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	<title>Oberhof - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Oberhof&amp;diff=1707524&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Horst Gräbner: Änderungen von ~2025-32791-49 (Diskussion) auf die letzte Version von Rubikon79 zurückgesetzt</title>
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		<updated>2026-02-04T18:36:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderungen von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/~2025-32791-49&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/~2025-32791-49&quot;&gt;~2025-32791-49&lt;/a&gt; (&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer_Diskussion:~2025-32791-49&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer Diskussion:~2025-32791-49 (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Diskussion&lt;/a&gt;) auf die letzte Version von &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Rubikon79&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Rubikon79 (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Rubikon79&lt;/a&gt; zurückgesetzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|beschäftigt sich mit der thüringischen Stadt Oberhof. Für weitere Bedeutungen siehe [[Oberhof (Begriffsklärung)]].}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
|Art               = Stadt&lt;br /&gt;
|Wappen            = Wappen Stadt Oberhof.svg&lt;br /&gt;
|Breitengrad       = 50/42/20/N&lt;br /&gt;
|Längengrad        = 10/43/30/E&lt;br /&gt;
|Lageplan          = Oberhof in SM.png&lt;br /&gt;
|Bundesland        = Thüringen&lt;br /&gt;
|Landkreis         = Schmalkalden-Meiningen&lt;br /&gt;
|Höhe              = 800&lt;br /&gt;
|PLZ               = 98559&lt;br /&gt;
|Vorwahl           = 036842&lt;br /&gt;
|Gemeindeschlüssel = 16066047&lt;br /&gt;
|Straße            = Zellaer Straße 10&lt;br /&gt;
|Website           = [https://www.stadt-oberhof.de/ www.stadt-oberhof.de]&lt;br /&gt;
|Bürgermeister     = Daniel Fischer &lt;br /&gt;
|Partei            = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Oberhof&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[Landstadt]] im [[Landkreis Schmalkalden-Meiningen]] in [[Thüringen]] ([[Deutschland]]). Sie liegt am [[Gebirgskamm|Kamm]] des [[Thüringer Wald]]es auf etwa 815&amp;amp;nbsp;m ü. [[Normalhöhennull|NHN]] in der Nähe des [[Rennsteig]]s. Oberhof wird von der [[Landesplanung in Deutschland|Landesplanung]] als Teil des kreisübergreifenden und funktionsteiligen [[Oberzentrum Südthüringen|Oberzentrums Südthüringen]] festgeschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oberhof ist als deutsches [[Wintersport]]zentrum bekannt. Besonders populär sind hier die Sportarten [[Biathlon]], [[Rennrodeln]] bzw. [[Bobsport]], [[Skilanglauf]] und die [[Nordische Kombination]]. Die Stadt lebt vom Tourismus. Im Jahr 2009 kamen 132.000 Gäste mit insgesamt 426.000 Übernachtungen nach Oberhof.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.tls.thueringen.de/seite.asp?aktiv=dat01&amp;amp;startbei=datenbank/oertlich.asp Thüringer Landesamt für Statistik]&amp;lt;/ref&amp;gt; Damit ist Oberhof nach [[Erfurt]] und [[Weimar]] der meistbesuchte Ort in Thüringen sowie der meistbesuchte Ferienort im Thüringer Wald.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oberhof ist auch bekannt für die dort stationierte [[Sportfördergruppe der Bundeswehr]] sowie für sein [[Sportgymnasium]], welches das Zentrum der Wintersport-Nachwuchsförderung in Thüringen darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
Oberhof liegt im [[Thüringer Wald]], einem Mittelgebirge, in etwa 815 Metern Höhe. Südlich des Ortes verläuft der [[Rennsteig]], der den Kamm des Gebirges darstellt. Die Stadt liegt auf einer Hochfläche, weshalb es im bebauten Gebiet keine großen Höhenunterschiede gibt. Direkt ans Stadtgebiet grenzt südlich der 904 Meter hohe [[Schützenberg (Thüringer Wald)|Schützenberg]]. Etwa vier Kilometer südöstlich liegen mit dem 983 Meter hohen [[Großer Beerberg|Großen Beerberg]] und dem 978 Meter hohen [[Schneekopf]] die beiden höchsten Berge Thüringens. Südwestlich von Oberhof liegen auch zwei Rennsteigpässe: der Pass am [[Grenzadler (Oberhof)|Grenzadler]] (ehemalige Landesgrenze zwischen dem [[Herzogtum Sachsen-Coburg und Gotha]] und [[Preußen]]) sowie der Pass am [[Rondell (Oberhof)|Rondell]]. Sie waren seit altersher Übergänge von Handelsstraßen. Bei Oberhof entspringen auch mehrere Flüsse, die [[Gera (Fluss)|Gera]] im Osten, die [[Ohra (Fluss)|Ohra]] im Norden, die [[Hasel (Werra)|Hasel]] im Süden und die [[Schwarza (Hasel)|Schönau]] im Westen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Umgebung Oberhofs ist komplett bewaldet, meistverbreitete Baumart ist die [[Gemeine Fichte|Fichte]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ausdehnung des Stadtgebiets ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Stadtansicht oberhof ds 08 2006 gross.JPG|mini|hochkant=1.2|Stadtansicht Oberhof]]&lt;br /&gt;
