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	<title>Oberbegriff - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-01T18:16:09Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Oberbegriff&amp;diff=132881&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Rmcharb: Änderungen von ~2025-30957-38 (Diskussion) auf die letzte Version von Thomas Dresler zurückgesetzt</title>
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		<updated>2025-11-02T20:27:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderungen von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/~2025-30957-38&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/~2025-30957-38&quot;&gt;~2025-30957-38&lt;/a&gt; (&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer_Diskussion:~2025-30957-38&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer Diskussion:~2025-30957-38 (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Diskussion&lt;/a&gt;) auf die letzte Version von &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Thomas_Dresler&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Thomas Dresler (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Thomas Dresler&lt;/a&gt; zurückgesetzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Unter einem &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Oberbegriff&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Überbegriff&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; und in der [[Sprachwissenschaft]] &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Hyperonym&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von {{grcS|ὑπέρ|hypér}} ‚über‘ und {{lang|grc|ὄνυμα}} &amp;#039;&amp;#039;ónyma&amp;#039;&amp;#039; ‚Name‘),&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Renate Wahrig-Burfeind |Titel=Wahrig. Illustriertes Wörterbuch der deutschen Sprache |Verlag=ADAC-Verlag |Ort=München |Datum=2004 |ISBN=3-577-10051-6 |Seiten=404}}&amp;lt;/ref&amp;gt; versteht man einen [[Begriff]], der eine Anzahl anderer Wörter in ihrer Bedeutung [[Subsumtion|subsumiert]] bzw. benennend [[Klassifikation|klassifiziert]]. Das Gegenteil ist der [[Unterbegriff]] (in der Sprachwissenschaft auch &amp;#039;&amp;#039;Hyponym&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:Beispiele:&lt;br /&gt;
:* [[Kraftfahrzeug]] ist ein Oberbegriff zu den Wörtern [[Automobil]], [[Motorrad]], [[Straßenbahn]] und [[Lastkraftwagen]].&lt;br /&gt;
:* [[Fahrzeug]] ist ein Oberbegriff zu &amp;#039;Kraftfahrzeug&amp;#039; und &amp;#039;nicht-motorgetriebenes Fahrzeug&amp;#039;.&lt;br /&gt;
:* [[Kleidung]]sstück ist ein Oberbegriff zu den Wörtern [[Pullover]], [[Hose]], [[Bluse]], [[Hemd]] und [[Unterhose]].&lt;br /&gt;
:* [[Apostel]] ist ein Oberbegriff zu den [[Bibel|biblischen]] Personen [[Simon Petrus]], [[Johannes (Apostel)|Johannes]], [[Philippus (Apostel)|Philippus]], [[Thomas (Apostel)|Thomas]] und [[Judas Iskariot]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein bestimmter Begriff kann je nach Blickrichtung sowohl Ober- als auch Unterbegriff sein: So ist &amp;#039;&amp;#039;Säugetier&amp;#039;&amp;#039; ein Oberbegriff zu &amp;#039;&amp;#039;[[Haushund|Hund]]&amp;#039;&amp;#039; und ein Unterbegriff zu &amp;#039;&amp;#039;[[Tiere|Tier]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Suche nach geeigneten Oberbegriffen ist oft Teil von [[Intelligenztest]]s oder [[Einstellungstest]]s.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abgrenzung ==&lt;br /&gt;
Unterbegriff ist nicht zu verwechseln mit folgenden Begriffen.&lt;br /&gt;
* Element einer Menge: Hierbei handelt es sich um ein bestimmtes Objekt, welches zu der Menge des Oberbegriffs gehört.&lt;br /&gt;
