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	<title>Oberungarn - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T06:06:24Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Oberungarn&amp;diff=188526&amp;oldid=prev</id>
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		<updated>2026-03-23T22:48:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Better quality version of image&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Kosice by Braun Hogenberg (middle size) (97692526).jpg|mini|hochkant=1.5|&amp;#039;&amp;#039;Cassovia – Superioris Hungariae Civitas Prima&amp;#039;&amp;#039;, [[Kaschau]], die erste Stadt Oberungarns (1617)]] &lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Oberungarn&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war im 16. und 17. Jahrhundert ein Verwaltungsbezirk im Nordosten des [[Königreich Ungarn|Königreichs Ungarn]]. Beim Begriff &amp;#039;&amp;#039;Oberungarn&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;im 16.–19. Jahrhundert auch &amp;#039;&amp;#039;Oberhungarn&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Ober-Hungarn&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Ober-Ungarn&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; handelt es sich um die deutsche Übersetzung der ungarischen Ausdrücke &amp;#039;&amp;#039;Felvidék&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Felföld&amp;#039;&amp;#039; (slowakisch &amp;#039;&amp;#039;Horná Zem&amp;#039;&amp;#039; „obere Gegend“ bzw. „Oberland“) oder ursprünglich &amp;#039;&amp;#039;Felső-Magyarország&amp;#039;&amp;#039; (slowakisch &amp;#039;&amp;#039;Horné Uhorsko&amp;#039;&amp;#039; „Oberungarn“). Nach der Vertreibung der Osmanen im 17. Jahrhundert wurde die Verwaltungseinheit aufgelöst; der Begriff wird aber bis heute in Ungarn als Umschreibung des geografischen Territoriums der heutigen [[Slowakei]] verwendet – üblicherweise im Zusammenhang mit der dort lebenden ungarischen Minderheit. Mit dem Gegenbegriff &amp;#039;&amp;#039;Niederungarn&amp;#039;&amp;#039; bezeichnete man die übrigen Teile des Königreichs Ungarn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
In modernen Publikationen wird der Begriff Oberungarn auch als Übersetzung anderer mittelalterlicher ([[Lateinische Sprache|lateinischer]]) Begriffe verwendet, die ungefähr dasselbe Gebiet bezeichneten, nämlich das seinerzeitige Gebiet des [[Neutraer Fürstentum]]s. Es waren Bezeichnungen wie &amp;#039;&amp;#039;Partes Danubii septentrionales&amp;#039;&amp;#039; (Gebiete nördlich der Donau) oder &amp;#039;&amp;#039;Partes regni superiores&amp;#039;&amp;#039; (Obere Teile des Königreichs). Aus letzterem entstand dann historisch die Bezeichnung „Oberungarn“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 16. und 17. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Central europe 1572.png|mini|links|Das Hauptgeneralat/Kapitanat Oberungarn (östlichste Provinz in blau) war 1572 nach Süden und Südosten nur minimal größer, als die Region, die im 16.–18. Jahrhundert als Oberungarn galt.]]&lt;br /&gt;
Nach der Eroberung des heutigen südlichen und mittleren [[Ungarn]]s durch das [[Osmanisches Reich|Osmanische Reich]] im 16. Jahrhundert bezeichnete „Oberungarn“ die heutige [[Ostslowakei]] und die angrenzenden Gebiete des heutigen Ungarns, der Ukraine und Rumäniens, die nicht von den Osmanen besetzt waren. Dieses Gebiet bildete ein eigenes Verwaltungs- und Militärgebiet – die österreichische &amp;#039;&amp;#039;Oberungarische Grenzoberhauptmannschaft&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;Oberungarisches Grenzgeneralat&amp;#039;&amp;#039;, [[Latein|lat.]] &amp;#039;&amp;#039;supremus capitaneatus (confiniorum) partium regni Hungariae superiorum&amp;#039;&amp;#039;, 1564–1686) mit Sitz in [[Košice|Kaschau]] (Košice) innerhalb des [[Königliches Ungarn|Königlichen Ungarns]]. Dazu gehörten auch die [[Liste von Bergstädten#Oberungarn|oberungarischen Bergstädte]] in der heutigen Ostslowakei und in Nordost-Ungarn.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit „Niederungarn“ war damals in erster Linie die heutige [[Westslowakei|West-]] und [[Mittelslowakei]] gemeint, ausnahmsweise auch damals das gesamte übrige Ungarn. Dort lagen auch die [[Liste von Bergstädten#Niederungarn|niederungarischen Bergstädte]] in der heutigen Mittelslowakei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 18. und 19. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
[[Datei:1794 Laurie and Whittle Map of Hungary and Transylvania - Geographicus - Hungary-lauriewhittle-1794.jpg|mini|Englische Karte Ungarns 1794 mit Aufschrift „Upper Hungary“ (Oberungarn) etwa von [[Pressburg]] bis zur [[Karpatenukraine]].]]&lt;br /&gt;