[[Datei:2023-02-18 BMW IBU World Championships Biathlon Oberhof 2023 – Women 4 x 6 km Relay by Sandro Halank–002.jpg|mini|hochkant=1.2|[[Lotto Thüringen Arena am Rennsteig]].&amp;lt;br &amp;gt;Biathlon-Weltmeisterschaften 2023]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schneekopf blick oberhof d schmidt 12 2008 commons.jpg|mini|Blick vom [[Schneekopf]] (978&amp;amp;nbsp;m) auf Oberhof. Aus dieser Perspektive erkennt man sehr gut die Lage der Stadt Oberhof auf dem Hauptkamm des Thüringer Waldes in etwa 800&amp;amp;nbsp;m Höhe.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Stadtgebiet hat die Form eines auf den Kopf gestellten T, wobei sich der älteste Siedlungskern im Südosten befindet. Später wuchs der Ort dann in Richtung Westen und in den letzten 50 Jahren auch in Richtung Norden. Das &amp;#039;&amp;#039;Gründle&amp;#039;&amp;#039;, eine natürliche Feuchtfläche im Nordosten der Stadt, blieb bis 1994 unbebaut. 1996 wurde hier die „Rennsteig-Therme“ errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oberhof besitzt keine Ortsteile.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nachbargemeinden ===&lt;br /&gt;
Oberhof liegt im nordöstlichsten Zipfel des Landkreises Schmalkalden-Meiningen und grenzt im Südwesten an die Städte [[Steinbach-Hallenberg]] und [[Zella-Mehlis]]. Im Osten grenzt die Stadt an die Landgemeinde [[Geratal]] im [[Ilm-Kreis]] und die kreisfreie Stadt [[Suhl]]. An die zum [[Landkreis Gotha]] gehörigen Gemeinden [[Luisenthal]] und [[Ohrdruf]] grenzt Oberhof im Norden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Klima ===&lt;br /&gt;
Das Klima Oberhofs ist sehr rau, deshalb konnte sich der Ort vor 1900 auch nicht entwickeln. Anders als die übrigen Orte des Thüringer Waldes liegt Oberhof ungeschützt nach Norden, Westen und Osten auf einer Hochfläche. Die nächstgelegene Wetterstation ist auf der [[Schmücke]] in etwa sechs Kilometern Entfernung am Rennsteig.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.klimadiagramme.de/Deutschland/schmuecke.html Klimadiagramm]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die jährliche Niederschlagsmenge ist mit etwa 1300&amp;amp;nbsp;mm sehr hoch, die Jahresdurchschnittstemperatur liegt mit 4,4&amp;amp;nbsp;°C im niedrigen Bereich. Die durchschnittliche Juli-Temperatur liegt bei 12,8&amp;amp;nbsp;°C, die Januar-Temperatur bei −4,0&amp;amp;nbsp;°C. Schnee liegt üblicherweise von Mitte November bis Ende März.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie viele vom Wintersport abhängige Mittelgebirgsregionen ist auch Oberhof von den Auswirkungen des [[Globale Erwärmung|Klimawandel]]s betroffen. So ist die Region nicht mehr „schneesicher“, wie dies noch in der Vergangenheit der Fall war. Oberhofs Bürgermeister fasste die Situation auf Basis von Studienergebnissen wie folgt zusammen: „Man sagt da ganz offen: Freunde, passt auf! Wir werden 20 Schneetage weniger haben. Das klingt erstmal wenig spektakulär, denn man kann ja sagen: Dann haben wir immer noch 80 – das ist nicht das Problem! Aber die sind ja nicht am Stück. Das heißt Kalt- und Warmwetterperioden werden sich immer häufiger abwechseln. Ich sag es mal hemdsärmelig: Eine Woche Regen, eine Woche Schnee.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://www.deutschlandradio.de/weniger-schnee-und-mehr-wellness.331.de.html?dram:article_id=201652|titel=Weniger Schnee und mehr Wellness: Tourismus im Thüringer Wald in Zeiten des Klimawandels|datum=2007-11-28|zugriff=2019-02-11|sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Oberhof 1900.jpg|miniatur|Oberhof um 1900]]&lt;br /&gt;
[[Datei:406 Oberhof, Jagdhaus.jpg|miniatur|Ehemaliges Jagdschloss von 1830]]&lt;br /&gt;
Oberhof wurde 1470 erstmals urkundlich erwähnt. Der Ort im [[Amt Schwarzwald]] gehörte zu verschiedenen [[Ernestinische Herzogtümer|Ernestinischen Herzogtümern]], zuletzt von 1826 bis 1918 zum [[Sachsen-Coburg und Gotha (Herzogtum)|Herzogtum Sachsen-Coburg und Gotha]]. 1830 ließ Herzog [[Ernst I. (Sachsen-Coburg und Gotha)|Ernst I.]] ein Jagdschloss errichten. 1861 kamen die ersten Feriengäste in den Ort. Mit der Fertigstellung des [[Brandleitetunnel]]s der [[Bahnstrecke Neudietendorf–Ritschenhausen]] erhielt Oberhof 1884 einen Bahnanschluss, der den Ausbau des Fremdenverkehrs ermöglichte. 1901 besuchten 4.948 Gäste den Ort, 1913 waren es 12.772.&amp;lt;ref&amp;gt;Ulrich Hess: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte Thüringens. 1866 bis 1914.&amp;#039;&amp;#039; Aus dem Nachlaß herausgegeben von [[Volker Wahl]]. Böhlau, Weimar 1991, ISBN 3-7400-0077-5, S. 118, 341.