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	<title>Oberammergau - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Oberammergau&amp;diff=151071&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Reinhard Kraasch am 11. April 2026 um 19:54 Uhr</title>
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		<updated>2026-04-11T19:54:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|beschreibt die oberbayerische Gemeinde. Für den gleichnamigen Asteroiden siehe [[(52334) Oberammergau]].}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
|Wappen            = DEU Oberammergau COA.svg&lt;br /&gt;
|Breitengrad       = 47.59859&lt;br /&gt;
|Längengrad        = 11.06434&lt;br /&gt;
|Lageplan          = Oberammergau in GAP.svg&lt;br /&gt;
|Bundesland        = Bayern&lt;br /&gt;
|Regierungsbezirk  = Oberbayern&lt;br /&gt;
|Landkreis         = Garmisch-Partenkirchen&lt;br /&gt;
|Höhe              = 837&lt;br /&gt;
|PLZ               = 82487&lt;br /&gt;
|Vorwahl           = 08822&lt;br /&gt;
|Gemeindeschlüssel = 09180125&lt;br /&gt;
|Gliederung        = 2 [[Gemeindeteil]]e&lt;br /&gt;
|Straße            = Ludwig-Thoma-Straße 10&lt;br /&gt;
|Website           = [https://www.gemeinde-oberammergau.de/ &amp;lt;small&amp;gt;www.gemeinde-oberammergau.de&amp;lt;/small&amp;gt;]&lt;br /&gt;
|Bürgermeister     = Andreas Rödl&lt;br /&gt;
|Bürgermeistertitel= [[Bürgermeister#Bayern|Erster Bürgermeister]]&lt;br /&gt;
|Partei            = CSU&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Andreas Rödl (2022) vor der Gartenfassade des Pilatushauses.jpg|mini|Erster Bürgermeister Andreas Rödl vor der Gartenfassade des Pilatushauses (2022)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Oberammergau&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine [[Gemeinde (Deutschland)|Gemeinde]] im [[Oberbayern|oberbayerischen]] [[Landkreis Garmisch-Partenkirchen]] und liegt im [[Naturpark Ammergauer Alpen]]. Der gleichnamige Hauptort ist Sitz der Gemeindeverwaltung.&lt;br /&gt;
Die Gemeinde liegt im [[Ammergau|Ammertal]] am Fluss [[Ammer (Ammersee)|Ammer]]. Bekannt ist Oberammergau vor allem durch die alle zehn Jahre stattfindenden [[Oberammergauer Passionsspiele|Passionsspiele]], die zuletzt im Jahr 2022 aufgeführt wurden, sowie die ortsansässigen Kunsthandwerker mit [[Herrgottschnitzer]]n und die mit [[Lüftlmalerei]] verzierten Häuser. Sehenswerte Beispiele dieser barocken Malerei sind unter anderem die Fassaden am Forsthaus, am Mußldomahaus und am Pilatushaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
=== Geologie ===&lt;br /&gt;
Die Gletscher der Eiszeiten schürften die Täler, an deren Rändern und Gletscherzungen sie [[Moräne]]n hinterließen. In den Zwischeneiszeiten schmolzen die [[Gletscher]] und aus dem [[Gletscherschmelze|Schmelzwasser]] des sich zurückziehenden Ammergletschers entstanden Seen. Die abfließenden Wassermassen bauten [[Moräne|steinerne Schuttberge]], welche sich manchmal zu Hindernissen auftürmten und das Wasser zu Umwegen zwangen. Auf den Schuttmassen entstanden Orte wie [[Ettal]], Oberammergau und [[Unterammergau]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;kosmosdaa&amp;quot;  details=&amp;quot;48–50&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nur circa einen Kilometer entfernt vom Ortskern befindet sich der markante [[Hausberg]] &amp;#039;&amp;#039;[[Kofel]]&amp;#039;&amp;#039; ({{Höhe|1342|DE-NHN|link=1}}).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gemeinde hat zwei [[Gemeindeteil]]e (in Klammern ist der [[Siedlungstyp]] angegeben):&amp;lt;ref&amp;gt;{{BLO Ortsdatenbank|objekt=Gemeinde Oberammergau |val=334|zugriff=2019-09-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{BayernPortal Ortsteile|val=03774718660 |objekt=Gemeinde Oberammergau |abruf=2021-12-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Oberammergau ([[Pfarrdorf]])&lt;br /&gt;
* [[Sankt Gregor (Oberammergau)|Sankt Gregor]] ([[Dorf]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Klima ===&lt;br /&gt;
