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	<title>Observatorium Zimmerwald - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Observatorium_Zimmerwald&amp;diff=1544427&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Timk70: deutschsprachige Quelle</title>
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		<updated>2026-01-18T14:11:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;deutschsprachige Quelle&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- schweizbezogen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Observatorium Zimmerwald 01.jpg|mini|Sternwarte Zimmerwald]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Observatorium Zimmerwald&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[Sternwarte]] und [[Satellitenstation]] im Ortsteil [[Zimmerwald]] der [[Schweiz]]er Gemeinde [[Wald BE|Wald]] ([[Kanton Bern]]). Sie befindet sich auf einer Anhöhe rund 10 Kilometer südlich von [[Bern]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anlage ==&lt;br /&gt;
Das Observatorium Zimmerwald ([[Liste der Sternwarten-Codes|IAU-Code 026]]) ist dem Astronomischen Institut der [[Universität Bern]] angegliedert und hat 1956 seinen Betrieb aufgenommen. Von 1956 bis 1958 konnten mit dem [[Spiegelteleskop]] – einer [[Schmidt-Kamera]] von 25&amp;amp;nbsp;cm [[Apertur|Öffnung]] und 104&amp;amp;nbsp;cm [[Brennweite]] – die ersten astronomischen Beobachtungen gemacht werden. Seit 1959 stehen ein [[Cassegrain-Teleskop]] (60&amp;amp;nbsp;cm Öffnung, 13 Meter Brennweite) und eine weitere Schmidt-Kamera (40&amp;amp;nbsp;cm Öffnung, 104&amp;amp;nbsp;cm Brennweite) zur Verfügung. Der überwiegende Teil der wissenschaftlichen Beobachtungsarbeit erfolgte mit der Schmidt-Kamera, die mit einem Beobachtungswinkel von sechs&amp;amp;nbsp;[[Grad (Winkel)|Grad]] besonders gut für [[Astronomie|Himmelsüberwachungen]] geeignet war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1965 beteiligte sich das Astronomische Institut der Universität Bern (AIUB) auf Initiative von Max Schürer an der weltweit koordinierten optischen Beobachtung aktiver und passiver geodätischer Satelliten. Insbesondere wurden die Satelliten [[GEOS (NASA)|GEOS]], das [[Explorer-Programm]], [[PAGEOS]] und [[Echo 1|Echo]] mit der Schmidt-Kamera beobachtet, und Zimmerwald wurde ins weltweite Netz der Satellitenbeobachtungsstationen aufgenommen. Die Genauigkeit der Stationskoordinaten betrug damals etwa fünf&amp;amp;nbsp;Meter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitte der 1970er Jahre wurde die sehr arbeitsintensive Auswertung der [[Astrofotografie|fotografischen]] Beobachtungen zugunsten neuer Beobachtungsmethoden zurückgestellt. 1971/72 sammelten die wissenschaftlichen Mitarbeiter erste Erfahrungen mit einem vom Institut für Angewandte Physik der Universität Bern (IAP) gebauten [[Laser]] für das astronomische Teleskop. Die Kuppel für die neue [[Satellitenstation]] wurde von 1974 bis 1976 in Zusammenarbeit mit dem IAP erbaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im fünfzigsten Gründungsjahr (2005) erfolgte die Einweihung eines Neubaus für das IAP, der vor allem Experimente zur Erforschung der Atmosphäre aufnimmt – das AIUB installierte auf dem Dach dieses Gebäudetrakts ein robotisches Teleskop für optische Satellitenbeobachtungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufgaben und Beobachtungen ==&lt;br /&gt;
