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	<title>Obsidian - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Obsidian&amp;diff=18412&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Triptychon: /* Entstehung */ Beleg gefunden</title>
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		<updated>2026-03-14T07:05:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Entstehung: &lt;/span&gt; Beleg gefunden&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Glass Mountain in northern California in summer 2012 (15).JPG|mini|Obsidian (glänzend schwarz) mit [[rhyolith]]ischer bis [[dazit]]ischer Zusammensetzung vom [[Big Glass Mountain]], Kalifornien, USA]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Hand Pieces of Obsidian.jpg|mini|Handstücke von Obsidian mit typischem Muschelbruch und scharfen Kanten]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Obsidian&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein natürlich vorkommendes [[vulkanisches Glas]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Der Name leitet sich von dem [[Römisches Reich|Römer]] Obsius her, der in der Antike den ersten Obsidian von [[Äthiopien]] nach Rom gebracht haben soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
Obsidian entsteht bei rascher Abkühlung von [[Lava]] mit einem [[Massenanteil]] an Wasser von maximal 3–4 %. Die Abkühlungsraten sind dabei nach den äußeren Umständen so, dass die flüssige Lava in Monaten oder Tagen, in extremen Fällen sogar binnen Minuten fest wird.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Hugh Tuffen, Stephanie Flude, Kim Berlo, Fabian Wadsworth, Jonathan Castro |Titel=Encyclopedia of Geology |Auflage=2 |Verlag=Academic Press |Datum=2021 |Sprache=en |ISBN=978-0-08-102909-1 |Seiten=196–208 |DOI=10.1016/B978-0-12-409548-9.12527-8}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei höheren Gehalten an flüchtigen Stoffen (neben [[Wasser]] hauptsächlich [[Kohlenstoffdioxid|CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;]]) würde sich – auch bei schneller Abkühlung – das [[Gestein]] zu [[Bimsstein]] aufblähen. Bei langsamer Abkühlung entsteht [[Pechstein]]. Die Bildung vulkanischer Gläser ist stark von der [[Zähflüssigkeit]] und deshalb vom [[Kieselsäure]]gehalt der Lava abhängig: je höher, desto zähflüssiger. Die chemische Formel lautet: SiO2 + H2O + Fe2O3 + Al,C,Ca.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wegen der raschen Abkühlung kommt es nicht zur Ausbildung regelmäßiger [[Kristall]]strukturen. Das Material, aus dem der Obsidian besteht, hat damit ein chaotisches, [[amorph]]es Gefüge. Da die kristalline Struktur fehlt, ist Obsidian als Gesteinsglas per Definition eine [[Unterkühlung (Thermodynamik)|unterkühlte Flüssigkeit]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie alle Gläser ist Obsidian [[metastabil]] und zeigt innerhalb geologischer Zeiträume die Tendenz zur [[Entglasung]] und Kristallisation. Auch auf diesem Weg ist die Bildung von [[Sphärolith (Geowissenschaften)|Sphärolithen]] möglich, das sind mineralische Aggregate aus strahlenförmig angeordneten Kristallen (Augen- bzw. Schneeflocken-Obsidian). Ein aus Obsidian entstehendes Gestein ist [[Perlit (Gestein)|Perlit]], das im Baugewerbe eingesetzt wird. Vulkanische Gläser sind – mit Ausnahme des Pechsteins – aus dem [[Paläozoikum]] und [[Präkambrium]] unbekannt, da sie heute vollkommen [[Vitrifizierung|devitrifiziert]] vorliegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten Obsidiane haben einen Kieselsäure-Gehalt von mindestens 70 % und werden zur Rhyolith-Familie gezählt – [[Rhyolith]]e sind die [[vulkanit]]ischen Äquivalente der [[Granit]]e. Seltener sind [[Trachyt|trachitische]], [[andesit]]ische und [[phonolith]]ische Obsidiane mit geringeren Kieselsäure-Anteilen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschaffenheit ==&lt;br /&gt;
