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	<title>Odilo Burkart - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T12:20:57Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Odilo_Burkart&amp;diff=1546095&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Ch ivk: Subreferenzierung sowie die Literaturangabe mit allen Autoren und weiteren Infos komplettiert; Buchlink gekürzt</title>
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		<updated>2026-02-21T11:06:25Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Subreferenzierung sowie die Literaturangabe mit allen Autoren und weiteren Infos komplettiert; Buchlink gekürzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Odilo Burkart.jpg|miniatur|Odilo Burkart während des Flick-Prozesses am 23. April 1947]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Odilo Burkart&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[28. August]] [[1899]] in [[Riedlingen]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=Ig1nAAAAMAAJ&amp;amp;q=%22odilo+burkart%22+riedlingen&amp;amp;dq=%22odilo+burkart%22+riedlingen&amp;amp;hl=de&amp;amp;ei=kT5ETZjONJDzsgbyp-zKDg&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result &amp;quot;Trials of War Criminals Before the Nuernberg Military Tribunals Under Control Council Law No. 10, Nuremberg, October 1946-April, 1949: Case 5: U.S. v. Flick (Flick case)&amp;quot;, S.&amp;amp;nbsp;431]&amp;lt;/ref&amp;gt;; † [[29. April]] [[1979]] in [[München]]) war Generalbevollmächtigter bei [[Friedrich Flick]], [[Wehrwirtschaftsführer]] und Angeklagter im [[Flick-Prozess]] des [[Nürnberger Prozesse|Nürnberger Tribunals]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Biografie ==&lt;br /&gt;
Burkart entstammte einer Familie, die zum [[Politischer Katholizismus|politischen Katholizismus]] gezählt werden kann. Zwei seiner Schwestern wurden Ordensschwestern. Sein Taufpate [[Adolf Gröber]] zählte zu den bedeutenden [[Deutsche Zentrumspartei|Zentrumspolitikern]] in Deutschland. Weiterhin handelt es sich beim Maler [[Albert Burkart]] um einen Bruder von Odilo Burkart.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Abitur 1917 in Rottweil begann er sein Jurastudium in Tübingen und wurde aktives Mitglied der katholischen Studentenverbindung [[KStV Alamannia Tübingen|KStV Alamannia]] im [[Kartellverband|KV]]. Am Schluss des Krieges wurde er noch für sechs Monate zum Kriegsdienst eingezogen und konnte anschließend das Jurastudium fortsetzen. In Tübingen promovierte er zum Dr. iur. mit dem Thema &amp;#039;&amp;#039;Der Parlamentarismus in Württemberg&amp;#039;&amp;#039;. Danach studierte Burkart in Berlin und dann in München, auch dort wurde er jeweils Mitglied von Verbindungen des KV, in Berlin bei der Askania (jetzt [[KStV Askania-Burgundia Berlin|KStV Askania-Burgundia]]) und in München beim KStV Ottonia. In München wurde er 1922 zum Dr. rer. pol. promoviert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Burkart arbeitete nach seinem Studium als Kaufmann in Paruschewitz (Oberschlesien), das 1922 an Polen gefallen war. 1927 wurde er in Gleiwitz Leiter der [[volkswirtschaft]]lichen Abteilung in der &amp;#039;&amp;#039;Oberschlesischen Eisenindustrie AG&amp;#039;&amp;#039;, erhielt 1931 Prokura und wurde 1934 Verkaufsleiter.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bähr u.w.&amp;quot; details=&amp;quot;S. 187.&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1933 trat er in den [[Stahlhelm, Bund der Frontsoldaten|Stahlhelm]] ein und als dieser in die [[Sturmabteilung]] (SA) überführt wurde, erklärte er nach eigenen Angaben seinen Austritt, der 1936 genehmigt wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Jung&amp;quot; details=&amp;quot;S. 29.&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Burkart war verheiratet, aus der Ehe ging eine Tochter hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Flick-Konzern ==&lt;br /&gt;
