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	<title>Obsttiene - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Duschgeldrache2: HC: Ergänze Kategorie:Weinbau in Brandenburg</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=WP:HC&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;WP:HC (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;HC&lt;/a&gt;: Ergänze &lt;a href=&quot;/index.php?title=Kategorie:Weinbau_in_Brandenburg&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Kategorie:Weinbau in Brandenburg (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Kategorie:Weinbau in Brandenburg&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Obsttiene&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, manchmal auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Obsttine&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; geschrieben, bezeichnet im Raum [[Werder (Havel)]] ein spezielles fassähnliches, hölzernes Transportgefäß für [[Tafeltrauben]] und [[Obst]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Bis in die Zeit nach dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] wurde in der [[brandenburg]]ischen Stadt Werder (Havel) ein hölzernes Gefäß, kurz &amp;#039;&amp;#039;Tiene&amp;#039;&amp;#039; genannt, verwendet. Die [[Bottich|Holzbottiche]] wurden in der Regel auf dem Rücken der Obstbauern bis in die [[Kahn|Transportkähne]] getragen und auf der [[Havel]] und auf der [[Spree]] vornehmlich zu den Verkaufsständen und Märkten in [[Berlin]] verschifft. Zur Erinnerung an diese Zeit wird der ehemalige Sammel- und Verladeplatz der Tienen an der Föse, dem westlichen Havelarm inzwischen ganz offiziell &amp;#039;&amp;#039;Tienenplatz&amp;#039;&amp;#039; genannt.&lt;br /&gt;
[[Datei:Tienen 1.JPG|miniatur|Tienen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tiene im Weinbau ==&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Tiene&amp;#039;&amp;#039; stammt aus dem [[Kelter]]weinbau und wurde in der [[Mark Brandenburg]] ursprünglich im 16./17. Jahrhundert für die Holzbottiche verwandt, in denen die Trauben getreten wurden. Später übertrugen die Werderaner den Begriff auf die Gefäße, in denen sie ihre [[Tafeltraube]]n und ihr Obst transportierten. Das Obstanbaugebiet um die Inselstadt Werder hat eine lange Tradition, die auf die Obstfelder der [[Zisterzienser]]mönche im [[Kloster Lehnin]] zurückgeht, in deren Besitz sich Werder lange befand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Fassungsvermögen, Maße ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Lithographie Obstdampfer Werder 1881.JPG|mini|Verladung der Tienen auf den Obstdampfer nach Berlin, Lithographie 1881]]&lt;br /&gt;
Je nach Obstart betrug der Inhalt einer Tiene 3,5&amp;amp;nbsp;bis 4&amp;amp;nbsp;Kg beziehungsweise 7&amp;amp;nbsp;Liter. Aus Eichenholz gefertigte Gefäße hatten ein Eigengewicht von 1,8&amp;amp;nbsp;Kilogramm, die aus Fichtenholz 1,6&amp;amp;nbsp;Kilogramm. Die [[konisch]] gebauten Tienen wurden zum Versand oben mit einem Leinentuch zugebunden. In Werder (Havel) und Umgebung waren um 1900 mehr als 200.000 Tienen in Gebrauch, deren Herstellung für das werdersche Handwerk recht bedeutsam war. Auf der Insel gab es drei [[Küfer|Böttchereien]]. Es ist anzunehmen, dass das Böttchergewerbe schon im 18. Jahrhundert in Werder/Havel aufkam und die ersten Tienen Anfang des 19. Jahrhunderts für den Transport von Früchten hergestellt wurden. Bevor die Tienen an die [[Obstbauern|Obstzüchter]] verkauft wurden, ließen die Böttcher sie [[Eichung|eichen]]. Die Tienen wurden getrocknet und dann gewogen und das [[Tara (Gewicht)|Eigengewicht]] auf der Außenseite eingebrannt. Eine neue Kirschtiene mit einem Fassungsvermögen von 7 bis 9 [[Pfund]] kostete 1908 sechzig Pfennige. Himbeertienen fassten 50 bis 60 Pfund. Die Früchte waren für die industrielle Verarbeitung bestimmt. Werder hat in Bezug auf Transportgefäße bahnbrechend gewirkt, indem es als erstes deutsches Anbaugebiet um 1910 den [[Korb (Behälter)|Spankorb]] einführte. Damit verlor die Tiene sehr schnell ihre Bedeutung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tienen interessanter als Schinkelbauten (Fontane) ==&lt;br /&gt;
[[Theodor Fontane]] erinnerte sich in den [[Wanderungen durch die Mark Brandenburg]] an seinen Schulweg in [[Berlin]], der ihn jeden Morgen am Stand der &amp;#039;&amp;#039;Werderschen&amp;#039;&amp;#039; zwischen [[Friedrichsbrücke]] und der Herkulesbrücke an ihrem ursprünglichen Standort bei der Burgstraße vorbeiführte: „&amp;#039;&amp;#039;Mitunter traf es sich wohl auch, daß wir das verspätete »zweite Treffen« der Werderschen, vom Unterbaume her, heranschwimmen sahen: große Schuten dicht mit Tienen besetzt, während auf den Ruderbänken zwanzig Werderanerinnen saßen und ihre Ruder und die Köpfe mit den Kiepenhüten gleich energisch bewegten. [...] Die Luft schwamm in einem erfrischenden Duft, und der Kuppelbau der umgestülpten und übereinander getürmten Holztienen interessierte uns mehr als der Kommodenbau von Monbijou und, traurig zu sagen, auch als der Säulenwald des Schinkelschen Neuen Museums.&amp;#039;&amp;#039;“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Theodor Fontane, &amp;#039;&amp;#039;Wanderungen durch die Mark Brandenburg&amp;#039;&amp;#039;. Teil 3. Havelland. (1. Auflage 1873.) Zitat nach der Ausgabe Nymphenburger Verlagshandlung, München 1971, Frankfurt/M., Berlin. Seite 418. ISBN 3-485-00293-3. Wegen der vielen unterschiedlichen Ausgaben der Hinweis: Kapitel &amp;#039;&amp;#039;Die Werderschen&amp;#039;&amp;#039;, 1. Abschnitt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Brandenburgische Geschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Werder (Havel)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tragebehälter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Holzbehälter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Obstbau (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Weinbau in Brandenburg]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Duschgeldrache2</name></author>
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