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	<title>Odfried Hepp - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Str1977 am 11. April 2026 um 22:00 Uhr</title>
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		<updated>2026-04-11T22:00:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Odfried Herbert Hepp&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[18. April]] [[1958]] in [[Achern]]) ist ein ehemaliger deutscher [[Neonazi]], der zusammen mit [[Walter Kexel]] in der [[Rechtsterrorismus|rechtsterroristischen]] sogenannten „Hepp-Kexel-Gruppe“ 1982 mehrere Anschläge auf Einrichtungen und Angehörige der US-amerikanischen Streitkräfte und Banküberfälle in [[Deutschland]] verübte. Von 1982 bis 1985 war er [[inoffizieller Mitarbeiter]] der [[Ministerium für Staatssicherheit|DDR-Staatssicherheit]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Hepp wuchs in Achern auf. Nach der Scheidung der Eltern 1971 wuchs er beim Vater, einem [[Bauingenieur]], auf.&amp;lt;ref&amp;gt;Bernhard Rabert: &amp;#039;&amp;#039;Links- und Rechtsterrorismus in der Bundesrepublik Deutschland von 1970 bis heute.&amp;#039;&amp;#039; Bernard &amp;amp; Graefe, 1995, S. 290.&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine [[deutschgläubige Gemeinschaft]] war die politische Heimat seines Vaters, der den Jungen 1970 motivierte, als Zwölfjähriger dem [[Bund Heimattreuer Jugend]] beizutreten. Hier radikalisierte er sich bis zur nahezu völligen Identifikation mit Theorie und Praxis des [[Nationalsozialismus]]. Im Mai 1977 bestand er das Abitur und leistete danach seinen [[Wehrpflicht in Deutschland|Wehrdienst]] in [[Nagold]] ab. Währenddessen wechselte er zur [[Wiking-Jugend]] (WJ) über.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Backes/Jesse&amp;quot;&amp;gt;Uwe Backes, [[Eckhard Jesse]]: &amp;#039;&amp;#039;Politischer Extremismus in der Bundesrepublik Deutschland.&amp;#039;&amp;#039; Propyläen, 1993, S. 304.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit anderen Mitgliedern der WJ gründete er 1978 eine Wehrsportgruppe nach dem Vorbild der [[Wehrsportgruppe Hoffmann]]. Diese &amp;#039;&amp;#039;Wehrsportgruppe Schlageter&amp;#039;&amp;#039; hatte Stützpunkte in Achern, [[Appenweier]], [[Renchen]], [[Offenburg]] und [[Karlsruhe]].&amp;lt;ref&amp;gt;Peter Dudek: &amp;#039;&amp;#039;Jugendliche Rechtsextremisten: zwischen Hakenkreuz und Odalsrune 1945 bis heute.&amp;#039;&amp;#039; Bund-Verlag, 1985, S. 138.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seinem Wehrdienst schrieb sich Hepp im Wintersemester 1978/1979 an der Technischen Hochschule in Karlsruhe für das Fach Bauingenieurwesen ein; er brach das Studium nach zwei Semestern ab. Am 17. März 1979 wurde er zum Führer des WJ „Horst Ortenau“ ernannt. Im Juni 1979 avancierte er zum WJ-Gauführer des „Gau Schwaben“. Wegen „zusammenhängender Straftaten“ der „Wehrsportgruppe Schlageter“, unter anderem der Verbreitung einer Druckschrift von [[Robert Faurisson]] &amp;#039;&amp;#039;[[Holocaustleugnung|Es gab keine Gaskammern]]&amp;#039;&amp;#039; sowie Banküberfällen und Anschlägen auf Autos von US-Soldaten, wurde Hepp von September 1979 bis Februar 1980 in [[Untersuchungshaft (Deutschland)|Untersuchungshaft]] genommen.&amp;lt;ref&amp;gt;Uwe Backes, Eckhard Jesse: &amp;#039;&amp;#039;Politischer Extremismus in der Bundesrepublik Deutschland: Dokumentation.&amp;#039;&amp;#039; Band 3. Verlag Wissenschaft und Politik, 1989, S. 294.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wehrsportgruppe Hoffmann ===&lt;br /&gt;
