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	<title>Oberste Heeresleitung - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T01:19:21Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Oberste_Heeresleitung&amp;diff=84789&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Vieilissant: /* Erste und Zweite OHL */</title>
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		<updated>2025-09-01T16:44:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Erste und Zweite OHL&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|befasst sich mit der Kommandoebene des Deutschen Reiches. Zur Punkband siehe [[OHL (Band)]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 146-2005-0164, Kassel, großes Hauptquartier, Offiziere.jpg|mini|Mitglieder der Heeresleitung nach der Verlegung des Hauptquartiers nach [[Bad Wilhelmshöhe|Kassel-Wilhelmshöhe]] im November 1918]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Oberste Heeresleitung&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;OHL&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) war die [[Strategie (Militär)|strategisch]]-[[Operation (Militär)|operative]] Leitung bzw. der [[Oberbefehl]] über die [[Feldheer|aktiven Truppenteile]] des [[Deutsches Heer (Deutsches Kaiserreich)|deutschen Heeres]] während des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]]. Diese Funktion übte faktisch der &amp;#039;&amp;#039;Chef des Generalstabes des Feldheeres&amp;#039;&amp;#039; aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rechtliche Voraussetzungen ==&lt;br /&gt;
Die Oberste Heeresleitung oblag [[de jure/de facto|de jure]] dem [[Deutscher Kaiser|Deutschen Kaiser]]: Nach den Artikeln 63 und 64 der [[Bismarcksche Reichsverfassung|Reichsverfassung]] und nach § 6 des [[Reichs-Militärgesetz]]es&amp;lt;ref&amp;gt;Reichs-Militärgesetz vom 2. Mai 1874, Reichsgesetzblatt 1874, Nr. 15, S. 45–64 [[s:Reichs-Militärgesetz|Scan auf Commons]]&amp;lt;/ref&amp;gt; war der Deutsche Kaiser der Inhaber der [[Befehls- und Kommandogewalt]] über die gesamten Streitkräfte des [[Deutsches Kaiserreich|Deutschen Reiches]] (in Friedenszeiten mit Ausnahme des [[Bayerische Armee|bayrischen Heereskontingents]]) und war somit auch strategisch-operativer Leiter des Feldheeres. Für den Kriegsfall stand ihm zur Bewältigung dieser Aufgabe der Chef des Generalstabes des Feldheeres zur Seite. Dessen Funktion war es, den Kaiser über die Kriegslage zu informieren, Maßnahmen vorzuschlagen und die Entscheidungen des Kaisers in Form von Befehlen an die untere Kommandoebene weiterzuleiten sowie über deren Ausführung zu wachen. Allerdings verzichtete [[Wilhelm II. (Deutsches Reich)|Wilhelm II.]] mit Beginn des Ersten Weltkrieges praktisch auf diese Befugnis, indem er den Chef des Generalstabes des Feldheeres bevollmächtigte, in seinem Namen eigenmächtig Befehle zu erteilen. Nur bei wichtigen Entscheidungen wollte er miteinbezogen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Wiegand Schmidt-Richberg: &amp;#039;&amp;#039;Die Generalstäbe in Deutschland 1871–1945. Aufgaben in der Armee und Stellung im Staate&amp;#039;&amp;#039;. S. 38–40. In: Beiträge zur Militär- und Kriegsgeschichte, Dritter Band, hrsg. v. Deutsche Verlagsanstalt, Stuttgart 1961.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Walther Hubatsch: &amp;#039;&amp;#039;Großes Hauptquartier 1914/18: Zur Geschichte einer deutschen Führungseinrichtung&amp;#039;&amp;#039;. S. 430–431 und 441–443. In: Ostdeutsche Wissenschaft 5, 1958.