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	<title>Offene Volkswirtschaft - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T07:05:41Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Offene_Volkswirtschaft&amp;diff=121798&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Nina am 25. Dezember 2024 um 17:34 Uhr</title>
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		<updated>2024-12-25T17:34:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Eine &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;offene Volkswirtschaft&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist in der [[Makroökonomie]] dadurch gekennzeichnet, dass das [[Ausland]] in den [[Wirtschaftskreislauf]] einbezogen ist. Ohne Ausland kommt der Gegensatz [[geschlossene Volkswirtschaft]] aus.&lt;br /&gt;
Eine [[Volkswirtschaft]], die Beziehungen zum Ausland hat, nennt man offene Volkswirtschaft.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=HWDpBQAAQBAJ&amp;amp;pg=PA239&amp;amp;dq=Geschlossene+Volkswirtschaft&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwiSvqKe3J_1AhXDzaQKHX0tD0gQ6AF6BAgHEAE#v=onepage&amp;amp;q=Geschlossene%20Volkswirtschaft&amp;amp;f=false Wolfgang Cezanne, &amp;#039;&amp;#039;Allgemeine Volkswirtschaftslehre&amp;#039;&amp;#039;, 2005, S. 239]&amp;lt;/ref&amp;gt; In dieser stehen die inländischen [[Wirtschaftssubjekt]]e ([[Unternehmen]], [[Privathaushalt]]e und der [[Staat]]) nicht nur zueinander in Beziehung, sondern betreiben [[Außenhandel]] mit den im Ausland ansässigen Wirtschaftssubjekten. Die Wirtschaftssubjekte unterhalten außenwirtschaftliche Beziehungen zu den [[Devisenmarkt|Devisen-]], [[Geldmarkt|Geld-]], [[Gütermarkt|Güter-]], [[Kapitalmarkt|Kapital-]] und [[Kreditmarkt|Kreditmärkten]] sowie den [[Faktormarkt|Faktormärkten]] im Ausland.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=9CokBAAAQBAJ&amp;amp;pg=PA386&amp;amp;dq=offene+Volkswirtschaft+lexikon&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwij7caUla31AhUbSfEDHfiqBFgQ6AF6BAgDEAE#v=onepage&amp;amp;q=offene%20Volkswirtschaft%20lexikon&amp;amp;f=false Springer Fachmedien Wiesbaden (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Kompakt-Lexikon Wirtschaftstheorie&amp;#039;&amp;#039;, 2013, S. 297]&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese können durch [[Export]] und [[Import]] sowie [[Interbankenhandel]] genutzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Theorie]]n entstehen in den [[Wirtschaftswissenschaft]]en allgemein dadurch, dass [[Hypothese|Annahmen]] gemacht werden, unter denen ein [[Modell]] analysiert wird. Will man beispielsweise eine [[Geldtheorie]] aufstellen, so macht es zunächst Sinn, sämtliche aus dem Ausland stammenden oder in das Ausland führenden [[Zahlungsstrom|Zahlungsströme]] auszuklammern. Im Wege der abnehmenden [[Abstraktion]] kann dann auf diese Annahme verzichtet werden, wodurch sich das Modell der Wirklichkeit nähert. Auf diese Weise wird zunächst eine geschlossene Volkswirtschaft untersucht, um darauf aufbauend den Faktor „Ausland“ in der offenen Volkswirtschaft einzubeziehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grundlagen ==&lt;br /&gt;
In einer geschlossenen Volkswirtschaft entspricht das (nationale) [[Sparen]] &amp;lt;math&amp;gt;S&amp;lt;/math&amp;gt; den [[Investition]]en &amp;lt;math&amp;gt;I&amp;lt;/math&amp;gt;:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=GcnlvS5A07EC&amp;amp;pg=PA401&amp;amp;dq=Geschlossene+Volkswirtschaft&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwiSvqKe3J_1AhXDzaQKHX0tD0gQ6AF6BAgGEAE#v=onepage&amp;amp;q=Geschlossene%20Volkswirtschaft&amp;amp;f=false Paul R. Krugman/Maurice Obstfeld, &amp;#039;&amp;#039;Internationale Wirtschaft: Theorie und Politik der Außenwirtschaft&amp;#039;&amp;#039;, 2009, S. 400 ff.]&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;S = I&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Das Sparen ist derjenige Anteil an der [[Produktion]] (&amp;lt;math&amp;gt;Y&amp;lt;/math&amp;gt;), der nicht durch den [[Konsum]] der Unternehmen (&amp;lt;math&amp;gt;U&amp;lt;/math&amp;gt;), [[Privathaushalt|privaten]] (&amp;lt;math&amp;gt;C&amp;lt;/math&amp;gt;) und [[Öffentlicher Haushalt|öffentlichen Haushalte]] (&amp;lt;math&amp;gt;G&amp;lt;/math&amp;gt;) aufgebraucht wird:&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;S = Y - U - C - G&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