Nach seiner Entlassung aus der Untersuchungshaft wohnte Hepp zusammen mit [[Frank Schubert (Terrorist)|Frank Schubert]] von der  [[Volkssozialistische Bewegung Deutschlands / Partei der Arbeit|Volkssozialistischen Bewegung Deutschlands]] (VSBD) bei [[Ursula und Curt Müller]] in Mainz.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Neonazis: „Thors Hammer“ im Libanon.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Der Spiegel]],&amp;#039;&amp;#039; Nr. 4/1981, S.&amp;amp;nbsp;69f. ([http://magazin.spiegel.de/EpubDelivery/spiegel/pdf/14318834 Online]).&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Frühjahr 1980 nahm er Kontakt zu [[Karl-Heinz Hoffmann (Rechtsextremist)|Karl-Heinz Hoffmann]], dem Gründer der gleichnamigen Wehrsportgruppe, auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ARTE&amp;quot;&amp;gt;ARTE-Dokumentation &amp;#039;&amp;#039;Der „Rebell“ – „Unsere Stunde die wird kommen!“ Odfried Hepp – Nationalsozialisten im Netz der Geheimdienste.&amp;#039;&amp;#039; 7. November 2005, Minute 21:15 und 1:03:36&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund einer anstehenden Hauptverhandlung zur Wehrsportgruppe Schlageter und um den Strafverfolgungsbehörden in Deutschland zu entfliehen, setzte sich Hepp zusammen mit seinen Komplizen Peter Hamberger, Steffen Dupper und [[Kay Uwe Bergmann]] am 27. Juli 1980 in den [[Libanon]] ab, um sich dort mit der Wehrsportgruppe Hoffmann zu vereinigen. Hepp und seine Begleiter gaben an, von Juli bis September 1980 in einem [[PLO]]-Lager in der Nähe von [[Sidon]] gewesen zu sein.&amp;lt;ref&amp;gt;Erich Schmidt-Eenboom, Ulrich Stoll: &amp;#039;&amp;#039;Die Partisanen der NATO: Stay-Behind-Organisationen in Deutschland 1946–1991.&amp;#039;&amp;#039; Ch. Links Verlag, 2016, S. 252.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im September 1980 beschloss die Gruppe die Rückkehr nach Deutschland. Über die Gründe gibt es bis heute widersprüchliche Angaben.&amp;lt;ref&amp;gt;Rainer Fromm schreibt auf Seite 468 seiner Dissertation &amp;#039;&amp;#039;Die „Wehrsportgruppe Hoffmann“: Darstellung, Analyse und Einordnung: ein Beitrag zur Geschichte des deutschen und europäischen Rechtsextremismus.&amp;#039;&amp;#039; Lang 1998: „Seine Versuche, die Abenteurer der Hoffmann-Truppe politisch neonazistisch zu beeinflussen scheitern, woraufhin er mit seinen drei Begleitern nach Deutschland zurück möchte.“ – Erich Schmidt-Eenboom, Ulrich Stoll, auf Seite 254 in der 2016 überarbeiteten Ausgabe ihres Buches &amp;#039;&amp;#039;Die Partisanen der NATO: Stay-Behind-Organisationen in Deutschland 1946–1991:&amp;#039;&amp;#039; „Dass sie aufgrund der sadistischen Ausbildung bei der PLO zur christlichen Phalange geflüchtet waren, teilten die vier nicht mit.“&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 22. September 1980 wurden Hepp, Hamberger, Dupper und Bergmann in der deutschen Botschaft in Beirut vorstellig. Am 24. September wurden sie auf dem Weg zum Flughafen von einem Kommando entführt. Bis heute ist unbekannt, wer Hepps Gruppe entführte und tagelang folterte. Die PLO und die [[Kata’ib|Phalange]] bezichtigten sich damals gegenseitig; bis heute halten sich Spekulationen, dass die Entführung vorgetäuscht war.&amp;lt;ref&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;Neonazis: „Thors Hammer“ im Libanon.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Der Spiegel,&amp;#039;&amp;#039; Nr. 4/1981, S.&amp;amp;nbsp;74, 76, 78 ([http://magazin.spiegel.de/EpubDelivery/spiegel/pdf/14318834 Online]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Erich Schmidt-Eenboom, Ulrich Stoll: &amp;#039;&amp;#039;Die Partisanen der NATO: Stay-Behind-Organisationen in Deutschland 1946–1991.