<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Oberdorla</id>
	<title>Oberdorla - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Oberdorla"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Oberdorla&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-08T04:13:26Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Oberdorla&amp;diff=59910&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Dk0704 am 19. Dezember 2025 um 13:40 Uhr</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Oberdorla&amp;diff=59910&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-12-19T13:40:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
| Ortsteil               = &lt;br /&gt;
| Gemeindeart            = Landgemeinde&lt;br /&gt;
| Gemeindename           = Vogtei (Gemeinde)&lt;br /&gt;
| Alternativanzeige-Gemeindename = Vogtei&lt;br /&gt;
| Ortswappen             = DEU Oberdorla COA.svg&lt;br /&gt;
| Ortswappen-Beschreibung= &lt;br /&gt;
| Breitengrad            = 51/9/59/N&lt;br /&gt;
| Längengrad             = 10/25/10/E&lt;br /&gt;
| Nebenbox               = &lt;br /&gt;
| Bundesland             = DE-TH&lt;br /&gt;
| Höhe-Präfix            = &lt;br /&gt;
| Höhe                   = 227&amp;lt;!-- Quelle: Geodatenzentrum --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Höhe-von               = &lt;br /&gt;
| Höhe-bis               = &lt;br /&gt;
| Höhe-Bezug             = DE-NHN&lt;br /&gt;
| Fläche                 = 19.74&lt;br /&gt;
| Fläche-Quelle          = &amp;lt;ref name=&amp;quot;Gindex&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://geoindex.io/gemarkungen/163639 |titel=Gemarkung Oberdorla, Landgemeinde Vogtei |werk=GEOindex |abruf=2025-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Einwohner              = 2060&lt;br /&gt;
| Einwohner-Stand-Datum  = 2022-05-15&lt;br /&gt;
| Einwohner-Quelle       = &amp;amp;nbsp;[[Wohnsitz (Deutschland)|HW]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;EZ2022&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.citypopulation.de/de/germany/settlements/thuringen/unstrut_hainich_kreis/16064075x099L__oberdorla/ |titel=Oberdorla: Ortsteil der Landgemeinde Vogtei |titelerg=(Aus 100 Meter-Gitter sowie Geometrien für &amp;quot;Ortslagen&amp;quot; berechnet) |werk=www.citypopulation.de - Population Statistics |hrsg=Online-Dienst für Statistiken |abruf=2025-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Eingemeindungsdatum    = 2012-12-31&lt;br /&gt;
| Postleitzahl1          = 99986&lt;br /&gt;
| Vorwahl1               = 03601&lt;br /&gt;
| Lagekarte              = &lt;br /&gt;
| Lagekarte-Beschreibung = &lt;br /&gt;
| Poskarte               = Deutschland Thüringen&lt;br /&gt;
| Bild                   = &lt;br /&gt;
| Bild-Beschreibung      = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Oberdorla 01.jpg|mini|Probstmühle am Wilden Graben]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Oberdorla &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Ortsteil]] der [[Landgemeinde (Thüringen)|Landgemeinde]] [[Vogtei (Gemeinde)|Vogtei]] im [[Thüringen|westthüringischen]] [[Unstrut-Hainich-Kreis]] ([[Deutschland]]). Oberdorla hat den Status einer [[Ortschaft]] nach der [[Thüringer Kommunalordnung]] und somit einen [[Ortschaftsrat]] und [[Ortschaftsbürgermeister]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;HS&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://daten.verwaltungsportal.de/dateien/legalframework/5/3/4/5/0/02_Haupsatzung_der_Gemeinde_Vogtei_mit_der_1._2._Aenderung.pdf |titel=Hauptsatzung |titelerg=§&amp;amp;nbsp;?|werk=Webauftritt |hrsg=Gemeinde Vogtei |abruf=2025-12 |format=PDF;&amp;amp;nbsp;2,94?&amp;amp;nbsp;NB}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Das Gebiet wurde 50 n. Chr. von zwei germanischen Volksstämmen, den [[Cherusker]]n und [[Hermunduren]], besiedelt. Oberdorla hieß um 860 [[Loch (Flurname)|Thurnilohum]]&amp;lt;ref&amp;gt;Werneburg, Die Wohnsitze der Cherusker und die Herkunft der Thüringer, S. 152f.&amp;lt;/ref&amp;gt;, Durnloha (932), Durlon (1220) und seit 1330 Dorla.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://opacplus.bsb-muenchen.de/title/BV003086260 Karl Herquet, Urkundenbuch der ehemals freien Reichsstadt Mühlhausen in Thüringen]&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch die spätere [[Ortsnamen]]sendung [[-a]] weist auf das Vorhandensein eines Gewässers hin. Tatsächlich wurde die Ortsgründung durch die stark schüttenden [[Karstquelle]]n [[Kainspring]] und [[Melchiorbrunnen]] westlich von Oberdorla begünstigt, die Trinkwasser und Antriebskraft für sieben [[Mühle]]n boten. Ortsbildprägend sind bis heute:&lt;br /&gt;