Am 2. März 1957 entdeckte Max Schürer eine [[Supernova]] 14ter [[Magnitudo|Grösse]] in der Galaxie [[NGC 2841]], gefolgt von über 50 weiteren Erstbeobachtungen von [[Nova (Stern)|Novae]] und Supernovae sowie zahlreichen [[Komet]]en und [[Asteroid|Kleinplaneten]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://aiuws.unibe.ch/web/zimmerwald_supernovae.html |wayback=20110831044130 |text=Zimmerwald Supernovae }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://aiuws.unibe.ch/web/zimmerwald_novae.html Zimmerwald Novae]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://aiuws.unibe.ch/web/zimmerwald_comets.html Zimmerwald Kometen]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://aiuws.unibe.ch/web/zimmerwald_minor_planets.html Zimmerwald Kleinplaneten]&amp;lt;/ref&amp;gt; Genau sieben Monate später beobachtete [[Paul Wild]] erstmals den Kometen 1957f und 1978 dem nach ihm benannten kurzperiodischen Kometen [[Wild 2]]. Am 2.&amp;amp;nbsp;Januar 2004 flog die [[NASA]]-Raumsonde [[Stardust (Sonde)|Stardust]] durch den Schweif dieses Kometen und hat am 15.&amp;amp;nbsp;Januar 2006 Partikelproben zur Untersuchung auf die Erde zurückgebracht.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Swissinfo]] (14. Januar 2006): &amp;#039;&amp;#039;{{Webarchiv|url=http://www.swissinfo.org/ger/suche/detail/NASA_holt_Sternenstaub_von_Berner_Komet.html?siteSect=881&amp;amp;sid=6349496&amp;amp;cKey=1137489875000 |wayback=20070930200900 |text=NASA holt Sternenstaub von Berner Komet }}&amp;#039;&amp;#039;, abgerufen am 8. Januar 2009&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bis 1979 wurden mit dem [[Rubinlaser]] Testmessungen zu Satelliten mit einer Genauigkeit von etwa 80&amp;amp;nbsp;cm durchgeführt und 1981–1984 ein weiterer Laser installiert sowie Optik, Elektronik und Software nachhaltig verbessert. Distanzen zu [[Geodätischer Satellit|geodätischen Satelliten]] konnten nun mit einer Genauigkeit von etwa acht Zentimetern gemessen werden. Seit 1984 arbeitet die Satellitenbeobachtungsstation operationell, mit Beteiligung an internationalen Projekten, insbesondere MERIT (1983/1984) zur Bestimmung der Erdrotation, &amp;#039;&amp;#039;[[Alfred Wegener|Wegener]] Medlas&amp;#039;&amp;#039; zur Erforschung der [[Geotektonik]] des Mittelmeerraumes, Crustal Dynamics Project (CDP) der NASA zur globalen und regionalen [[Geodynamik]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://svs.gsfc.nasa.gov/vis/a000000/a000000/a000066/ Crustal Dynamics Project] auf der Website des [[Goddard Space Flight Center]]s&amp;lt;/ref&amp;gt; und [[Internationaler Dienst für Erdrotation und Referenzsysteme|IERS]] zur Messung und Berechnung der [[Erdrotation]]s-Parameter und eines Bezugssystems für astronomische und geografische Positionsdaten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem Kauf der ersten [[CCD-Sensor|CCD]]-Kamera im Jahr 1989 werden in Zimmerwald wieder [[Astrometrie|astrometrische]] Beobachtungen durchgeführt. 1992 konnte die Zusammenarbeit mit dem [[Bundesamt für Landestopografie]] (Swisstopo) intensiviert werden, und Swisstopo beteiligt sich ebenfalls an den Laserbeobachtungen in Zimmerwald. Seit 1995 betreibt das Geodäsie- und Geodynamik-Labor (GGL) der [[Eidgenössische Technische Hochschule Zürich|ETH Zürich]] eine [[Gravimeter]]station in Zimmerwald.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.ggl.baug.ethz.ch/ Geodäsie und Geodynamik Labor] der ETH Zürich&amp;lt;/ref&amp;gt; 1997 folgte die Einweihung von ZIMLAT, einem Ein-Meter-[[Teleskop]] für astrometrische und Laserbeobachtungen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.aiub.unibe.ch/content/zimmerwald/the_zimlat_telescope/index_ger.html |wayback=20090105001231 |text=ZIMLAT Teleskop }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit der Gründung des &amp;#039;&amp;#039;International Laser Ranging Service&amp;#039;&amp;#039; ([[ILRS]]) im Jahr 1998 gehört Zimmerwald zu den rund 200 weltweiten Beobachtungsstationen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Zimmerwald