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Gründung des Oberhofer Wintersportvereins, auf Initiative des Oberhofer Arztes Kurt Weidhaas, im Februar 1904 entwickelte sich der Ort zu einem Mittelpunkt des [[Wintersport]]s. Unter dem Einfluss des Herzogs [[Carl Eduard (Sachsen-Coburg und Gotha)|Carl Eduard]], der Wintersport betrieb und ein Schlosshotel (1908) sowie ein Golfhotel (1912) bauen ließ, wurde Oberhof ein mondäner Wintersportort. Im Jahr 1906 wurden die erste [[Bobsport|Bobbahn]] und die erste [[Skisprungschanze]] eingeweiht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 21. September 1912 wurde in Oberhof im [[Herzoglicher Golfclub Oberhof|Herzoglichen Golfhotel]] als [[Deutsches Reichskomitee für die wissenschaftliche Erforschung des Sportes und der Leibesübungen]] der Vorläufer der [[Deutsche Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention|Deutschen Gesellschaft für Sportmedizin und Prävention]] gegründet. Es war weltweit die erste sportmedizinische Vereinigung. Deutschland gilt damit als Mutterland dieses Fachgebietes. Aus Anlass des 100. Jahrestages wurde in Oberhof eine neue Gedenktafel am ehemaligen Golfhotel enthüllt, die von dem Sportmediziner Professor [[Karl-Hans Arndt]] aus Erfurt gestiftet worden war.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;100 Jahre Deutsche Sportmedizin – Verbandsgründung in Oberhof.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Ärzteblatt Thüringen.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 23, Nr. 10, 2012, {{ISSN|0863-5412}}, S. 535.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1931 wurden im Ort erstmals Weltmeisterschaften ausgetragen, und zwar im [[Bob-Weltmeisterschaft 1931|Zweierbob]] und in der [[Nordische Kombination|Nordischen Kombination]] auf der [[Thüringenschanze|Hindenburgschanze]]. 1939 wurde Oberhof als Luftkurort in die amtliche Liste der Großdeutschen Heilbäder eingetragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] mussten etwa 170 Frauen und Männer aus den von Deutschland besetzten Ländern [[Zwangsarbeit]] verrichten: beim Forstamt, bei der Bahnmeisterei, in [[Wehrmacht]]sreservelazaretten und im Fremdenverkehrsgewerbe. Oberhof war Lazarettstadt. Die großen Hotels dienten als Reservelazarette für die verwundeten Soldaten. Im April 1945 kamen beim [[Todesmarsch]] des [[Liste der Außenlager des KZ Buchenwald|KZ Bad Salzungen]] drei Häftlinge ums Leben und wurden später auf dem Waldfriedhof an der &amp;#039;&amp;#039;Crawinkler Straße&amp;#039;&amp;#039; begraben, wo ein Gedenkstein an sie erinnert.&amp;lt;ref&amp;gt;Thüringer Verband der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten und Studienkreis deutscher Widerstand 1933–1945 (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Heimatgeschichtlicher Wegweiser zu Stätten des Widerstandes und der Verfolgung 1933–1945.&amp;#039;&amp;#039; Band 8: &amp;#039;&amp;#039;Thüringen.&amp;#039;&amp;#039; VAS – Verlag für Akademische Schriften, Frankfurt am Main 2003, ISBN 3-88864-343-0, S. 255.&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 3. April 1945 beantworteten amerikanische Panzer deutsches MG-Feuer mit schwerem Granatbeschuss, unter anderem auf ein deutsches Geschütz, den deutschen Gefechtsstand im Hotel Diana und das Schlosshotel. Dadurch brannte das zentral gelegene Herzogliche Schlosshotel vollständig aus.&amp;lt;ref&amp;gt;Lothar Günther: &amp;#039;&amp;#039;Die amerikanische Episode 1945. Auf den Spuren des XII. US-Korps der Dritten US-Armee in Südwest-Thüringen&amp;#039;&amp;#039;.  Wehry Verlag, Untermaßfeld 2014, ISBN 978-3-9815-3078-0, S. 83–93.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 13. November 1950 wurden insgesamt 48 Familien (ca. 170 Personen), überwiegend Eigentümer von Hotels und [[Pension (Unterkunft)|Pensionen]], aufgrund der vom [[Ministerrat der Deutschen Demokratischen Republik|Stellvertreter des Vorsitzenden des Ministerrats]] [[Walter Ulbricht]] erlassenen Anordnung auf Anweisung des Thüringer Innenministeriums vom 10. November 1950 wegen angeblicher „Wirtschaftsverbrechen“ entschädigungslos enteignet und aus Oberhof [[Deportation|deportiert]]. Alles Inventar musste für die volkseigene Weiternutzung in den Gebäuden bleiben. Diese Aktion wurde bis Februar 1951 noch zweimal wiederholt. Zahlen hierzu liegen nicht vor.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://klaustaubert.wordpress.com/2013/12/13/oberhof-der-dunkelste-tag/ Oberhof - sein dunkelster Tag]&amp;lt;/ref&amp;gt; Anschließend wurde Oberhof von der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]]-Führung systematisch zu einem Urlaubs- und Sportzentrum ausgebaut. Die Pensionen wurden als Ferienobjekte des [[FDGB-Feriendienst]]es weiterbetrieben. 1952 wurde Oberhof in den neugegründeten [[Bezirk Suhl]] eingegliedert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1951 bis 1956 fanden die DDR-Wintersportmeisterschaften in Oberhof statt. 