Im April 1936 holte ihn Friedrich Flick in die Konzernzentrale nach Berlin und er wurde zum Nachfolger vom Vorstandsmitglied [[Hermann Terberger]] in den [[Mitteldeutsche Stahlwerke|Mitteldeutschen Stahlwerken]], der zur Maxhütte in den dortigen Vorstand wechselte. Burkart war bei Flick zuständig für die Stahlgruppe des Konzerns und die Rüstungserweiterung in diesem Bereich. Als [[Otto Steinbrinck]] 1938 aus dem Vorstand zurücktrat, wurde er stellvertretender Vorstandsvorsitzender bei Mittelstahl und übernahm dessen Zuständigkeitsbereich für Braunkohle.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bähr u.w.&amp;quot; details=&amp;quot;S. 187 ff.&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als Generalbevollmächtigter bei Flick war er zuständig für Eisen, Stahl und Braunkohle. Er handelte mit dem Oberst [[Hermann von Hanneken (General der Infanterie)|Hermann von Hanneken]], der für die Kontingentierung von Rohstahl von [[Hermann Göring]] eingesetzt wurde, einen Kompromiss aus, wodurch einerseits die Flick-Unternehmen mehr Stahl produzieren konnten, die Hanneken dringend für die Rüstungsproduktion benötigte. Andererseits durfte er mehr Stahl auswalzen und die Gewinnsituation der Flick-Betriebe wurde verbessert. Auf der Verbandsebene der Eisenwirtschaft blockte er Umverteilungen der Rohstahl-Kontingente zuungunsten von Flick erfolgreich ab.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bähr u.w.&amp;quot; details=&amp;quot;S. 275.&amp;quot; /&amp;gt; 1940 wurde er zum Wehrwirtschaftsführer ernannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zug um Zug wurde er zu einem der wichtigsten Führungskräfte von Flick und zog in Aufsichts- und Beiräte des Konzerns ein: [[Edelstahlwerk Freital|Sächsische Stahlwerke Döhlen]] ([[Freital]]), [[Anhaltische Kohlenwerke]], [[Hochofenwerk Lübeck]], Maxhütte, [[Rombacher Hüttenwerke]], [[Brandenburger Eisenwerke]] ([[Brandenburg an der Havel#Wirtschaft|Brandenburg an der Havel]]) und [[Spandauer Stahlindustrie]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bähr u.w.&amp;quot; details=&amp;quot;S. 289.&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nach 1945 ==&lt;br /&gt;
Nach dem Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] wurde er am 5. Dezember 1945 von den Sowjets verhaftet, diese ließen ihn jedoch wieder frei. Danach wurde Burkart vor ein amerikanisches Militärtribunal für seine angebliche Beteiligung am &amp;#039;&amp;#039;Sklavenarbeitsprogamm&amp;#039;&amp;#039; angeklagt&amp;lt;ref name=&amp;quot;Jung&amp;quot; details=&amp;quot;S. 54.&amp;quot; /&amp;gt; und am 22. Dezember 1947 freigesprochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sofort danach stellt er sich Friedrich Flick, der noch bis 1950 inhaftiert war, zur Verfügung.&lt;br /&gt;
1949 wurde er wieder Vorstandsmitglied in der Maxhütte und 1955 deren Vorstandsvorsitzender. Burkart gehörten die Alumetall GmbH und seit 1958 die [[Express Werke]] in [[Nürnberg]]. Als sich im Jahre 1959 die [[Auto Union GmbH]] entschied, ihre Zweiradproduktion zu verkaufen, erwarb er diese und vereinigte die Firmen [[Victoria (Motorrad)|Viktoria]], Express und [[DKW]] zur [[Zweirad Union]].&amp;lt;ref&amp;gt; {{Webarchiv|url=http://www.zweirad-union-mopeds.de/history.html |wayback=20090218234626 |text=zweirad-union-mopeds.de }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Burkart war nach dem Krieg lange Zeit Aufsichtsratsvorsitzender der Stahlwerke Südwestfalen AG in Siegen und bei der &amp;#039;&amp;#039;Vogtländischen Baumwollspinnerei&amp;#039;&amp;#039; in Hof. Er war ferner Mitglied im Präsidium der bayerischen Industrie, des [[Wittelsbacher Ausgleichsfonds]] und im Vorstand des [[Deutsches Museum|Deutschen Museums]].&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst Klee: &amp;#039;&amp;#039;Personenlexikon&amp;#039;&amp;#039;, S. 87.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
Burkart war Ehrenbürger von Riedlingen und Ehrensenator der Technischen Universität München. Ihm wurden das Große [[Bundesverdienstkreuz]] mit Stern, das [[Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich (1952)|Große Silberne Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.parlament.gv.at/PAKT/VHG/XXIV/AB/AB_10542/imfname_251156.pdf Aufstellung aller durch den Bundespräsidenten verliehenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ab 1952] (PDF; 6,6&amp;amp;nbsp;MB)&amp;lt;/ref&amp;gt;, die Große Staatsmedaille des Freistaats Bayern, der [[Bayerischer Verdienstorden|Bayerische Verdienstorden]] und der Päpstliche [[Silvesterorden]] verliehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Johannes Bähr (Historiker)|Johannes Bähr]], [[Axel Drecoll]], [[Bernhard Gotto]], [[Kim Christian Priemel]], [[Harald Wixforth]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Flick-Konzern im Dritten Reich.&amp;#039;&amp;#039; Oldenbourg Wissenschaftsverlag, Herausgegeben durch das [[Institut für Zeitgeschichte]] München-Berlin in Auftrag der [[Stiftung Preußischer Kulturbesitz]], Oldenbourg Verlag, München 2008, ISBN 978-3-486-58683-1.&lt;br /&gt;
