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	<title>Observator - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-25T16:56:48Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Observator&amp;diff=1554622&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Schubbay: /* Dienststellung */ entfettet</title>
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		<updated>2022-10-30T11:02:52Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Dienststellung: &lt;/span&gt; entfettet&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Observator&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von {{LaS|&amp;#039;&amp;#039;observator&amp;#039;&amp;#039;}}: Beobachter) wurde früher auf den [[Sternwarte]]n jener erfahrene [[Astronom]] bezeichnet, der die wichtigsten [[Beobachtende Astronomie| Beobachtungen]] vornahm und die beobachtende Tätigkeit der untergeordneten Kollegen (falls vorhanden) einteilte und überwachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vereinzelt wird der Amtstitel auch in der [[Meteorologie]] und am [[Deutsches Geodätisches Forschungsinstitut|DGFI]] in München und Potsdam verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dienststellung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der Observator auf kleineren Sternwarten oft auch als [[Diensthabender]] der jeweiligen Nacht und als Aufsicht für [[Adjunkt (Beruf)|Adjunkten]] und [[Messgehilfe]]n fungierte, war dies an größeren Instituten seltener. Manche hatten mehrere ständige Observatoren, denen ein Hauptobservator vorgesetzt war. In der Arbeit am [[Teleskop]] wurde der Observator von einem Gehilfen unterstützt, dem [[Amanuensis]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dienstrechtlich hatte der Observator eine Stellung knapp unter dem Sternwartendirektor bzw. [[Lehrstuhl|Ordinarius]] des Instituts. Bisweilen war er auch [[Stellvertreter]] des Direktors (wie beispielsweise [[Johann Palisa]] in Wien oder [[Richard Prager]] in Berlin) oder wurde nach seiner [[Habilitation]] zum [[außerordentlicher Professor|außerordentlichen Professor]] befördert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Münchener Abteilung I des [[Deutsches Geodätisches Forschungsinstitut|DGFI]] war Observator als [[Amtstitel]] noch bis etwa 1990 in Gebrauch. Obwohl die [[Geodät]]en nur in speziellen Projekten astrometrischen Beobachtungen nachgehen, dürfte die Bezeichnung auf die langjährigen [[Lotabweichung]]s-Messungen für das deutsche [[Astrogeoid]] zurückgehen, die vom DGFI und auch vom [[IfAG]] Frankfurt zwischen etwa 1960 und 1985 im Großteil der Bundesrepublik durchgeführt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zwei Observatoren aus Leidenschaft ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen Ende des 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts, als sich viele Sternwarten zur Anschaffung von [[Riesenteleskop]]en und neuen Instrumenten für die [[Astrophysik]] entschlossen, war für engagierte Observatoren eine besonders interessante Epoche. Manche von ihnen wurden durch ihre Forschung bekannter als ihr Institutsdirektor, doch auch dann war der Aufstieg in eine astronomische Spitzenposition nicht selbstverständlich. Zwei Beispiele dafür sind:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Johann Palisa (Wien) ===&lt;br /&gt;
1875 wurde an der neuen [[Universitätssternwarte Wien]] der Große 27-[[Zoll (Einheit)|Zoll]]-[[Großer Refraktor|Refraktor]]&amp;#039; in Betrieb genommen. Mit einem Linsendurchmesser von 70 cm war er das damals lichtstärkste Fernrohr der Welt. Die neue Kuppel für das 11&amp;amp;nbsp;Meter lange Instrument hatte 14&amp;amp;nbsp;m Durchmesser. Der durch 4&amp;amp;nbsp;Stockwerke durchgehende, im Fels des Sternwartehügels fundierte [[Messpfeiler|Pfeiler]] maß an seiner Basis fast 10&amp;amp;nbsp;Meter. Zudem wurde eine neue Antriebstechnik eingesetzt. Zum Observator wurde damals [[Johann Palisa]] (1848–1925) bestellt, der junge Direktor der österreichischen [[Marine-Sternwarte Pola]] (heute Pula) bei [[Triest]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Palisa entschloss sich zum Wechsel nach Wien und zum dienstrechtlichen Abstieg, obwohl er als Observator zunächst nur den Gehalt eines [[Adjunkt (Beruf)|Adjunkten]] erhielt (vergleichbar einem heutigen [[Nachtdienst]]-Assistenten). Er hatte in Pola seit 1874 an einem [[Sechszöller]] bereits 28 [[Asteroiden]] (Kleinplaneten) entdeckt und war in Fachkreisen längst anerkannt, wollte aber neben dem größeren Fernrohr auch einige Ideen weiterentwickeln, wie die vielen Neuentdeckungen dieser Jahre durch bessere [[Bahnbestimmung]] dauerhaft gesichert werden könnten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Wien