1964 wurde der Bau der &amp;#039;&amp;#039;Großschanze am Rennsteig&amp;#039;&amp;#039; für das [[Skispringen]] abgeschlossen und 1971 die Rennschlittenbahn fertiggestellt, auf der 1973 erstmals die [[Rennrodel-Weltmeisterschaften]] ausgetragen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 17. November 1957 wurde die evangelische [[Christuskirche (Oberhof)|Christuskirche]] eingeweiht. Grundsteinlegung für den Neubau, der ein Gotteshaus von 1783 ersetzte, war im Frühjahr 1953. Es war die erste neugebaute Kirche in der neugegründeten Deutschen Demokratischen Republik.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.insuedthueringen.de/lokal/schmalkalden/fwstzsmlokal/Der-erste-Bau-eines-Gotteshauses-in-der-DDR-ist-50-Jahre-her;art83450,1567504 www.insuedthueringen.de: &amp;#039;&amp;#039;Christuskirche. Der erste Bau eines Gotteshauses in der DDR ist 50 Jahre her.&amp;#039;&amp;#039; 17. November 2007]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Walter Ulbricht ließ für sich und hochrangige Parteikader 1963 das Gästehaus des [[Ministerrat der Deutschen Demokratischen Republik|DDR-Ministerrates]], eine exklusive Nobelherberge, nahe Oberhof ({{Coordinate |text=Lage |NS=50.706800 |EW=10.708150 |type=landmark |dim=2000|region=DE-TH |name=Gästehaus des DDR-Ministerrates, Oberhof}}) errichten. Einige Hektar Wald wurden dafür gerodet. Hinsichtlich der Materialbeschaffung wurde das geheime Objekt wie eines zur Landesverteidigung bevorzugt, auch Importmaterialien aus dem „nichtsozialistischen Währungsgebiet“ wurden großzügig verwendet. 1990 wurde das Gästehaus geschlossen und verfällt seitdem.&amp;lt;ref&amp;gt;MDR, 22. Januar 2013, 20.45 Uhr [https://www.youtube.com/watch?v=-9w6PEbZD8A]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1968 bis 1978 erfolgte unter flächengreifendem Abriss der vorhandenen Bausubstanz ein Aus- und Umbau Oberhofs, der den Charakter des Ortes völlig veränderte. Der [[Vorsitzender des Staatsrats|Staatsratsvorsitzende]] Walter Ulbricht zog für die Planungen seinen Berliner Architekten [[Hermann Henselmann]] heran. Beide liebten repräsentative Symbolarchitektur. Mit der Ablösung von Ulbricht wurden nicht alle Planungen verwirklicht. Die Aufnahmekapazität der Hotels und Heime wurde auf 4500 Betten vergrößert. Dazu wurden unter anderem die großen Hotelanlagen &amp;#039;&amp;#039;[[Hotel Panorama|Panorama]]&amp;#039;&amp;#039; (1969) in der Form von zwei 56 Meter hohen Sprungschanzen, &amp;#039;&amp;#039;Rennsteig&amp;#039;&amp;#039; (1973) in der Form eines Rennsteigsteins und &amp;#039;&amp;#039;[[Friedrich August Weineck|Fritz Weineck]]&amp;#039;&amp;#039; (1975) errichtet. 1971 wurde in Ortsmitte als Erlebniszentrum der „Obere Hof“, mit sieben Restaurants der größte Gaststättenkomplex der DDR, eröffnet. Ein neues Wohnviertel entstand in Plattenbauweise.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Wende (DDR)|Wende]] wurden im Jahre 2002 das FDGB-Hotel Rennsteig, ein 15-stöckiges Hochhaus im Zentrum des Ortes, ausgestattet wie ein [[Interhotel]], und das Ernst-Thälmann-Haus (ehemals Hotel Thüringer Wald) abgebrochen. Im Jahr 2003 folgte das 500-Betten Hotel &amp;#039;&amp;#039;Schützenberg&amp;#039;&amp;#039; (ehemals Fritz Weineck). Es wurden wieder kleinere Hotels und Pensionen eingerichtet. Von den 50 im Jahre 1950 vertriebenen Familien leben Anfang des 21. Jahrhunderts acht wieder in Oberhof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Gelände des Kurparkes wurde 2001 ein [[Hochseilgarten]] errichtet und 2016 wieder abgebaut. 2011 hatte der Ort 3500 Gästebetten. Zwischen 2019 und 2022 errichtete die österreichische Unternehmerfamilie Mayer am Schützenberg für rund 65 Millionen Euro das Familien-Resort The Grand Green mit über 500 Betten in mehr als 100 Familiensuiten und 15 Chalets. Auf dem Gelände stand früher das FDGB-Erholungsheim „Fritz Weineck“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2000 wurde Oberhof staatlich anerkannter Luftkurort.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.stadt-oberhof.de/geschichte/ stadt-oberhof.de/geschichte/]&amp;lt;/ref&amp;gt; 2015 verlor es den Kurort-Status,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.insuedthueringen.de/inhalt.zella-mehlis-auf-der-oberhofer-hoeh-ist-der-luftkurort-pass.0e6b52b9-b1b8-4299-8ba8-fa081ae20b49.html Beate Kiesewalter-Henkel: &amp;#039;&amp;#039;Auf der Oberhofer Höh&amp;#039; ist der Luftkurort passé.&amp;#039;&amp;#039; In: insuedthueringen.de, 9. September 2015]&amp;lt;/ref&amp;gt; seitdem ist es ein staatlich anerkannter [[Erholungsort]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor = Angela Buchröder |url = https://thueringen.tourismusnetzwerk.info/wissen/erholungsort/ |titel = Erholungsort – Thüringer Erholungsorte im Überblick |werk = Tourismusnetzwerk Thüringen |sprache = de |archiv-url = https://web.archive.org/web/20231211164854/https://thueringen.tourismusnetzwerk.info/wissen/erholungsort/ |archiv-datum = 2023-12-11 |abruf = 2025-11-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohnerentwicklung ===&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable toptextcells&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Einwohnerzahl&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(Stichtag ab 1994: 31. Dezember)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| width=150 |&lt;br /&gt;
