<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Oberdigisheim</id>
	<title>Oberdigisheim - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Oberdigisheim"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Oberdigisheim&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-05T14:52:36Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Oberdigisheim&amp;diff=913034&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Zollernalb: /* Weblinks */Commonscat ist schon drin, Urkunde viel zu speziell.</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Oberdigisheim&amp;diff=913034&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-12-21T07:50:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Weblinks: &lt;/span&gt;Commonscat ist schon drin, Urkunde viel zu speziell.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
| Ortsteil = Oberdigisheim&lt;br /&gt;
| Gemeindeart = Stadt&lt;br /&gt;
| Gemeindename = Meßstetten&lt;br /&gt;
| Ortswappen = Wappen Oberdigisheim.png&lt;br /&gt;
| Ortswappen-Beschreibung = Ehemaliges Gemeindewappen von Heinstetten&lt;br /&gt;
| Breitengrad = 48.176503&lt;br /&gt;
| Längengrad = 8.892374&lt;br /&gt;
| Bundesland = Baden-Württemberg&lt;br /&gt;
| Höhe = 777&lt;br /&gt;
| Höhe-Bezug = NN&lt;br /&gt;
| Fläche = &lt;br /&gt;
| Einwohner = 680&lt;br /&gt;
| Einwohner-Stand-Datum  = 2022-05-15&lt;br /&gt;
| Einwohner-Quelle       = &amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://citypopulation.de/en/germany/settlements/badenwurttemberg |titel=Citypopulation |abruf=2025-12-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Eingemeindungsdatum = 1975-01-01&lt;br /&gt;
| Postleitzahl1 = &lt;br /&gt;
| Vorwahl1 = &lt;br /&gt;
| Lagekarte = &lt;br /&gt;
| Lagekarte-Beschreibung = &lt;br /&gt;
| Bild = Oberdigisheim, Zollernalbkreis (2019).jpg&lt;br /&gt;
| Bild-Beschreibung = Blick über Oberdigisheim Richtung Südwest&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Oberdigisheim&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Stadtteil von [[Meßstetten]] im [[Zollernalbkreis]] in [[Baden-Württemberg]] ([[Deutschland]]). Der Ort liegt westlich von Meßstetten im Tal der [[Obere Bära|Oberen Bära]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Gräber und Siedlungen der Keltischen Zeit ===&lt;br /&gt;
Im Gewann Leuzenfelder Halde zeigt die Karte von Hofrat Ziegler 1894 eine Grabhügelgruppe.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Hrsg= [[Sigrid Hirbodian]], Andreas Schmauder und Manfred Waßner |Titel=Gemeinde im Wandel |TitelErg=Band 19 Eine Stadt im Wandel Die Geschichte von Meßstetten |Nummer=19 |Ort=Tübingen |Datum=2019 |Seiten=37 |Fundstelle=(1500 Exemplare der Stadt Meßstetten )}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== 12./13. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Oberdigisheim besaß im 12./13. Jahrhundert einen Ortsadel, der in der [[Ortenau]] und in [[Rottweil]] fortlebte.&lt;br /&gt;
=== 14. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Spätestens seit Ende des 14. Jahrhunderts gehörte der Ort zur [[Herrschaft Schalksburg|Herrschaft Zollern-Schalksberg]]. Mit dieser gelangte er 1403 an [[Württemberg]], wo er vom Amt in [[Balingen]] verwaltet wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 16. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Oberdigisheimer Bauern waren am [[Deutscher Bauernkrieg|Bauernkrieg]] beteiligt.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-515714 Bestand A44 U96] auf Landesarchiv-BW.de&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am 11. Mai 1525 segnet der Pfarrer von Digisheim das Heer der Bauern.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Karl Dietrich |Hrsg=Württembergischer Volksschriftenverein |Titel=Bauernkrieg im Jahr 1525 |TitelErg=Ernst Nüblings Offizin |Auflage=2. umgearbeitete Auflage |Datum=1844 |Seiten=128}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1800 ===&lt;br /&gt;