&amp;#039;&amp;#039; Ch. Links Verlag, 2016, S. 253.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem misslungenen Versuch, den Libanon zu verlassen, schaffte es Hepp erst 1981, nach Deutschland zurückzukehren. Am 15. Juni 1981 meldeten sich Hepp, Hamberger und Hans-Peter Fraas in der deutschen Botschaft in Beirut und machten gegenüber dem [[Bundeskriminalamt (Deutschland)|Bundeskriminalamt]] umfangreiche Aussagen über Hoffmanns Libanon-Aktivitäten.&amp;lt;ref&amp;gt;Rainer Fromm: &amp;#039;&amp;#039;Die „Wehrsportgruppe Hoffmann“: Darstellung, Analyse und Einordnung: ein Beitrag zur Geschichte des deutschen und europäischen Rechtsextremismus.&amp;#039;&amp;#039; Lang, 1998, S. 455.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Gruppe flog am selben Tag nach Deutschland, Hepp wurde am [[Flughafen Frankfurt]] noch im Flugzeug verhaftet. Er wurde zu einer [[Freiheitsstrafe (Deutschland)|Freiheitsstrafe]] von 16 Monaten verurteilt und am 15. Dezember 1981 ohne Angabe von Gründen vorzeitig entlassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== „Hepp-Kexel-Gruppe“ und IM-Tätigkeit ===&lt;br /&gt;
Im Februar 1982 fuhr Hepp nach [[Ost-Berlin]] und diente sich dem [[Ministerium für Staatssicherheit]] (MfS) an. Das MfS war zunächst skeptisch eingestellt. Unter dem vorläufigen Tarnnamen „Adler II“ und anschließend als [[Inoffizieller Mitarbeiter]] „Friedrich“ avancierte Hepp ab 1982 innerhalb kurzer Zeit zum wichtigsten Informanten über die Neonaziszene der Bundesrepublik.&amp;lt;ref name=&amp;quot;spiegel91&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle&lt;br /&gt;
| url=http://magazin.spiegel.de/EpubDelivery/spiegel/pdf/13491897&lt;br /&gt;
| titel=Du bist jetzt einer von uns. Die Stasi-Karriere des westdeutschen Neonazis Odfried Hepp&lt;br /&gt;
| werk=Der Spiegel&lt;br /&gt;
| datum=1991-11-18&lt;br /&gt;
| abruf=2015-02-19&lt;br /&gt;
| kommentar=Ausgabe 47/1991 im Archiv&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;ARTE&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Haftentlassung im Dezember 1981 hatte Hepp s´das VSBD-Mitglied [[Walter Kexel]] kennengelernt. Mit ihm bildete er im Dezember 1981 in [[Frankfurt am Main]] den Kern der „Hepp-Kexel-Gruppe“,&amp;lt;ref&amp;gt;Sebastian Gräfe: &amp;#039;&amp;#039;Rechtsterrorismus in der Bundesrepublik Deutschland: Zwischen erlebnisorientierten Jugendlichen, „Feierabendterroristen“ und klandestinen Untergrundzellen.&amp;#039;&amp;#039; Nomos, 2017, S. 142.&amp;lt;/ref&amp;gt; die sich im Herbst 1982 formierte und zuletzt sechs Mitglieder hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;Sebastian Gräfe: &amp;#039;&amp;#039;Rechtsterrorismus in der Bundesrepublik Deutschland: Zwischen erlebnisorientierten Jugendlichen, „Feierabendterroristen“ und klandestinen Untergrundzellen.&amp;#039;&amp;#039; Nomos, 2017, S. 147.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Finanzierung ihres Lebens im Untergrund und ihrer Aktionen erfolgte überwiegend durch fünf von April bis Dezember 1982 begangene [[Bankraub|Banküberfälle]],&amp;lt;ref&amp;gt;Sebastian Gräfe: &amp;#039;&amp;#039;Rechtsterrorismus in der Bundesrepublik Deutschland: Zwischen erlebnisorientierten Jugendlichen, „Feierabendterroristen“ und klandestinen Untergrundzellen.&amp;#039;&amp;#039; Nomos, 2017, S. 150.&amp;lt;/ref&amp;gt; bei denen sie insgesamt 630.000&amp;amp;nbsp;DM erbeuteten.&amp;lt;ref&amp;gt;Verfassungsschutzbericht 1985, S. 183&amp;lt;/ref&amp;gt; Von Oktober bis Dezember 1982 verübte die Gruppe im [[Rhein-Main-Gebiet]] mindestens elf Sprengstoffanschläge auf US-amerikanische Soldaten und Einrichtungen.