* 1665: {{0|00.}}51&lt;br /&gt;
* 1705: {{0|0.}}150&lt;br /&gt;
* 1900: {{0|0.}}400&lt;br /&gt;
* 1933: 1.149&lt;br /&gt;
* 1939: 1.086&lt;br /&gt;
* 1994: 2.189&lt;br /&gt;
* 1995: 2.118&lt;br /&gt;
* 1996: 2.052&lt;br /&gt;
* 1997: 1.981&lt;br /&gt;
| width=150 |&lt;br /&gt;
* 1998: 1.884&lt;br /&gt;
* 1999: 1.845&lt;br /&gt;
* 2000: 1.803&lt;br /&gt;
* 2001: 1.726&lt;br /&gt;
* 2002: 1.693&lt;br /&gt;
* 2003: 1.647&lt;br /&gt;
* 2004: 1.613&lt;br /&gt;
* 2005: 1.632&lt;br /&gt;
* 2006: 1.673&lt;br /&gt;
| width=150 |&lt;br /&gt;
* 2007: 1.594&lt;br /&gt;
* 2008: 1.533&lt;br /&gt;
* 2009: 1.513&lt;br /&gt;
* 2010: 1.530&lt;br /&gt;
* 2011: 1.576&lt;br /&gt;
* 2012: 1.666&lt;br /&gt;
* 2013: 1.631&lt;br /&gt;
* 2014: 1.664&lt;br /&gt;
* 2015: 1.668&lt;br /&gt;
| width=150 |&lt;br /&gt;
* 2016: 1.625&lt;br /&gt;
* 2017: 1.634&lt;br /&gt;
* 2018: 1.608&lt;br /&gt;
* 2019: 1.650&lt;br /&gt;
* 2020: 1.626&lt;br /&gt;
* 2021: 1.570&lt;br /&gt;
* 2022: 1.504&lt;br /&gt;
* 2023: 1.591&lt;br /&gt;
* 2024: 1.592&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;small&amp;gt; Datenquelle ab 1994: Thüringer Landesamt für Statistik&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Oberhof-Rathaus.jpg|mini|Rathaus von Oberhof]]&lt;br /&gt;
=== Stadtrat und Bürgermeister ===&lt;br /&gt;
Bei der Wahl des Stadtrates im Mai 2024 gewannen die Freien Wähler die absolute Mehrheit, während die Wählergemeinschaft Oberhof Stimmen einbüßte. Aktiv für Oberhof (AfO) trat bei der Wahl 2024 nicht an, dafür allerdings die rechtsextreme [[AfD Thüringen]], welche auf Anhieb einen Sitz erzielte.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;&lt;br /&gt;
|+ Ergebnisse der [[Kommunalwahlen in Thüringen 2024|Kommunalwahl am 26. Mai 2024]]&amp;lt;ref&amp;gt;https://wahlen.thueringen.de/datenbank/wahl1/wahl.asp?wahlart=GW&amp;amp;wJahr=2024&amp;amp;zeigeErg=GEM&amp;amp;auswertung=3&amp;amp;wknr=066&amp;amp;gemnr=66045&amp;amp;terrKrs=&amp;amp;gemteil=000&amp;amp;buchstabe=&amp;amp;Langname=&amp;amp;wahlvorschlag=&amp;amp;sort=ab&amp;amp;druck=&amp;amp;XLS=&amp;amp;anzahlH=-6&amp;amp;Nicht_existierende=&amp;amp;x_vollbildDatenteil=&amp;amp;optik=&amp;amp;aktual=&amp;amp;ShowLand=&amp;amp;ShowWK=&amp;amp;ShowPart= &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Partei || Stimmenanteil || Sitze&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | Freie Wähler Oberhof || 54,7 % || 7&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | Wählergemeinschaft Oberhof (WGO) || 33,8 % || 4&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left&amp;quot; | Alternative für Deutschland (AfD) || 11,5 % || 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! Summe || 100 % || 12&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bürgermeister war seit 2006 Thomas Schulz. Er wurde am 29. April 2018 mit 56,8 % der Stimmen für weitere sechs Jahre im Amt bestätigt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://wahlen.thueringen.de/datenbank/wahl1/wahl.asp?wahlart=BM&amp;amp;wJahr=2018&amp;amp;zeigeErg=GEM&amp;amp;wknr=066&amp;amp;gemnr=66047 |titel=Wahlen in Thüringen |abruf=2019-05-27}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Er wurde mit der Wahl vom 26. Mai 2024 abgelöst von Daniel Fischer, der 95,2 % der gültigen Stimmen erhielt. Die Wahlbeteiligung lag bei 64,3 %.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://wahlen.thueringen.de/datenbank/wahl1/wahl.asp?wahlart=BM&amp;amp;wJahr=2024&amp;amp;zeigeErg=GEM&amp;amp;wknr=066&amp;amp;gemnr=66047 |titel=Wahlen in Thüringen, Bürgermeisterwahl 2024 in Thüringen, Oberhof |hrsg=Thüringer Landesamt für Statistik |abruf=2026-02-03}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Städtepartnerschaften ===&lt;br /&gt;
* [[Winterberg]], Nordrhein-Westfalen&lt;br /&gt;
* [[Bad Neustadt an der Saale]], Bayern&lt;br /&gt;
* [[Lillehammer]], Norwegen, seit 1993&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.oslo.diplo.de/Vertretung/oslo/de/03/Zeitleiste/1991__2000__Seite.html |wayback=20100630212535 |text=Chronik der Deutschen Botschaft in Oslo. |archiv-bot=2019-05-04 17:08:00 InternetArchiveBot }} Abgerufen am 22. März 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
=== Kulturdenkmale ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Liste der Kulturdenkmale in Oberhof}}&lt;br /&gt;