[[Datei:OBERAMMERGAU nieder.svg|mini|Niederschlagsdiagramm]]&lt;br /&gt;
Mit 1471&amp;amp;nbsp;Millimeter Jahres[[niederschlag]] gehört Oberammergau zu den niederschlagsreichsten Orten Deutschlands.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der trockenste Monat ist der Februar; am meisten regnet es im Juli. Im niederschlags&amp;amp;shy;reichsten Monat fällt etwa 2,6-mal so viel Regen wie im trockensten Monat. Die jahreszeitlichen Niederschlags&amp;amp;shy;schwankungen liegen im oberen Drittel. Bei über 99 % aller Orte schwankt der monatliche Niederschlag weniger.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Nach der Chronik des Pfarrers [[Joseph Alois Daisenberger]], der in Oberammergau von 1854 bis 1883 seelsorgerisch tätig war, ist von der [[Kelten|keltischen]] Siedlung dort wenig bekannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;allüOb&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=[[Joseph Alois Daisenberger]] |url=https://www.bavarikon.de/object/bav:BSB-MDZ-00000BSB10385626?cq=%22B%C3%BCcher+zu+Bayern%22+die+geschichte+des+dorfes&amp;amp;p=1&amp;amp;lang=de |titel=Geschichte des Dorfes Oberammergau |werk=[[bavarikon]].de |abruf=2022-08-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das gilt auch für die Römerzeit. Die [[Christianisierung]] des Gebietes erfolgte durch den Mönch Thosso. Er war Begleiter des heiligen [[Magnus von Füssen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Ende des 9. Jahrhunderts ließ sich der [[Welfen|Welfe]] Ethiko im Ammergau nieder.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hiver&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.historischer-verein.de/index.php |titel=Ortsgeschichte |hrsg=Historischer Verein Oberammergau |abruf=2013-01-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Er stiftete dort ein Kloster, das unter seinen Nachfolgern nach Schwaben verlegt wurde. Die Einkünfte aus den vorhandenen Gütern dienten dem Einsatz eines eigenen Pfarrers im Ammertal. 1074 stiftete [[Welf&amp;amp;nbsp;IV.]] das [[Kloster Rottenbuch]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;hiver&amp;quot; /&amp;gt; Dieses bestellte von da an die Seelsorger im Ammergau. Um 1120 gab es eine von den Welfen gestiftete Kirche in Oberammergau.&amp;lt;ref name=&amp;quot;allüOb&amp;quot; /&amp;gt; Nach dem Tod seines einzigen Sohnes 1167 stiftete [[Welf&amp;amp;nbsp;VII.]] zu dessen Gedenken dem [[Fürststift Kempten|Stift Kempten]] einige Güter im Ammertal.&amp;lt;ref name=&amp;quot;allüOb&amp;quot; /&amp;gt; Die anderen Besitzungen verkaufte er an Kaiser [[Friedrich I. (HRR)|Friedrich Barbarossa]], den [[Staufer]]. Nach dem Tode [[Konradin]]s gingen alle Besitzungen der Staufer 1269 an Herzog Ludwig von [[Wittelsbach]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;hiver&amp;quot; /&amp;gt; Im Besitz dieses bayerischen Herzoghauses blieben sie bis 1918.&amp;lt;ref name=&amp;quot;allüOb&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von besonderer Bedeutung war für Oberammergau, als [[Ludwig IV. (HRR)|Ludwig der Bayer]] auf einem Feldzug gelobte, für Errettung aus höchster Not ein Kloster zu gründen. Beim Bau 1330 in Ettal erhielten die Bauern das Erb- und Baurecht für ihre Mithilfe.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hiver&amp;quot; /&amp;gt; Die Ritter gewährleisteten im Gegenzug Sicherheit. Mit dem Errichten des Klosters ging die Erneuerung des Weges von Au ([[Oberau]]) über den Kienberg nach Ammergau einher.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hiver&amp;quot; /&amp;gt; Die ortskundigen Oberammergauer Fuhrleute, genannt die Rottmänner,&amp;lt;ref name=&amp;quot;allüOb&amp;quot; /&amp;gt; waren für einen bestimmten Abschnitt der Rottstraße zuständig. Jeder hatte seinen Teil instand zu halten und als kundiger Einheimischer für sicheren Transport auf seinem Abschnitt zu sorgen. Als weiteres Privileg gestand Kaiser [[Ludwig der Bayer]] den Oberammergauern 1332 das [[Stapelrecht|Niederlagsrecht]] zu.