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	<title>Oberflächenplasmon - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-27T19:53:39Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Oberfl%C3%A4chenplasmon&amp;diff=263415&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sokrates 399: Typografie, Kleinigkeiten.</title>
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		<updated>2025-10-05T14:37:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typografie, Kleinigkeiten.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Kollektive Anregungen von freien [[Elektron]]en in [[Metalle]]n zu Plasmaschwingungen gegen die Ionenrümpfe werden in der Festkörperphysik als [[Plasmon (Physik)|Plasmonen]] bezeichnet. &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Oberflächenplasmonen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sind Oberflächenwellen ([[Evaneszent|evaneszente]] Wellen), bei denen die longitudinalen elektronischen Schwingungen parallel zur Oberfläche eines Metalls angeregt werden. Die resultierende [[elektrische Feldstärke]] ist im Raum über der metallischen Oberfläche verstärkt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oberflächen-Plasmonen führte erstmals [[Rufus Ritchie]] 1957 ein, der auch mit Eldridge 1962 über die Emission von Photonen aus bestrahlten Metallfolien berichtete, und Oberflächenplasmon-[[Polariton]]en (Surface plasmon polariton, SPP) [[Andreas Otto (Physiker)|Andreas Otto]] 1968. Letztere sind Quasiteilchen aus Oberflächenplasmon und Photon, die wesentlich zu den breitgefächerten Anwendungen beitrugen, die Oberflächenplasmonen ab den 1990er Jahren fanden, da sie es ermöglichen Licht weit unterhalb von dessen Beugungsgrenze im Nanobereich zu manipulieren.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://physicstoday.scitation.org/do/10.1063/PT.6.4o.20171010a/full/ Pedro Echinque u.&amp;amp;nbsp;a., Nachruf in Physics Today, 10. Oktober 2017] (publiziert in Physics Today Band 71, Nr. 4, 2018).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anregung ==&lt;br /&gt;
{{Mehrere Bilder&lt;br /&gt;
| Bild1 = Otto-schema.png&lt;br /&gt;
| Breite1 = 180&lt;br /&gt;
| Untertitel1 = Otto-Anordnung&lt;br /&gt;
| Bild2 = SPR-schema.png&lt;br /&gt;
| Breite2 = 175&lt;br /&gt;
| Untertitel2 = Kretschmann-Anordnung&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oberflächenplasmonen lassen sich unter bestimmten Bedingungen mit Licht anregen. Auch wenn die Energie der Lichtquanten im Bereich der Energien von Oberflächenplasmonen ist, kann ein einfallender Lichtstrahl normalerweise kein Oberflächenplasmon anregen, weil erstens Oberflächenplasmonen in Metallen eine geringere [[Phasengeschwindigkeit]] als die Lichtgeschwindigkeit haben. Daher stimmt der [[Wellenvektor]] ([[Impuls (Physik)|Impuls]]) des Lichts und des Oberflächenplasmons nicht überein. Zweitens ist ein Oberflächenplasmon eine [[Evaneszenz|evaneszente Welle]], hat also einen rein imaginären Wellenvektor senkrecht zur Oberfläche. Eine Einkopplung kann jedoch nur stattfinden, wenn alle Komponenten des Wellenvektors, sowohl parallel als auch senkrecht zur Oberfläche, gleich sind. Insbesondere muss also die anregende Welle selbst eine evaneszente Welle sein. Gängige Verfahren sind die Prismenkopplung nach Andreas Otto&amp;lt;ref&amp;gt;A. Otto: &amp;#039;&amp;#039;Excitation of nonradiative surface plasma waves in silver by the method of frustrated total reflection.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Zeitschrift für Physik]].&amp;#039;&amp;#039; Band 216, 1968, S. 398–410, [[doi:10.1007/BF01391532]].&amp;lt;/ref&amp;gt; bzw. Kretschmann&amp;lt;ref&amp;gt;E. Kretschmann: &amp;#039;&amp;#039;Die Bestimmung optischer Konstanten von Metallen durch Anregung von Oberflächenplasmaschwingungen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Zeitschrift für Physik.&amp;#039;&amp;#039; Band 241, 1971, S. 313–324, [[doi:10.1007/BF01395428]].&amp;lt;/ref&amp;gt;. Beide Verfahren nutzen Totalreflexion und die dabei entstehenden evaneszenten Wellen, sowie die Unterschiede in der Lichtgeschwindigkeit in zwei Dielektrika als auch die Gitterkopplung, bei der ein Vektor des [[Reziprokes Gitter|reziproken Gitters]] zum Wellenvektor addiert wird. Die Anregung von Oberflächenplasmonen durch Licht ist mit geringerer Effizienz auch an lokalen Defekten der Metalloberfläche oder nicht-periodischen Strukturen (Kanten, Liniendefekten) möglich. Die gleichen Methoden erlauben es auch, Licht aus Oberflächenplasmonen auszukoppeln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Oberflächenplasmonen können auch durch Elektronen angeregt werden; diese können Energie und Impuls an ein Oberflächenplasmon abgeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausbreitung ==&lt;br /&gt;
