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	<title>Offiziersbursche - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-31T20:58:32Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Offiziersbursche&amp;diff=2103428&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Phzh: Form, typo</title>
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		<updated>2026-04-24T15:35:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Form, typo&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Offiziersbursche.jpg|mini|Eine Karikatur aus dem [[Deutsch-Dänischer Krieg|Deutsch-Dänischen Krieg]]: „Ein marschmässig ausgerüsteter österreichischer Offiziersbursche“]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Offiziersburschen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (in Deutschland amtlich &amp;#039;&amp;#039;Offizierburschen&amp;#039;&amp;#039;) waren unter anderem im [[Deutsches Heer (Deutsches Kaiserreich)|Heer des deutschen Kaiserreichs]] [[Soldat]]en im aktiven Dienst, die den [[Offizier]]en aller Grade, Ärzten und [[Zahlmeister]]n zur persönlichen Bedienung überwiesen waren. Sie durften nicht [[Gefreiter|Gefreite]] sein. Jeder Offizier erhielt nur einen Offizierburschen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Meyers-1905 |Lemma=Offizierbursche |Band=14 |Seite= |SeiteBis= |zenoID=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Österreich-Ungarn]] wurden solche Bedienstete &amp;#039;&amp;#039;Offiziersdiener&amp;#039;&amp;#039; (intern unter den österreichischen Offizieren auch „Putzfleck“ oder „Pfeifendeckel“) genannt. Sie zählten nicht zu den [[Kombattant]]en, sondern waren zum Dienst ohne Waffe [[Rekrutierung|ausgehoben]]. Eine bekannte [[literarische Figur]], die so einen österreichischen Offiziersburschen verkörpert, ist der [[Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk|„brave Soldat Schwejk“]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Errichtung der [[Reichswehr]] in der [[Weimarer Republik]] hatte das Ende der Offiziersburschen in Deutschland zur Folge. Teile ihrer Aufgaben übernahmen die zum &amp;#039;&amp;#039;Aufwartungsdienst&amp;#039;&amp;#039; eingeteilten Soldaten.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Offizierbursche.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Der Große Brockhaus, 15. Auflage|Großer Brockhaus]]&amp;#039;&amp;#039;. Band 13, Leipzig 1932.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Bereits die Ritter des Mittelalters kannten den [[Schildknappe]]n als jemanden, der sich vom untersten Ende der militärischen Leiter hochzudienen hatte. Dieser entstammte jedoch dem Adel und war quasi ein Ritter in Ausbildung. Ihm oblag bspw. die Pflege der Waffen seines Herrn und Lehrmeisters, teilweise aber auch die Aufwartung bei Tisch, sofern letzteres nicht ein (Edel-)Page übernahm. Für die Ausführung von schmutzigen und körperlich anstrengenden Arbeiten waren dagegen einfache nichtadlige [[Waffenknecht|Knechte]] bestimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Herausbildung des frühmodernen Heerwesens erhielten die Angehörigen des neuen Offiziersstandes besondere Bedienstete. Teilweise waren dies von ihnen selbst zu entlohnende, private [[Diener|Leib-]] und [[Kammerdiener]], teilweise aber auch Soldaten, die aus der [[Kompanie (Militär)|Kompanie]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;kasse besoldet wurden. Dazu zählten die [[Trabant (Militär)|Trabanten]], die vor allem als Leibwächter fungierten, und mehr noch die sog. &amp;#039;&amp;#039;Leibschützen&amp;#039;&amp;#039;, die aus den hochherrschaftlichen [[Büchsenspanner]]n hervorgegangen waren. Ab Ende des 18. Jahrhunderts entwickelten sich zudem die ehemaligen Gehilfen der [[Fourier (Militär)|Fouriere]], die &amp;#039;&amp;#039;Fourierschützen&amp;#039;&amp;#039;, immer mehr zu bloßen Offiziersdienern, blieben aber, wie die Leibschützen und Trabanten, stets Soldaten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Pierer-1857 |Lemma=Fourier |Band=6 |Seite=445 |SeiteBis= |zenoID=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Adelung-1793 |Lemma=Büchsenspanner |Band=1 |Seite=1242 |zenoID=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Bichmann: &amp;#039;&amp;#039;Chronik des k. k. Infanterie-Regiments Nr. 62., dermalen Ludwig Prinz von Bayern von seiner Errichtung 1798 bis 1880&amp;#039;&amp;#039;. Wien 1880, S. 358.&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Angehörigen des Soldatenstandes waren die eigentlichen Offiziersburschen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufgaben ==&lt;br /&gt;