* die Riethmühle&lt;br /&gt;
* die Zengsmühle&lt;br /&gt;
* die Probstmühle&lt;br /&gt;
* die Marktmühle&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.thueringer-allgemeine.de/leben/vermischtes/article221292353/Sanierung-der-Marktmuehle-in-Oberdorla-vor-dem-Abschluss.html &amp;#039;&amp;#039;Sanierung der Marktmühle in Oberdorla vor dem Abschluss.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Thüringer Allgemeine]]&amp;#039;&amp;#039;, vom 28. Oktober 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* die Wiesenmühle&lt;br /&gt;
Oberdorla wird erstmals 805 in einer Schenkungsurkunde eines Grafen Erpho, vermutlich von Bilstein&amp;lt;ref&amp;gt;[https://digital.slub-dresden.de/id350235767 Die ganerbschaftliche Voigtei Dorla]&amp;lt;/ref&amp;gt; urkundlich erwähnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
987 baute Graf Wigger [[Grafen von Bilstein|von Bilstein]] in Oberdorla die St.-Peter-und-Paul-Kirche sowie ein daran angeschlossenes [[Stift (Kirche)|Stift]], das Reichtum und Macht erlangte, und schenkte den Dorlaern den Hainichwald. Der Vorsteher des Stiftes war gleichzeitig Archidiakon des [[Archidiakonat]]s, einer der vier nordthüringischen Kirchenorganisationen, die eine ziemliche Macht hatten. Dieses Stift der [[Augustiner-Chorherren]] bestand bis 1472 und wurde 1487 in die Stadt [[Bad Langensalza|Langensalza]] verlegt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Infotafel&amp;quot;&amp;gt;Infotafel an der Stelle des [[Mittelpunkt Deutschlands|Mittelpunkts Deutschlands]] bei Niederdorla.&amp;lt;/ref&amp;gt; Oberdorla gehörte zur [[Vogtei Dorla]], eine zur [[Ganerbschaft Treffurt]] gehörigen Verwaltungseinheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwei Brände 1666 und 1713 zerstörten den Ort vollständig bzw. fast vollständig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde Oberdorla schloss sich am 31. Dezember 2012 mit weiteren Gemeinden der [[Verwaltungsgemeinschaft Vogtei]] zur neuen Gemeinde Vogtei, mit Sitz in Oberdorla, zusammen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.destatis.de/DE/Themen/Laender-Regionen/Regionales/Gemeindeverzeichnis/Namens-Grenz-Aenderung/2012.html StBA: Gebietsänderungen vom 01. Januar bis 31. Dezember 2012]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bürgermeister ==&lt;br /&gt;
Der letzte ehrenamtliche Bürgermeister &amp;#039;&amp;#039;Winfried Bötticher&amp;#039;&amp;#039; wurde am 6. Juni 2010 wiedergewählt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle      | url=http://www.wahlen.thueringen.de/wahlseite.asp?aktiv=KW01&amp;amp;startbei=kommunalwahlen/KW_wahlergebnisse.asp  |titel=Kommunalwahlen in Thüringen am 6. Juni 2010. Wahlen der Gemeinde- und Stadtratsmitglieder. Vorläufige Ergebnisse  |zugriff=6. Juni 2010}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wappen ==&lt;br /&gt;
[[Blasonierung]]: „In Gold ein dreiblättriger grüner Eichenzweg mit drei schwarzen Früchten.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Wappen symbolisiert den Waldreichtum im Gemeindegebiet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