In einer offenen Volkswirtschaft dagegen wird der Faktor „Ausland“ durch Gegenüberstellung der Exporte (&amp;lt;math&amp;gt;EX&amp;lt;/math&amp;gt;) mit den Importen (&amp;lt;math&amp;gt;IM&amp;lt;/math&amp;gt;) als [[Saldo]] (&amp;lt;math&amp;gt;NX&amp;lt;/math&amp;gt;) errechnet, so dass folgende [[Nationaleinkommen]]sidentität besteht:&amp;lt;ref&amp;gt;Paul R. Krugman/Maurice Obstfeld, &amp;#039;&amp;#039;Internationale Wirtschaft: Theorie und Politik der Außenwirtschaft&amp;#039;&amp;#039;, 2009, S. 401&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;S = I + NX&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Für alle Wirtschaftssubjekte einer geschlossenen Volkswirtschaft gilt stets, dass das [[Geldvermögen]] „Null“ ist, weil jeder [[Forderung]] eines Wirtschaftssubjekts eine [[Verbindlichkeit]] in gleicher Höhe bei einem anderen Wirtschaftssubjekt gegenüber steht.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Cezanne, &amp;#039;&amp;#039;Allgemeine Volkswirtschaftslehre&amp;#039;&amp;#039;, 2005, S. 239&amp;lt;/ref&amp;gt; Daher entspricht das [[Reinvermögen]] ([[Volksvermögen]]) dem [[Sachvermögen]]. In einer offenen Volkswirtschaft dagegen entstehen Forderungen von [[Inländer]]n an [[Ausländer]]n (&amp;lt;math&amp;gt;F_A&amp;lt;/math&amp;gt;) und Verbindlichkeiten von Inländern gegenüber Ausländern (&amp;lt;math&amp;gt;V_A&amp;lt;/math&amp;gt;). Da die Forderungen und Verbindlichkeiten der Inländer untereinander gleich groß sind, gilt für das Geldvermögen einer offenen Volkswirtschaft (&amp;lt;math&amp;gt;GV_A&amp;lt;/math&amp;gt;):&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;GV_A = F_A - V_A&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Das Geldvermögen einer offenen Volkswirtschaft wird deshalb &amp;#039;&amp;#039;Auslandsposition&amp;#039;&amp;#039; genannt. Das Reinvermögen einer offenen Volkswirtschaft errechnet sich mithin aus dem Sachvermögen und der Auslandsposition.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang Cezanne, &amp;#039;&amp;#039;Allgemeine Volkswirtschaftslehre&amp;#039;&amp;#039;, 2005, S. 240&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Modell der offenen Volkswirtschaft gilt, dass die gesamtwirtschaftliche Nachfrage der Summe aus privatem Konsum, Investitionen, Staatsausgaben und Nettoexporten in einem bestimmten Zeitraum (meist ein Kalenderjahr) entspricht: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;Y^n = C + I + G + (EX - IM)&amp;lt;/math&amp;gt; (Produktionsverwendungsgleichung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierin sind &lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;NX = (EX - IM)&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
und&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;Y^n= Y&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
mit&lt;br /&gt;
* &amp;lt;math&amp;gt;Y^n&amp;lt;/math&amp;gt;: [[Gesamtwirtschaftliche Nachfrage]] ([[Volkseinkommen]] der Verwendungsseite),&lt;br /&gt;
* &amp;lt;math&amp;gt;Y&amp;lt;/math&amp;gt;: [[Gesamtwirtschaftliches Angebot]] (Volkseinkommen der Entstehungsseite),&lt;br /&gt;
* &amp;lt;math&amp;gt;C&amp;lt;/math&amp;gt;: [[Privater Konsum]],&lt;br /&gt;
* &amp;lt;math&amp;gt;I&amp;lt;/math&amp;gt;: [[Investition]]en,&lt;br /&gt;
* &amp;lt;math&amp;gt;G&amp;lt;/math&amp;gt;: [[Staatsausgaben]],&lt;br /&gt;
* &amp;lt;math&amp;gt;EX&amp;lt;/math&amp;gt;: [[Export]]e,&lt;br /&gt;
* &amp;lt;math&amp;gt;IM&amp;lt;/math&amp;gt;: [[Import]]e,&lt;br /&gt;
* &amp;lt;math&amp;gt;NX&amp;lt;/math&amp;gt;: Nettoexporte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Maß einer offenen Volkswirtschaft wird bestimmt durch den Anteil der Nettoexporte am Volkseinkommen:&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\frac{\left|EX-IM\right|}{Y^n}&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kleine offene Volkswirtschaft ==&lt;br /&gt;