Das [[Jagdschloss Oberhof]] wurde 2020 abgebrochen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Rennsteiggarten Pfanntalskopf 2.jpg|mini|Blick vom Gipfel des Pfanntalskopfes über die Südwestflanke des Thüringer Waldes bis zur [[Rhön]]]]&lt;br /&gt;
=== Naturdenkmäler ===&lt;br /&gt;
Im Norden der Stadt befindet sich auf dem Schloßberg ein [[Naturschutzgebiet (Deutschland)|Naturschutzgebiet]] mit den ältesten Fichten (sog. Schloßbergfichte), eine sehr widerstandsfähige und den klimatischen Bedingungen der Kammlagen angepasste Fichtenrasse.&lt;br /&gt;
Die [[Schuderbachswiese]] ist ein [[Naturdenkmal|Flächennaturdenkmal]] wegen zahlreicher seltener und vom Aussterben bedrohter Pflanzen und beherbergt Thüringens größtes Arnikavorkommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Südostrand der Stadt, bietet der [[Rennsteiggarten Oberhof]] als [[Botanischer Garten]] für die [[Montane Höhenstufe|Gebirgs]][[flora]] auf sieben [[Hektar]] einen Überblick über etwa 4000 verschiedene Pflanzenarten aus vielen Gebirgsregionen der Erde. Den höchsten Punkt des Rennsteiggartens bildet der Gipfel des 868&amp;amp;nbsp;m hohen &amp;#039;&amp;#039;[[Pfanntalskopf]]s&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sport ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Hans Renner Schanze Oberhof Schanzenanlage.JPG|mini|Schanzenanlage im Kanzlersgrund]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Oberhof Mountainbike Trails.jpg|mini|Trails für Downhill-Radsportler an der Sessellift-Bergstation]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Oberhof-Renn-Thermen.jpg|mini|Freizeitbad H2Oberhof]]&lt;br /&gt;
Zu den Besonderheiten Oberhofs gehört die Konzentration vieler Sport-, vor allem vieler [[Wintersport]]anlagen auf engstem Raum, so zum Beispiel die Sprungschanzen [[Schanzenanlage im Kanzlersgrund]] und [[Jugendschanze Oberhof]], das Biathlon-Stadion [[Lotto Thüringen Arena am Rennsteig]] sowie die [[Rennrodelbahn Oberhof]]. Diese kann im Winter, wenn gerade keine Wettkämpfe auf ihr stattfinden, von jedermann für [[Ice-Rafting]] oder zum Bobfahren genutzt werden. Von Mai bis September gibt es auch Angebote für Sommerbobfahrten. Für Abfahrtsläufer und Snowboarder wurde 1998 ein 800&amp;amp;nbsp;m langer Hang einschließlich Sessellift, Beschneiungsanlage und Flutlichtbetrieb geschaffen. An jedem Sessel können ein oder zwei Fahrräder angehängt werden, mit denen in der wärmeren Jahreszeit [[Mountainbike#Downhill (DH)|Downhill-Fahrer]] direkt von der Bergstation des Sessellifts auf eigenen Trails talwärts fahren können. 2009 wurde die Lotto Thüringen [[Skisporthalle Oberhof]] in Betrieb genommen, auf deren 1,9&amp;amp;nbsp;km langem Rundkurs mit bis zu 12 % Steigung man auch im Sommer Langlaufskisport betreiben kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Umgebung der Stadt eignet sich im Winter auch besonders für Skilangläufer auf vielen Kilometern gespurter Loipen, während im Sommer die Gegend gut geeignet für Wanderungen ist. Auch der Rennsteig-[[Radfernweg]] führt durch die Stadt. In Oberhof beginnen der [[Rhön-Rennsteig-Radweg]] und der Haseltal-Radweg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Grenzadler befindet sich auch die [[Sportfördergruppe der Bundeswehr|Sportfördergruppe]] der [[Bundeswehr]] (Kaserne am Rennsteig). Dort gehen unter anderem Biathleten, Bobfahrer, Nordische Kombinierer, Rennrodler und Langläufer des Bundeskaders ihrem Training nach. Auch erfolgreiche Trainer wie [[Frank Ullrich]] sind dort [[Sportsoldat]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Rennsteig-Thermen&amp;#039;&amp;#039;, ein Freizeitbad mit Saunalandschaft, war in den Jahren 1994 bis 1996 für rund 17,4 Millionen Euro errichtet und im November 1996 eröffnet worden. Aufgrund rund 4,37 Millionen Euro erwirtschafteten Fehlbeträgen zwischen den Jahren 2001 und 2008, insbesondere durch hohe Energie-, Wasser- und Abwasserkosten, wurde das Bad im Oktober 2008 geschlossen. Im Dezember 2011 begann der Umbau des Bades, das am 20. Januar 2014 unter dem neuen Namen &amp;#039;&amp;#039;H2Oberhof&amp;#039;&amp;#039; wiedereröffnet wurde. Die Kosten betrugen 10,3 Millionen Euro.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://petitionen-landtag.thueringen.de/petitions/511 Thüringer Landtag, Petitionsplattform: Defizitäres Spaßbad nach Umbau erneut geöffnet- Schwarzbuch des Bundes der Steuerzahler 2014]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem &amp;#039;&amp;#039;[[Herzoglicher Golfclub Oberhof|Herzoglichen Golfclub Oberhof]]&amp;#039;&amp;#039; besitzt die Stadt nicht nur einen der ältesten, sondern auch den einzigen denkmalgeschützten [[Golf (Sport)|Golf]]-Club in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft und Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Hotel Panorama Oberhof.jpg|miniatur|Der Tourismus spielt in Oberhof eine wichtige Rolle. Das größte Hotel ist das &amp;#039;&amp;#039;Panorama&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
