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	<title>Oberengadin - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Oberengadin&amp;diff=431226&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Zinnmann: /* Weblinks */ commonscat</title>
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		<updated>2024-07-03T14:49:13Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks: &lt;/span&gt; commonscat&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- schweizbezogen --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Dieser Artikel|behandelt die Region Oberengadin; zu dem gleichnamigen Kreis siehe [[Kreis Oberengadin]].}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Oberengadin.jpg|mini|Die Oberengadiner Seenplatte: [[Silvaplanersee]] (vorne) und [[Silsersee]] (hinten), rechts der Ausläufer des [[Champfèrersee]]s]]&lt;br /&gt;
[[Datei:ETH-BIB-Oberengadin, Blick Richtung Südwesten, Piz Lagrev-LBS H1-011609.tif|mini|Oberengadin, historisches Luftbild von [[Werner Friedli (Fotograf)|Werner Friedli]] (1949)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Oberengadin&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Rätoromanische Sprachen|rätoromanisch]] im Idiom [[Oberengadinische Sprache|Puter]] {{rmS|{{Audio|Roh-putèr-Engiadin&amp;#039;Ota.ogg|&amp;#039;&amp;#039;Engiadin&amp;#039;Ota&amp;#039;&amp;#039;}}}}, früher &amp;#039;&amp;#039;Engiadina Sura&amp;#039;&amp;#039;) ist ein inneralpines [[Hochtal]] im [[Kanton Graubünden]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geografie ==&lt;br /&gt;
Das Tal bildet die südwestliche Hälfte des [[Engadin]]s, die durch die [[Punt Ota (Cinuos-chel-Brail)|Punt Ota]] (= Hohe Brücke) zwischen [[Cinuos-chel]] und [[Brail]] vom [[Unterengadin]] getrennt ist. Weitgehend deckungsgleich mit der Region ist der [[Kreis Oberengadin|gleichnamige Kreis]]. Durch den [[Silsersee]] verläuft die politische Grenze zum [[Kreis Bergell]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Seen ===&lt;br /&gt;
Das Tal wird durchflossen vom [[Inn]]. Ein landschaftliches Merkmal sind die Seen im Bereich der sogenannten &amp;#039;&amp;#039;Engadiner Seenplatte&amp;#039;&amp;#039; mit dem [[Silsersee]], [[Silvaplanersee]], [[Lej da Champfèr]] und [[St. Moritzersee]]. [[Zirbelkiefer|Arven-]], [[Lärchen]]wälder und [[Gletscher]] sowie die Höhenlage von 1&amp;#039;600–{{Höhe|1800|CH|link=true}} bestimmen das Klima. Die grünen Wiesen im Tal sind beiderseits von schneebedeckten Bergen umgeben. Die Abhänge der südlichen Berge sind mit Nadelwäldern bedeckt; darüber erstrecken sich Alpweiden, deren Grenzlinien an den Hängen gut erkennbar sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Pässe ===&lt;br /&gt;
Das Oberengadin ist durch den [[Berninapass]] mit dem [[Puschlav]] (&amp;#039;&amp;#039;Val Poschiavo&amp;#039;&amp;#039;), durch den [[Malojapass]] mit dem [[Bergell]] (&amp;#039;&amp;#039;Val Bregaglia&amp;#039;&amp;#039;), durch den [[Julierpass]] mit dem [[Oberhalbstein]] (&amp;#039;&amp;#039;Surses&amp;#039;&amp;#039;) und durch den [[Albulapass]] mit dem [[Albulatal]] (&amp;#039;&amp;#039;Val d&amp;#039;Alvra&amp;#039;&amp;#039;) verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Orte ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In von Südwesten nach Nordosten verlaufender Richtung und mit abfallender Höhe:&lt;br /&gt;
* [[Maloja]] (romanisch Malögia, eine Fraktion und ehemalige Alp des Bergeller Dorfes [[Stampa]] und daher politisch zum italienischsprechenden Bergell gehörend),&lt;br /&gt;
* [[Sils im Engadin/Segl|Sils]] (Segl),&lt;br /&gt;
* [[Silvaplana]] (Silvaplauna),&lt;br /&gt;
* [[Surlej]] (politisch zu Silvaplana gehörig),&lt;br /&gt;
* [[Champfèr]] (eine zweigeteilte Fraktion, welche durch einen Dorffluss zwischen St. Moritz und Silvaplana politisch aufgeteilt ist),&lt;br /&gt;
* [[St. Moritz]] (San Murezzan),&lt;br /&gt;
* [[Celerina/Schlarigna|Celerina]] (Schlarigna),&lt;br /&gt;
* [[Pontresina]] (Puntraschigna),&lt;br /&gt;
* [[Samedan]],&lt;br /&gt;
* [[Bever GR|Bever]] und&lt;br /&gt;
* schliesslich die Dörfer der [[La Plaiv|Plaiv]]:&lt;br /&gt;
** [[La Punt Chamues-ch]],&lt;br /&gt;
** [[Madulain]],&lt;br /&gt;
** [[Zuoz]],&lt;br /&gt;
** [[S-chanf]],&lt;br /&gt;
** [[Chapella]],&lt;br /&gt;
** [[Susauna]] und&lt;br /&gt;
** [[Cinuos-chel]] (drei Fraktionen der Gemeinde S-chanf).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Meteorologie ===&lt;br /&gt;
Das Oberengadin ist zwei Windströmungen ausgesetzt, dem [[Malojawind]] und der [[Brüscha]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sprachen ==&lt;br /&gt;