ist nebst der Satellitenstation des Astronomischen Instituts der Universität Bern seit der Einführung des [[Meter über Meer#Zimmerwald (LHN95, 1995)|Landeshöhennetzes]] (LHN95) auch die [[Satellite Laser Ranging|Satellite-Laser-Ranging]]-Geostation Zimmerwald zur Landesvermessung eingerichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://pnac.swisstopo.admin.ch/pages/de/zimm.html AGNES-Station Zimmerwald auf swisstopo.ch] (GNSS)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.swisstopo.admin.ch/de/wissen-fakten/geodaesie-vermessung/zimmerwald.html Geostation Zimmerwald] auf der Website des [[Bundesamt für Landestopografie|Bundesamtes für Landestopografie]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Asteroid]] [[(1775) Zimmerwald]], am 13.&amp;amp;nbsp;Mai 1969 vom Schweizer Astronomen [[Paul Wild]] entdeckt, wurde nach seinem Beobachtungsstandort und dem Ort benannt, an dem Wild einige der von ihm entdeckten Objekte im [[Asteroidengürtel]] erstmals beobachtet hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Center for Orbit Determination in Europe ==&lt;br /&gt;
Als sich die [[Berner GPS-Software]] weltweit durchsetzte, wurde am Astronomischen Institut das &amp;#039;&amp;#039;Center for Orbit Determination in Europe&amp;#039;&amp;#039; CODE eingerichtet, das als [[Globales Navigationssatellitensystem|GNSS]]-Analysezentrum u.&amp;amp;nbsp;a. verschiedene GPS-Auswerteprogramme vergleicht und wesentlich zum GNSS-Bahndienst des [[International GNSS Service|IGS]] beiträgt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.aiub.unibe.ch/content/research/gnss/code___research/index_ger.html |wayback=20071115234729 |text=&amp;#039;&amp;#039;CODE – Center for Orbit Determination in Europe&amp;#039;&amp;#039; }}, [[Universität Bern]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fundamentalpunkt der Schweiz ==&lt;br /&gt;
Die Geostation Zimmerwald dient seit 1995 als [[Fundamentalpunkt]] der Schweizer Landesvermessung, sowohl für die [[Schweizer Landeskoordinaten|Landesvermessung 1995]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.swisstopo.admin.ch/de/wissen-fakten/geodaesie-vermessung/bezugsrahmen/lokal/lv95.html |titel=Landesvermessung LV95 |abruf=2020-08-10 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt; wie auch für das [[orthometrische Höhe]]nnetz LHN95.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.swisstopo.admin.ch/de/wissen-fakten/geodaesie-vermessung/bezugsrahmen/lokal/lhn95.html LHN95.] swisstopo&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste der Asteroiden]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Radioteleskope und Forschungsfunkstellen]]&lt;br /&gt;
* [[Virtuelles Observatorium]]&lt;br /&gt;
* [[Berner GPS-Software]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.aiub.unibe.ch/content/zimmerwald/index_ger.html Observatorium Zimmerwald]&lt;br /&gt;
* [http://www.sternwarten-bern.ch/ Sternwarten Bern]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|article=DMS/CH1903|NS=46.877267|EW=7.465011|type=landmark|region=CH-BE}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sternwarte in der Schweiz|Zimmerwald]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Großteleskop (Optischer Bereich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk im Kanton Bern]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bildung (Kanton Bern)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wissenschaft und Forschung in der Schweiz]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zimmerwald]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Timk70</name></author>
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