firmennamen: so zum Beispiel die [[Leipzig]]er &amp;#039;&amp;#039;Offizin Drugulin&amp;#039;&amp;#039;, die seit ihrer Enteignung 1953 unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;[[Offizin Andersen Nexö Leipzig]]&amp;#039;&amp;#039; firmierte ([[Insolvenz]] 2015), die &amp;#039;&amp;#039;[[Buchkunstbewegung#Die Entwicklung der Pressen|Officina Serpentis]]&amp;#039;&amp;#039;, die &amp;#039;&amp;#039;[[Buchkunstbewegung#Die Entwicklung der Pressen|Officina Bodoni]]&amp;#039;&amp;#039; oder die seit 1808 bestehende &amp;#039;&amp;#039;Offizin Scheufele&amp;#039;&amp;#039; in [[Stuttgart]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Münzstätte ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Zwei gleiche Solidi mit unterschiedlichen Offizin Buchstaben (Alpha bzw. Theta).jpg|mini|Zwei [[Solidus|Solidi]] des römischen Kaisers [[Flavius Honorius|Honorius]] (393 bis 423) geprägt in Konstantinopel in unterschiedlichen Offizinen ([[Alpha]] = 1. Offizin und [[Theta]] = 9. Offizin)]]&lt;br /&gt;
In der [[Numismatik]] wird der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Offizin&amp;#039;&amp;#039; auch als Synonym für eine (antike) [[Münzprägeanstalt|Münzstätte]] verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Friedrich von Schrötter (Numismatiker)|Friedrich von Schrötter]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Wörterbuch der Münzkunde.&amp;#039;&amp;#039; 2., unveränderte Auflage. de Gruyter, Berlin 1970, {{DNB|458690163}}, S. 471; 2. Auflage, 2. Reprint, ebenda 2012, ISBN 978-3-11-001227-9, [[doi:10.1515/9783110830552]].&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Offizinen versahen ihre Münzen meist mit einem Offizin-Zeichen, z.&amp;amp;nbsp;B. bei Prägungen des [[Solidus]] in [[Konstantinopel]] mit Buchstaben des [[Griechisches Alphabet|griechischen Alphabets]], so dass man sofort sehen konnte, wer für die Prägung verantwortlich war. Damit wurde der Gefahr von Betrügereien in den Offizinen begegnet, etwa der unrechtmäßigen Verminderung von Gewicht oder [[Feingehalt]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Andreas Urs Sommer]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Münzen des byzantinischen Reiches 491–1453.&amp;#039;&amp;#039; Mit einem Anhang: die Münzen des Kaiserreichs von Trapezunt. Zweite, strark vermehrte und revidierte Auflage 2023. Battenberg Verlag, Regenstauf 2023, ISBN 978-3-86646-240-3, Kapitel 9.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Michael Giesecke]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Der Buchdruck in der frühen Neuzeit]]. Eine historische Fallstudie über die Durchsetzung neuer Informations- und Kommunikationstechnologien.&amp;#039;&amp;#039; Suhrkamp, Frankfurt am Main 1991, ISBN 3-518-58003-5.&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang-Hagen Hein]]: &amp;#039;&amp;#039;Die deutsche Apotheke. Bilder aus ihrer Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; Deutscher Apotheker-Verlag, Stuttgart 1960, {{DNB|451917146}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Beinert (Grafiker)|Wolfgang Beinert]]: [https://www.typolexikon.de/prototypografen/ &amp;#039;&amp;#039;Prototypografen.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;typolexikon.de&amp;#039;&amp;#039;, (Erst- und Inkunabeldrucker mit eigener Offizin)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte des Buchdrucks]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pharmaziegeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Werkstatt (Gebäudeteil)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Felistoria</name></author>
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