Ab 1806 gehörte der dem [[Oberamt Balingen]] unterstellte Ort zum neu errichteten [[Königreich Württemberg]] und ab 1919 zum gleichnamigen [[Volksstaat Württemberg|Volksstaat]].&lt;br /&gt;
In Oberdigisheim wurden Obstbäume am Straßenrand auf privatem Grund gepflanzt. Im Grundbuch war die Nutzung der Seitenstreifen in Württemberg über [[Dienstbarkeit]]en geregelt. Beispiele: Alte Landstraße ({{Coordinate|NS=48.170788|EW= 8.900050|type=landmark|dim=25|region=DE-BW|text=DMS|name=Obstbäume}})&lt;br /&gt;
Neben König [[Wilhelm I. (Württemberg)|Wilhelm]] verschenkten auch die [[Herrnhuter Brüdergemeine|Brüdergemeinden]] Obstbäume.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.apfelgut.de/wir/downloads/apfelgeschichte.pdf |text=apfelgut.de: Eine Württemberger Apfelgeschichte |wayback=20200929212745 |archiv-bot=2022-12-22 21:15:44 InternetArchiveBot}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1900 ===&lt;br /&gt;
Oberdigisheim kam 1934 zum Kreis und 1938 zum [[Landkreis Balingen]] und im Zuge der [[Kreisreform Baden-Württemberg 1973|Kreisreform 1973]] zum [[Zollernalbkreis]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Januar 1975 wurde Oberdigisheim nach Meßstetten eingemeindet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{BibISBN|3-17-003263-1|Seite=541}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
1983 wurde der [[Stausee Kohlstatt-Brunnenbach]] fertiggestellt und für den [[Schwimmsport]] freigegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bergbau ==&lt;br /&gt;
In Oberdigisheim wurde 1738 im Weiler [[Geyerbad]] in den arbeitsarmen Monaten von Nebenerwerbslandwirten mit [[Keilhaue]]n&amp;lt;ref&amp;gt;Staatsarchiv Sigmaringen Ho 235 T 13–15 Nr. 605: &amp;#039;&amp;#039;Mi&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; Eisenerz für die Hochöfen der [[Schwäbische Hüttenwerke|Schwäbischen Hüttenwerke]] in Tuttlingen gefördert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Landesarchiv Baden-Württemberg Abt.Wirtschaftsarchiv Stuttgart Hohenheim |Titel=Archiv SHW |TitelErg=B 40 Bü 1232 |Ort=Harras, Ludwigsthal |Datum=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die vollständig erhaltenen Akten von Ludwigsthal wurden bisher wenig erforscht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Kapff Dieter |Hrsg=Schwäbische Heimat |Titel=Frühe Eisenverhüttung auf der Schwäbischen Alb |Datum=1993 |Seiten=137-151}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Untersuchungen der Schlacke historischer Eisenschmelzen zeigen einen Kleinschmelzofentyp, der seit dem 13. Jahrhundert in der Gegend alle Erze verhütten konnte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Rennofen&amp;quot;&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;[http://www.gea.de/region+reutlingen/tuebingen/verhuettung+wie+im+mittelalter.451080.htm Rennofen].&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Reutlinger Generalanzeiger]]&amp;#039;&amp;#039;, 22. Mai 2007.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Martin Hauptstaatsarchiv Stuttgart B 40 Bü 1232: &amp;#039;&amp;#039;Mittelalterliche Eisenhütten&amp;#039;&amp;#039;, Schwäbisch Gmünd.