Die Farbe variiert stark abhängig von der Gegenwart verschiedener Verunreinigungen und deren Oxidationszuständen. Trotz der meist hohen Gehalte an Kieselsäure (zum Vergleich: [[Granit]]e sind normalerweise helle Gesteine) ist Obsidian meist dunkelgrün bis schwarz gefärbt, gelegentlich auch braun und rötlich. Das kommt durch im Gestein feinst verteilte [[Hämatit]]- oder [[Magnetit]]minerale.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Je nach Vorkommen können jedoch in mehr oder minder großen Mengen Kristalle in die glasige ([[hyalin]]e) Struktur eingebettet sein. Die oft ausgebildete Fließtextur äußert sich in einem schlierigen Bild (eutaxitisches Gefüge).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Härte#Mohs|Härte]] beträgt 5,0 bis 5,5 auf der [[Mohs-Skala]].&amp;lt;ref&amp;gt;Robert Howard Tykot: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.researchgate.net/profile/Robert_Tykot2/publication/34543368_Prehistoric_trade_in_the_western_Mediterranean__the_sources_and_distribution_of_Sardinian_obsidian_/links/00b7d51f7264ec8864000000.pdf Prehistoric trade in the Western Mediterranean: The sources and distribution of Sardinian obsidian]&amp;#039;&amp;#039;. (PDF) Thesis to the department of Anthropology, Harvard University, Cambridge Oktober 1995, S. 53, abgerufen am 17. Februar 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Varietäten ==&lt;br /&gt;
Schneeflocken-Obsidiane enthalten Einschlüsse von radial gewachsenen, bis zu 1&amp;amp;nbsp;cm großen Strukturen, sogenannten Sphärolithen. Diese [[Mineral]]e, meist Feldspäte oder [[Cristobalit]] (eine Hochtemperatur-Modifikation von Quarz), wuchsen von einem Kristallisationskeim aus kugelförmig in die umgebende Schmelze, bis die Abkühlung diesen Prozess unterband.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Erosion gerundete kleine Klumpen von Obsidian werden [[Apachen]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;tränen genannt (auch Rauchobsidian). Der Volksglaube überliefert, dass an der Fundstelle einer Apachenträne ein [[Indianer]] gestorben sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Obsydian śnieżny,6 USA.jpg | Schneeflockenobsidian geschliffen&lt;br /&gt;
Datei:Apachenträne.jpg | Apachenträne&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorkommen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Obsidiandose.jpg|mini|Obsidian-Dose aus der Itkvajam-Lagerstätte, Armenien]]&lt;br /&gt;
Weltweit sind bisher rund 60 Fundorte für Obsidian bekannt (Stand: 2019),&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;Fundortliste für Obsidian beim [https://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/RockDataShow?rockid=88&amp;amp;sections=12 Mineralienatlas] (deutsch), abgerufen am 13. April 2022.&amp;lt;/ref&amp;gt; so unter anderem&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
in [[Afrika]]:&lt;br /&gt;
* [[Kanarische Inseln]]: am [[Pico del Teide]] auf [[Teneriffa]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Károly Németh |Titel=Teide volcano – Geology and eruptions of a highly differentiated oceanic stratovolcano |Hrsg=J.C. Carracedo, V.R. Troll |Sammelwerk=Bulletin of Volcanology |Band=75 |Nummer=11 |Datum=2013-10-08 |Seiten=759 |ISSN=1432-0819 |DOI=10.1007/s00445-013-0759-5}}&amp;lt;/ref&amp;gt; sowie am Rand der [[Caldera de Taburiente]] und in den Bergen auf [[La Palma]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
in [[Vorderasien]]:&lt;br /&gt;
* [[Armenien]]: [[Aragazotn]], [[Kotajk]] und [[Sewan (Provinz)|Sewan]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Benno  Plöchinger |Titel=Das transkaukasische Armenien, ein Teil des Alpinen Mediterranen Orogens |Sammelwerk=Verh. Geol. B.-A. |Band= Jahrgang 1979, Heft 2 |Datum=1979 |Seiten=195–203 |Online={{ZOBODAT/URL|pdf/VerhGeolBundesanstalt_1979_0195-0203.pdf}} |Format=PDF |KBytes=562 |Abruf=2019-08-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt; (nahe der [[Sewan (Stadt)|gleichnamigen Stadt]])&lt;br /&gt;
* [[Türkei]]: [[Kars (Provinz)|Kars]] (unter anderem nahe [[Sarıkamış]])&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Mucip Demir |Titel=Sarıkamış Obsidian Sources and Evaluation |Sammelwerk=Kafkas Universitesi Sosyal Bilimler Enstitüsü Dergisi |Band=19 |Datum=2017 |Sprache= tr |Seiten=119–139 |DOI=10.9775/kausbed.2017.008}}&amp;lt;/ref&amp;gt;, Göllüdağ und Nenezi Dağ&amp;lt;ref&amp;gt;Semra Balci at all: &amp;#039;&amp;#039;[https://cdn.istanbul.edu.tr/file/JTA6CLJ8T5/D87731FF1D504244AFBC89E02440D1B0 - A New Aceramic Neolithic Site Nearby the Obsidian Sources: Preliminary Insights from Sırçalıtepe.]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