* Teilbegriff eines Begriffs: Hierbei handelt es sich um einen Bestandteil ([[Meronymie|Meronym]]) aller Elemente des Begriffs (z.&amp;amp;nbsp;B. Baum - Ast)&lt;br /&gt;
* Konkretisierung eines Elements: Hierbei handelt es sich um die Veränderung eines Elements einer Menge von etwas Gedachtem hin zu etwas Greifbarem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Oberbegriff in der Logik ==&lt;br /&gt;
Innerhalb der [[Logik]] lassen sich zwei gänzlich verschiedene Bedeutungen des Wortes „Oberbegriff“ unterscheiden. Erstens bezeichnet „Oberbegriff“ einen Begriff, unter den „Unterbegriffe“ fallen, zweitens handelt es sich dabei um einen Terminus der [[Syllogistik]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Gottfried Gabriel]]: &amp;#039;&amp;#039;Oberbegriff.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Joachim Ritter]] u.&amp;amp;nbsp;a. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Historisches Wörterbuch der Philosophie]].&amp;#039;&amp;#039; Band 6, Schwabe, Basel 1972, Sp. 1021–1022, hier: Sp. 1021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Oberbegriff in der Begriffshierarchie ===&lt;br /&gt;
Man bezeichnet einen Begriff als Oberbegriff (oder: [[Gattung (Philosophie)|Gattung]]), wenn „Unterbegriffe“ (oder: [[Art (Philosophie)|Arten]]) unter ihn fallen. Beispielsweise fallen unter den Oberbegriff „[[Lebewesen]]“ die Unterbegriffe „Mensch“ und „Tier“. Da sämtliche Menschen und Tiere unter den Begriff „Lebewesen“ fallen, sagt man, er hat einen größeren [[Extension und Intension|Begriffsumfang]] als etwa der Begriff „Mensch“, unter den nur sämtliche Menschen, aber nicht die Tiere fallen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits [[Platon]] hat mittels seiner Methode der [[Dihairesis]] [[Begriffshierarchie]]n aufgestellt und Regeln angegeben, nach denen diese aufzustellen sind. Markiert man das [[Subordination (Linguistik)|Subordinationsverhältnis]] der Begriffe durch Verbindungslinien, so ergibt sich ein pyramidenähnliches Schema. Ein philosophiegeschichtliches Beispiel ist die Begriffshierarchie in Form des [[Arbor porphyriana#Baum des Wissens|Baum des Porphyrios]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Stammbaum/Start |style=margin:1em auto;}}&lt;br /&gt;
{{Stammbaum |border=0 | | | | |EINS | | | | |EINS=&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Oberbegriff&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;(z.&amp;amp;nbsp;B. Lebewesen)}}&lt;br /&gt;
{{Stammbaum |border=0 | |,|-|-|-|^|-|-|-|.| }}&lt;br /&gt;
{{Stammbaum |border=0 |ZWEI | | | | | |DREI |ZWEI=&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Unterbegriff 1&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;(z.&amp;amp;nbsp;B. Mensch) |DREI=&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Unterbegriff 2&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;(z.&amp;amp;nbsp;B. Tier)}}&lt;br /&gt;
{{Stammbaum/Ende}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dass ein (Unter-)Begriff unter einen (Ober-)Begriff „fällt“, ist streng vom „Fallen“ eines Gegenstandes unter einen Begriff zu unterscheiden&amp;lt;ref&amp;gt;[[Günther Patzig]]: &amp;#039;&amp;#039;Einleitung.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Gottlob Frege]]: &amp;#039;&amp;#039;Logische Untersuchungen.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage. 1986, ISBN 3-525-33518-0, S. 11.