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Schmelzwerk in [[Harras (Wehingen)|Harras]] wurde 1832 stillgelegt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Memminger |Titel=Jahrbuch 1839 |Datum= |Seiten=352}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach dem Bau leistungsfähiger Bahnstrecken wurde in Süddeutschland, mit Ausnahme der Zeit des Dritten Reichs, nur noch Eisenerz abgebaut, um mit Kalkstein einen eisenhaltigen Zuschlag im [[Hochofen]] zu verwenden. Von &amp;#039;&amp;#039;rogenförmigen Thoneisensteinen&amp;#039;&amp;#039; wird berichtet, von welchen sich im Heuberg „ein Flöz von 1 - 2 Schuh Mächtigkeit“ befunden hat.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Friedrich von Alberti |Titel=Die Gebirge des Königreichs Würtemberg, in besonderer Beziehung auf Halurgie |Verlag=J. G. Cotta’sche Buchhandlung 1826 |Ort=Stuttgart und Tübingen |Datum= |Seiten=124}}&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Datei:Bergknapp - Hans Sachs Ständebuch 1568.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;Der Bergknapp mit Keilhaue und [[Arschleder]]&amp;#039;&amp;#039; (1568)]] Die selbständigen Knappen schürften um 1844 auf eigenes Risiko und wurden von Erzmesser Monitgel&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=2-387656 Bestand E 244 Bü 100 auf Landesarchiv-BW.de]&amp;lt;/ref&amp;gt; in [[Ludwigstal|Ludwigsthal]] nach abgelieferter Menge bezahlt. [[Deutsch-Französischer Krieg|Der Sieg über Frankreich 1870]] beendete den Bergbau. [[Elsass-Lothringen]] mit seinen reichen Erzvorkommen wurde dem Reich einverleibt, das Eisen aus der Region nicht mehr gefragt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Eisenindustrie&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[http://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.hechingen-eisenindustrie-als-sozialprogramm.359cb1ef-d94e-45d6-9f30-781584195416.html Eisenindustrie].&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Schwarzwälder Bote]]&amp;#039;&amp;#039;, 28. September 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Produktion von Waffen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Agricola Hammerwerk mit Rennherd.jpg|mini|hochkant|Schmiede im Mittelalter]]&lt;br /&gt;
Die Oberdigisheimer Handwerksmeister konnten vor Ort hochwertigen Stahl erzeugen, [[schmieden]], aufkohlen, härten und [[Scherenschleifer|schleifen]]. Die Hüttenwerke lieferten damals keine Walzprodukte mit der bestellten Reinheit, entsprechenden Legierungselementen und dem richtigen Kohlenstoffgehalt, wie wir sie heute kennen, zur Schmiede in Oberdigisheim. Die Bohnerzmassen wurden vor Ort entkohlt und ausgeschmiedet. Für die eigentliche Schneide wurde bei Äxten, Schwertern Messer und Sensen ein sehr dünnes Stück eines aus manganhaltigen Erzen erschmolzenen Stahles verwendet. Anschließend wurde in einem [[Damaszener Stahl|Schweißprozess]] aus mehreren Lagen unterschiedlicher Qualitäten Messerstahl im Schmiedefeuer hergestellt. Für eine Axt wurde die dünne manganhaltige Seele in ein U aus Bohnerzstahl eingestählt. Ein weiteres U wurde für die Stilöse aus weichem Stahl mit Abstand [[Schweißen#Feuerschweißen|feuerverschweißt]]. Erst jetzt konnte, wie heute noch üblich, in Form geschmiedet werden. Dann wurden die Werkzeuge und Waffen wahrscheinlich an der Schneide in Knochenpulver [[Aufkohlen|aufgekohlt]], [[Härten (Stahl)|gehärtet]], eingestielt und geschliffen. Die Herstellungsprozess galt als Berufsgeheimnis der Meister. Wörter aus den Sprachen [[Romani]] und Pleißne schützten die Geheimnisse zusätzlich. Das Pleißne ist ein [[Soziolekt]] im Zollernalbkreis und gehört zu den [[Dialekt]]en des [[Rotwelsch]]en. Pleißne hat den Wortschatz der örtlichen Umgangssprache geprägt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Werner Metzger |Hrsg=Schwäbischer Albverein Stuttgart |Titel=Albvereinsblätter - Festrede 125 Jahre Albverein |Datum= |Seiten=3}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Zu Pleißne Burladingen siehe Werner Metzger: &amp;#039;&amp;#039;[http://albverein.net/2013/05/21/125-jahre-schwabischer-albverein-2/ Festrede 125 Jahre Schwäbischer Albverein].