* Susanne Jung: &amp;#039;&amp;#039;Die Rechtsprobleme der Nürnberger Prozesse. Dargestellt am Verfahren gegen Friedrich Flick&amp;#039;&amp;#039;. (= &amp;#039;&amp;#039;[[Beiträge zur Rechtsgeschichte des 20. Jahrhunderts]]&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 8.) Tübingen 1992, ISBN 3-16-145941-5. [https://books.google.de/books?id=Af1HxKrg7VoC&amp;amp;dq (books.google.de], teilweise verfügbar)&lt;br /&gt;
* [[Ernst Klee]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Das Personenlexikon zum Dritten Reich]]. Wer war was vor und nach 1945.&amp;#039;&amp;#039; S. Fischer Verlag GmbH, Frankfurt am Main 2003, ISBN 3-10-039309-0.&lt;br /&gt;
* Siegfried Koß in Siegfried Koß, Wolfgang Löhr (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Biographisches Lexikon des KV. 7. Teil&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Revocatio historiae.&amp;#039;&amp;#039; Band 9). Akadpress, Essen 2010, ISBN 978-3-939413-12-7, S. 33 f.&lt;br /&gt;
* museum-digital: baden-württemberg: [https://bawue.museum-digital.de/index.php?t=objekt&amp;amp;oges=18135 Porträtskizze von Odilo Burkart]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bähr u.w.&amp;quot;&amp;gt;Johannes Bähr, Axel Drecoll, Bernhard Gotto, Kim Christian Priemel, Harald Wixforth: &amp;#039;&amp;#039;Der Flick-Konzern im Dritten Reich&amp;#039;&amp;#039;. Herausgegeben durch das Institut für Zeitgeschichte München-Berlin im Auftrag der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, München 2008.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref name=&amp;quot;Jung&amp;quot;&amp;gt;Susanne Jung: &amp;#039;&amp;#039;Die Rechtsprobleme der Nürnberger Prozesse. Dargestellt am Verfahren gegen Friedrich Flick&amp;#039;&amp;#039;. (= &amp;#039;&amp;#039;[[Beiträge zur Rechtsgeschichte des 20. Jahrhunderts]]&amp;#039;&amp;#039;, Bd. 8.) Tübingen 1992, ISBN 3-16-145941-5.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;/references&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1012766535|VIAF=171724138}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Burkart, Odilo}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wehrwirtschaftsführer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Angeklagter in den Nürnberger Prozessen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (Montanindustrie)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmer (Rüstungsindustrie)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person im Ersten Weltkrieg (Deutsches Reich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied im Stahlhelm]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korporierter im KV]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrenbürger im Landkreis Biberach]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehrensenator der Technischen Universität München]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Bayerischen Verdienstordens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Großen Silbernen Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Großen Bundesverdienstkreuzes mit Stern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Silvesterordens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SA-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1899]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1979]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Burkart, Odilo&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Unternehmer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=28. August 1899&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Riedlingen]] oder [[Reutlingen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=29. April 1979&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[München]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Ch ivk</name></author>
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