=== Feste ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Oberdorla Anger Pfingstfest.jpg|miniatur|Der Anger: Mittelpunkt des aktiven Dorflebens]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Oberdorla Dorfanger.jpg|miniatur|Dorfanger mit Denkmal und Steintisch, Heimatstube im Hintergrund]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Oberdorla Kirche und Stift.jpg|miniatur|Die evangelische Kirche Sankt Peter und Paul; im Vordergrund das Gebäude des ehemaligen Stifts]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Baudehaus 1732 Oberdorla.jpg|miniatur|Das ehemalige Badehaus]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Mallinden Oberdorla 2021.jpg|miniatur|Die Mahllinden bei Oberdorla 2021]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Oberdorla Opfermoor.jpg|miniatur|Das Opfermoor östlich von Oberdorla]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Traditionsfeste sind das Pfingstfest, das Kinderfest und die Kirmes. Zentraler Festplatz ist jeweils der Anger. Speziell an [[Pfingsten]] werden verschiedene Bräuche abgehalten. Am Pfingstmontag wird der &amp;#039;&amp;#039;Schößmeier&amp;#039;&amp;#039;, ein etwa 3 Meter hohes Gebinde aus blumengeschmückten Kränzen durch den Ort gefahren. Dieser Brauch findet seinen Ursprung im germanischen Blumenfest. Zuvor findet die &amp;#039;&amp;#039;Spritzenprobe&amp;#039;&amp;#039; statt, bei der die sogenannten Rechnungsburschen gegen die [[Freiwillige Feuerwehr]] antreten müssen. Pfingstdienstag tritt der &amp;#039;&amp;#039;Strohbär&amp;#039;&amp;#039; in Aktion, der durch den Ort geführt wird. Zu Pfingsten wird, wie vielerorts, eine [[Birke]] als [[Maibaum|&amp;#039;&amp;#039;Pfingstmaie&amp;#039;&amp;#039;]] aufgestellt. Auf dem mit [[Linden (Botanik)|Linden]] gesäumten Festplatz am östlichen Hainichrand findet, ebenfalls alljährlich, das &amp;#039;&amp;#039;Fest der Laubgenossenschaft Oberdorla&amp;#039;&amp;#039; statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Baudenkmäler ===&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Der Anger:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
:Der mit einem halben Hektar Fläche größte [[Anger|Dorfanger]] Thüringens befindet sich in Oberdorla. Er ist mit Linden und Kastanien bestanden und Standort dreier Denkmale. Der alte &amp;#039;&amp;#039;Gerichtstisch&amp;#039;&amp;#039; ist noch vollkommen erhalten, an ihm wurde sechsmal im Jahr Gericht abgehalten. Alle männlichen Einwohner der Vogteidörfer mussten teilnehmen. Rechts neben dem Tisch steht das Gefallenendenkmal, das an die im deutsch-französischen Krieg 1870/71 verstorbenen Soldaten aus Oberdorla erinnert. Das links vom Tisch stehende Denkmal aus dem Jahre 1886 erinnert an den Gang der Vogteier im Sommer 1785–1786 nach [[Wien]], um Kaiser [[Joseph II.]] persönlich eine [[Supplik|Bittschrift]] zur Regelung der Territorialfrage der Vogtei zu übergeben.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;[[Stiftskirche St. Peter und Paul (Oberdorla)|St. Peter und Paul]]:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
:Die ehemalige Stiftskirche befindet sich unweit des Dorfangers. Am Portal der romanischen Kirche befinden sich Kopien der beiden eindrucksvollen Apostel-Darstellungen. Die stark verwitterten Originale befinden sich im Kircheninneren.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Die Oberdorlaer Heimatstuben&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;:&lt;br /&gt;
:Diese Einrichtung ist ein 2007 im ehemaligen Bürgermeisteramt am Anger eingeweihtes und 2008 stark erweitertes [[Heimatmuseum]] mit Ausstellungen zum dörflichen Alltagsleben, zur Dorf- und Kirchengeschichten sowie zum Vogteier Brauchtum. Ausgestellt werden z.&amp;amp;nbsp;B. ein Modell von Kirche und Stift Sankt Peter und Paul, die alte Wetterfahne sowie ein Strohbär. Die Figur geht am Pfingstdienstag durch den Ort. Außerdem beinhaltet das kleine Museum einen separaten Raum für den in Oberdorla geborenen und aufgewachsenen Komponisten und Chorleiter [[Gunther Erdmann]].&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Das ehemalige „Badehaus“&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
:Es befand sich im heute denkmalgeschützten und schönsten Fachwerkhaus des Ortes – Bahnhofstraße 14 (erbaut im Jahre 1732).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Der Mittelpunkt Deutschlands&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;:&lt;br /&gt;
:Etwa 1.000&amp;amp;nbsp;m östlich des ehemaligen Bahnhofs von Oberdorla befindet sich in der Gemarkung Niederdorla der geographische [[Mittelpunkt Deutschlands]]. Dort wird alljährlich ein Mittelpunktsfest gefeiert.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Die Mallinden&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;:&lt;br /&gt;