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Christian Millotat]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Oberste Heeresleitung vom Ende des Weltkrieges bis zur Auflösung des kaiserlichen Heeres&amp;#039;&amp;#039;. S. 44. In: Reihe: Aktuelle Fragen aus der Bildungsarbeit für den Offizier, Folge III, Schriftenreihe: Innere Führung, Heft 7, hrsg. v. Bundesministerium der Verteidigung, Führungsstab der Streitkräfte I 4, Winder 1669/70.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gerhard Förster u. a.: Der preußisch-deutsche Generalstab 1640–1965. Zu seiner politischen Rolle in der Geschichte. Dietz Verlag, Berlin 1966. S. 131.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Oktober 1914 benutzte ein Heeresbericht erstmals die Bezeichnung „Oberste Heeresleitung“ für die Kommando- und Führungsbehörde des Oberbefehlshabers des Feldheeres.&amp;lt;ref&amp;gt;Christian Stachelbeck: &amp;#039;&amp;#039;Deutschlands Heer und Marine im Ersten Weltkrieg&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Militärgeschichte – Militärgeschichte kompakt&amp;#039;&amp;#039;, Bd.&amp;amp;nbsp;5). Oldenbourg, München 2013, ISBN 978-3-486-71299-5, S.&amp;amp;nbsp;100.&amp;lt;/ref&amp;gt; Spätestens im August 1916, als [[Paul von Hindenburg]] Chef des Generalstabs des Feldheeres wurde, wurde das von ihm geführte Kommando in der Öffentlichkeit begrifflich mit der &amp;#039;&amp;#039;Obersten Heeresleitung&amp;#039;&amp;#039; gleichgesetzt.&amp;lt;ref&amp;gt;Walther Hubatsch: &amp;#039;&amp;#039;Großes Hauptquartier 1914/18: Zur Geschichte einer deutschen Führungseinrichtung&amp;#039;&amp;#039;. S. 442. In: Ostdeutsche Wissenschaft 5, 1958.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wiegand Schmidt-Richberg: &amp;#039;&amp;#039;Die Generalstäbe in Deutschland 1871–1945. Aufgaben in der Armee und Stellung im Staate&amp;#039;&amp;#039;. S. 41. In: Beiträge zur Militär- und Kriegsgeschichte, Dritter Band, hrsg. v. Deutsche Verlagsanstalt, Stuttgart 1961.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
Gerhard Förster u. a.: &amp;#039;&amp;#039;Der preußisch-deutsche Generalstab 1640-1965. Zu seiner politischen Rolle in der Geschichte.&amp;#039;&amp;#039; Dietz Verlag, Berlin 1966, S. 132&amp;lt;/ref&amp;gt; Vor seiner Flucht ins Exil in die [[Niederlande]] am 9. November 1918 übertrug Wilhelm II. auch formell die strategisch-operative Leitung an den Generalstabschef des Feldheeres.&amp;lt;ref&amp;gt;Wiegand Schmidt-Richberg: &amp;#039;&amp;#039;Die Generalstäbe in Deutschland 1871–1945. Aufgaben in der Armee und Stellung im Staate&amp;#039;&amp;#039;. S. 55. In: Beiträge zur Militär- und Kriegsgeschichte, Dritter Band, hrsg. v. Deutsche Verlagsanstalt, Stuttgart 1961.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Generalstab des Feldheeres als Träger der Obersten Heeresleitung wurde am 3. Juli 1919 demobilisiert. Sitz der OHL war das [[Großes Hauptquartier|Große Hauptquartier]].&amp;lt;ref&amp;gt;Walther Hubatsch: &amp;#039;&amp;#039;Großes Hauptquartier 1914/18: Zur Geschichte einer deutschen Führungseinrichtung&amp;#039;&amp;#039;. S. 424. In: &amp;#039;&amp;#039;Ostdeutsche Wissenschaft&amp;#039;&amp;#039; 5, 1958.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen der OHL und dem für den [[Seekrieg im Ersten Weltkrieg|Seekrieg]] zuständigen [[Admiralstab (Kaiserliche Marine)|Admiralstab]] gab es zumindest bei den Vorbereitungen des Krieges keine ausreichende Abstimmung. Die [[Kaiserliche Marine]] war beispielsweise unzureichend über den [[Schlieffen-Plan]] informiert, der den Angriff durch [[Belgien]] auf [[Frankreich]] vorsah.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Erste und Zweite OHL ===&lt;br /&gt;