in [[Ostasien]]:&lt;br /&gt;
* [[China]]: Huangnishan Ton-Lagerstätte im Kreis [[Xuyi]] (Provinz Jiangsu) und [[Fuxin]] (Provinz Liaoning)&lt;br /&gt;
* [[Indonesien]]: [[Bali]], [[Danau Tondano|Sulawesi]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Obsidian diffusion Mediterranean map.svg|mini|Verbreitung von Obsidian im westlichen Mittelmeer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
in [[Europa]]:&lt;br /&gt;
* [[Deutschland]]: verschiedene Steinbrüche bei [[Baden-Baden]] (Baden-Württemberg)&lt;br /&gt;
* [[Griechenland]]: die Inseln [[Nisyros]] und [[Milos]] in der [[Ägäisches Meer|südlichen Ägäis]]&lt;br /&gt;
* [[Island]]: die Obsidianklippe am Berg [[Hrafntinnuhryggur]] und das Naturreservat [[Hrafntinnusker]]–Reykjadalir im Bezirk [[Rangárvallasýsla]]&lt;br /&gt;
* [[Italien]]: [[Monte Arci]], [[Marrubiu]] und Skala Antruxioni, Pau in der [[Provinz Oristano]] (Sardinien); Inseln [[Lipari]] und [[Pantelleria]] (vor Sizilien); Steinbruch Cava Val di Serra (Gemeinde [[Ala (Trentino)|Ala]], Trentino)&lt;br /&gt;
* [[Portugal]]: [[Furnas-See (Azoren)|Furnas-See]], Azoren&lt;br /&gt;
* [[Slowakei]]: [[Merník]], [[Okres Vranov nad Topľou]]&lt;br /&gt;
* [[Ungarn]]: [[Tolcsva]] im [[Komitat Borsod-Abaúj-Zemplén]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
in [[Nordamerika]]:&lt;br /&gt;
* [[Kanada]]: [[Mount Edziza]] im Norden [[British Columbia]]s, Obsidianhandel seit [[8000 v. Chr.]]&lt;br /&gt;
* [[Vereinigte Staaten|USA]]: Gebiet des [[Yellowstone-Nationalpark]]s, [[Wyoming]]; [[Newberry Caldera]] und [[Glass Buttes]], [[Oregon]]; [[Big Glass Mountain]], Kalifornien;  Vulkan [[Hualālai]], Hawaii&lt;br /&gt;
* [[Mexiko]]: Alamos im [[Sonora (Bundesstaat)|Bundesstaat Sonora]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
in [[Südamerika]] und [[Polynesien]]:&lt;br /&gt;
* [[Peru]]: [[Macusani]] Uran-Lagerstätte, [[Provinz Carabaya]]&lt;br /&gt;
* [[Chile]]: Maunga Orito auf der [[Osterinsel]]&lt;br /&gt;
* [[Neuseeland]]: [[Mount Tarawera]] und [[Mayor Island / Tūhua|{{lang|en|Mayor Island}} / {{lang|mi|Tūhua}}]], Nordinsel&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung als Rohstoff ==&lt;br /&gt;
=== In prähistorischer Zeit ===&lt;br /&gt;
In der [[Steinzeit]] wurde Obsidian wegen seines extrem scharfkantigen, muscheligen [[Bruch (Mineral)|Bruchs]] und seines glasigen Gefüges ebenso wie [[Feuerstein]] als Material für Werkzeuge und Waffen geschätzt. Der früheste Langstreckentransport von Obsidian stammt aus der etwa 200.000 Jahre alten Sibilo School Road-Stätte aus dem [[Middle Stone Age]], [[Baringo County]], Kenia.&amp;lt;ref&amp;gt;Nick Blegen: &amp;#039;&amp;#039;The earliest long-distance obsidian transport: evidence from the ∼200 ka Middle Stone Age Sibilo School Road Site, Baringo, Kenya&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of Human Evolution&amp;#039;&amp;#039;, Band 103, Feb. 2017, S. 1–19, {{doi|10.1016/j.jhevol.2016.11.002}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine mediterranen Vorkommen sind bekannt und die Verbreitung des Obsidians kann über weite Distanzen (mehr als hundert Kilometer) nachgewiesen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Europa ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Obsidian blades, Keros-Syros group, AM Syros, 180238.jpg|mini|Obsidianklingen von den [[Kykladen]], 2700–2300 v. Chr.]]&lt;br /&gt;