Im Deutschen Reich begann die Wehrpflicht mit 17 Jahren, der aktive Dienst mit dem vollendeten 20. Lebensjahr, und dauerte zwei Jahre bei der Infanterie und drei Jahre bei der Kavallerie.&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Der Offizier hat bekanntlich einen &amp;#039;&amp;#039;Burschen&amp;#039;&amp;#039;, das heißt einen Soldaten als Diener zu seiner persönlichen Verfügung. Soweit der betreffende Offizier dienstlich beritten ist, also vom Hauptmann an aufwärts, hat er deren sogar zwei. Der zweite hat lediglich auf das Pferd aufzupassen und es zu pflegen. [auch Reitbursche genannt, Anm. d. V.] Jeder Bursche muss ein Jahr an der Front dienen [gemeint ist der gewöhnliche militärische Drill, Anm. d. V.] und dient das zweite Jahr als Bursche. Ein Posten, der sehr gesucht ist. Diese Männer sind im Allgemeinen dienstfrei und werden nur dreimal in der Woche, entweder am Vormittag oder nachmittags &amp;#039;&amp;#039;herangezogen&amp;#039;&amp;#039;, damit sie nicht zu fett werden und nicht alles Gelernte wieder vergessen.&lt;br /&gt;
 |Autor=[[Hans Troebst]]&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;„Mal wieder der Junker“ – Band 1: Vom Eintritt in die Königlich-Preußische Armee bis zur Kriegsschule Engers (Ein Soldatenleben in 10 Bänden 1910–1923), S. 64.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegenüber dem Offizier, der sich seinen Burschen auswählte, bestand in der Regel ein Treueverhältnis bis hin zur Intimität. Erwartet wurde unbedingte Loyalität bis hin zur aufopferungsvollen Hingabe für den Dienstherrn. Die Regimentsgeschichten des 19. und des beginnenden 20. Jahrhunderts sind voll mit Berichten, in denen der Bursche seinen Herrn trotz Lebensgefahr nicht verlassen hat, bzw. beim Bergen des Dienstherrn selbst gefallen ist.&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Bursche zu sein ist eine besondere Vertrauensstellung. Nur wen der Hauptmann für besonders treu, zuverlässig, ordentlich, selbstständig und ehrlich hält, wird er zum Burschen bestimmen.&lt;br /&gt;
 |Autor=Major von Klaß&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;Der gute Kamerad. Ein Lern- und Lesebuch für den Dienstunterricht des deutschen Infanteristen, S. 90 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
Zu seinen täglichen Aufgaben gehörten das Reinigen und Pflegen von Uniform und Waffen, Besorgungs- und Botengänge, das tägliche [[Reiten (Pferd)|Reiten]] des Dienstpferdes, sofern der Offizier nicht dazu kam, das Reinigen des [[Pferdestall]]es und die [[Pferdepflege|Pflege]] und Fütterung des Tieres, das Bereitstellen des entsprechenden Anzuges für Paraden, Kirchgang oder Vorgesetzte, die Organisation des Tagesablaufes. Offiziersburschen bekleideten zwar die geringste Dienststellung innerhalb der Streitkräfte, hatten aber in ihrem Offizier einen potenten Fürsprecher und genossen daher auch eine gewisse Freiheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* 1880: &amp;#039;&amp;#039;[[Der Bursche und der Offizier]]&amp;#039;&amp;#039;, Kurzgeschichte von [[Wsewolod Michailowitsch Garschin|Wsewolod Garschin]]&lt;br /&gt;
* 1915: &amp;#039;&amp;#039;Der gute Kamerad&amp;#039;&amp;#039; von Major von Klaß (Hrsg.). Ein Lern- und Lesebuch für den Dienstunterricht des deutschen Infanteristen. Ausgabe für Bayern, 20. Auflage, Berlin 1915&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption ==&lt;br /&gt;
Berühmt geworden ist die Funktion des Burschen im k.u.k.-Heer des Ersten Weltkriegs durch die Titelfigur in [[Jaroslav Hašek]]s Kriegsroman &amp;#039;&amp;#039;[[Die Abenteuer des braven Soldaten Schwejk]]&amp;#039;&amp;#039; (1920–1923) und die darauf basierenden Theaterstücke und Verfilmungen. Im Film &amp;#039;&amp;#039;[[Kaisermanöver (Film)|Kaisermanöver]]&amp;#039;&amp;#039; von 1954 spielte [[Josef Meinrad]] einen „Pfeifendeckel“ genannten Offiziersdiener.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dienststellung (Militär)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fachbegriff (Militärwesen)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Phzh</name></author>
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