:An der Flurgrenze zwischen Ober- und Niederdorla an der Straße nach Langula befindet sich der mittelalterliche Gerichtsplatz „[[Mallinden]]“. Er besteht aus drei alten Lindenbäumen,  bei denen nach der Überlieferung Gericht gehalten wurde. Nach alten Schriften wurden hier auch Hinrichtungen vollzogen, so an einer Frau, die auf dem Scheiterhaufen als Hexe verbrannt wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Infotafel&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Bilderwunsch|Koordinaten|Gedenkstein von toten Soldaten  Robert V. Wynne|Breitengrad=51/9/56/N|Längengrad= 10/25/1/E &amp;lt;!---Heyeröder Str. 25---&amp;gt;|ISO-Region=DE-TH|Benutzer=Vielen Dank und viele Grüße [[Benutzer:Woelle ffm]] ([[Benutzer Diskussion:Woelle ffm|Diskussion]])}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Naturdenkmäler ===&lt;br /&gt;
Westlich von Oberdorla befinden sich in der offenen Flur die [[Karstquelle|Erdfallquellen]] „[[Kainspring]]“, „[[Melchiorbrunnen]]“ und der &amp;#039;&amp;#039;Dittelhainsbrunnen&amp;#039;&amp;#039;. Der &amp;#039;&amp;#039;[[Spittelbrunnen]]&amp;#039;&amp;#039; im Nordwesten ist eine episodisch auftretende Quelle, hier befand sich die mittelalterliche Dorfstelle &amp;#039;&amp;#039;Sprudelborn&amp;#039;&amp;#039;. Das einstige [[Opfermoor Niederdorla|Opfermoor]] ist ein nach dem Ende des Torfabbaus wieder erstandenes Gewässer, es war ursprünglich eine ausgedehnte, wassergefüllte und schrittweise verlandete Senke nördlich der Dorla-Orte, an der sich bereits in frühgeschichtlicher Zeit Kultzentren befanden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bildhauersymposium ===&lt;br /&gt;
In der DDR fand im Steinbruch Oberdorla ab 1980 wiederholt ein [[Bildhauersymposium]] des [[Verband Bildender Künstler der DDR|Verbands Bildender Künstler der DDR]] statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
Der größte Teil der Flur wird ackerbaulich und als Grünland genutzt. Landwirtschaftliche Produktionsanlagen liegen am Nordwestrand des Ortes. Mit 1124 ha hat Oberdorla im Westen des Ortes einen Anteil an der Waldfläche des [[Hainich]]. Der Oberdorlaer Wald wird unter Regie des Forstamtes Hainich-Werratal gemeinschaftlich von der Laubgenossenschaft (&amp;#039;&amp;#039;hier&amp;#039;&amp;#039; [[Waldgenossenschaft]]) des Ortes als [[Buche]]n-[[Plenterwald]] genutzt. Nur kleine Flächen im Senkig sind mit Fichte und anderen Nadelhölzern aufgeforstet, die im Hainich allerdings nicht heimisch sind. Auf Oberdorlaer Gemarkung im Hainich befindet sich auch ein [[Steinbruch]], in dem über Tage Werkstein und Schotter ([[Muschelkalk]]) abgebaut wird. Im Südwesten befindet sich eine größere [[Baumschule]], im Osten entlang der Landstraße zwischen Mühlhausen und Eisenach ein Gewerbegebiet mit der Niederlassung eines Möbelhauses, Gewerbebetrieben und einer Tankstelle. Ausgangspunkt für die Entwicklung des Gewerbes war der Bahnhof im Osten des Ortes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr ==&lt;br /&gt;
Die Verkehrsanbindung erfolgt über die [[Landesstraße|L 1016]] zwischen Mühlhausen und Eisenach, die östlich des Ortes vorbeiführt. Die Mühlhäuser Straße (L 2104) führt vom Abzweig am ehemaligen &amp;#039;&amp;#039;Gunzelhof&amp;#039;&amp;#039; in den Ort hinein. Sie biegt am Anger nach rechts in westlicher Richtung ab und führt von Oberdorla über den Hainich nach [[Heyerode (Südeichsfeld)|Heyerode]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1911 bis 1969 hatte Oberdorla eine Anbindung an die [[Bahnstrecke Mühlhausen–Treffurt]] („Vogteier Bimmel“), die über den Hainich hinweg das Mühlhäuser Becken mit dem Werratal verband. Von der alten Bahnstrecke sind noch Abschnitte des Bahndamms und das alte Bahnhofsgebäude übrig geblieben. Über die ehemalige Strecke führt von Oberdorla teilweise ein Radweg nach [[Diedorf (Südeichsfeld)|Diedorf]] und [[Felchta]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Nord-Süd-Richtung wird Oberdorla vom [[Unstrut-Werra-Radweg|Unstrut-Werratal-Radwanderweg]] gequert, der den Ort im Westen tangiert. Parallel verlaufen der [[Lutherweg Thüringen]] - Westschlaufe und die Rote Route vom Nationalpark Hainich. In Richtung Osten schließt sich das Radtourennetz Unstrut-Hainich-Kreis an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Naturschutz ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Oberdorla Wacholdertrift.jpg|miniatur|[[Wacholderheide]] bei Oberdorla]]&lt;br /&gt;