In Europa gibt es nur wenige Obsidianvorkommen. Das während der Steinzeit Südeuropas verwendete Hauptvorkommen stellen die [[Liparische Inseln|Liparischen Inseln]], aber auch [[Monte Arci]], [[Palmarola]] und [[Pantelleria]] dar; sie wurden bereits vor dem 5.&amp;amp;nbsp;Jahrtausend v.&amp;amp;nbsp;Chr. dauerhaft besiedelt. Zehn weitere in der Steinzeit genutzte kleine Vorkommen lagen in den [[Karpaten]] Mittel- und Osteuropas.&amp;lt;ref&amp;gt;Olwen Williams Thorpe, Stanley E. Warren, John G. Nandris: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.sciencedirect.com/science/article/pii/0305440384900013 The distribution and provenance of archaeological obsidian in Central and Eastern Europe.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of Archaeological Science&amp;#039;&amp;#039; 11, Nr. 3, 1984, S. 183–212.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Olwen Williams Thorpe: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.researchgate.net/publication/38141735_A_study_of_obsidian_in_prehistoric_central_and_Eastern_Europe_and_it%27s_trace_element_characterization._An_analytically-based_study_of_archaeological_obsidian_in_Central_and_Eastern_Europe_an_investigation_of_obsidian_sources_in_this_area_and_the_characterization_of_these_obsidians_using_neutron_activation_analysis A study of obsidian in prehistoric central and Eastern Europe, and it&amp;#039;s trace element characterization - An analytically-based study of archaeological obsidian in Central and Eastern Europe, an investigation of obsidian sources in this area, and the characterization of these obsidians using neutron activation analysis.]&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Corinne N. Rosania, Matthew T. Boulanger, Katalin T. Biró, Sergey Ryzhov, Gerhard Trnka, Michael D. Glascock: &amp;#039;&amp;#039;[http://antiquity.ac.uk/projgall/rosania/ Revisiting Carpathian obsidian.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Antiquity&amp;#039;&amp;#039; 82, Nr. 318, Dezember 2008.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Asien ====&lt;br /&gt;
In der [[Hethiter|hethitischen]] Großreichszeit wurden Gefäße aus Obsidian hergestellt. Im [[Altes Rom|alten Rom]] wurde [[Schliff (Schmuckstein)|geschliffener]] und polierter Obsidian als Spiegel verwendet. Die [[Assyrisches Reich|Assyrer]] bezogen Obsidian (&amp;lt;sup&amp;gt;NA&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;&amp;lt;/sup&amp;gt;ZÚ, ṣurru) unter anderem aus den [[Nairi]]-Ländern in der nordöstlichen Türkei. Unter [[Tiglat-pileser I.]] ist er als [[Tribut]] belegt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Betina Faist]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Fernhandel des assyrischen Reiches zwischen dem 14. und 11.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert v. Chr.&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Alter Orient und Altes Testament.&amp;#039;&amp;#039; Bd.&amp;amp;nbsp;265). Ugarit-Verlag, Münster 2001, ISBN 3-927120-79-0, S.&amp;amp;nbsp;43 (Zugleich: Tübingen, Universität, Dissertation, 1998).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Amerika ====&lt;br /&gt;
In der prähistorischen mexikanischen Stadt [[Teotihuacán]] wurde Obsidian zu Götterfiguren und anderen Skulpturen verarbeitet. Dabei wird der Stein sowohl in der schwarzen Form als auch als „Silberobsidian“ oder „Goldobsidian“ verwendet. Diese besondere Form des Obsidian wirkt im Schatten schwarz, während sie im Licht hell golden oder silbern glänzt. Bei der Bearbeitung ist der Stein matt und hellgrau. Erst durch die Politur entfaltet er seinen Glanz. Die [[Azteken]] sowie andere mesoamerikanische Völker haben Obsidian zur Herstellung von [[Speer]]- und [[Pfeilspitze]]n und vollständigen Schwertern, den sogenannten [[Obsidianschwert|Maquahuitl]], verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Neuzeit ===&lt;br /&gt;
Mit der zunehmenden Verbreitung der [[Bronze]] ging die Verwendung von Obsidian in Europa und Asien zurück. Heute wird Obsidian vor allem zur Herstellung von [[Bildende Kunst|Kunstgegenständen]] und als [[Schmuckstein]] genutzt, manchmal auch für Messerklingen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Google Buch |BuchID=Z7Y6UcWaR_UC |Seite=PA257 |Linktext=Andreas Kalweit, Christof Paul, Sascha Peters, Reiner Wallbaum: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch für Technisches Produktdesign. Material und Fertigung, Entscheidungsgrundlagen für Designer und Ingenieure.&amp;#039;&amp;#039; 2., bearbeitete Auflage. Springer, Berlin u.&amp;amp;nbsp;a. 2011, ISBN 978-3-642-02641-6}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Vorschläge, medizinische [[Skalpell]]e daraus herzustellen,&amp;lt;ref name=&amp;quot;PMID7046256&amp;quot;&amp;gt;B. A. Buck: &amp;#039;&amp;#039;Ancient technology in contemporary surgery.