&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Blätter des Schwäbischen Albvereins]] 2013.&amp;#039;&amp;#039; Stuttgart, 4. Mai 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt; Selbst der Landesherr kannte die Einzelheiten nicht und versuchte als nicht Eingeweihter Schmelzen aus minderwertigen Erzen von Freudenstadt einzusetzen. Schmuggler wurden beauftragt, die benötigten Rohstoffe in den gewünschten Qualitäten zu beschaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erst mit modernen Analyse- und [[Metallografie|Ätzverfahren]] konnten die Geheimnisse weitgehend erforscht werden. 1698 wurde knapp eine Tonne Stahlmasseln auf der Reichsstraße über [[Kolbingen]] geschmuggelt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Walter Stettner |Hrsg=Jan Thorbecke Sigmaringen |Titel=Ebingen – Die Geschichte einer württembergischen Stadt |Datum=1986 |Seiten=95}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die zugewiesenen [[Hüttenwerke in Württemberg|Hüttenwerke]] in St. Christophstal bei [[Freudenstadt]] konnten die unerwünschten Eisenbegleiter nur unzureichend [[frischen]]. Dieser Stahl war gegenüber dem [[Bohnerz]]-Stahl weicher. Dieses Eisen war zu sprizig und taugte auf den steinigen und felsigen Steigen nicht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Walter Stettner |Titel=Ebingen - Die Geschichte einer württembergischen Stadt |Verlag=Jan Thorbecke |Ort=Sigmaringen |Datum=1986 |Seiten=217}}&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Ferdinand von Steinbeis]], nach dem in Meßstetten eine Straße benannt ist, gelang es, den [[Hochofen]]prozess in [[Schwäbische Hüttenwerke|Ludwigsthal]] zu optimieren. Der Stahlschmuggel versorgte die Schmiede in Oberdigisheim mit hochwertigem Stahl. [[Ebingen]] kaufte 1538 fünfzig [[Spieß]]e für die Verteidigung der Stadt in Oberdigisheim.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Lohnwerk]] verrichtenden Handwerker wohnten in stadtähnlich aneinandergereihten bescheidenen Seldnerhäusern mit Ettertor auf kleinen zugeteilten Ödlandparzellen auf der schattigen Nordseite. In Frommern wurde die Siedlung [[Hausierer|Granitz]] genannt. Straßenzüge der später erweiterte Seldnerhaussiedlung konnten im Bereich der Widumstraße in Oberdigisheim erhalten werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geyerbad ==&lt;br /&gt;
=== Heilbad ===&lt;br /&gt;
Im Mittelalter gab es auf dem Weiler [[Geyerbad]] ein [[Badehaus|Badhaus]] ({{Coordinate|NS=48.179544|EW=8.877304 |type=landmark|dim=25|region=DE-BW|text=DMS|name=Schautafel ehemaliges Schwefelbad}}). Die Menschen erhofften Heilung oder wenigstens Linderung der vorwiegend rheumatischen Beschwerden. Durch zahlreiche Untersuchungen ist heute bekannt, dass der im Bad aufgenommene Schwefel den Zellstoffwechsel anregt, in enzymatische Prozesse eingreift und in organische Substanzen eingebaut wird. Solche Bäder waren öffentliche Einrichtungen wie das Wirtshaus oder die Mühle, da Privathäuser in der Regel über keine derartigen sanitären Anlagen verfügten. In der Badstube bot der [[Bader]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.zak.de/Nachrichten/Rund-220-Teilnehmer-bei-der-letzten-Messstetter-Ferienwanderung-in-Oberdigisheim-137588.html www.zak.de]&amp;lt;/ref&amp;gt; in der Regel nach Geschlechtern getrennt Dampf und Schwitzbäder sowie Wasserbäder an, denen er bei Bedarf Kräuter hinzumischte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Sigrid Hirbodian, Andreas Schmauder und Manfred Waßner |Titel=Gemeinde im Wandel |TitelErg=Band 19 Eine Stadt im Wandel Die Geschichte von Meßstetten |Nummer=19 |Ort=Tübingen |Datum=2019 |Seiten=88}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Durch mangelhafte Hygiene bei in Badhäusern durchgeführten Aderlässen wurden Krankheiten übertragen. Wie bei [[Blutspende]]n kommt es für etwa fünf Tage zu einer Blutverdünnung und Blutdrucksenkung. 