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	<title>Oberer Erdmantel - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T10:48:02Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Oberer_Erdmantel&amp;diff=735845&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2026-22585-36: /* Die Asthenosphäre */ Krustenplatte ist irreführend, da die Kruste keine Kontinentalplatten &quot;bildet&quot; sondern nur die Lthosphäre. Ich habe es in &quot;Lithosphärenplatten&quot; umbenannt.</title>
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		<updated>2026-04-13T08:30:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Die Asthenosphäre: &lt;/span&gt; Krustenplatte ist irreführend, da die Kruste keine Kontinentalplatten &amp;quot;bildet&amp;quot; sondern nur die Lthosphäre. Ich habe es in &amp;quot;Lithosphärenplatten&amp;quot; umbenannt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Anbei ein Beginn des im Portal noch fehlenden Lemmas. Ergänzungen wären erwünscht (unabhängig von meinen noch geplanten Änderungen), insbesondere durch [[Geophysiker]]. Gibt&amp;#039;s die inzwischen in der Wikipedia? --~~~~ --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Zeitleiste Erdaufbau}}&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Oberer Erdmantel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; wird in den [[Geowissenschaften]] jener [[Plastizität (Physik)|plastisch verformbare]] Teil des [[Erdmantel]]s bezeichnet, der die [[Erdkruste]] trägt und unter ihr bis in Tiefen von 410&amp;amp;nbsp;km reicht. Zählt man (wie meist üblich) auch die sog. [[Mantelübergangszone|Übergangszone]] zum Obermantel, so reicht er bis in etwa 750&amp;amp;nbsp;Kilometer Tiefe (die Angaben in der Fachliteratur schwanken zwischen 650 und 900&amp;amp;nbsp;km). Diese Gesteinsschichten umfassen fast ein Drittel des gesamten Mantels, dessen Grenze zum [[Erdkern]] durch verschiedene [[Seismologie|geoseismische]] Methoden mit durchschnittlich 2898&amp;amp;nbsp;km Tiefe bestimmt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;gesamte&amp;#039;&amp;#039; Erdmantel hat eine [[Masse (Physik)|Masse]] von etwa 4,08·10&amp;lt;sup&amp;gt;24&amp;lt;/sup&amp;gt;&amp;amp;nbsp;kg oder rund 68 % der gesamten [[Erdmasse]]. Seine Temperatur nimmt von etwa 300–400&amp;amp;nbsp;°C an der Mantelobergrenze (heißer unter [[Vulkan]]ketten) bis zum Beginn des Erdkerns auf etwa 3500&amp;amp;nbsp;°C zu. Damit wird der [[Schmelzpunkt]] vieler Gesteine deutlich überschritten und Teile des Oberen Erdmantels müssten eigentlich bereits [[Verflüssigung|verflüssigt]] sein, würde dort nicht ein extrem hoher [[lithostatischer Druck]] herrschen. So bleibt das Gestein [[in situ]] relativ [[Festkörper|fest]]. Manchmal wird es mit der [[Viskosität]] von [[Siegellack]] verglichen, der sich – über eine Tischkante gelegt – nach einigen Tagen nach unten biegen würde. Dennoch reichen die tiefsten [[Erdbeben]] &amp;lt;!--(auch mit ihren [[Scherwelle]]n?)--&amp;gt; bis etwa 600&amp;amp;nbsp;km hinab, was theoretisch noch nicht völlig geklärt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erdbeben und Gesteinsgrenzen ==&lt;br /&gt;
Da die Erdkruste je nach [[geografische Koordinaten|geografischer Lage]] auf [[Kontinent]] oder Meer eine Dicke zwischen 10 und 70&amp;amp;nbsp;km besitzt, hat der obere Erdmantel eine örtlich leicht veränderliche [[Mächtigkeit (Geologie)|Mächtigkeit]] von etwa 700&amp;amp;nbsp;km ±&amp;amp;nbsp;30&amp;amp;nbsp;km.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;obere&amp;#039;&amp;#039; Grenzfläche des Oberen Erdmantels – zur Erdkruste – ist durch eine Änderung der [[Gestein]]e charakterisiert: oben helle [[Granit]]e und andere „saure“ Gesteine (hoher Anteil an [[Quarz]] = SiO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;), unten dunkle, „[[Basisches Gestein|basische]]“ [[Basalt]]e und [[Silikat]]e. Wegen des kompakteren Mantelmaterials wächst unterhalb der Kruste die Geschwindigkeit der seismischen Wellen von 6½ auf fast 8&amp;amp;nbsp;km/s ([[Mohorovičić-Diskontinuität]]). Trotz zunehmender Temperatur von hunderten Graden sind die Gesteine bis in Tiefen von 100 bis 150&amp;amp;nbsp;km noch [[Festkörper|fest]] und relativ [[Sprödigkeit|spröde]]. Daher wird die oberste Schicht des Erdmantels (durchschnittlich 100&amp;amp;nbsp;km; [[lithosphärischer Mantel]]) zusammen mit der Erdkruste auch [[Lithosphäre]] genannt (griech. λίθος, &amp;#039;&amp;#039;líthos&amp;#039;&amp;#039; = Stein). Unter den Kontinenten ist sie besonders dick und massiv.