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	<title>Ochsenkopfantenne - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T18:25:17Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ochsenkopfantenne&amp;diff=411905&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Hlambert63: /* Staatliche Gegenmaßnahmen und Repressionen */ Doppelungen entfernt, anderes Kleinkram</title>
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		<updated>2025-07-27T14:01:49Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Staatliche Gegenmaßnahmen und Repressionen: &lt;/span&gt; Doppelungen entfernt, anderes Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ochsenkopfantenne&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder einfach &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ochsenkopf&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war im Süden der [[DDR]] die umgangssprachliche Bezeichnung für eine zum Empfang des [[Westfernsehen]]s vorgesehene Fernseh-[[Antennentechnik|Antenne]] in Privathaushalten. Ihre Bauform und Größe war auf den Empfang des vom [[Ochsenkopf (Fichtelgebirge)|Ochsenkopf]], einem Berg im bayerischen [[Fichtelgebirge]], abgestrahlten ARD-Fernsehprogramms abgestimmt.&lt;br /&gt;
[[Datei:Ochsenkopf Antenne.jpg|mini|hochkant|3-Elemente-Ochsenkopfantenne [industrielle Ausführung] (darüber: UHF-Antenne)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ard-reichweite-ddr.png|mini|hochkant|Grobe Darstellung der ARD-Reichweite in das Gebiet der DDR mit Senderstandorten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Empfang von Westfernsehen ==&lt;br /&gt;
Das vom leistungsstarken [[Sender Ochsenkopf]] des Bayerischen Rundfunks ab dem 12. Februar 1958 mit 100 kW&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Bayerischer Rundfunk |Titel=Geschichte des BR : Überblick: Chronik des Bayerischen Rundfunks |Datum=2022-01-10 |Online=https://www.br.de/unternehmen/inhalt/organisation/geschichte-des-br/chronik-uebersicht-100.html |Abruf=2022-01-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; ausgestrahlte [[Das Erste|Erste Fernsehprogramm]] der [[ARD]] konnte mit dieser Antenne auch in Teilen der DDR (West[[sachsen]]&amp;lt;!-- ich würd sagen, ganz Sachsen, außer vielleicht Ostsachsen. Westsachsen ist zu klein umfaßt.  --&amp;gt;, Ost[[thüringen]] und im Süden des heutigen [[Sachsen-Anhalt]], zeitweise sogar auch im sogenannten &amp;#039;&amp;#039;[[Tal der Ahnungslosen]]&amp;#039;&amp;#039; um Dresden) empfangen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bedingt durch die Empfangsfrequenz im [[VHF-Band I]] im  Kanal 4 waren die Antennen-Elemente relativ lang (&amp;gt; 2&amp;amp;nbsp;m, s. u.) und wegen der vertikalen [[Polarisation]] hatten sie somit ein typisches Aussehen. Gleichzeitig konnten diese Antennen auch als Behelfsantennen für den [[UKW]]-Rundfunk mitverwendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch auf Grund der örtlich recht großen Entfernung zum Sender boten selbst frei aufgestellte 3-Element-[[Yagi-Uda-Antenne|Yagiantennen]] und Antennengruppen aus zwei 3-Element-Yagiantennen oft nur zeitweise oder wetterabhängig einen guten Fernempfang. Auch waren Bauanleitungen für leistungsfähigere Einzelantennen mit bis zu 6 Elementen in der DDR frei verfügbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die industrielle Fertigung in der DDR ==&lt;br /&gt;
Diese Yagi-Antennen wurden in der DDR auch durch [[Rundfunk- und Fernmelde-Technik|RFT]] industriell gefertigt und waren frei verkäuflich, da in [[Calau]] vom Vorgänger des [[Fernmeldeturm Calau]] ebenfalls ein TV-Sender auf dem Kanal 4 sendete. Es gab Ausführungen mit einem, zwei und drei Elementen zu kaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Selbstbau von Halbwellendipolen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Faltdipol.png|mini|Gestreckter λ/2-Dipol (oben) und λ/2-Faltdipol]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch der Selbstbau dieser [[Dipolantenne]]n war üblich. Ein Halbwellendipol wurde z.&amp;amp;nbsp;B. aus zwei gleich langen Aluminium- oder Kupferrohren mit einem Durchmesser von ca. 10–15&amp;amp;nbsp;mm gefertigt. Beide Rohre wurden mit einem isolierenden Distanzstück axial miteinander verbunden. Die Gesamtlänge beider Rohre und des Distanzstücks musste etwa 2230&amp;amp;nbsp;mm betragen und durfte keinen axialen Versatz aufweisen. Diese wurde einfach durch zwei 35&amp;amp;nbsp;cm lange Alu-Rohrstücke gleichen Durchmessers durch Anschrauben verlängert und erhielt so die erforderliche Gesamtlänge von 2,23&amp;amp;nbsp;m. Zum Anschluss an den Fernsehempfänger diente eine handelsübliche [[Symmetrisches Kabel|symmetrische]] [[UKW]]-[[Bandleitung]], die in der Nähe des Isolierstückes endete, an welchem je eine Leitung an ein Rohr durch Klemmen oder [[Löten]] befestigt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Montage der Rohre mit dem Distanzstück erfolgte vertikal isoliert, z.