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	<title>Oberstes Holz - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Oberstes_Holz&amp;diff=1310302&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Rauenstein am 10. September 2024 um 16:32 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Oberstes Holz von Gudensberg.jpg|miniatur|hochkant=2.0|Oberstes Holz von der [[Obernburg (Gudensberg)|Obernburg]]  in [[Gudensberg]] gesehen, links die Zuckerfabrik in [[Wabern]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Oberstes Holz Waldrand.jpg|miniatur|Waldrand des Obersten Holzes]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Oberstes Holz Laubwald.jpg|miniatur|Laubwald im Obersten Holz]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Oberste Holz&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Mischwald]] nördlich der [[Eder]] und südlich der [[Ems (Eder)|Ems]] in der Gemarkung der Stadt [[Fritzlar]] im nordhessischen [[Schwalm-Eder-Kreis]].  Der als &amp;#039;&amp;#039;Gudensberger Stadtwald&amp;#039;&amp;#039; vom Hessischen Forstamt bewirtschaftete Nutzwald wird auch jagdwirtschaftlich und als Naherholungsgebiet genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographische Lage ==&lt;br /&gt;
Der Wald liegt zwischen dem [[Gudensberg]]er Stadtteil [[Obervorschütz]] im Norden, dem [[Felsberg (Hessen)|Felsberger]] Stadtteil [[Niedervorschütz]] im Nordosten, dem [[Wabern]]er Ortsteil [[Niedermöllrich]] im Südosten und den Fritzlarer Stadtteilen [[Cappel (Fritzlar)|Cappel]] im Süden, [[Obermöllrich]] im Südwesten und [[Werkel]] im Nordwesten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Das fast ebene Waldstück besteht historisch aus dem westlichen „Obersten Holz“ und dem östlichen „Bonner Holz“ oder „Boner Holz“. Das Oberste Holz liegt an der Stelle eines einstigen Urwald- und Sumpfgebiets. Westlich davon befindet sich der geografische Punkt „Hoher Mahlstein“, der ehemalige Standort des [[Hilgenstein bei Werkel|Hilgensteins]] von Werkel, der wohl im 3. Jahrhundert v. Chr. als Zentrum einer rituellen vorchristlichen Stätte aufgestellt wurde. Im Bonner Holz befinden sich Reste mehrerer [[Bronzezeit|bronzezeitlicher]] [[Hügelgrab|Hügelgräber]] aus dem 2. Jahrtausend v. Chr., die jedoch noch nicht archäologisch untersucht worden sind. Das nach seinem [[Rotfuchs|Fuchs]]&amp;amp;shy;bestand benannte „Fuchsküppel“, mit {{Höhe|217|DE-NN|link=true}} die höchste Erhebung innerhalb des Waldes, ist der Rest eines [[Erosion (Geologie)|erodierten]] bronzezeitlichen Hügelgrabs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch das Oberste Holz führte der seit Abholzung in den Jahren 1946 und 1947 freiliegende [[Sälzer Weg|„Sälzerweg“]], der die Salzgewinnungsstätten in [[Bad Sooden-Allendorf]] mit dem Rheingau und dem heutigen [[Ruhrgebiet]] verband. Der Sälzerweg ist am Obersten Holz kongruent mit dem [[Ederauenweg]] und einem von der [[Ars Natura|Ars-Natura]]-Stiftung geförderten Kunstweg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mittelalter wurde der Wald auch als [[Hutewald]] benutzt. Die Bezeichnungen der Wege von Obervorschütz zum Obersten Holz, „Heiseler Weg“ und „Hommerweg“, stammen aus dem Mittelalter. Der Hommerweg ist nach dem brüllenden Vieh benannt, das zum Huteweiden im Obersten Holz getrieben wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1761, im [[Siebenjähriger Krieg|Siebenjährigen Krieg]], lagerten 12.000 französische Soldaten im Obersten Holz und belagerten die [[Felsburg (Hessen)|Felsburg]] bei Felsberg. Aus dieser Zeit stammt das mit zwei [[Linden (Botanik)|Linden]] bepflanzte „Reitergrab“, in dem ein französischer Offizier mitsamt seinem Pferd bestattet ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem 18. Jahrhundert stammte der zum [[Jagdschloss Wabern]] gehörige „[[Fasanenhof (Cappel)|Fasanenhof]]“. Heute erinnert nur noch der 1971 teilrestaurierte und mit einer Betonplatte versiegelte Brunnen an den Fasanenhof. Er