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;The Western journal of medicine.&amp;#039;&amp;#039; Band 136, Nummer 3, März 1982, S.&amp;amp;nbsp;265–269, PMID 7046256, {{PMC|1273673}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;PMID8415970&amp;quot;&amp;gt;J. J. Disa, J. Vossoughi, N. H. Goldberg: &amp;#039;&amp;#039;A comparison of obsidian and surgical steel scalpel wound healing in rats.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Plastic and reconstructive surgery.&amp;#039;&amp;#039; Band 92, Nummer 5, Oktober 1993, S.&amp;amp;nbsp;884–887, PMID 8415970.&amp;lt;/ref&amp;gt; haben sich nicht durchgesetzt; es gibt keine für diesen Zweck zugelassenen Erzeugnisse.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Datierung und Herkunft ==&lt;br /&gt;
Die Dicke der Hydratationsschicht an prähistorischen [[Artefakt (Archäologie)|Artefakten]] wird zur Datierung herangezogen ({{enS}} {{lang|en|obsidian hydration dating}}, OHD). Da man die Herkunft des Obsidians anhand der Beimischung an [[Spurenelement]]en bzw. der [[Isotop]]enzusammensetzung ([[Neutronenaktivierungsanalyse]]) und des Alters (Spaltspurenanalyse) bestimmen kann, können Obsidianartefakte auch wichtige Auskünfte über prähistorischen Tausch oder [[Handel]] geben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fälschungen und Verwechslungen ==&lt;br /&gt;
Da Obsidian als Schmuckstein in relativ großen Mengen vorkommt, sein Preis daher vergleichsweise niedrig ist, wird er nur selten gefälscht. Auch ist er leicht durch seinen typischen Glasglanz zu identifizieren. Schwarzer Obsidian kann allerdings mit schwarzem [[Schörl (Mineral)|Schörl]] (Turmalingruppe) und [[Onyx (Mineral)|Onyx]] (bzw. gefärbtem [[Achat]]) verwechselt werden, wenn er nicht durchsichtig ist. Alle anderen Obsidianvarianten sind aufgrund ihrer charakteristischen Muster und Farbenspiele unverwechselbar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obsidian kann leicht mit [[Impaktit|Impaktschmelzgesteinen]] verwechselt werden. Diese entstehen durch das Aufschmelzen und schnelle Abkühlen von Gestein infolge eines [[Meteorit]]eneinschlags. Pechstein ist dem Obsidian in Aussehen und Bildung sehr ähnlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Walter Maresch, Olaf Medenbach: &amp;#039;&amp;#039;Gesteine.&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Steinbachs Naturführer&amp;#039;&amp;#039;). Neue, bearbeitete Sonderausgabe. Mosaik-Verlag, München 1996, ISBN 3-576-10699-5, S.&amp;amp;nbsp;90.&lt;br /&gt;
* Albrecht German, Ralf Kownatzki, Günther Mehling (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Natursteinlexikon.&amp;#039;&amp;#039; 5. völlig überarbeitete und aktualisierte Neuausgabe. Callwey, München 2003, ISBN 3-7667-1555-0, S.&amp;amp;nbsp;262.&lt;br /&gt;
* Hans-Otto Pollmann: &amp;#039;&amp;#039;Obsidian-Bibliographie. Artefakt und Provenienz&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen aus dem Deutschen Bergbau-Museum.&amp;#039;&amp;#039; 78 = &amp;#039;&amp;#039;Der Anschnitt.&amp;#039;&amp;#039; Beiheft 10). Verlag des Deutschen Bergbau-Museums, Bochum 1999, ISBN 3-921533-67-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der Gesteine]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Obsidian}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* {{Mineralienatlas | ID= Obsidian | Abruf= 2022-08-04}}&lt;br /&gt;
* [http://www.flintsource.net/nav/frm_hot1.html Erläuterung zum Zemplén-Obsidian, mit guten Bildern]&lt;br /&gt;
* [http://www.obsidianlab.com/sourcecatalog/world_obsidian_map.html Weltweite Obsidianverteilung, nicht ganz vollständig]&lt;br /&gt;
* [http://www.authenticmaya.com/Obsidian.htm Maya und Olmec Obsidian (en)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4172330-2}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Obsidian| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vulkanisches Glas]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Triptychon</name></author>
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