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	<title>Odilo Braun - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T00:15:10Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Odilo_Braun&amp;diff=985799&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Kirchenfan: +Literatur und Ergänzungen daraus</title>
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		<updated>2025-12-05T20:42:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;+Literatur und Ergänzungen daraus&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Odilo Braun [[Dominikanerorden|OP]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[18. November]] [[1899]] in [[Danzig]] als &amp;#039;&amp;#039;Leo Stanislaus Braun&amp;#039;&amp;#039;; † [[9. August]] [[1981]] in [[Braunschweig]]) war ein [[Ordenspriester|Dominikanerpater]]. Von 1941 bis 1945 war er führendes Mitglied im „Ausschuß für Ordensangelegenheiten“ der [[Deutsche Bischofskonferenz#Fuldaer Bischofskonferenz|Fuldaer Bischofskonferenz]], einem der bedeutendsten katholischen Widerstandskreise gegen das nationalsozialistische Regime.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Leo Braun stammte aus einer kinderreichen Handwerkerfamilie; sein Vater war [[Schuhmacher]] und später als [[Küster]] in Danzig tätig. Er besuchte ab 1912 das städtische Gymnasium Danzig, musste es aber nach vier Jahren wieder verlassen, um zum Lebensunterhalt der Familie beizutragen. Er arbeitete auf der [[Kaiserliche Werft Danzig|Kaiserlichen Werft]] in Danzig im Werkstattbüro des U-Boot-Betriebes und leistete dort von 1916 bis 1918 auch seinen Kriegsdienst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Ende des Ersten Weltkrieges besuchte er von 1920 bis 1923 wiederum ein Gymnasium, begann aber 1923 eine kaufmännische Lehre im Reederei- und Speditionswesen. Er wurde später Leiter einer Zweigstelle in der Erwerbslosenfürsorge beim [[Senat der Freien Stadt Danzig]]. 1924 trat Braun, bisher Mitglied des [[Bund Neudeutschland|Bundes Neudeutschland]], den [[Normannsteiner]]n bei, einer progressiven Abspaltung des Bundes Neudeutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Odilo Braun trat am 22. Oktober 1926 dem [[Dominikaner]]orden bei und erhielt den [[Ordensname]]n &amp;#039;&amp;#039;Odilo&amp;#039;&amp;#039;. Nach einem Noviziat in Venlo studierte er ab 1928 Theologie in [[Walberberg]], Düsseldorf und Löwen (Belgien). Seine [[Feierliche Profess]] legte er am 23. Oktober 1930 ab. Am 24. Februar 1933 empfing er im Kölner Dom die [[Weihesakrament#Presbyterat|Priesterweihe]]. Er war als [[Volksmission]]ar tätig und übernahm ab 1936 die Leitung des &amp;#039;&amp;#039;Albertus-Magnus-Verlags&amp;#039;&amp;#039; in [[Vechta]] (Oldenburg), bis dieser von der [[Gestapo]] geschlossen wurde. Er war zudem Herausgeber der ordenseigenen Missionszeitschriften &amp;#039;&amp;#039;Der Apostel&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Marienpsalter&amp;#039;&amp;#039;. Wegen regimekritischer Bemerkungen wurde er 1937 verwarnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1938 wurde er Provinzsyndikus in Köln. 1940 wurde er in Nachfolge von [[Ansgar Sinnigen]] Generalsekretär der Superioren-Vereinigung (SV) in Berlin, eines Zusammenschlusses der höheren Oberen missionierender Orden. Er setzte 1941 deren Selbstauflösung durch, um einem Verbot zuvorzukommen. Im Untergrund wurde der „Ausschuss für Ordensangelegenheiten“ neu konstituiert, dem die Patres [[Augustin Rösch]]&amp;amp;nbsp;SJ, [[Lothar König (Jesuit)|Lothar König]]&amp;amp;nbsp;SJ, [[Laurentius Siemer]]&amp;amp;nbsp;OP, als Vertreter der Laien der Jurist [[Georg Angermaier]] sowie einige Mitglieder der Fuldaer Bischofskonferenz wie [[Konrad Graf von Preysing]] und [[Johann Baptist Dietz]] angehörten. Ein [[Hirtenbrief]], der insbesondere die Menschenrechtsverletzungen der NS-Diktatur ansprach, wurde durch das Veto des Kardinals [[Adolf Bertram]] verhindert; erst der „[[Dekalog-Hirtenbrief]]“ wurde 1943 verlesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Braun hatte, wie auch die anderen Ausschussmitglieder, Kontakt zu verschiedenen Widerstandskreisen. [[Josef Wirmer]] und [[Alfred Delp]] SJ stellte er seine Berliner Wohnung als Treffpunkt zur Verfügung. Braun beteiligte sich an einer „Denkschrift“, in der die deutschen Generäle zum militärischen Staatsstreich und zur Ausschaltung Hitlers aufgefordert wurden. Nach dem missglückten Juli-Attentat auf Hitler wurde er am 27. Oktober 1944 verhaftet und ins [[Zellengefängnis Lehrter Straße|Gestapogefängnis in der Lehrter Straße]] in Berlin verbracht. Trotz Folterungen konnte kein Geständnis erzwungen werden; er wurde am 12. Februar 1945 entlassen. Er nahm daraufhin