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ansonsten kommt es zu [[Fehlschluss|Fehlschlüssen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Beispiel: Alle einzelnen Menschen unterfallen dem Begriff [Mensch] und damit auch dem Begriff [Lebewesen], der Begriff [Mensch] ist aber kein Lebewesen&amp;lt;ref&amp;gt;Nach [[Ernst Tugendhat|Tugendhat]]/Wolf: &amp;#039;&amp;#039;Propädeutik&amp;#039;&amp;#039; 1983, S. 132: man kann nicht sagen: „der Begriff [Rind] ist ein Tier“&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Beispiel: Bei genauer Ausdrucksweise ist „selten“ keine Eigenschaft eines Gegenstandes, sondern ein Prädikat, das nur Begriffen zukommt&amp;lt;ref&amp;gt;[[Günther Patzig]]: &amp;#039;&amp;#039;Einleitung.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Gottlob Frege]]: &amp;#039;&amp;#039;Logische Untersuchungen.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage. 1986, ISBN 3-525-33518-0, S. 11.&amp;lt;/ref&amp;gt; (d.&amp;amp;nbsp;h. ein Albino ist nicht selten, sondern der Begriff [Albino] ist selten der Fall (instantiiert)).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstmals hat [[Giuseppe Peano]] (1858–1932) dies symbolisch deutlich gemacht: Das Element-Sein wird durch ein ε, das Enthaltensein von Unterbegriffen in Oberbegriffen bei Peano mit „C“ ausgedrückt.&amp;lt;ref&amp;gt;Günther Patzig: &amp;#039;&amp;#039;Einleitung.&amp;#039;&amp;#039; In: Gottlob Frege: &amp;#039;&amp;#039;Logische Untersuchungen.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage. 1986, ISBN 3-525-33518-0, S. 11.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Oberbegriff in der Syllogistik ===&lt;br /&gt;
Als [[Oberbegriff, Mittelbegriff und Unterbegriff|Oberbegriff]] ({{laS|terminus maior}}) wird in der [[Logik]] jener Begriff im [[Syllogismus]] bezeichnet, der im Schlusssatz als Prädikat auftritt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beispiel:&lt;br /&gt;
[[Datei:Syllogismus-Beispiel-2.png|ohne|505px|Kein Rechteck [Mittelbegriff] ist ein Kreis [Oberbegriff]. Alle Quadrate [Unterbegriff] sind Rechtecke [Mittelbegriff]. Also ist kein Quadrat [Unterbegriff] ein Kreis [Oberbegriff].]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Oberbegriff in der Sprachwissenschaft (Hyperonym) ==&lt;br /&gt;
Die Beziehung eines Hyperonyms zu einem Hyponym nennt man &amp;#039;&amp;#039;Hyperonymie&amp;#039;&amp;#039; (auch: &amp;#039;&amp;#039;Superordination&amp;#039;&amp;#039;), die umgekehrte &amp;#039;&amp;#039;Hyponymie&amp;#039;&amp;#039; (auch: &amp;#039;&amp;#039;[[Subordination (Linguistik)|Subordination]]&amp;#039;&amp;#039;). Der Ausdruck ist von [[John Lyons (Sprachwissenschaftler)|Lyons]] eingeführt worden. Terminologisch lässt sich fragen, ob eine solche Terminologie nicht eine unnötige Dopplung zur [[Begriffslogik]] ist und der Bezugspunkt „*onym*“ (von griechisch ὄνυμα &amp;#039;&amp;#039;ónyma&amp;#039;&amp;#039; = Name) nicht irreführend ist, da es nicht um Namen oder Wörter geht, sondern um die Beziehung der mit ihnen verbundenen Lexeme (Begriffe, Bedeutungen) zueinander.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hyperonymie ist eine zentrale semantische Relation in [[Semantisches Netz|semantischen Netzen]], [[Taxonomie]]n und [[Thesaurus|Thesauri]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Beziehung der Hyperonymie ist hierarchisch. Sie stiftet daher {{&amp;quot;|Hierarchien für alle Wortarten im deutschen Wortschatz|Quelle=&amp;lt;ref&amp;gt;Kunze, Claudia: &amp;#039;&amp;#039;Semantische Relationstypen in GermaNet&amp;#039;&amp;#039; – In: Langer/Schnorbusch (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Semantik im Lexikon&amp;#039;&amp;#039; – Tübingen: Narr, 2005, S. 161 (166)&amp;lt;/ref&amp;gt;}} und ermöglicht Taxonomien, die wichtiger Bestandteil semantischer Netze sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Kunze, Claudia: &amp;#039;&amp;#039;Semantische Relationstypen in GermaNet&amp;#039;&amp;#039; – In: Langer/Schnorbusch (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Semantik