Die Wirtschaft Oberhofs ist einzig und allein auf den [[Tourismus]] gestützt. Somit sind die größten Arbeitgeber verschiedene Hotels, außerdem gibt es zahlreiche Gaststätten, Sportgeschäfte, ein [[Spaßbad]], ein [[Exotarium Oberhof|Exotarium]], sowie weitere für den Tourismus benötigte Infrastruktureinrichtungen, wie den [[Oberen Hof]] als Stadtkern. Auch die Wintersportstätten schaffen zahlreiche Arbeitsplätze. Im Sportgymnasium  Oberhof ersetzen heute Biomasse und Sonnenenergie die fossilen Energieträger.&amp;lt;ref&amp;gt;Freistaat Thüringen – Ministerium für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und Naturschutz: &amp;#039;&amp;#039;Bioenergie in Thüringen. Dezentral und nachhaltig in den Regionen.&amp;#039;&amp;#039; TMLFUN, Erfurt 2011, S. 36–37.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verkehr ===&lt;br /&gt;
Oberhof liegt an der [[Landesstraße]] 3247 (ehemals [[Bundesstraße 247]]), welche das etwa 20 Kilometer südlich gelegene [[Suhl]] mit dem 30 Kilometer nördlich gelegenen [[Gotha]] verbindet. Über die L 3247 sind auch die [[Bundesautobahn 71|A-71]]-Anschlussstelle Oberhof (etwa acht Kilometer südlich) und die [[Bundesautobahn 4|A-4]]-Anschlussstelle Gotha (etwa 23 Kilometer nördlich) erreichbar. Landesstraßen führen von Oberhof nach [[Schmalkalden]] im Westen, [[Ilmenau]] im Osten sowie [[Gräfenroda]] und [[Crawinkel]]/[[Arnstadt]] im Nordosten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Oberhof-Bahnhof1.jpg|miniatur|[[Bahnhof Oberhof (Thür)]]]]&lt;br /&gt;
Einen Anschluss an die [[Bahnstrecke Neudietendorf–Ritschenhausen]] hatte Oberhof vom 1. August 1884 bis zum 9. Dezember 2017. Der [[Bahnhof Oberhof (Thür)]] liegt jedoch etwa fünf Kilometer südlich der Stadt in einer Schlucht 160 Meter tiefer. Dort bestand zuletzt alle zwei Stunden Anschluss nach [[Erfurt Hauptbahnhof|Erfurt]] über [[Arnstadt Hauptbahnhof|Arnstadt]] und [[Würzburg Hauptbahnhof|Würzburg]] über [[Zella-Mehlis#Öffentlicher Verkehr|Zella-Mehlis]] (RE 7: „[[Mainfranken-Thüringen-Express]]“) sowie nach [[Bahnhof Meiningen|Meiningen]] mit der [[Süd-Thüringen-Bahn]] (STB 44), ebenfalls alle zwei Stunden. Bis 2021 verkehrte im Winter an drei Wochenenden der „Rodelblitz“, ein Sonderzug auf der Relation Erfurt–Arnstadt–Oberhof–Zella-Mehlis–Meiningen bzw. [[Bahnhof Eisenach|Eisenach]]–[[Bahnhof Bad Salzungen|Bad Salzungen]]–[[Schmalkalden]]–Zella-Mehlis–Oberhof–Arnstadt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=http://www.bahnnostalgie-thueringen.de|titel=EisenbahnNostalgie Thueringen {{!}} Startseite|werk=www.bahnnostalgie-thueringen.de|zugriff=2017-01-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieses Angebot war darauf ausgerichtet, Tagesgäste nach Oberhof zu bringen. Vom Bahnhof verkehrten regelmäßig Busse vom bzw. ins Stadtzentrum. Seit Dezember 2017 halten planmäßig keine Personenzüge mehr in Oberhof. Als Ersatz wurde die Busverbindung nach Zella-Mehlis gestärkt und der dortige Bahnhof [[Barrierefreies Bauen#Zielgruppen und ihre Ansprüche|barrierefrei]] ausgebaut.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=HCS-Content GmbH|Titel=Bahnhof Oberhof wird aufgegeben: Kein Zug-Halt mehr ab Dezember|Sammelwerk=inSüdthüringen.de|Online=https://www.insuedthueringen.de/region/suhl_zellamehlis/zella-mehlis/Bahnhof-Oberhof-wird-aufgegeben-Kein-Zug-Halt-mehr-ab-Dezember;art83457,5343436|Abruf=2017-05-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Weitere Busverbindungen gibt es in alle nahe gelegenen [[Mittelzentrum|Mittelzentren]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch Oberhof verlaufen der [[Bergwanderweg Eisenach–Budapest]] sowie der [[Rennsteig-Radwanderweg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Medien ===&lt;br /&gt;
Die regionale Tageszeitung der Stadt ist das [[Freies Wort|Freie Wort]], Lokalausgabe [[Zella-Mehlis]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Liste von Persönlichkeiten der Stadt Oberhof}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Oberhof-Christuskirche.jpg|Evangelische Christuskirche (1957)&lt;br /&gt;
Oberhof-Sportgymnasium.jpg|Sportgymnasium&lt;br /&gt;
Apotheke Oberhof.jpg|Apotheke Zellaer Straße&lt;br /&gt;
Oberhof-Cafe-Luisensitz.jpg|Cafe Luisensitz (1927)&lt;br /&gt;
20151011 xl P1000294 Oberhof Stadt am Rennsteig und Umgebung - Restaurant Cafe Pension - Haus Flora.JPG|Restaurant Cafe Pension – Haus Flora&lt;br /&gt;