diente der Wasserversorgung der Bewohner und Besucher und zum [[Bierbrauen]] und wird seit Mitte 2023 saniert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Östlich vom Obersten Holz wurde während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] von 1943 bis 1945 ein [[Scheinflugplatz]] betrieben. Nach Ende des Kriegs wurden in den umliegenden Dörfern umherliegendes Kriegsgerät und durch die [[Alliierte#Zweiter Weltkrieg|Alliierten]] eingesammelte Waffen im Obersten Holz zusammengetragen und vernichtet. Zwei mit Regenwasser gefüllte Explosionstrichter sind Überbleibsel dieser Aktion. Von 1947 bis 1952 wurden die Kriegsschäden durch Aufforsten kompensiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Interessengemeinschaft Waldläufer errichtete 1970 die Schutzhütte „Bonner Holz“ mit Kinderschaukel und 1971 die „Neue Schutzhütte“ am Waldteich; der Obervorschützer Maler [[Konrad Giese]] gestaltete beide Schutzhütten mit Ölbildern aus. Am 6. April 1977 wurde ein freistehender evangelisch-lutherischer [[Altar]] inmitten eines Eichendoms am Sälzerweg geweiht. Im November 1988 legten Schüler der Fritzlarer [[König-Heinrich-Schule]] östlich des Obersten Holzes ein Feldgehölz an, das Schutz gegen Wind- und Bodenerosion bietet, das Kleinklima verbessert und Lebensraum für Kleinlebewesen bietet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1992 wurde vom Hessischen Forstamt ein Altholzbestand aus [[Eiche]]n und [[Buche]]n am östlichen Waldrand von der weiteren wirtschaftlichen Nutzung ausgeschlossen und zu einer von hessenweit neun [[Stieleiche]]n- und zehn [[Bergahorn]]versuchsanbauflächen designiert. Auf diesen Arealen sollen die Nachkommen verschiedener hessischer Stieleichen- und Ahornbestände analysiert werden, um ihre Anpassungsfähigkeit, Vitalität und Qualität zu prüfen und für jede Region Hessens eine ausreichende Anzahl von geeigneten Saatguterntebeständen auszuwählen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Naherholungsgebiet ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Ars Magischer Hain.jpg|mini|Kunstobjekt &amp;quot;Magischer Hain&amp;quot; am [[Ars Natura]] im Obersten Holz]]&lt;br /&gt;
Das Oberste Holz ist ein beliebtes Ziel für Ausflüge und Waldwanderungen. Vor der Cappeler und Obervorschützer Waldseite stehen Parkplätze zur Verfügung. Für Waldspaziergänge, Jogging, Nordic-Walking, Mountainbiking und Skilanglauf ist das Oberste Holz ein idealer Ort; es wurde sogar als Trainingsstrecke für [[Schlittenhund]]erennen genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 2004 führt über den [[Barbarossaweg]] (Wanderzeichen „X8“) der Kunstpfad [[Ars Natura]] durch das Waldgebiet. Von dem [[Göttingen|Göttinger]] Künstler Joachim Reitner wird die Arbeit „Das Gedächtnis der Steine“ gezeigt, der [[Allendorf (Lumda)|Allendorfer]] Künstler Alf Becker zeigt seine „Kreissituation I“, der [[Malsfeld]]er Künstler Lutz Lobert sein Werk „Aufbruch“, und die [[Schwalmstadt|Schwalmstäder]] Künstlerin Ursula Porada ihren „Magischen Hain“ in unmittelbarer Nähe zum evangelischen Altar und in Nachbarschaft zur [[Baumschule]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Richard Brachmann: &amp;#039;&amp;#039;Festschrift zum Heimatfest Obervorschütz vom 17. bis 19. Juni 1955,&amp;#039;&amp;#039; Bürgermeisteramt Obervorschütz (Hrsg.), 1955, S. 61&lt;br /&gt;
* Eduard Brauns: &amp;#039;&amp;#039;Wander- und Reiseführer durch Nordhessen und Waldeck.&amp;#039;&amp;#039; A. Bernecker Verlag Melsungen, 1971&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|article=/|NS=51/8/11.376766/N|EW=9/20/44.737244/E|type=forest|elevation=217|region=DE-HE}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Fritzlar)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Waldgebiet in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Waldgebiet in Hessen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Rauenstein</name></author>
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