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tiefe der möglichen [[unterer Erdmantel|unteren Begrenzung]] des Oberen Erdmantels ist relativ einheitlich. Sie äußert sich durch eine plötzliche Zunahme der [[Dichte]] von etwa 4,2 auf 4,5&amp;amp;nbsp;g/cm³ – und eine gleichzeitige Änderung der Geschwindigkeit der [[Erdbebenwellen]] von 10 auf 11&amp;amp;nbsp;km pro Sekunde. Der mit der Tiefe stark ansteigende [[Druck (Physik)|Druck]] (etwa 30&amp;amp;nbsp;[[Gigapascal]]) verursacht hier einen [[Phasenübergang]] der heißen [[Olivin]]-Minerale vom [[Spinell]] zu noch kompakteren Kristallstrukturen. Seit einiger Zeit kann man ähnlich starke Drücke mit [[hydraulische Presse|hydraulischen Presse]]n erzeugen (siehe Weblinks) und so die möglichen Mantelgesteine eingrenzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Asthenosphäre ==&lt;br /&gt;
Unter der Lithosphäre beginnt in den nicht vom [[Archaikum]] geprägten Regionen der Erde die [[Asthenosphäre]], die wegen der höheren Temperatur (über 500&amp;amp;nbsp;°C) eine gewisse [[Plastische Verformung|Plastizität]] besitzt. Diese „nachgiebige, schwache“ Schicht (griech. &amp;#039;&amp;#039;asthenḗs&amp;#039;&amp;#039;) reicht 200 bis 300&amp;amp;nbsp;km tief. Auf ihrer oberen Grenzfläche können sich die Lithosphärenplatten (mit und ohne Kontinenten) langsam verschieben ([[Plattentektonik]]), was nach den Messdaten der [[Erdmessung]] und [[Satellitengeodäsie]] mit 2 bis 20&amp;amp;nbsp;cm pro Jahr erfolgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine dünne Zone mit geringerer [[Viskosität]], die auf ein [[partielle Schmelze|teilweises Aufschmelzen]] entlang der [[Korngrenze]]n im Gestein zurückgeht, wirkt als „Gleitmittel“. Sie macht sich für [[Geophysiker]] durch einen lokalen, aber merklichen &amp;#039;&amp;#039;Rückgang&amp;#039;&amp;#039; der seismischen Geschwindigkeiten (P- und S-Wellen) bemerkbar, was zum Namen [[Low-velocity-Zone]] geführt hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Übergangszone zum tieferen Erdmantel ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Mantelübergangszone}}&lt;br /&gt;
In der Übergangszone zwischen 400 und etwa 700&amp;amp;nbsp;km Tiefe, wo die meisten Geophysiker den Oberen Mantel enden lassen, haben die [[Seismologe]]n eine Reihe weiterer Schichten entdeckt, an denen die [[Erdbebenwelle]]n geringfügig [[Reflexion (Physik)|reflektiert]] werden. Diese [[Diskontinuität (Geologie)|Diskontinuitäten]] werden meist nach ihrer durchschnittlichen Tiefe bezeichnet (die Angaben können jedoch um bis zu 100&amp;amp;nbsp;km variieren):&lt;br /&gt;
* an der scharfen [[410-km-Diskontinuität]] wandelt sich das [[Olivin]] – das an der Erdoberfläche eine Dichte von etwa 3,3&amp;amp;nbsp;g/cm³ hat – in eine wesentlich dichtere β-Phase um.&lt;br /&gt;
* In etwa 520&amp;amp;nbsp;km Tiefe ([[520-km-Diskontinuität]]) folgt die γ-Phase ([[Ringwoodit]]) mit einem kleinen Anteil [[kalzium]]haltiger Minerale; als [[Davemaoit]] (CaSiO&amp;lt;sub&amp;gt; 3&amp;lt;/sub&amp;gt; mit [[Perowskit-Supergruppe#Kristallstruktur|Perowskit-Struktur]]) gibt es sie auch im [[Unterer Erdmantel|unteren Erdmantel]].&lt;br /&gt;
* Ab 600–800&amp;amp;nbsp;km ([[660-km-Diskontinuität]]) schließlich zerfallen die von der Erdoberfläche her bekannten Gesteine und nehmen eine neue, äußerst kompakte Struktur an. Dort vermutet man Temperaturen von ca. 1400&amp;amp;nbsp;°C bis 1700&amp;amp;nbsp;°C.&lt;br /&gt;