[[Helmuth Johannes Ludwig von Moltke|Helmuth von Moltke]] (1848–1916) wurde 1906 [[Generalstab]]schef. Sein Vorgänger [[Alfred von Schlieffen]] hatte 1905 eine Denkschrift verfasst, die später als [[Schlieffen-Plan]] bekannt wurde. Moltke überarbeitete den Plan. &lt;br /&gt;
&amp;lt;br/&amp;gt;Der Plan wurde ab dem [[Erster Weltkrieg#Verlauf|Beginn des Ersten Weltkrieges]] Anfang August 1914 realisiert. Die [[Schlacht an der Marne (1914)|Offensive an der Marne (5. bis 12. September 1914)]] scheiterte. Am 14. September wurde der [[Preußisches Kriegsministerium|preußische Kriegsminister]] [[Erich von Falkenhayn]] (1861–1922) Moltkes Nachfolger. &lt;br /&gt;
Falkenhayn setzte [[Erster Weltkrieg#Kriegsjahr 1916|1916]] in der [[Schlacht um Verdun]] auf das Konzept der [[Abnutzungsschlacht]]; [[Erich von Falkenhayn#Schlacht von Verdun im Westen|dieses scheiterte]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dritte OHL ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Generalfeldmarschall von Hindenburg und General Ludendorff.png|mini|hochkant|[[Paul von Hindenburg]] und [[Erich Ludendorff]]]]&lt;br /&gt;
Die dritte und letzte OHL wurde ab August 1916 vom überaus populären Generalfeldmarschall und späteren [[Reichspräsident]]en [[Paul von Hindenburg]] und dessen [[Chef des Stabes]], [[Erich Ludendorff]], angeführt. Während Hindenburg vor allem für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig war, zog eigentlich Ludendorff die Fäden. Als besondere Dienststellung wurde für Ludendorff die Funktion des &amp;#039;&amp;#039;[[Generalquartiermeister|Ersten Generalquartiermeisters]]&amp;#039;&amp;#039; geschaffen, um diesen faktisch gleichberechtigt neben Hindenburg zu stellen. Die Macht der 3. OHL ging so weit, dass das Deutsche Reich 1917 und 1918 Züge einer [[Militärdiktatur]] trug. Auf Ludendorff geht auch die Wiederaufnahme des uneingeschränkten [[U-Boot-Krieg]]es zurück; danach traten [[Eintritt der Vereinigten Staaten in den Ersten Weltkrieg|die Vereinigten Staaten in den Krieg ein]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Oktober 1918 drängte die OHL die neue deutsche Regierung unter [[Max von Baden]], unverzüglich einen [[Waffenstillstand]] zu unterschreiben, da sie überzeugt war, die deutsche Westfront könne jeden Tag zusammenbrechen. Wenige Tage vor Kriegsende, am 26. Oktober, entließ der Kaiser Ludendorff wegen seines Befehls, den aussichtslosen Kampf nun doch fortzusetzen; sein Nachfolger als Generalquartiermeister wurde [[Wilhelm Groener]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter Groeners Kommando fiel die Revolution des Heimatheeres zwischen dem 29. Oktober und 9. November sowie die beginnende Revolte in Teilen des Feldheeres, unter anderem im [[Großes Hauptquartier|Großen Hauptquartier]] im belgischen [[Spa (Belgien)|Spa]], die eine völlige Machtentblößung und militärische Handlungsunfähigkeit der OHL zur Folge hatte. Groener und Hindenburg entschieden sich, sich scheinbar „auf den Boden der Tatsachen“ zu stellen, die Liquidation des Kriegsendes militärtechnisch und -bürokratisch zu koordinieren und dabei vorübergehend mit der [[Kabinett Ebert|Regierung Ebert]] zusammenzuarbeiten (sog. [[Ebert-Groener-Pakt]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nach dem Krieg ===&lt;br /&gt;