Entlang eines Steingrabens an der Landstraße zwischen Oberdorla und Heyerode zieht sich eine etwa ein Kilometer lange, schmale [[Grasnarbe|Schaftrift]] mit lockerem Gehölzbestand, darunter zahlreiche [[Wacholder]]sträucher. Das Gebiet ist seit 1983 auf einer Fläche von 6,8 Hektar als [[Flächennaturdenkmal]] unter Schutz gestellt und wird weiterhin extensiv mit [[Hausschaf|Schafen]] beweidet. Den größten Flächenanteil nehmen [[Trockenrasen|Kalkmagerrasen]] mit zum Teil seltenem Artenbestand ein. Die Karstquellen &amp;#039;&amp;#039;Kainspring&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Melchiorbrunnen&amp;#039;&amp;#039; westlich des Ortes sind seit 1941 ausgewiesene Naturdenkmale.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Öffentliche Einrichtungen ==&lt;br /&gt;
* Sitz der Gemeindeverwaltung Vogtei&lt;br /&gt;
* Vogteischule Oberdorla&lt;br /&gt;
* Kindergarten „Vogteier Knirpse“&lt;br /&gt;
* evangelischer Kindergarten „Kinderschlösschen“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Söhne und Töchter des Ortes ==&lt;br /&gt;
* [[Konrad Kleinschmidt]] (1768–1832), Missionar der [[Herrnhuter Brüdergemeine]] auf [[Grönland]], Sprachforscher und Übersetzer&lt;br /&gt;
* [[Simon Bang]] (1855–1928), Oberschulrat und Sachbuchautor&lt;br /&gt;
* [[Walter Karmrodt]] (1927–2017), Heimatforscher und Autor von Sachbüchern über die Thüringer Geschichte&lt;br /&gt;
* [[Manfred Böttcher (Maler)|Manfred Böttcher]] (1933–2001), Maler und Grafiker&lt;br /&gt;
* [[Gunther Erdmann]] (1939–1996), Komponist und Chorleiter&lt;br /&gt;
* [[Joachim Böttcher]] (1946–2022), Maler und Bildhauer&lt;br /&gt;
* [[Eva Weißenborn]] (* 1954), Schauspielerin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur | Autor=Rolf Aulepp  | Titel= Die ehemalige Stiftskirche von Oberdorla | Sammelwerk=Mühlhäuser Beiträge | Band=Heft 10| Jahr=1987 | Seiten=15–36 | ZDB=14566-x }}&lt;br /&gt;
* {{Literatur | Autor=Paul Karmrodt | Titel= Der Kampf der Vogteier um alte verbriefte Rechte | Sammelwerk=Mühlhäuser Beiträge | Band=Heft 9|  Jahr=1986 | Seiten=48–58}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur | Autor=Paul Karmrodt | Titel= Zwei Vogteier Wissenschaftler in Grönland | Sammelwerk=Mühlhäuser Beiträge | Band=Heft 11| Jahr=1988 | Seiten=89–92 }}&lt;br /&gt;
* {{Literatur | Herausgeber=[[Harald Rockstuhl]] | Titel= Lexikon der Persönlichkeiten, Schriftsteller und Künstler der Vogtei. Mit Kammerforst und Oppershausen. (Niederdorla, Oberdorla, Langula)  | Verlag=Rockstuhl | Ort=Bad Langensalza | Jahr= 2002 | ISBN=3-936030-25-1 }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Film ==&lt;br /&gt;
Die Ecke, ARTE / MDR 21.11.2022, Film von Christa Pfaffenroth&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.christa-pfafferott.de/works/die-ecke-dokumentarfilm/ https://www.christa-pfafferott.de/works/die-ecke-dokumentarfilm/]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* {{Internetquelle |url=https://www.gemeinde-vogtei.de/verzeichnis/objekt.php?mandat=192883 |titel=Oberdorla |hrsg=Gemeinde Vogtei |abruf=2022-01-22 |abruf-verborgen=1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4295357-1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Unstrut-Hainich-Kreis]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hainich]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vogtei (Gemeinde)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Unstrut-Hainich-Kreis)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 805]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 2012]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Dk0704</name></author>
	</entry>
</feed>