Oberhof-Haus-Helene.jpg|Haus Helene (1901)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Filme ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Sport voran – seid bereit&amp;#039;&amp;#039;. [[DEFA]]-Dokumentarfilm, DDR 1951. Regie: Susanne Speer&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://www.defa-stiftung.de/filme/filmsuche/sport-voran-seid-bereit/|titel=Sport voran – seid bereit (in der Filmdatenbank der DEFA-Stiftung)|hrsg=[[DEFA-Stiftung]]|autor=|datum=|abruf=2020-11-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wenn die Erde weiß vom Schnee&amp;#039;&amp;#039;. DEFA-Dokumentarfilm, DDR 1986. Regie: Dieter Raue&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://www.defa-stiftung.de/filme/filmsuche/wenn-die-erde-weiss-vom-schnee/|titel=Wenn die Erde weiß vom Schnee (in der Filmdatenbank der DEFA-Stiftung)|hrsg=[[DEFA-Stiftung]]|autor=|datum=|abruf=2020-11-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=-q3Uhk-LgSk/ &amp;#039;&amp;#039;Geheimnisvolle Orte – Oberhof.&amp;#039;&amp;#039;] Dokumentation über die Stasi in Oberhof&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Überblicksdarstellungen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Daniela Spiegel (2018): &amp;#039;&amp;#039;Aus großer Geste wird Stückwerk. Die städtebaulichen Planungen für den Wintersportort Oberhof 1948–1989.&amp;#039;&amp;#039; In: Simon Scheithauer, Mark Escherich, Jens Nehring, Daniela Spiegel (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Utopie und Realität. Planungen zur sozialistischen Umgestaltung der Thüringer Städte Weimar, Erfurt, Suhl und Oberhof&amp;#039;&amp;#039; (= Forschungen zum baukulturellen Erbe der DDR, Bd. 6), Weimar, S. 189–242.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wolfgang Fritzsche (2005): &amp;#039;&amp;#039;Oberhof. Geschichte, Landschaft, Tipps, Wanderungen.&amp;#039;&amp;#039; Ilmenau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Gerhard Klotz (2007): &amp;#039;&amp;#039;Rennsteiggarten. Botanischer Garten für Gebirgsflora Oberhof.&amp;#039;&amp;#039; Oberhof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Wintersportverein Oberhof 05 (2004): &amp;#039;&amp;#039;100 Jahre Wintersport in Oberhof. Die Chronik des Oberhofer Wintersports.&amp;#039;&amp;#039; Oberhof.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Rolf Hackel (1993): &amp;#039;&amp;#039;Oberhof. Vom Hospiz der Johanniter zur Stadt am Rennsteig. Geschichte und Landschaft Oberhof, ein Zentrum des Wintersports, Wandern im Herzen des Thüringer Waldes.&amp;#039;&amp;#039; Zella-Mehlis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Historisch ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Anke Geier (2017): &amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;Die Nichtbefolgung dieser Massnahme zieht Zwangsmassnahme nach sich&amp;quot;. Kreisverweise in Thüringen zwischen 1945 und 1951.&amp;#039;&amp;#039; In: Gerbergasse 18. Thüringer Vierteljahresschrift für Zeitgeschichte und Politik, Heft 83, S. 43–47.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Norbert Moczarski]] (1992): &amp;#039;&amp;#039;Archivalische Quellen über die Vorbereitung und Durchführung der Zwangsaussiedlungen zu Beginn der 50er und 60er Jahre in Südthüringen.&amp;#039;&amp;#039; In: Jahrbuch. Hennebergisch-Fränkischer Geschichtsverein, Bd. 7 (1992), S. 315–348.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
{{Wikivoyage}}&lt;br /&gt;
* [https://www.stadt-oberhof.de/ Offizielle Website der Stadt]&lt;br /&gt;
* [https://www.oberhof.de/ Offizielle Website der Tourismus GmbH Oberhof]&lt;br /&gt;
* [https://www.facebook.com/oberhofaktiv/ Aktiv für Oberhof] – Bürger- und Unternehmervereinigung auf [[Facebook]]&lt;br /&gt;
* Thomas Purschke: [https://taz.de/Wintersport-in-Oberhof/!5170076/ &amp;#039;&amp;#039;Wintersport in Oberhof: Filz am Ende des Tunnels&amp;#039;&amp;#039;.] In: [[die tageszeitung]], 7. Januar 2009&lt;br /&gt;
* {{dmoz|World/Deutsch/Regional/Europa/Deutschland/Thüringen/Landkreise/Schmalkalden-Meiningen/Städte_und_Gemeinden/Oberhof/|Oberhof}}&lt;br /&gt;
* [[Klaus Taubert]]: [https://www.spiegel.de/geschichte/hotelenteignungen-in-oberhof-a-946622.html &amp;#039;&amp;#039;Hotelenteignungen in Oberhof – Rauswurf aus dem Paradies&amp;#039;&amp;#039;], [[Der Spiegel]], 11. November 2010, abgerufen am 8. Februar 2023&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Landkreis Schmalkalden-Meiningen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4042931-3}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Landkreis Schmalkalden-Meiningen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Oberhof| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wintersportgebiet in Deutschland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Naturpark Thüringer Wald]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Staatlich anerkannter Erholungsort in Thüringen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliger Kurort in Thüringen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 1470]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadt in Thüringen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadtrechtsverleihung 1985]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Horst Gräbner</name></author>
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