Angestammte Sprache im ganzen Oberengadin, mit Ausnahme des italienischsprachigen Maloja (wo der Bergeller Dialekt, &amp;#039;&amp;#039;Bargaiot,&amp;#039;&amp;#039; heimisch ist), ist das [[Oberengadinische Sprache|Puter]]. Mit Aufkommen des [[Tourismus]] haben das Deutsche und das Italienische stark an Einfluss gewonnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In St. Moritz, Madulain und Pontresina ist das Deutsche alleinige Amtssprache, im übrigen Oberengadin teilen sich Puter und Deutsch diese Funktion.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Schulsprache hingegen ist weitgehend rätoromanisch. Samedan, Pontresina und Bever führen zweisprachige deutsch-romanische Schulgemeinden, St.&amp;amp;nbsp;Moritz ist auch hier deutschsprachig mit Romanisch als erster Fremdsprache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Brauchtum ==&lt;br /&gt;
Im Januar und Anfang Februar finden die [[Schlitteda]]s statt, anfangs März das Fest [[Chalanda Marz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Altertum ===&lt;br /&gt;
Aus der mittleren Bronzezeit ist auch die Quellfassung von St. Moritz datiert, und für die Region von Zernez bis St. Moritz ist die &amp;#039;&amp;#039;[[Breno-Kultur]]&amp;#039;&amp;#039; belegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
15 v. Chr. wurde das Engadin als Teil der Provinz Rätien ins [[Römisches Reich|Römische Reich]] eingegliedert, weil Rom die Pässe nach [[Germania magna|Germanien]] brauchte. Funde entlang der Römerstrassen zeugen von deren Bedeutung, und vom römischen Ausbau der Verbindungsstrassen profitierte Rätien bis ins frühe Mittelalter hinein. Nach dem Ende des Römischen Reichs wurde das Engadin mit Rätien Teil des Ostgotenreichs, 536 fiel es an die Franken. Die weltliche und geistliche Herrschaft lag ab dem 7. Jahrhundert in den Händen des Adelshauses der Zacconen, die auch [[Viktoriden]] genannt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mittelalter ===&lt;br /&gt;
806 wurde die Provinz in Ober- und Unterrätien durch [[Karl der Grosse|Karl den Grossen]] geteilt, das Engadin wurde Teil von Oberrätien. 916 fiel das Oberengadin an das [[Herzogtum Schwaben]], aber es hatte auch seine eigenen Grafen. Graf [[Dedalrich]] verkaufte 1139 sein Land an das [[Bistum Chur]], von dem sich die Oberengadiner erst 1494 freikaufen konnten. Im Hochmittelalter konnte der Bischof von Chur dank Schenkungen und Privilegien seinen Einfluss im Oberengadin ausbauen. 1137 und 1139 kaufte er die Güter der Grafen von Gamertingen zwischen [[Punt Ota (Cinuos-chel-Brail)|Punt Ota]] und St. Moritz und wurde dadurch mächtigster Herrscher der Region.&lt;br /&gt;
Seit 1367 war das Oberengadin Teil des [[Gotteshausbund]]es, eine begrenzte Selbstverwaltung war trotzdem möglich. Politische Nutzniesser waren die bischöflichen Ministerialen aus dem Hause [[Planta (Adelsgeschlecht)|Planta]], deren Aufstieg nach 1250 einsetzte. Daneben spielte die Familie [[Salis (Adelsgeschlecht)|Salis]] aus Samedan eine bedeutende Rolle. 1438 kam es zur Zweiteilung der Region ungefähr bei der ehemaligen Siedlung [[Las Agnas]] in die [[Gerichtsgemeinde]]n Sur (= &amp;#039;&amp;#039;oberhalb&amp;#039;&amp;#039;) und Suot (= &amp;#039;&amp;#039;unterhalb&amp;#039;&amp;#039;) [[Funtauna Merla]], womit der Rivalität zwischen Samedan und Zuoz Rechnung getragen wurde. Einzelne Siedlungen schlossen sich zu [[Nachbarschaft (Graubünden)|Nachbarschaften]] zusammen, wie die Chantuns Sils und Fex 1477. Ab 1526 wurden die bischöflichen Rechte ausgekauft, und das Gemeineigentum wurde 1538 bis 1543 aufgeteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Reformation und Neuzeit ===&lt;br /&gt;