eine Stelle als Gefängnisseelsorger in Berlin an, die er bis 1958 behielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf Empfehlung von Kardinal [[Konrad Graf von Preysing|Preysing]] wurde er von 1945 bis 1948 vom [[Alliierter Kontrollrat|Alliierten Kontrollrat]] als Vorsitzender von vier [[Spruchkammerverfahren|Entnazifizierungskommissionen]] eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1950 bis 1953 betreute er als Seelsorger beim [[Katholisches Notwerk Berlin|Katholischen Notwerk Berlin]] Flüchtlinge aus der [[Sowjetische Besatzungszone|Sowjetischen Besatzungszone]]. Ab 1953 betreute er das Flüchtlingslager in Berlin und von 1960 bis 1964 das Flüchtlingslager in [[Uelzen]]. In [[Holxen]] gründete er die katholische Pfarrgemeinde „Maria Rast“. 1976 baute er in [[Braunschweig]] ein Haus zur Resozialisierung Jugendlicher auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Odilo Braun war Kuratoriumsmitglied der Stiftung „[[Stiftung 20. Juli 1944|Hilfswerk 20. Juli 1944]]“. Er engagierte sich insbesondere für öffentliche Gedenkveranstaltungen und initiierte Jahresgottesdienste in der ehemaligen [[Gedenkstätte Plötzensee|Hinrichtungsstätte Plötzensee]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der größte Teil seines Nachlasses befindet sich im Archiv für Christlich-Demokratische Politik der Konrad-Adenauer-Stiftung Sankt Augustin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pater Odilo Braun war seit 1953 Mitglied der Katholischen Akademischen Verbindung [[KAV Suevia Berlin]] im [[Cartellverband der katholischen deutschen Studentenverbindungen|CV]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 9.&amp;amp;nbsp;August 1981 starb Pater Odilo Braun im Braunschweiger St.-Vinzenz-Krankenhaus. Sein Grab befindet sich bei den Grabstätten der Priester auf dem Katholischen Friedhof in Braunschweig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Antonia Leugers]]: &amp;#039;&amp;#039;Dominikaterpater Odilo Braun (1899–1981) im Widerstand gegen die NS-Diktatur.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Die Diözese Hildesheim in Vergangenheit und Gegenwart.&amp;#039;&amp;#039; Jahrbuch des Vereins für Geschichte und Kunst im Bistum Hildesheim, 67. Jahrgang, Hildesheim 1999, ISBN 3-7698-1256-5, S. 259–283.&lt;br /&gt;
* {{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20070613092722/http://www.bautz.de/bbkl/b/braun_o.shtml |band=17|spalten=171-175|autor=Elias H. Füllenbach|artikel=Braun, Odilo}}&lt;br /&gt;
* Ders., Odilo Braun OP (1899–1981), in: Wort und Antwort 62 (2021), S. 84–88. Vgl. https://www.academia.edu/80339047/Odilo_Braun_OP&lt;br /&gt;
* {{Literatur | Autor=Antonia Leugers | Titel=Gegen eine Mauer bischöflichen Schweigens. Der Ausschuss für Ordensangelegenheiten und seine Widerstandskonzeption 1941-1945 | Verlag=Knecht | Ort=Frankfurt/Main | Jahr=1996 | ISBN=3-7820-0746-8}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.dominikaner.de/webyep-system/programm/download.php?FILENAME=11-3-at-Datei.pdf&amp;amp;ORG_FILENAME=Braun_Odilo_OP.pdf  P. Odilo Braun OP und der „Ausschuss für Ordensangelegenheiten“] (PDF, 396 kB)&lt;br /&gt;
* [https://www.stiftung-20-juli-1944.de/suche?term=Odilo+Braun#reden Reden von Pater Odilo Braun zum 20. Juli 1981 in der Gedenkstätte Plötzensee (Berlin)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1030492123|VIAF=295873401}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Braun, Odilo}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dominikanerbruder]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholischer Geistlicher (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisch-katholische Kirche im Deutschen Reich 1933–1945]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Widerstand gegen den Nationalsozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NS-Opfer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Korporierter im CV]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1899]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1981]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Braun, Odilo&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Braun, Odilo OP; Braun, Leo Stanislaus (wirklicher Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Ordensgeistlicher und Widerstandskämpfer&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=18. November 1899&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Danzig]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=9. August 1981&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Braunschweig]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Kirchenfan</name></author>
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