Oberflächenplasmonen breiten sich entlang der Metalloberfläche aus, wobei ihre [[Intensität (Physik)|Intensität]] mit der Ausbreitungslänge [[Exponentieller Vorgang|exponentiell]] abnimmt. Für die [[Dämpfung]] der Plasmonenausbreitung sind Leitungsverluste im Metall verantwortlich. Bei einer Lichtwellenlänge von 633&amp;amp;nbsp;nm breiten sich Oberflächenplasmonen auf Gold etwa 9&amp;amp;nbsp;µm ([[Exponentieller Vorgang|1/e]] der Intensität), auf Silber etwa 60&amp;amp;nbsp;µm weit aus. Durch geeignete Strukturierung der Metalloberfläche kann die Ausbreitungsrichtung von Oberflächenplasmonen beeinflusst werden. Es lassen sich Spiegel, Strahlteiler und Linsen für Oberflächenplasmonen herstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit einem veränderten geometrischen Ansatz gelang es 2012 einen Lichtstrahl so an eine Oberflächenplasmone zu koppeln, dass der Lichtstrahl an der Austrittsstelle auf 14–80&amp;amp;nbsp;nm fokussiert werden konnte und die Intensität um 70 % stieg. Das entwickelte quaderförmige Bauteil ist 2&amp;amp;nbsp;µm lang und verjüngt sich zum einen Ende hin zweimal. Der Block besteht aus amorphem Siliziumdioxid und ist mit einer 50&amp;amp;nbsp;nm dicken Schicht aus Gold beschichtet. Die spezielle Geometrie und die Koppelung an die Oberflächenplasmone behebt das Problem der Beugungsgrenze und ermöglicht so die Fokussierung.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Hyuck Choo u. a. |Titel=Nanofocusing in a metal-insulator-metal gap plasmon waveguide with a three-dimensional linear taper |Sammelwerk=[[Nature Photonics]] |Band=6 |Nummer=12 |Datum=2012 |Seiten=838–844 |DOI=10.1038/nphoton.2012.277}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url= http://www.top-solar-info.de/archiv/3d-fokussierung.php | archive-is= 20130106| text=&amp;#039;&amp;#039;Spitzentechnologie 3d-Fokussierung des Lichtes.&amp;#039;&amp;#039;}} (3d-Fokussierung im Nanometerbereich, deutsch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anwendung ==&lt;br /&gt;
Eine Anwendung ist die [[Oberflächenplasmonenresonanzspektroskopie]] ({{enS|surface plasmon resonance spectroscopy}} = SPRS) in der [[Biosensor]]ik. Dabei macht man sich zu Nutze, dass die [[Wellenlänge]] der Oberflächenplasmonen auf [[Brechungsindex]]änderungen in der unmittelbaren Nähe der Metalloberfläche stark reagiert. Auch werden Oberflächenplasmonen als elektromagnetischer Verstärkungseffekt bei der [[Raman-Streuung#Oberflächenverstärkte Raman-Streuung|oberflächenverstärkten Raman-Spektroskopie]] ausgenutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weiterhin sind Oberflächenplasmonen derzeit Gegenstand bei der Entwicklung von neuen Speichertechnologien,&amp;lt;ref&amp;gt;Holger Dambeck: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.spiegel.de/netzwelt/tech/nano-goldpartikel-technik-monster-dvd-fasst-2000-filme-a-626164.html Nano-Goldpartikel-Technik. Monster-DVD fasst 2000 Filme].&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Spiegel online.&amp;#039;&amp;#039; 21. Mai 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt; als Nachfolger der [[DVD]] oder der [[Blu-ray Disc]] oder zur Übertragung optischer Informationen in hochintegrierten [[Integrierter Schaltkreis|Computerchips]].&amp;lt;ref&amp;gt;Celeste Biever: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.newscientist.com/article/dn7164-plasmonic-computer-chips-move-closer/ Plasmonic computer chips move closer].&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[New Scientist]].&amp;#039;&amp;#039; 17. März 2005.&amp;lt;/ref&amp;gt; Weitere Anwendungen sind [[Plasmonische Solarzelle]]n, Oberflächenplasmon-Laser und Biosensoren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Oberflächenplasmonen und Rauheit ==&lt;br /&gt;
Oberflächenplasmonen können auf rauen Oberflächen auch ohne ein dichteres Medium einkoppeln. Im Gegensatz zu den oben beschriebenen Plasmonen können sie auch wieder auskoppeln und erzeugen somit einen Strahlungstransport zwischen zwei Punkten der Oberfläche&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kretschmann2&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=E. Kretschmann |Titel=The angular dependence and the polarisation of light emitted by surface plasmons on metals due to roughness |Sammelwerk=Optics Communications |Band=5 |Nummer=5 |Datum=1972 |Seiten=331–336 |DOI=10.1016/0030-4018(72)90026-0 |bibcode=1972OptCo...5..331K}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Bei gut leitenden Metallen wie Silber kann die Energie so bis zu 60 µm weit transportiert werden. Das kann bei flächenhaften optischen [[Profilometer]]n, wie z.&amp;amp;nbsp;B. [[Weißlichtinterferometer]]n zu falschen Rauheitsmesswerten führen. Punktförmig messende Systeme – und dazu gehört auch die abbildende [[Konfokaltechnik]] – erfahren keine Störung durch Oberflächenplasmonen, sondern lediglich eine verminderte Reflexion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Mark L. Brongersma: &amp;#039;&amp;#039;Surface plasmon nanophotonics.&amp;#039;&amp;#039; Springer, Dordrecht 2007, ISBN 978-1-4020-4349-9.&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Franz Aussenegg, Harald Ditlbacher&lt;br /&gt;
   |Titel=Plasmonen als Lichttransporter: Nanooptik&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Physik in unserer Zeit&lt;br /&gt;
   |Band=37&lt;br /&gt;
   |Nummer=5&lt;br /&gt;
   |Datum=2006-09&lt;br /&gt;
   |Seiten=220–226&lt;br /&gt;
   |DOI=10.1002/piuz.200601102}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.mpip-mainz.mpg.de/knoll/soft/ | wayback=20110319210433 | text=Winspall}} – Analyseprogramm für Messungen von Oberflächenplasmonen – Max Planck Institute for Polymer Research (englisch).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4172251-6}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Oberflachenplasmon}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Quantenphysik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Festkörperphysik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sokrates 399</name></author>
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