&amp;lt;ref&amp;gt;Sebastian Gräfe: &amp;#039;&amp;#039;Rechtsterrorismus in der Bundesrepublik Deutschland: Zwischen erlebnisorientierten Jugendlichen, „Feierabendterroristen“ und klandestinen Untergrundzellen.&amp;#039;&amp;#039; Nomos, 2017, S. 150ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hepp war der intellektuelle Kopf der „Hepp-Kexel-Gruppe“. Diese vertrat einen als [[Antiimperialismus]] verkleideten [[Antiamerikanismus]] und [[Antisemitismus]] und gilt als Beispiel für eine der wenigen deutschen rechtsterroristischen Gruppen mit einem formal begründeten Ansatz, der auf volkssozialistische Ideen der [[Gregor Strasser|Gebrüder Strasser]] und [[Ernst Niekisch]] zurückgeht.&amp;lt;ref&amp;gt;Sebastian Gräfe: &amp;#039;&amp;#039;Rechtsterrorismus in der Bundesrepublik Deutschland: Zwischen erlebnisorientierten Jugendlichen, „Feierabendterroristen“ und klandestinen Untergrundzellen.&amp;#039;&amp;#039; Nomos, 2017, S. 145f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bevor die Gruppe in den Untergrund ging, hatten Hepp und Kexel am 30. Juni 1982 die programmatische Schrift mit dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Der Abschied vom Hitlerismus&amp;#039;&amp;#039; verfasst, die unter anderem in der &amp;#039;&amp;#039;[[Die tageszeitung|taz]]&amp;#039;&amp;#039; veröffentlicht wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Sebastian Gräfe: &amp;#039;&amp;#039;Rechtsterrorismus in der Bundesrepublik Deutschland: Zwischen erlebnisorientierten Jugendlichen, „Feierabendterroristen“ und klandestinen Untergrundzellen.&amp;#039;&amp;#039; Nomos, 2017, S. 153.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dort propagierten sie einen [[nationalrevolutionär]]en, antiimperialistischen „Befreiungskampf“, um Deutschland von der [[Amerikanische Besatzungszone|amerikanischen „Besatzung“]] zu befreien.&amp;lt;ref&amp;gt;Gideon Botsch: &amp;#039;&amp;#039;Die extreme Rechte.&amp;#039;&amp;#039; [[Bundeszentrale für politische Bildung]] BpB, Bonn 2012, ISBN 978-3-8389-0283-8, S. 83.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Februar 1983 wurden drei Mitglieder der Gruppe in Frankfurt festgenommen. Kexel und ein weiteres Mitglied wurden im gleichen Monat in England verhaftet. Hepp, der vorher nach West-Berlin umgezogen war, konnte sich am 19. Februar 1983 der Festnahme durch die Berliner Polizei durch die Flucht nach Ost-Berlin entziehen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;spiegel91&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Flucht mit Hilfe der DDR-Staatssicherheit ===&lt;br /&gt;
Während der Fahndung nach ihm durch [[Interpol]] tauchte Hepp für einige Monate in der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] unter. Das [[Ministerium für Staatssicherheit]] ließ ihn an zwei verschiedenen Orten unterbringen. In einem, dem MfS-Ausbildungslager „Objekt 74“, dem &amp;#039;&amp;#039;Forsthaus An der Flut&amp;#039;&amp;#039; bei [[Briesen (Mark)|Briesen]], waren vorher Terroristen der [[Rote Armee Fraktion|RAF]] beherbergt worden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;spiegel91&amp;quot; /&amp;gt; Im Gegenzug vervollständigte Hepp das Wissen des MfS über die rechtsextreme Szene der Bundesrepublik. Aufgrund des Risikos und der hohen Kosten von Hepps Überwachung mit zeitweilig 15 MfS-Mitarbeitern besorgte man ihm einen falschen bundesrepublikanischen Pass&amp;lt;ref name=&amp;quot;FAZ&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle&lt;br /&gt;
