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	<title>Odenwald-Quarz - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-22T07:57:48Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Odenwald-Quarz&amp;diff=2014949&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Kallewirsch: /* Namen */ BKL ers.</title>
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		<updated>2025-07-13T15:44:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Namen: &lt;/span&gt; BKL ers.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Odenwald-Grabstein.jpg|mini|Nahezu auf jedem Friedhof der alten Bundesrepublik befinden sich Grabsteine aus Odenwald-Quarz]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Odenwald-Quarz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird in der Nähe der Ortschaft [[Reichenbach (Lautertal)|Reichenbach]] im [[Odenwald]] an der [[Bergstraße]] im Odenwald in [[Steinbruch|Steinbrüchen]] abgebaut. Der historisch bekannteste Abbauort am Hügel Borstein steht zum Teil nach Einstellung des Abbaus  unter Naturschutz. Durch das Quarzwerk Reichenbach und zwei anderen Betrieben wird die Gewinnung weiterhin an anderen Stellen fortgesetzt. Solche befinden sich am Borstein, [[Hohenstein (Reichenbach)|Hohenstein]] und Katzenstein. Es gibt insgesamt fünf [[Gang (Geologie)|Hauptgänge]] dieses in Deutschland farbenreichsten Gesteinsvorkommens, das als [[Werkstein|Natursteinwerkstein]] gehandelt wird.&amp;lt;ref name=&amp;#039;INSK kompakt&amp;#039;&amp;gt;[[Friedrich Müller (Gesteinskundler)|Friedrich Müller]], Reinhard Kögler (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Internationale Naturstein-Kartei – kompakt, Blatt 98.1 Odenwald-Quarz.&amp;#039;&amp;#039; Ebner Verlag, Ulm 1997– (Fortsetzungswerk).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=insk /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Namen ==&lt;br /&gt;
Aufgrund der Vielfalt des Odenwald-Quarzes gibt es zahlreiche Handelsnamen, entweder aufgrund regionaler Bezüge wie Reichenbacher-Quarz und Borstein-Quarz oder auch [[Gesteinskunde|gesteinskundlich]] falsche Bezeichnungen wie «Odenwald-Quarzit», «Rosenquarzit» oder «[[Rosenquarz]]» benannt. Ein extrem dunkelbrauner Typ des Odenwald-Quarz, der bei [[Balzenbach (Hemsbach)|Balzenbach]] gefunden wurde, bildete partiell spitz aufeinander zulaufende zähneartige Texturen und wird &amp;#039;&amp;#039;Odenwald Tigré&amp;#039;&amp;#039; genannt.&amp;lt;ref name=insk /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorkommen ==&lt;br /&gt;
Es handelt sich um kleine regional begrenzte Vorkommen. Die fünf Hauptgänge im Odenwald verlaufen von [[Auerbach (Bensheim)|Auerbach]] über [[Lautertal (Odenwald)|Reichenbach]] bis [[Reichelsheim (Odenwald)|Reichelsheim]], [[Gronau (Bensheim)|Gronau]] bis [[Knoden]], [[Heppenheim (Bergstraße)|Heppenheim]] und [[Fürth]], [[Laudenbach (Bergstraße)|Laudenbach]] bis [[Rimbach (Odenwald)|Rimbach]] und von [[Hemsbach]] bis [[Mörlenbach]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;insk&amp;quot;&amp;gt; Müller: Natursteinkartei (siehe Literatur)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das nördliche Quarz-Vorkommen tritt bei Reichenbach am Borstein und am Felsberg unweit des Parkplatzes Hohenstein an die Oberfläche. Der Gesteinsabbau dieses Quarz-Vorkommens erfolgt in kleinteiligen Rohsteinen, deshalb sind großformatige Objekte nicht herstellbar. Im Gelände sind Quarzgänge aufgrund ihrer Beständigkeit oft freigewittert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben den fünf Hauptgängen dieses Vorkommens, die 5 bis 30 Meter breit sind, gibt es zahllose kleine und kleinste Gänge, die keine Umwandlung durchliefen. Die Quarze der fünf Hauptgänge haben unterschiedliche Farbe, Struktur und Umwandlungsgrad. Heute hat lediglich der nördlichste Gang noch wirtschaftliche Bedeutung.