1623 wird das Heilbad in Nusplingen geschlossen. In [[TuWass|Tuttlingen]] und [[Bad Sebastiansweiler]] werden Wässer angewandt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Religion ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Erhard Schön - Complaint of the Poor Persecuted Idols - WGA21052.jpg|mini|Flugblatt &amp;#039;&amp;#039;Klagrede der armen verfolgten Götzen und Tempelbilder&amp;#039;&amp;#039; ([[Erhard Schön]], [[Reformatorischer Bildersturm|Bildersturm]] um 1530)&amp;lt;ref&amp;gt;Das Flugblatt macht darauf aufmerksam, dass die Bilder nicht verantwortlich sind, dass sie zu Götzen werden; rechts im Bild: Ein Mann mit einem Stachel im Auge (Lukas 6,41 Was aber siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken, der in deinem eigenen Auge ist, nimmst Du nicht wahr) betrachtet den Bildersturm (Uwe Fleckner, Martin Warnke, Hendrik Ziegler (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der politischen Ikonographie&amp;#039;&amp;#039;, Band 1, S. 145, ISBN 978-3-406-57765-9). ([http://books.google.de/books?id=Q8MxcwhgIPwC&amp;amp;lpg=PA145&amp;amp;ots=VG8yGbfuRr&amp;amp;dq=Erhard%20Schön%20götzen&amp;amp;hl=de&amp;amp;pg=PA145#v=onepage&amp;amp;q=götze&amp;amp;f=false online]).&amp;lt;!-- mit einigen weiteren Abb., die hier gut passen würden--&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; ]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bauernjoerg.jpg|mini|[[Georg Truchsess von Waldburg-Zeil|Bauernjörg]] Am 29. Februar 1525 mit einem Heer im Bäratal in Meßstetten, Holzschnitt H. Burgmair d.&amp;amp;nbsp;Ä.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Egesheim, Königsheim und Reichenbach am Heuberg gehörten kirchlich zu Oberdigisheim. Durch Bekanntmachung des Oberkirchenrats vom 18. März 1949 wurden Egesheim, Königsheim und Reichenbach am Heuberg der Kirchengemeinde [[Aldingen]] zugeordnet. Heute umfasst die Gemeinde noch Unterdigisheim, Obernheim und Nusplingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Freiburger Arzt Johannes Murer predigte bereits 1523 in bäuerlicher Kleidung als Karsthans das Priestertum aller Gläubigen. Bei seiner Verhaftung in Balingen bekannte er, dass er lieber sterben wolle, als auf die Verkündigung des Wortes Gottes zu verzichten. Murer starb dann ebenso den Märtyrertod für das Evangelium wie jene anderen 45 evangelischen Bauernkriegsprediger und Pfarrer.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Deetjen&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Werner-Ulrich Deetjen |Titel=700 Jahre Stadt Ebingen - Geschichte in Bildern Vorträgezur Geschichte |TitelErg=Das Reich Gottes zu Ebingen-Gedanken zu seiner Geschichte und Eigenart |Verlag=Druck und Verlagshaus Daniel Balingen |Ort=Albstadt |Datum=1985}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Gegend kam es zu [[Reformatorischer Bildersturm|Bilderstürmen]] durch Schweizer Reformatoren. Auch in der Oberdigisheimer Kirche wurde übel gehaust. Seither wurden die Protestanten „Wüstgläubige“ genannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1525 kam die soziale und politische Unzufriedenheit in Meßstetten im Bauernaufstand zum Ausbruch. Die [[Johanneskirche (Oberdigisheim)|Kirche in Oberdigisheim]] wurde ein Zentrum des Aufstands.