| url=http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/kino/fernsehen-ein-links-rechts-terrorist-packt-aus-der-rebell-bei-arte-1279122.html&lt;br /&gt;
| titel=Ein Links-rechts-Terrorist packt aus: „Der Rebell“ bei Arte&lt;br /&gt;
| werk=FAZ&lt;br /&gt;
| datum=7. November 2005&lt;br /&gt;
| abruf=2015-02-19&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und ließ ihn am 27. Juli 1983 nach [[Damaskus]] ausfliegen. Dort sollte er Arabisch lernen, eine bürgerliche Existenz aufbauen und auf Aufträge warten, die jedoch ausblieben. Silvester 1983 machte sich Hepp vom MfS selbstständig und flog nach [[Tunesien]], wo er Kontakt mit der [[Palästinenser|palästinensischen]] Terrorgruppe [[Palästinensische Befreiungsfront|PLF]] aufnahm.&amp;lt;ref name=&amp;quot;spiegel91&amp;quot; /&amp;gt; Er stieg dort schnell in den inneren Kreis auf und sollte für die PLF ein Netzwerk von Waffendepots in Europa anlegen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ARTE2&amp;quot;&amp;gt;ARTE-Dokumentation &amp;#039;&amp;#039;Der „Rebell“ – „Unsere Stunde die wird kommen!“ Odfried Hepp – Nationalsozialisten im Netz der Geheimdienste.&amp;#039;&amp;#039; 7. November 2005, ab Minute 1:19:56 bis 1:29:40&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 21. Mai 1984 zog er von Tunis nach [[Marseille]] und lebte dort eine Weile. Der Kontakt zum MfS wurde durch einige Treffen in Budapest aufrechterhalten, bei denen Hepp Informationen zu den palästinensischen Terrorgruppen lieferte. Das MfS unterstützte ihn jedoch nicht mehr logistisch. Als er sich am 8. April 1985 selbst einen neuen Pass besorgen wollte, wurde er von französischen Sicherheitskräften in Paris festgenommen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;ARTE2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verurteilung ===&lt;br /&gt;
Nach der Festnahme 1985 in Paris wurde Hepp zu zwei Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. Im Februar 1987 wurde er an die Bundesrepublik Deutschland [[Auslieferung (Recht)|ausgeliefert]] und am 27. Oktober 1987 zu weiteren zehneinhalb Jahren Freiheitsstrafe verurteilt. Im Zug des [[Strafprozess (Deutschland)|Strafprozesses]] sagte er umfassend, teilweise als [[Kronzeuge]], gegen ehemalige Kameraden aus der neonazistisch-terroristischen Szene aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nach der Haft ===&lt;br /&gt;
Im Dezember 1993 wurde Hepp aus dem Strafvollzug entlassen. Er studierte danach am „Fachbereich Angewandte Sprach- und Kulturwissenschaften“ der [[Johannes Gutenberg-Universität Mainz]] in Germersheim [[Arabische Sprache|Arabisch]] und [[Französische Sprache|Französisch]] und legte im April 2000 seine [[Diplom]]prüfung ab. Seine Diplomarbeit schrieb er zum Thema &amp;#039;&amp;#039;Das marokkanische Aktiengesellschaftsrecht. Terminologie und Hintergrund&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle&lt;br /&gt;
| hrsg=[[Johannes Gutenberg-Universität Mainz|Universität Mainz]]&lt;br /&gt;
| url=http://www.fask.uni-mainz.de/ze/bibl/diplomarbeitenliste.txt&lt;br /&gt;
| format=txt&lt;br /&gt;
| titel=Diplomarbeitenliste&lt;br /&gt;
| archiv-url=https://web.archive.org/web/20040918114826/http://www.fask.uni-mainz.de/ze/bibl/diplomarbeitenliste.txt&lt;br /&gt;
| archiv-datum=2004-09-18&lt;br /&gt;