Auf den weiteren 2000&amp;amp;nbsp;Kilometern bis zum Erdkern – wo das [[Eisen]] beginnt und die Temperatur 3500&amp;amp;nbsp;°C erreicht – kann die Dichte deshalb nur mehr um 1&amp;amp;nbsp;Einheit auf 5–6&amp;amp;nbsp;g/cm³ zunehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Chemisch-mineralogische Zusammensetzung ==&lt;br /&gt;
Die dunklen, [[ultrabasisch]]en Gesteine des Oberen Erdmantels bestehen mit ziemlicher Sicherheit aus verschiedenen Varianten des &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Olivin]]&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Mg,Fe)&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;SiO&amp;lt;sub&amp;gt;4&amp;lt;/sub&amp;gt;, das durch [[Peridotit]]e ergänzt wird. Letztere setzen sich in variantenreichen Mischungen vornehmlich aus Olivin, [[Orthopyroxen|Ortho-]] und [[Klinopyroxen]] zusammen. Die meisten dieser Minerale gehören zu den Magnesium-Eisen-[[Silikat]]en, und die chemische Grundform der [[Pyroxen]]e ist (Mg,Fe)&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;Si&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;O&amp;lt;sub&amp;gt;6&amp;lt;/sub&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die oben angeführten Phasenübergänge zwischen 400 und 700&amp;amp;nbsp;km Tiefe hängen mit der [[Kompressibilität]] des Olivin und dem sehr hohen [[Druck (Physik)|Druck]] der darüber lagernden Erdschichten zusammen. In Tiefen von etwa 700&amp;amp;nbsp;km werden die o.e. Gesteine aber dennoch instabil und wandeln sich bei Temperaturen vieler hundert Grad und Drücken um 25 GPa (250.000-facher [[Luftdruck]]) in andere [[Mineral]]e um, weil sich ihre innere Struktur verändert ([[Phasentransformation]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegenüber der [[Erdkruste]] ist der Unterschied des Mantelmaterials aber nicht nur durch die hohen Drücke und Temperaturen bedingt, sondern auch durch verschiedene chemische Zusammensetzungen. Das Mantelgestein hat weniger [[Silizium]]- und [[Aluminium]]-Anteile als die Erdkruste und mehr [[Magnesium]] und auch [[Eisen]]. Daher nennt man die oberen Bereiche des Mantels auch öfters &amp;#039;&amp;#039;[[Sifema]]&amp;#039;&amp;#039; – im Gegensatz zum [[Kontinentale Erdkruste|Sial]] der Kontinentblöcke und zum [[Ozeanische Erdkruste|Sima]] der ozeanischen Kruste. Diese von [[Geologe]]n zwar ungern verwendeten (aber im Schul- und [[Sprachgebrauch]] verankerten) Begriffe darf man sich als körniges, helles [[Festgestein]] wie etwa den [[Granit]] (mittlere SiAl-Dichte ~2,7 g/cm³ oder 2700&amp;amp;nbsp;kg/m³) vorstellen, bzw. als dunkles, dem [[Basalt]] oder [[Gabbro]] ähnliches SiMa-Gestein mit 3,3 bis 4 g/cm³. Das Material des Oberen Mantels erreicht hingegen in größerer Tiefe bis 5&amp;amp;nbsp;g/cm³.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Tiefengestein]], weitere Mantelgesteine: [[Granat]], [[Plagioklas]]&lt;br /&gt;
* [[Plutonismus (geologisch)|Plutonismus]], [[Subduktion]], [[Vulkanismus]], [[Mantelkonvektion]], [[differenzielle Rotation]]&lt;br /&gt;
* [[E-Modul]]&lt;br /&gt;
* [[Lehmann-Diskontinuität]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.uni-koeln.de/math-nat-fak/mineral/museum/4-Peridotite.pdf Mantel-Peridotite und Temperaturen – Univ. Köln] (PDF-Datei; 872 kB)&lt;br /&gt;
* [http://www.ifm.rwth-aachen.de/cms/front_content.php?idcat=53 Charakteristika im Erdmantel – TH Aachen]&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.geoscience-online.de/redaktion/lernwelten/pdf/ab_vp_m3_b.pdf | wayback=20051227053445 | text=Oberer +unterer Erdmantel}} (PDF-Datei)&lt;br /&gt;
* [http://www.innovations-report.de/html/berichte/geowissenschaften/bericht-29131.html Geomechanische Druckversuche mit hydraulischen Pressen]&lt;br /&gt;
* [http://www.geologieinfo.de/gesteine/peridotit.html Peridotite und Pyroxenite im Erdmantel]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4172237-1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erdmantel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geophysik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geologie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2026-22585-36</name></author>
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