&amp;amp;nbsp;B. an einem hölzernen Dachträger in der [[Bodenkammer]] oder an der Rückwand einer [[Schrankwand]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beide Möglichkeiten boten oft wegen der nicht ausreichenden Freiräume um die Antenne und der damit verbundenen Dämpfung und Feldverzerrung wenig befriedigende Empfangsverhältnisse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1968 war ein über 200-seitiges, in mehreren Auflagen erschienenes Buch mit zahlreichen Anleitungen zum Eigenbau von Antennen für alle üblichen Frequenzbereiche des UKW-Rundfunk und Fernsehen, das „Antennen-Buch“ von Eberhard Spindler, in der DDR allgemein erhältlich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.radiomuseum.org/forum/spindler_antennenbuch_1auflage_1968.html |titel=Spindler Antennenbuch 1.Auflage 1968 |abruf=2022-01-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Staatliche Gegenmaßnahmen und Repressionen ==&lt;br /&gt;
In den 1960er Jahren führte es anfangs noch zu Repressionen gegen Bürger, wenn auf deren Hausdach „Ochsenköpfe“ entdeckt wurden. In der Folge wurden die Antennen dann unter dem Dach oder in den Wohnungen versteckt, jedoch ab den 1970er Jahren in Privathaushalten geduldet. Diese Duldung wurde mit der Amtsübernahme [[Erich Honecker]]s von der [[SED]] inoffiziell (mündlich) bekanntgegeben. Die Sendesignale des [[Sender Calau|Senders Calau]] auf dem VHF-Kanal&amp;amp;nbsp;4 und dem UHF-Kanal&amp;amp;nbsp;23 wirkten in einigen Regionen für das ZDF auch als lokale [[Störsender]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einigen Personen und Personengruppen war das Hören und Sehen von West-Sendern bis 1989 ausdrücklich untersagt. Dazu gehörten neben Funktionären im Staats- und Partei-Apparat insbesondere Angehörige der NVA, der Grenztruppen und der Polizei, daneben zeitweise auch Lehrer und Feuerwehrleute. Die Betreffenden hielten sich seit Ende der 1960er Jahre allerdings immer seltener an dieses Verbot.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Antennengemeinschaften in der DDR ==&lt;br /&gt;
Ab 1970 wurde in Regionen mit besonders schwierigen Empfangsverhältnissen auch die Bildung lokaler Antennengemeinschaften geduldet. Hierbei organisierten interessierte Bürger den Bau einer [[Hausantenne|Antennenanlage]] auf einem günstigen Standort (Anhöhe) und verteilten das verstärkte Signal per Kabel an die Haushalte. Ende der 80-Jahre nutzten einige Antennengemeinschaften auch Satellitenschüsseln zum Empfang der ARD, wenn der Empfang terrestrisch nicht mehr möglich war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele kommunale und genossenschaftliche Wohnungsverwaltungen boten ihren Mietern die Möglichkeit, das Westfernsehen zu sehen. Allerdings war hier oft Eigeninitiative gefragt. So wurden die meisten Häuser in der DDR durch zahlreiche selbstgebaute Westantennen verunziert. Der Empfang dieser Sender in staatlichen Einrichtungen wie Wohnheimen blieb offiziell untersagt und wurde auch teilweise mit Hilfe von [[Bandsperre|Sperrfiltern]] unterbunden. Dort, wo ein Empfang trotzdem möglich war, wurde er jedoch oft stillschweigend geduldet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele dieser Antennengemeinschaftsanlagen verschwanden nach der Wiedervereinigung durch das Aufkommen des [[Kabelfernsehen]]s, und weil private Satellitenanlagen oft eine größere Programmauswahl boten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Varia ==&lt;br /&gt;
Auch zwei [[UKW-Rundfunk|UKW]]-Rundfunkprogramme des [[Bayerischer Rundfunk|Bayerischen Rundfunks]] wurden ab dem 12. Februar 1958 mit jeweils 100 kW vom Ochsenkopf abgestrahlt&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Bayerischer Rundfunk |Titel=Geschichte des BR : Überblick: Chronik des Bayerischen Rundfunks |Datum=2022-01-10 |Online=https://www.br.de/unternehmen/inhalt/organisation/geschichte-des-br/chronik-uebersicht-100.html |Abruf=2022-01-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und waren in großen Teilen des Südens der DDR mit handelsüblichen und selbstgebauten UKW-Antennen zu empfangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Ochsenkopfantennen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sprache (DDR)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fernsehen (DDR)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Antennenbauform]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Hlambert63</name></author>
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