| abruf=2015-02-19&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit dem Jahr 2000 arbeitet er als [[Übersetzer|Fachübersetzer]] für Französisch und Arabisch. 2006 stellte er sich für den Dokumentarfilm &amp;#039;&amp;#039;[[Der Rebell (2006)|Der Rebell]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Jan Peter (Regisseur)|Jan Peter]] zur Verfügung. 2021 schenkte er seinen Nachlass dem [[Generallandesarchiv Karlsruhe]].&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Archivnachrichten. Landesarchiv Baden-Württemberg&amp;#039;&amp;#039;. Nr. 64, März 2022, S. 60 ([[doi:10.53458/an.vi64.3998|online]]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur und Medien ==&lt;br /&gt;
* [[Uwe Backes]]: &amp;#039;&amp;#039;Terroristen-Biographien: Odfried Hepp.&amp;#039;&amp;#039; In: Ders.: &amp;#039;&amp;#039;Bleierne Jahre: Baader-Meinhof und danach&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Reihe Extremismus und Demokratie&amp;#039;&amp;#039;, 1). Straube, Erlangen 1991, ISBN 3-927491-36-5, S. 155 ff.&lt;br /&gt;
* [[Yury Winterberg]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Rebell: Odfried Hepp – Neonazi, Terrorist, Aussteiger.&amp;#039;&amp;#039; Gustav Lübbe Verlag, Bergisch Gladbach 2004, ISBN 3-7857-2160-9.&lt;br /&gt;
* Bernhard Blumenau: &amp;#039;&amp;#039;Unholy alliance: The connection between the East German Stasi and the right-wing terrorist Odfried Hepp&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Studies in Conflict &amp;amp; Terrorism.&amp;#039;&amp;#039;) Taylor &amp;amp; Francis, Mai 2018 {{ISSN|1057-610X}} [[DOI:10.1080/1057610X.2018.1471969]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=Heike Hupertz |url=https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/kino/fernsehen-ein-links-rechts-terrorist-packt-aus-der-rebell-bei-arte-1279122.html |titel=Fernsehen: Ein Links-rechts-Terrorist packt aus: „Der Rebell“ bei Arte |werk=[[Frankfurter Allgemeine Zeitung|FAZ.net]] |datum=2005-11-07 |abruf=2021-05-10 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=[[Jan Peter (Regisseur)|Jan Peter]], [[Yury Winterberg]] |url=https://www.youtube.com/watch?v=7Qo9WRz1lis&amp;amp;list=PLC5600E7F2894FFE9 |titel=Neonazi und Stasi-Informant 1 |werk=Der „Rebell“ – Neonazi, Terrorist, Aussteiger |hrsg=[[Arte]] |datum=2005 |format=10-teiliges Video auf YouTube; 93:20&amp;amp;nbsp;Minuten |abruf=2021-05-10 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |autor=Daniel Drepper |url=https://www.waz.de/region/article7631727/wie-odfried-hepp-zum-terroristen-wurde.html |titel=Wie Odfried Hepp zum Terroristen wurde |werk=Westdeutsche Allgemeine Zeitung |hrsg=Funke Mediengruppe |datum=2013-02-18 |abruf=2021-05-10 |sprache=de}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=129690864|LCCN=no2005005622|VIAF=24325029}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Hepp, Odfried}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtsterrorismus in Deutschland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Wehrsportgruppe Hoffmann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Inoffizieller Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verurteilte Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bankräuber]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Wiking-Jugend]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1958]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freibund-Mitglied]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Hepp, Odfried&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Hepp, Odfried Herbert (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher rechtsextremer Terrorist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=18. April 1958&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Achern]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Str1977</name></author>
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