fand Palisa 1880–1925 durch systematische [[Durchmusterung]]en des Himmels weitere 94 Kleinplaneten, was ihn mit insgesamt 123 Asteroiden zum bis heute  erfolgreichsten [[visuell]]en Entdecker von Körpern des Sonnensystems machte. Doch erwuchs ihm bald mit [[Max Wolf]] ein Konkurrent, der in [[Heidelberg]] begann, das Auge durch fotografische Messmethoden zu ersetzen. Nach manchen Rückschlägen übertraf Wolf die Erfolgsrate Palisas noch zu dessen Lebzeiten – was diesen aber nicht hinderte, mit dem jüngeren Konkurrenten den bald weltweit benützten, fotografischen [[Palisa-Wolf-Sternatlas]] herauszugeben. Er deckte mit 210 großmaßstäbigen Blättern den ganzen in Europa sichtbaren Sternhimmel ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die fachliche Anerkennung wurde Palisa früh zuteil, die finanzielle jedoch erst ziemlich spät – 1908 mit der Ernennung zum [[Vizedirektor]] des Wiener Instituts. Dafür dürfte nicht zuletzt seine [[Bescheidenheit]] ein Grund gewesen sein. Diese Eigenschaft zeigt sich unter anderem in Berichten über seine Einsatzfreude und [[sozial]]e Ader. Um die 14-Meter-Sternwartekuppel und das viele Tonnen schwere Fernrohr zu bedienen, wurden dem Observator meist zwei [[Amtsbezeichnung|Assistenten]] zugeteilt. Er soll sie fast immer um [[Mitternacht]] heimgeschickt haben und arbeitete dann oft bis zur [[Morgendämmerung]] allein weiter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Edward S. Holden (Lick-Sternwarte) ===&lt;br /&gt;
1888, also 12&amp;amp;nbsp;Jahre nach dem Wiener Großen Refraktor wurde an der [[Lick-Sternwarte]] in den [[USA]] ein mit 91&amp;amp;nbsp;cm Öffnung noch größeres [[Fernrohr]] in Betrieb genommen, der sogenannte Lick-Refraktor. Der Sternwartebau war der erste, der auf einem [[Berg]] errichtet wurde – klimatisch stach der [[Mount Hamilton (Kalifornien)|Mount Hamilton]] (1327&amp;amp;nbsp;m) mit durchschnittlich 330 [[sternklar]]en Nächten und geringer [[Luftunruhe]] aus allen gut erreichbaren Gipfeln [[Kalifornien]]s hervor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Hauptobservator und baldige Sternwartedirektor [[Edward S. Holden]] hatte zuvor seine Erfahrung mit Riesenteleskopen am Großen Refraktor zu [[Washington, D.C.|Washington]] erworben. Dennoch schrieb er 1888:&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Allmählich werde ich mit der Behandlung des grossen Teleskops vertraut und lerne, wie man am besten damit beobachtet. Es bedarf besonderer Behandlung, aber wenn alle äußeren Umstände günstig sind, so leistet es vorzügliches … nicht unerfahren in der Beobachtung mit grossen Instrumenten, da ich lange Jahre hindurch am grossen Refraktor in Washington arbeitete; aber ich muss bekennen, dass ich mit der Behandlung des grössten aller Instrumente –&amp;amp;nbsp;und zwar unter den besten äusseren Umständen&amp;amp;nbsp;– noch nicht vertraut war.“&amp;lt;ref&amp;gt;zit. aus Kosmos-Astronomiegeschichte&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Ich habe die hellsten Planeten, Nebel, die Milchstrasse … so schön gesehen wie kein Astronom vor mir. [[Jupitermond|Jupiters Monde]], welche in anderen Teleskopen als Scheiben erscheinen, zeigen sich hier als volle runde Massen gleich den Planeten … Der berühmte Nebel im Herkules (Anm.: [[Messier 13]], in dem Messier keine Einzelsterne erkannte) erscheint als eine Masse vereinzelter selbständiger Punkte.“ Holden setzte fort, er habe sich „besonders angezogen gefühlt“ beim Wiederaufsuchen bekannter Objekte, wenn er sie „mit Zeichnungen von [[Lord Rosse]] in seinem 6-füßigen Riesen-Reflektor verglich“ und sich an den scharfen Bildern des Lick-Refraktors erfreute.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass Letzterer einem doppelt so großen [[Metallspiegel]] überlegen war, trug 1891 zur Entscheidung bei, mit dem [[Yerkes-Refraktor]] ein noch größeres Fernrohr zu bauen. Dessen 102&amp;amp;nbsp;cm Objektivgröße bedeutete jedoch den Endpunkt dieser Entwicklungsschiene, da die [[optisches Glas|Glas]]- und [[Fernrohrbiegung]] bereits das zulässige Maß überstieg. Hinfort wurden alle Großteleskope als [[Spiegelfernrohr]]e konstruiert und bald nicht visuell, sondern für die [[Astrofotografie]] ausgelegt, sodass sich der Beruf des Observators den neuen Beobachtungstechniken anzupassen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Observierung]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der Astronomie| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Beobachtende Astronomie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Technischer Beruf]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Schubbay</name></author>
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