Vom 18. Jahrhundert (in den meisten Texten jedoch erst ab dem 19. Jahrhundert) bis 1918 wurde inoffiziell, aber häufig, das Gebiet des Königreichs Ungarn nördlich der [[Theiß (Fluss)|Theiß]] und der [[Donau]], dessen Großteil der [[Slowakei]] entspricht, als &amp;#039;&amp;#039;Oberungarn&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet. Andere Völker als die [[Magyaren]] verwendeten parallel die Begriffe &amp;#039;&amp;#039;Slowakei&amp;#039;&amp;#039; (im Sinne von „das zusammenhängend von Slowaken bewohnte Gebiet“) und &amp;#039;&amp;#039;Oberungarn&amp;#039;&amp;#039; (als Teil des Königreichs Ungarn). Die [[Slowaken]] hingegen bezeichneten die Gebiete des Königreichs Ungarn außerhalb der Slowakei als &amp;#039;&amp;#039;Dolná Zem&amp;#039;&amp;#039; („Unterland“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 20. und 21. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Als nach dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] die [[Erste Tschechoslowakische Republik]] entstand, wurde verlangt, dass das gesamte Oberungarn (d.&amp;amp;nbsp;h. auch das Gebiet zwischen der Theiß und der heutigen Grenze) zur Tschechoslowakei käme – weil in den Gebieten auch Slowaken lebten. Mit dem ungarischen Begriff &amp;#039;&amp;#039;Felvidék&amp;#039;&amp;#039; werden seit der Entstehung der Tschechoslowakei (1918) im weiteren Sinne nur noch die ehemaligen ungarischen Gebiete bezeichnet, die Bestandteil der Tschechoslowakei geworden sind, d.&amp;amp;nbsp;h. vor dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] die Slowakei und die [[Karpatoukraine]] und danach nur noch die Slowakei. Im engeren Sinne (und eher selten) werden seit 1918 als Oberungarn &amp;#039;&amp;#039;(Felvidék)&amp;#039;&amp;#039; nur die mehrheitlich von Ungarn bewohnten Gebiete der Slowakei, d.&amp;amp;nbsp;h. die Südslowakei, bezeichnet. So wurden auch die im Zusammenhang mit dem [[Erster Wiener Schiedsspruch|Ersten Wiener Schiedsspruch]] vom 2. November 1938 von der [[Zweite Tschechoslowakische Republik|Tschecho-Slowakischen Republik]] an Ungarn abgetretenen Grenzgebiete als Oberungarn bezeichnet (diese Grenzrevision wurde nach dem Zweiten Weltkrieg wieder rückgängig gemacht). Vor allem in der Slowakei unter Slowaken gelten die Begriffe &amp;#039;&amp;#039;Felvidék&amp;#039;&amp;#039; und Oberungarn heute als politisch belastet und als Ausdruck des ungarischen [[Revisionismus]]. Im heutigen Ungarn und unter ungarischen Minderheiten wird der Begriff Felvidék (Oberungarn) in historischen, kulturellen oder touristischen Kontexten weiterhin gebraucht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Slowaken#Name]]&lt;br /&gt;
* [[Wappen der Slowakei]] – über die Bedeutung der &amp;#039;&amp;#039;Partes Danubii septentrionales&amp;#039;&amp;#039; etc.&lt;br /&gt;
* [[Mährische Slowakei]]&lt;br /&gt;
* [[Zipser Sachsen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Iván Balassa, Gyula Ortutay: [https://mek.oszk.hu/02700/02791/html/107.html &amp;#039;&amp;#039;Oberungarn.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Ungarische Volkskunde.&amp;#039;&amp;#039;, 1979.&lt;br /&gt;
* Gertraud Marinell-König (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Oberungarn (Slowakei) in den Wiener Zeitschriften und Almanachen des Vormärz (1805–1848). Blicke auf eine Kulturlandschaft der Vormoderne. Versuch einer kritischen Bestandsaufnahme der Beiträge über die historische Region und ihre kulturellen Verbindungen zu Wien&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Österreichische Akademie der Wissenschaften. Philosophisch-Historische Klasse. Sitzungsberichte.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 711 = &amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen der Kommission für Literaturwissenschaft.&amp;#039;&amp;#039; Nr. 23). Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 2004, ISBN 3-7001-3258-1 ([http://www.kakanien.ac.at/rez/IFried2.pdf Rezension auf &amp;#039;&amp;#039;Kakanien Revisited&amp;#039;&amp;#039;]; PDF; 136&amp;amp;nbsp;kB).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [[Friedrich Gottas]]: [http://eeo.uni-klu.ac.at/index.php?title=Oberungarn Eintrag &amp;#039;&amp;#039;Oberungarn&amp;#039;&amp;#039;], Enzyklopädie des Europäischen Ostens ([[Alpen-Adria-Universität Klagenfurt|Universität Klagenfurt]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|LCCN=sh98000687|VIAF=2562164539781332240001}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Slowakische Geschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Königreich Ungarn]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Redaktor GLAM</name></author>
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