&amp;lt;ref name=insk /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Quarz&amp;quot;&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.quarz-schneider.de/quarz_info.htm | wayback=20050310203945 | text=Information eines Steinbruchbetreibers}}. Abgerufen am 7. Juli 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geologie ==&lt;br /&gt;
=== Übersicht ===&lt;br /&gt;
Dieses Quarzvorkommen kommt als Gangquarz vor. Es entstand aus Schwerspat ([[Baryt]]) in die später Lösungen von [[Quarz]] eindrangen und diesen ersetzen (Quarzanteil &amp;gt; 95 %&amp;lt;ref name=&amp;#039;IFS 2008&amp;#039;&amp;gt;Dirk Scheuvens: &amp;#039;&amp;#039;Gesteine, Steinbrüche und Werksteine des hessischen Odenwaldes&amp;#039;&amp;#039;. (= IFS-Bericht Nr. 29 – 2008) Institut für Steinkonservierung e.V., Mainz 2008, S. 49–50.&amp;lt;/ref&amp;gt;). Odenwald-Quarz ist eine gangförmige Quarzlagerstätte, dessen Barytvorkommen primär vermutlich in der [[Trias (Geologie)|Trias]] entstand und sekundär im [[Tertiär (Geologie)|Tertiär]] vor etwa 30 Millionen Jahren umgewandelt wurde. Der genaue Zeitraum der Verkieselung des ehemaligen Barytgangs ist nicht bekannt.&amp;lt;ref name=&amp;#039;IFS 2008&amp;#039; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gesteinsbeschreibung ===&lt;br /&gt;
Die Komponenten des Odenwald-Quarz setzen sich aus mehr als 95&amp;amp;nbsp;Prozent [[Quarz]] und etwa 2&amp;amp;nbsp;Prozent [[Opakheit|opaken]] (undurchsichtigen) [[Mineral]]en zusammen. Die Größe der Quarzkörner schwankt zwischen 0,1&amp;amp;nbsp;und 4&amp;amp;nbsp;Millimeter. Odenwald-Quarz hat ein hohes [[Porenvolumen (Boden)|Porenvolumen]] von etwa 10&amp;amp;nbsp;Prozent, wobei Hohlräume von 1&amp;amp;nbsp;bis 20&amp;amp;nbsp;Millimeter als Folge einer unvollkommenen [[Metasomatose]] entstanden.&amp;lt;ref name=&amp;#039;INSK kompakt&amp;#039; /&amp;gt; Odenwald-Quarz ist chemisch resistent und zählt wegen seines hohen Quarzgehalts zu den härtesten ([[Härte#Härteprüfung nach Mohs|Mohshärte]]: 7) [[Hartgestein]]en, die sich nahezu nur maschinell und kaum handwerklich bearbeiten lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Farbe schwankt zwischen braun bis dunkelbraun, hellbraun, gelblichrot, rötlichgelb, rötlichgelblich, grünlich und bläulich. Die Farbveränderungen des Gesteins, außer bei grünlich und bläulich, resultieren aus den unterschiedlichen Anreicherungen von Erzmineralen. Gelbe und rote Farben werden durch Beimengungen von Eisenmineralen verursacht, wobei die gelben und braunen Gesteins-Varianten durch das in den Ursprungsgesteinen vorhandene Mineral [[Limonit]] verursacht werden. Im Vorkommen am Borstein kommt die relativ seltene grüne Farbe im Gestein vor, die aus [[Malachit]] besteht und die Blaufärbung wird durch [[Azurit]] verursacht.&amp;lt;ref name=Quarz /&amp;gt; Beide Minerale zählen zu der [[Carbonat]]klasse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Odenwald-Quarz ist eines der farbenreichsten Gesteine. Seine Textur ist richtungslos körnig und es sind stängelige Strukturen vorhanden, die in den meisten Fällen den Eindruck einer Parallelstruktur vermitteln.