Ein Spezialfall ist das Modell der kleinen offenen Volkswirtschaft, bei der das Ausland als [[Black Box (Systemtheorie)|„black box“]] betrachtet wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Martin Janssen, &amp;#039;&amp;#039;Ein monetäres Gesamtmodell für eine kleine offene Volkswirtschaft: Struktur und dynamische Eigenschaften&amp;#039;&amp;#039;, 1979, S. 18&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei wird das Ausland als ökonomisch komplexes System nicht analysiert, sondern lediglich seine Einwirkung auf das Inland betrachtet und dabei die [[Kapitalmobilität]] berücksichtigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Globalwirtschaftliche Aspekte ==&lt;br /&gt;
Wird die gesamte [[Welt]] als eine gemeinsame Volkswirtschaft begriffen ([[Weltwirtschaft]]), so wie das für die Berechnung des Weltwirtschaftswachstums praktiziert wird, liegt zwingend eine echte geschlossene Volkswirtschaft – als [[Weltmarkt]] – vor. Diese weltwirtschaftliche Betrachtung ist der größtmögliche [[Aggregation (Wirtschaft)|Aggregationsgrad]]. Da die Weltmarktintegration unvollständig ist, gibt es keinen wirklichen einheitlichen Weltmarkt und keine echten „Weltmarktpreise“.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=TrZhDwAAQBAJ&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;dq=Weltwirtschaft+lexikon&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;redir_esc=y#v=onepage&amp;amp;q=Weltwirtschaft%20lexikon&amp;amp;f=false Thomas Plümper, &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Internationalen Wirtschaftsbeziehungen&amp;#039;&amp;#039;, 1996, S. 396]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Welthandel]] wird durch [[Handelshemmnis]]se, [[Boykott]]e oder vereinzelte Autarkiebestrebungen bedroht, so dass international teilweise eine latente Neigung zu geschlossenen Volkswirtschaften besteht. Gerade [[Industriestaat]]en setzen auf einen hohen [[Selbstversorgungsgrad]] (etwa bei [[Agrarprodukt]]en oder [[Energieträger]]n) und hohen [[Versorgungsgrad]], die tendenziell Importe reduzieren und Exporte schwächen. Hierdurch soll die ([[monostruktur]]elle) Abhängigkeit vom Ausland reduziert werden wie die [[Lieferengpass|Lieferengpässe]] während der [[COVID-19-Pandemie]] gezeigt haben.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die internationalen Verflechtungen der Güter- und [[Finanzmarkt|Finanzmärkte]] sind derart intensiv, dass die anfänglich lokalen [[Finanzkrise]]n ([[Unternehmenskrise]]n, [[Bankenkrise]]n) über [[Contagion-Effekt]]e auf die Volkswirtschaft anderer Staaten übergreifen und dort zu wirtschaftlichen [[Schock (Volkswirtschaftslehre)|Schocks]] führen können.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Außenwirtschaftstheorie#Monetäre Außenwirtschaftstheorie|monetäre Außenwirtschaftstheorie]] untersucht unter anderem die [[Gesetz zur Förderung der Stabilität und des Wachstums der Wirtschaft|Stabilitätspolitik]] in offenen Volkswirtschaften,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=4wGIBwAAQBAJ&amp;amp;pg=PA384&amp;amp;dq=offene+Volkswirtschaft+lexikon&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=2ahUKEwij7caUla31AhUbSfEDHfiqBFgQ6AF6BAgEEAE#v=onepage&amp;amp;q=offene%20Volkswirtschaft%20lexikon&amp;amp;f=false Dirk Piekenbrock, &amp;#039;&amp;#039;Gabler Kompakt-Lexikon Volkswirtschaft&amp;#039;&amp;#039;, 2003, S. 384 ff.]&amp;lt;/ref&amp;gt; denn offene Volkswirtschaften müssen zusätzlich das [[Staatsziel]] des [[außenwirtschaftliches Gleichgewicht|außenwirtschaftlichen Gleichgewichts]] erfüllen. Das erschwert insbesondere die [[Geldpolitik]], denn die Theorie des [[Zahlungsbilanz]]ausgleichs besagt, dass beispielsweise eine Zinssenkung bei [[Kapitalmobilität|vollkommener Kapitalmobilität]] und [[Fester Wechselkurs|festem Wechselkurs]] nicht stattfinden kann.&amp;lt;ref&amp;gt;Dirk Piekenbrock, &amp;#039;&amp;#039;Gabler Kompakt-Lexikon Volkswirtschaft&amp;#039;&amp;#039;, 2003, S. 385&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4172486-0}}   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Außenwirtschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Makroökonomie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Volkswirtschaftslehre]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wirtschaftswissenschaft]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Nina</name></author>
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