im Lexikon&amp;#039;&amp;#039; – Tübingen: Narr, 2005, S. 161 (170)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hyperonymie ist nicht zu verwechseln mit der ebenfalls hierarchischen [[Meronymie|Teil-Ganzes-Beziehung]] (Beispiel: &amp;#039;&amp;#039;Haus&amp;#039;&amp;#039; ist kein Hyperonym zu &amp;#039;&amp;#039;Tür&amp;#039;&amp;#039;, die Tür aber Teil des ganzen Hauses). Fragt man nach der Abgrenzung, so wird man auf verschiedene Verfahren verwiesen: Zum einen gilt bei dem Verhältnis der Hyperonymie eine einseitige Implikation (Beispiel: jedes Auto ist ein Fortbewegungsmittel, aber nicht jedes Fortbewegungsmittel ist ein Auto). Zum anderen auf Testformulierungen wie &amp;#039;&amp;#039;Ein X ist eine Art Y&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;X und andere Y&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Kein X ist besser als ein Y&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Volker Harm: &amp;#039;&amp;#039;Einführung in die Lexikologie.&amp;#039;&amp;#039; WBG, Darmstadt 2015 (Einführung Germanistik), ISBN 978-3-534-26384-4, S. 72 m.w.N.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zwischen Hyperonym und Hyponym bestehen außerdem die folgenden Beziehungen:&lt;br /&gt;
* der Begriffsumfang ([[Extension und Intension#Extension|Extension]]) des Hyponyms ist kleiner als der Begriffsumfang des Hyperonyms. Jeder Hund ist ein Säugetier, aber nicht jedes Säugetier ist ein Hund.&lt;br /&gt;
* der Begriffsinhalt ([[Extension und Intension#Intension|Intension]]) des Hyponyms ist größer als der Begriffsinhalt des Hyperonyms. Das Hyponym hat mindestens ein [[semantisches Merkmal]] mehr als das Hyperonym.&lt;br /&gt;
* Die [[Prädikation|Prädizierung]] eines Objekts als A (Hyponym) impliziert die Prädizierung des Objekts als B (Hyperonym), aber nicht umgekehrt.&lt;br /&gt;
Beispiel: &amp;#039;&amp;#039;Familie&amp;#039;&amp;#039; – &amp;#039;&amp;#039;Familienmitglieder&amp;#039;&amp;#039;: die Tochter ist ein Familienmitglied, nicht aber eine Familie.&amp;lt;ref&amp;gt;Siehe auch Rehbock, Helmut: &amp;#039;&amp;#039;Hyperonymie.&amp;#039;&amp;#039; In: Glück, Helmut (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Metzler Lexikon Sprache.&amp;#039;&amp;#039; 4. Auflage. Metzler, Stuttgart/Weimar 2010.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Verhältnis der Hyperonymie bzw. Hyponymie ist relativ, genauer [[Transitive Relation|transitiv]]:&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=John Lyons |Titel=Semantics |Online=https://archive.org/details/semantics00lyon |ISBN=978-0-52-129165-1 |Jahr=1977 |Verlag=[[Cambridge University Press]]}}&amp;lt;/ref&amp;gt; ein Hyponym kann Hyperonym zu einem anderen Hyponym sein.&lt;br /&gt;
* Beispiel: &amp;#039;&amp;#039;Auto&amp;#039;&amp;#039; ist Hyponym zu &amp;#039;&amp;#039;Fortbewegungsmittel&amp;#039;&amp;#039; und Hyperonym zu &amp;#039;&amp;#039;Rennauto&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
Oder anders ausgedrückt: Wenn A ein Unterbegriff zu B ist, und B ein Unterbegriff zu C, dann ist A auch ein Unterbegriff von C&lt;br /&gt;
* Beispiel: Jedes &amp;#039;&amp;#039;Rennauto&amp;#039;&amp;#039; ist ein &amp;#039;&amp;#039;Auto&amp;#039;&amp;#039;, jedes &amp;#039;&amp;#039;Auto&amp;#039;&amp;#039; ist ein &amp;#039;&amp;#039;Fortbewegungsmittel&amp;#039;&amp;#039;, daher ist auch jedes &amp;#039;&amp;#039;Rennauto&amp;#039;&amp;#039; ist ein &amp;#039;&amp;#039;Fortbewegungsmittel&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dies ist allerdings weder „nach oben“, noch „nach unten“ grenzenlos: „nach oben“ gelangt man irgendwann zu den höchsten [[Kategorie (Philosophie)|Kategorien]], „nach unten“ gibt es irgendwann keine lexikalischen Spezifizierungen mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wahl eines Oberbegriffs ist zumeist nicht absolut vorgegeben, d.