&amp;lt;ref name=&amp;quot;gri&amp;quot;&amp;gt;Grimm: Denkmalgesteine. Gestein Nr. 050, ohne Seitenangabe (siehe Literatur)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery caption=&amp;quot;Farbvarianten des Odenwald-Quarz&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Datei:Odenwald-Rot.jpg|Muster: Odenwald-Quarz Rot (8 × 6&amp;amp;nbsp;cm). Oberfläche poliert&lt;br /&gt;
 Datei:Odenwald-Braun.jpg|Muster: Odenwald-Quarz Braun (10 × 8&amp;amp;nbsp;cm). Oberfläche poliert&lt;br /&gt;
 Datei:Odenwald-grün.jpg|Odenwald-Quarzit: Rot, Braun, Grün in einem Muster (10 × 8&amp;amp;nbsp;cm). Oberfläche poliert&lt;br /&gt;
 Datei:Odenwald-quarz.jpg|Muster: Odenwald-Quarz (9 × 12&amp;amp;nbsp;cm). Oberfläche sägerau&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
Odenwald-Quarz ist sehr verwitterungsbeständig, frostfest und polierfähig. Bei Verwendung als Naturstein werden die offenen Poren häufig zugespachtelt. Die Politur schwindet auch in langen Zeiträumen kaum. Verwendet wurde dieser Quarz vor allem überregional für Grabmale, Mühlsteine, Gartengestaltungen und regional für [[Natursteinmauerwerk]]e. Grabmale aus Odenwald-Quarz befinden sich sehr häufig als vereinzelter kleiner Grabstein auf deutschen Friedhöfen, zahlreiche Beispiele befinden sich auf dem Friedhof [[Schenklengsfeld]] in der Nähe von [[Bad Hersfeld]].&amp;lt;ref name=gri /&amp;gt; Nach Aussagen eines Steinbruchbetreiber sind Rohblöcke von maximal 5&amp;amp;nbsp;m³ im Einzelfall gewinnbar und daraus sind Steinlängen bis maximal 1,80&amp;amp;nbsp;m möglich.&amp;lt;ref name=Quarz /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Odenwald-Quarz wurde früher auch in die [[Benelux-Länder]] exportiert.&amp;lt;ref name=insk /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Odenwald quartz}}&lt;br /&gt;
* [http://user.uni-frankfurt.de/~neuhause/download/exkursion/Exkursionsbericht_Odenwald.pdf Exkursionsbericht der Uni Frankfurt zum Odenwald von 18. Juni 2005] (PDF; 4,3&amp;amp;nbsp;MB) von Andreas G. Neuhauser&lt;br /&gt;
* [http://www.quarz-schneider.de/ Bild eines Steinbruches für Odenwald-Quarz]&lt;br /&gt;
* [http://www.quarzwerk-dude.de/ Betrieb für den Abbau von Odenwald-Quarz]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Wolf-Dieter Grimm: &amp;#039;&amp;#039;Bildatlas wichtiger Denkmalgesteine der Bundesrepublik Deutschland.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege. Lipp-Verlag, München 1990, ISBN 3-87490-535-7.&lt;br /&gt;
* [[Friedrich Müller (Gesteinskundler)|Friedrich Müller]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;INSK – Internationale Natursteinkartei.&amp;#039;&amp;#039; 10 Bd., Ebner-Verlag, Ulm 1993, Blatt 10.6.15 bis 10.6.17.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=49.712443|EW=8.683671|type=landmark|region=DE-HE}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Metamorphes Gestein]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Steinbruch in Hessen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geologie des Odenwalds|Odenwald-Quarz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Lautertal (Odenwald))]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Kallewirsch</name></author>
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