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	<title>Ochsenkopf-Proterobas - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-23T10:52:16Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Ochsenkopf-Proterobas&amp;diff=564583&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Diorit: bitte keine lithostratigraphischen oder Handelsnamen in die Kategorie wissenschaftlicher Gesteinsnamen eintragen</title>
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		<updated>2019-06-02T11:46:58Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;bitte keine lithostratigraphischen oder Handelsnamen in die Kategorie wissenschaftlicher Gesteinsnamen eintragen&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Proterobas.jpg|mini|Proterobas aus dem Fichtelgebirge. Muster ca. 22×15 cm]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Ullstein-Thorak-Mutter Erde fec.jpg|mini|Proterobas-Skulptur von [[Josef Thorak]], entstanden um 1928 (Grablege Franz Ullstein, [[Friedhof Heerstraße]])]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ochsenkopf-Proterobas&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Ochsenkopf&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Grünstein&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Fichtelgebirgsporphyr&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Grün-Porphyr&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; genannt, ist ein [[Lamprophyr]], ein basisches [[Ganggestein]]. Der dunkelgrüne Ochsenkopf-Proterobas wurde bis 2009 am gleichnamigen Berg [[Ochsenkopf (Fichtelgebirge)|Ochsenkopf]] im Fichtelgebirge [[Steinbruch|gebrochen]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geologie, Gesteinsbeschreibung und Mineralbestand  ==&lt;br /&gt;
Entstanden ist der Proterobas im [[Perm (Geologie)|Perm]]. Es handelt sich um einen [[Lamprophyr]], ein feinkörniges Ganggestein, das nach seiner Entstehung eine schwache Metamorphose durchlaufen hat.&amp;lt;ref&amp;gt;Grimm: Denkmalgesteine, S. 131.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiße [[Plagioklas]]e befinden sich in einer grünen Masse aus [[Pyroxen]] und [[Amphibol]]. Die Grünfärbung wird durch [[Chloritgruppe|Chlorit]] und [[Serpentingruppe|Serpentin]] verursacht. Teilweise kommt [[Pyrit]] vor. Es handelt sich beim Proterobas um ein mittelkörniges, dunkelgrün-weiß gesprenkeltes Gestein. &lt;br /&gt;
Proterobas enthält [[Plagioklas]] mit 49 Prozent, [[Muskovit]], Chlorit und Serpentin 15 Prozent, [[Pyroxen]] 16 Prozent, Erze 8 Prozent, [[Hornblende]] 4 Prozent, [[Biotit]] und [[Quarz]] je 3 Prozent. [[Akzessorien]] sind mit insgesamt 2 Prozent [[Epidot]]/[[Zoisit]], [[Rutil]] und [[Apatit]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Grimm&amp;quot;&amp;gt;Grimm: Denkmalgesteine, Gesteins Nr. 023.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Namensgebung ==&lt;br /&gt;
Der Ochsenkopf-Proterobas wurde mit unterschiedlichen Namen bezeichnet. Früher wurden [[Diabas]]e als &amp;#039;&amp;#039;Grünsteine&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet. Der Name Fichtelgebirgsporphyr geht auf die [[porphyr]]artige Anordnung der Minerale im Gestein zurück. Er ist gesteinskundlich betrachtet kein Porphyr, sondern ein [[Basalt]] beziehungsweise ein Metabasalt, ein Diabas.&amp;lt;ref name=Grimm /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorkommen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Proterobas durchzieht einen Fels zwischen [[Bischofsgrün]] und [[Fichtelberg (Oberfranken)|Fichtelberg]] als [[Gang (Geologie)|Gang]], der sich in einer Länge von etwa 8 km und einer Breite von 5 bis 30 Metern in Südost-Nordwestrichtung durch das Bergmassiv über den Berg [[Ochsenkopf (Fichtelgebirge)|Ochsenkopf]] zieht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon im [[Frühmittelalter]] wurde Proterobas dort abgebaut und zu [[Knopf (Kleidung)|Glasknöpfen]] und Hohlgläsern verarbeitet. Bei [[Archäologie|archäologischen]] [[Ausgrabung]]en 2004 wurde festgestellt, dass das Steinmaterial ab Mitte des 17. Jahrhunderts in Knopfglashütten geschmolzen wurde und zu schwarzem [[Glas]] und in Folge zu Glasknöpfen und Glasperlen verarbeitet wurde. Wissenschaftliche Untersuchungen der [[Universität Bayreuth]] dauern noch an. In [[Bischofsgrün]] wurden im späten [[17. Jahrhundert]] die sogenannten Ochsenkopfgläser gefertigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als [[Naturstein]] wurde es vor allem für Grabsteine und Denkmale, Brunnen und Treppen- und Bodenbeläge sowie Pflaster bis in die 1950er Jahre verwendet. Proterobas ist wie [[Granit]] [[verwitterung]]sbeständig und kann poliert werden. Dieser Naturstein wurde an der Treppe des Gerichtsgebäudes und für Brunnen in Würzburg sowie im [[Vestibül]] des [[Reichstagsgebäude]]s in Berlin verwendet.&amp;lt;ref name=Grimm /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Drittes Reich|Dritten Reich]] war Proterobas ein Gestein, das von [[Arno Breker]], [[Fritz Klimsch]], [[Josef Thorak]] und [[Artur Sansoni]] für Steinbildhauerarbeiten bevorzugt verwendet wurde, da es ein granitartiges Erscheinungsbild zeigt, sich aber wegen der geringeren Härte leichter als die Granite bearbeiten lässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Wolf-Dieter Grimm: &amp;#039;&amp;#039;Bildatlas wichtiger Denkmalgesteine der Bundesrepublik Deutschland.&amp;#039;&amp;#039; Hrsg. vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege, Lipp-Verlag, München 1990, ISBN 3-87490-535-7.&lt;br /&gt;
* Dietmar Herrmann: &amp;#039;&amp;#039;Proterobas-Glashütte am Ochsenkopf&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Der Siebenstern&amp;#039;&amp;#039; 2007, {{ISSN|0949-4685}}, S. 5–6.&lt;br /&gt;
* [[Friedrich Müller (Gesteinskundler)|Friedrich Müller]]: &amp;#039;&amp;#039;Bayerns steinreiche Ecke. Erdgeschichte, Gesteine, Minerale, Fossile von Fichtelgebirge, Frankenwald, Münchberger Masse und nördlichem Oberpfälzer Wald&amp;#039;&amp;#039;. 2. erweiterte Auflage. Oberfränkische Verlags-Anstalt, Hof 1984,  ISBN 3-921615-24-0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vulkanischer Naturwerkstein| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Diorit</name></author>
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