Mittelfristiges Ziel blieb aber, die Unterstützung der Truppen zurückzugewinnen, die Machtposition der OHL zu renovieren und zu konsolidieren und als innenpolitische Ordnungsmacht auf die politische Bühne der jungen Republik zurückzukehren – ein Ziel, das mittels der Verbreitung der [[Dolchstoßlegende]] einerseits und dem Einflussgewinn unter den ersten beiden Reichsregierungen bis zum Frühjahr 1919 andererseits auch gelang. Ab Februar 1919 fungierte die nach [[Kołobrzeg|Kolberg]] verlegte OHL als Oberkommando des [[Grenzschutz Ost|Grenzschutzes Ost]], der Grenzkämpfe mit der neuentstandenen [[Zweite Polnische Republik|Polnischen Republik]] führte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der bevorstehenden Unterzeichnung des [[Friedensvertrag von Versailles|Versailler Vertrags]] verlor die OHL als Institution ihre äußere Existenzberechtigung. Hindenburg trat am 25. Juni 1919 zurück, am 3. Juli 1919 folgte die Auflösung der OHL.&amp;lt;ref&amp;gt;Zum Ausscheiden Hindenburgs: &amp;#039;&amp;#039;Schulthess&amp;#039; Europäischer Geschichtskalender&amp;#039;&amp;#039;, Jg. 60 (1919, I). Beck, Nördlingen, München 1919, S. 266 f.; zur Auflösung der OHL: S. 281.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei der Bildung des 200.000-Mann-Übergangsheers im September 1919 wurde die seit Juni noch bestehende &amp;#039;&amp;#039;Kommandostelle Kolberg&amp;#039;&amp;#039; schließlich aufgelöst. Personelle, ideologische und strategische Kontinuitäten zu den zunehmend einflussreichen Nachfolgeorganisationen bestanden aber und belasteten die [[Weimarer Republik]] schwer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Auslandsabteilung der OHL]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Erich von Falkenhayn]]: &amp;#039;&amp;#039;Die oberste Heeresleitung 1914–1916 in ihren wichtigsten Entschliessungen.&amp;#039;&amp;#039; E. S. Mittler und Sohn, Berlin 1920.&lt;br /&gt;
* Ulrich Kluge: &amp;#039;&amp;#039;Soldatenräte und Revolution. Studien zur Militärpolitik in Deutschland 1918/19.&amp;#039;&amp;#039; Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 1975, ISBN 3-525-35965-9.&lt;br /&gt;
* Irene Strenge: &amp;#039;&amp;#039;Spa im Ersten Weltkrieg (1914–1918): Lazarett und Großes Hauptquartier. Deutsche Besatzungspolitik in Belgien.&amp;#039;&amp;#039; Königshausen &amp;amp; Neumann, Würzburg 2007, ISBN 978-3-8260-3693-4.&lt;br /&gt;
* Gerhard W. Rakenius: &amp;#039;&amp;#039;Wilhelm Groener als Erster Generalquartiermeister. Die Politik der Obersten Heeresleitung 1918/19&amp;#039;&amp;#039;. Harald Boldt Verlag, Boppard am Rhein 1977, ISBN 3-7646-1685-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.dhm.de/lemo/kapitel/erster-weltkrieg/kriegsverlauf/ohl/ Die Oberste Heeresleitung (OHL) – Eintrag beim Deutschen Historischen Museum]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militär (Deutsches Kaiserreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutsche Militärgeschichte (Erster Weltkrieg)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Vieilissant</name></author>
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