&amp;amp;nbsp;h. ein Wort kann Hyponym zu verschiedenen Hyperonymen sein. Die Wahl des Hyperonymens hängt von „semantischen Vorentscheidungen“&amp;lt;ref&amp;gt;Volker Harm: &amp;#039;&amp;#039;Einführung in die Lexikologie.&amp;#039;&amp;#039; WBG, Darmstadt 2015 (Einführung Germanistik), ISBN 978-3-534-26384-4, S. 73 m.w.N.&amp;lt;/ref&amp;gt; ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Beispiel: &amp;#039;&amp;#039;Kriegsschiff&amp;#039;&amp;#039; als Hyponym zu &amp;#039;&amp;#039;Schiff&amp;#039;&amp;#039; oder zu &amp;#039;&amp;#039;Waffensystem&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Nach Volker Harm: &amp;#039;&amp;#039;Einführung in die Lexikologie.&amp;#039;&amp;#039; WBG, Darmstadt 2015 (Einführung Germanistik), ISBN 978-3-534-26384-4, S. 73 m.w.N.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter anderem auf Grund von wirtschaftlichen, technischen Entwicklungen usw. sind lexikalische Hierarchien „bis zu einem gewissen Grad flexibel“.&amp;lt;ref&amp;gt;Nach Volker Harm: &amp;#039;&amp;#039;Einführung in die Lexikologie.&amp;#039;&amp;#039; WBG, Darmstadt 2015 (Einführung Germanistik), ISBN 978-3-534-26384-4, S. 73.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es kann auch zu Quasi-Hyponymen (Lyons) kommen, wenn ein sachlich gebotenes, jedenfalls mögliches Hyperonym nicht lexikalisiert ist, also eine [[semantische Lücke]] besteht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Beispiel: So besteht für [[Vater]] und [[Mutter]] das Hyperonym [[Verwandtschaftsbeziehung#Eltern|Elternteil]], während für [[Tante]] und [[Onkel]] im Deutschen kein Hyperonym existiert.&amp;lt;ref&amp;gt;Nach Christiane Wanzeck: &amp;#039;&amp;#039;Lexikologie. Beschreibung von Wort und Wortschatz im Deutschen.&amp;#039;&amp;#039; Vandenhoeck &amp;amp; Ruprecht, Göttingen 2010 (UTB 3316), ISBN 978-3-8385-3316-2, S. 67.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hyperonymie/Hyponymie tritt hauptsächlich bei Substantiven auf, kann aber auch bei Verben vorkommen&amp;lt;ref&amp;gt;Volker Harm: &amp;#039;&amp;#039;Einführung in die Lexikologie.&amp;#039;&amp;#039; WBG, Darmstadt 2015 (Einführung Germanistik), ISBN 978-3-534-26384-4, S. 73.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Terminus]]&lt;br /&gt;
* [[semantische Relation]]&lt;br /&gt;
* [[Sortenplural]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Allgemein:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Philosophie:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sprachwissenschaft:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Volker Harm: &amp;#039;&amp;#039;Einführung in die Lexikologie.&amp;#039;&amp;#039; WBG, Darmstadt 2015 (Einführung Germanistik), ISBN 978-3-534-26384-4, S. 71–73.&lt;br /&gt;
* John Lyons: &amp;#039;&amp;#039;Linguistic Semantics. An Introduction.&amp;#039;&amp;#039; CUP, Cambridge 1996.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Hyperonym}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Sprachwissenschaft:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* Hilfreiche Linkliste [http://cornelia.siteware.ch/linguistik/fachbwoebue.html Linguistische Fachbegriffe und Wörterbücher]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Philosophische Logik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Dokumentationssprache]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Semantik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Rmcharb</name></author>
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