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Hermann Krauß |Hrsg=Orgelfonds-Pfarrer Peter Gall |Titel=Orts und Kirchengeschichte von Meßstetten |TitelErg=75 jähriges Bestehen der Kirche |Ort=Meßstetten |Datum=1989 |Seiten=24}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Pfarrer der Kirche von Oberdigisheim reiste von Dorf zu Dorf und forderte die Bevölkerung zur [[Aufruhr|Empörung]] gegen die Regierung auf. Ein Haufen von 1600 Leuten kam zusammen. Gleich zu Anfang des Jahres plünderten die Aufständischen die [[Schalksburg (Württemberg)|Schalksburg]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;GH&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Gottlob Hummel |Hrsg=Genossenschaftsdruckerei |Titel=Die Geschichte der Stadt Ebingen |Datum=1923 |Seiten=59}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Abzeichen der Bauern um Balingen war eine schwarz-rote Fahne mit weißem Kreuz.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Jähnichen Hans |Hrsg=Statistisches Landesamt Baden-Württemberg |Titel=Der Landkreis Balingen |TitelErg=Amtliche Kreisbeschreibung |Datum=1960 |Seiten=265}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 11. Mai 1525 segnete der Pfarrer von Digisheim das Heer der Bauern.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Karl Dietrich |Hrsg=Württembergischer Volksschriftenverein |Titel=Bauernkrieg im Jahr 1525 |TitelErg=Ernst Nüblings Offizin |Auflage=2. umgearbeitete Auflage |Datum=1844 |Seiten=128}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dem im Balinger Turm inhaftierten Heinz Stengel (Nebenform Senglin) wurde das Tragen der Wehr verboten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Hermann Krauß |Hrsg=Orgelfonds-Pfarrer Peter Gall |Titel=Orts und Kirchengeschichte von Meßstetten |TitelErg=75 jähriges Bestehen der Kirche |Ort=Meßstetten |Datum=1989 |Seiten=25}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit dem verlorenen Bauernkrieg wurde Oberdigisheim vom Pfarramt Tieringen aus betreut und hatte keinen Pfarrer mehr vor Ort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1534 wurde im Herzogtum Württemberg die [[Reformation]] durchgeführt; seither ist Oberdigisheim [[Evangelische Landeskirche in Württemberg|evangelisch]]. Die Reformation in der Gegend erfolgte unter [[Ambrosius Blarer]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== In Oberdigisheim geboren ==&lt;br /&gt;
* [[Burg Oberdigisheim|Mechthild von Digisheim]]: 1323–1329 war sie Klostervorsteherin des [[Zisterzienserorden]]s im [[Kloster Wald]].&lt;br /&gt;
* [[Alfred Quellmalz]] (1899–1979): Musikwissenschaftler&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Burg Oberdigisheim]]&lt;br /&gt;
* [[Johanneskirche (Oberdigisheim)|Johanneskirche Oberdigisheim]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{OberamtWürtt |Oberamt=Balingen |Titel=Ober-Digisheim |Seite=453–459 |Wikisource=Kapitel B 18}}&lt;br /&gt;
* [[Erhard Lazi]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Der Zollernalbkreis&amp;#039;&amp;#039;. [[Konrad Theiss Verlag]], Stuttgart 1979, ISBN 3-8062-0205-2, S. 302.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Stadtteile von Meßstetten}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ortschaft von Meßstetten]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Zollernalbkreis]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Zollernalbkreis)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort auf der Schwäbischen Alb]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 1975]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Zollernalb</name></author>
	</entry>
</feed>