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	<title>Obrigkeit - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T01:55:20Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Obrigkeit&amp;diff=156826&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Itti: Änderungen von 2001:4DD1:5246:0:14FB:2C75:182A:E645 (Diskussion) auf die letzte Version von Sokonbud zurückgesetzt</title>
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		<updated>2023-08-20T09:40:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderungen von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/2001:4DD1:5246:0:14FB:2C75:182A:E645&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/2001:4DD1:5246:0:14FB:2C75:182A:E645&quot;&gt;2001:4DD1:5246:0:14FB:2C75:182A:E645&lt;/a&gt; (&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer_Diskussion:2001:4DD1:5246:0:14FB:2C75:182A:E645&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer Diskussion:2001:4DD1:5246:0:14FB:2C75:182A:E645 (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Diskussion&lt;/a&gt;) auf die letzte Version von &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Sokonbud&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Sokonbud (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Sokonbud&lt;/a&gt; zurückgesetzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Obrigkeit&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{laS|superioritas}}) wurden in [[Hierarchie|hierarchisch]] organisierten [[Gemeinwesen]] seit dem späten [[Mittelalter]] bis in die [[Moderne]] hinein diejenigen Personen oder [[Institution]]en bezeichnet, die rechtmäßig oder auch nur aufgrund eigener Anmaßung ([[Usurpation]]) die [[Herrschaft]] ausübten und die rechtliche und faktische [[Gewalt]] über die [[Untertan]]en besaßen. Die Untertanen schuldeten ihrer Obrigkeit [[Gehorsam]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Historisch unterscheidet man zwischen geistlicher und weltlicher Obrigkeit. Zur Ersteren gehörten die kirchlichen und religiösen Oberen, so etwa der [[Papst]], die [[Bischof|Bischöfe]] und die [[Abt|Äbte]], aber auch evangelische [[Superintendent]]en. Der [[Pfarrer]] galt für seine Gemeinde ebenfalls als &amp;#039;&amp;#039;vorgesetzte Obrigkeit&amp;#039;&amp;#039;. Weltliche Obrigkeiten waren zum Beispiel [[König]]e oder [[Fürst]]en, Inhaber von [[Grundherrschaft]]en, aber auch die [[Stadtrat|Räte]] in den Städten. Die Gewalt der Obrigkeit äußerte sich insbesondere in der [[Gerichtshoheit]] und der Vollmacht, [[Gesetz]]e und Vorschriften zu erlassen, von den Untertanen [[Steuerhoheit|Abgaben]] zu verlangen, [[Privileg]]ien zu gewähren und [[Gefolge|Gefolgschaft]] im Krieg einzufordern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mittelalter und in der frühen [[Neuzeit]] wurde das Verhältnis zwischen der Obrigkeit und den Untertanen in der Regel als persönliche Bindung aufgefasst, in die man meist hineingeboren wurde (etwa bei [[Erbuntertänigkeit]]) oder – was seltener vorkam – freiwillig oder unfreiwillig eintrat. Zwar konnten Untertanen bei Änderungen der Macht- oder Besitzverhältnisse (etwa bedingt durch kriegerische Auseinandersetzungen, Gebietsabtretungen, [[Lehnswesen|Neubelehnungen]], [[Erbfolge]]regelungen, die Veräußerung oder [[Verpfändung]] von Besitzungen etc.) durchaus auch unter die Herrschaft einer neuen Obrigkeit gelangen. Kennzeichnend für den Untertanenstatus ist jedoch der Umstand, dass der Untertan sich seine Obrigkeit regelmäßig weder aussuchen kann noch [[Bürgerrecht|bürgerliche Mitwirkungsrechte]] besitzt, die ihn aus sich heraus dazu berechtigen, auf ihre Handlungen und Verfügungen, selbst wenn sie ihn persönlich betreffen, Einfluss zu nehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus diesem Grund erscheint der Ausdruck &amp;#039;&amp;#039;Obrigkeit&amp;#039;&amp;#039; heute nicht mehr angemessen, wenn er in Bezug auf [[Republik]]en oder andere [[Verfassungsstaat]]en verwendet wird, die die [[Gewaltenteilung]] kennen und deren politisches System auf dem Prinzip der [[Volkssouveränität]] beruht, also etwa in Bezug auf moderne [[Demokratie|demokratische]] [[Rechtsstaat]]en. Dessen ungeachtet wurde der Begriff in den frühen republikanischen &amp;#039;&amp;#039;Regimes&amp;#039;&amp;#039;, die im Laufe des 19. Jahrhunderts nach dem Vorbild der [[Französische Revolution|Französischen Revolution]] in Europa und Amerika entstanden, anfänglich noch unhinterfragt im Sinne einer allgemeinen Bezeichnung für die [[Staatsgewalt]] verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die fraglose Anerkennung gesellschaftlicher und politischer Hierarchien und die unbedingte Unterwerfung unter tatsächlich oder vermeintlich höhergestellte Personen oder Institutionen („[[Autorität]]en“) wird auch als &amp;#039;&amp;#039;Obrigkeitsdenken&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Obrigkeits[[Hörigkeit (Rechtsgeschichte)|hörigkeit]]&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet. Ein übertriebenes Vertrauen auf die Handlungen und Maßnahmen der Regierenden (nach dem Motto „Sie werden es schon richten“) bezeichnet man als &amp;#039;&amp;#039;Obrigkeitsglauben&amp;#039;&amp;#039;. Ein autoritäres, undemokratisches Staatswesen, das seinen Bürgern keine oder nur sehr begrenzte Möglichkeiten der politischen [[Partizipation]] einräumt und auf abweichende Meinungen oder Kritik häufig mit [[Unterdrückung]]smaßnahmen reagiert, wird in polemischer Diktion auch als [[Obrigkeitsstaat]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch == &lt;br /&gt;
* [[Huldigung]]&lt;br /&gt;
* [[Lehnswesen]]&lt;br /&gt;
* [[Ständeordnung]]&lt;br /&gt;
* [[Vasall]]&lt;br /&gt;
* [[Widerstand (Politik)]]&lt;br /&gt;
* [[Widerstandsrecht]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Lars Behrisch: &amp;#039;&amp;#039;Städtische Obrigkeit und soziale Kontrolle&amp;#039;&amp;#039;. Bibliotheca-Academica-Verlag, Epfendorf 2005, ISBN 3-928471-54-6 (Zugl. Dissertation, Humboldt-Universität 2002). &lt;br /&gt;
* Jakob Kreutzer: &amp;#039;&amp;#039;[[Ulrich Zwingli|Zwingli]]s Lehre von der Obrigkeit&amp;#039;&amp;#039; (Kirchenrechtliche Abhandlungen; Bd. 57). Schipperges, Amsterdam 1965 (Nachdr. d. Ausg. Stuttgart 1909). &lt;br /&gt;
* [[Martin Luther]]: &amp;#039;&amp;#039;Von weltlicher Obrigkeit&amp;#039;&amp;#039; (Calwer Luther-Ausgabe; Bd. 4 / Siebenstern-Taschenbuch. 55). Neuaufl. Hänssler Verlag, Stuttgart 1996, ISBN 3-7751-2439-X. &lt;br /&gt;
* Gunther G. Wolf (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Luther und die Obrigkeit&amp;#039;&amp;#039;. Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1972, ISBN 3-534-03394-9 (= &amp;#039;&amp;#039;[[Wege der Forschung]]&amp;#039;&amp;#039;; 85).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wikiquote}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [http://www.glauben-und-bekennen.de/besinnung/begriffe-o/obrigkeit.htm#inhalt Der Begriff Obrigkeit beim Apostel Paulus (Interpretation aus protestantischer Sicht)]&lt;br /&gt;
* {{HLS|28734|Obrigkeit|Autor= André Holenstein}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4172326-0}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Herrschaftssoziologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politische Ideengeschichte (Frühe Neuzeit)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Itti</name></author>
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