Ab 1534 liess der Landammann [[Johann Travers]] aus [[Zuoz]] biblische Schauspiele mit geistlichem Inhalt erstmals in rätoromanischer Sprache durchführen, die eine grosse Wirkung auf die Bevölkerung hatten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{HLS|10878|&amp;#039;&amp;#039;Travers, Johann&amp;#039;&amp;#039;|Autor= Constant Wieser}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1550 bis 1577 nahm das Oberengadin das [[Reformation|reformierte]] Glaubensbekenntnis an. 1552 bis 1562 schufen die beiden Reformatoren [[Jachiam Tütschett Bifrun]] und [[Ulrich Campell]] mit Bibelübersetzungen die rätoromanische Schriftsprache.&amp;lt;ref&amp;gt;{{HLS|9098|&amp;#039;&amp;#039;Bifrun, Jachiam&amp;#039;&amp;#039;|Autor= Ottavio Clavuot}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{HLS|10293|&amp;#039;&amp;#039;Campell, Ulrich&amp;#039;&amp;#039; &amp;amp;#x5B;&amp;#039;&amp;#039;Duri Champell&amp;#039;&amp;#039;&amp;amp;#x5D;|Autor=Conradin Bonorand}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Mehrere Druckereien mit Namen Saluz, Dorta, Gadina und Janett förderten danach ein eigenständiges und angeregtes Geistesleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1798–1800 war das Engadin Schauplatz der Kämpfe zwischen Franzosen und Österreichern. Seit 1851 gliedert sich das Engadin in die Bezirke Inn und Maloja mit den Kreisen Oberengadin, Obtasna, Untertasna und Ramosch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wirtschaftlich war die Berglandwirtschaft seit jeher nach [[Oberitalien]] ausgerichtet. Der Export von Grossvieh, Kleinvieh, weitere landwirtschaftliche Produkte, Holz und Erz finanzierte die Importe wie Getreide, Wein und Salz. In der Neuzeit hatten die temporären Auswanderer, die [[Randulin]]s, die 1603–1766 als [[Engadiner Zuckerbäcker]] einträgliche Privilegien in [[Venedig]] genossen, wesentlich zum wachsenden Wohlstand beigetragen. Nach der Kündigung des Vertrags durch Venedig emigrierten viele Engadiner in andere italienische Städte sowie in weitere europäische Zentren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1820–1840 wurde die Obere Strasse über den [[Julierpass]] und den [[Malojapass]] gebaut, 1845–1872 die Talstrasse erstellt. Die Eröffnung des Gotthardtunnels 1882 liess den Transitverkehr mit Postkutschen und die damit verbundenen Geldeinnahmen der Säumerei über die Bündner Pässe einbrechen. Diese Lücke wurde durch den nach 1850 aufkommenden Trink-, Badekuren- und Alpintourismus allmählich kompensiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1903–1913 wurde die [[Albulabahn]] der [[Rhätische Bahn|Rhätischen Bahn]] als Verbindung ins Oberengadin erstellt und kurbelte den Tourismus weiter an. Der Erste Weltkrieg beendete rasch die goldene Zeit der Grandhotels. Die Wirtschaftskrise nach 1929 vernichtete weitere touristische Arbeitsplätze. Ab 1925 wurde das Strassennetz für das Automobil ausgebaut, 1938 der Flugplatz in [[Samedan]] vorerst als Militärflugplatz errichtet. Die Erschliessung mit Seilbahnen und Skiliften liess den Wintertourismus ab 1945 stark ansteigen, die Olympischen Winterspiele in St. Moritz 1928 und 1948 sorgten für weltweite Publizität. Die erste Ausbauphase der Wasserkraft war 1932 beendet, ohne die Seen im Oberengadin anzutasten. Ab 1954 wurden weitere Projekte der Engadiner Kraftwerke realisiert, die Staumauern [[Punt dal Gall]] und [[Livigno]] waren die grössten Bauwerke. Der bestehende Strassenübergang des [[Albulapass]]es ist im Winterhalbjahr gesperrt; nur der [[Julierpass]] kann ausser in schneereichen Wintern ganzjährig befahren werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{HLS|8067|&amp;#039;&amp;#039;Engadin&amp;#039;&amp;#039;|Autor= Ottavio Clavuot}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Kulturarchiv Oberengadin]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Trivia ==&lt;br /&gt;
Die Oberengadiner Seen waren Teil des Projekts «[[Das Blaue Wunder (Projekt)|Das Blaue Wunder]]» von &amp;#039;&amp;#039;Ernst Camichel Bromeis&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{HLS|8067|&amp;#039;&amp;#039;Engadin&amp;#039;&amp;#039;|Autor= Ottavio Clavuot}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{HLS|47568|Oberengadiner Seen|Autor=Adolf Collenberg}}&lt;br /&gt;
* Karsten Plöger: &amp;#039;&amp;#039;Das Engadin. Biografie einer Landschaft.&amp;#039;&amp;#039; Hier und Jetzt Verlag, Zürich 2023, ISBN 978-3-03919-579-4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4042898-9|VIAF=235472947}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Oberengadin| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tal in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tal im Kanton Graubünden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Region in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landschaft im Kanton Graubünden]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Zinnmann</name></author>
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