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hiver&amp;quot; /&amp;gt; Dies besagte, dass dort die Waren auf die Fahrzeuge der Rottleute umgeladen und im Ort angeboten werden mussten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;allüOb&amp;quot; /&amp;gt; Das bildete die Grundlage für das Entstehen eines regen Handelsverkehrs zwischen Italien und Deutschland. Ab dem Jahr 1530 durften die Fuhrleute für einen beladenen Rottwagen einen [[Kreuzer (Münze)|Kreuzer]] Wegegeld verlangen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hiver&amp;quot; /&amp;gt; Gegen Ende des 16. Jahrhunderts ging das Rottfuhrwesen zurück, da die Kaufleute sich andere Wege suchten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hiver&amp;quot; /&amp;gt; Nur die Schnitzerei erlebte weiteren Aufschwung und das [[Kloster Ettal]] erließ deshalb eine Handwerksordnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1600 existierten in Oberammergau zwei Gremien.&amp;lt;ref name=&amp;quot;allüOb&amp;quot; /&amp;gt; Der Gemeinderat oder „Rat der Sechs“ lenkte mit Unterstützung „der Zwölf“ die Geschicke des Ortes. Diese Leute wurden jeweils für ein Jahr gewählt und unterstanden dem Richter von Ettal. Dessen Vorgesetzter war der Pfleger von Murnau. Dort fanden die Verhandlungen wichtiger „Criminalsachen“ statt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;allüOb&amp;quot; /&amp;gt; Die Chronik Daisenbergers berichtet, dass es den Ortsbewohnern gut ging und viele zu Wohlstand gelangten. Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] (1618–1648) litten die Ortsbewohner einige Male unter dem Durchzug von kaiserlichen Truppen und (nur) einmal unter einem Überfall schwedischer Truppen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;allüOb&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:OberammergauFromKofel.jpg|mini|Blick vom Kofel auf Oberammergau]]&lt;br /&gt;
Die steigende Bevölkerungszahl veranlasste am Beginn des 17. Jahrhunderts den Ettaler Abt Leonhard Hilpolt und den Murnauer Pfleger Urban Morhard, für freiwillig oder erzwungene Auswanderung von unrechtmäßig Zugezogenen zu sorgen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hiver&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Hauptstraße Oberammergau 1905.jpg|mini|Blick auf die Hauptstraße Oberammergau um 1905]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Oberammergau-1918.jpg|mini|Ansichtskarte von 1918 mit dem Oberammergauer Hausberg, dem [[Kofel]]]]&lt;br /&gt;
Die [[Hofmark]] Oberammergau war ein Teil des [[Herrschaftsgericht]]s [[Murnau am Staffelsee|Murnau]] des Klosters Ettal und bis 1803 Sitz eines Oberen und Unteren Gerichts. Im Jahr 1818 (nach dem [[Wiener Kongress]]) entstand im Zuge der [[Zweites Gemeindeedikt|Verwaltungsreformen]] im [[Königreich Bayern]] die heutige Gemeinde, die zum [[Landgericht Schongau]] gehörte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1938 wurde die Gemeinde Standort der [[Gebirgstruppe (Deutschland)#Gebirgstruppe der Wehrmacht|Gebirgstruppe der Wehrmacht]]. Vor allem Nachrichten- und Sanitäts-Truppenteile waren in Oberammergau untergebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] wurde ab Oktober 1943 südöstlich des Orts in der nicht mehr genutzten Conrad-von-Hötzendorf-Kaserne&amp;lt;ref&amp;gt;[https://wehrmed.de/fuehrung-organisation/die-nato-school-oberammergau-eine-unbekannte-ausbildungseinrichtung.html Wehrmedizin und Wehrpharmazie (eingesehen am 27. Oktober 2024)]&amp;lt;/ref&amp;gt; eine große Erprobungs- und Fertigungsanlage für Kampfflugzeuge der Firma [[Messerschmitt&amp;amp;nbsp;AG]] („[[Oberbayerische Forschungsanstalt]]“) betrieben. [[Zwangsarbeit]]er mussten unter Aufsicht von [[Schutzstaffel|SS]]-Einheiten [[Hans Kammler]]s, der zugleich „Sonderbeauftragter des Reichsführers SS für das [[Aggregat 4|A4-Programm]]“ war, für die [[U-Verlagerung|Untertage-Verlagerung]] der deutschen Rüstungsindustrie und als Teil der [[Alpenfestung]] unter dem Tarnnamen „Cerusit“ eine unterirdische Fabrik im Berg [[Laber (Berg)|Laber]] bauen. Hierfür wurden Stollen und Kavernen aus dem Fels gehauen. Mitte April 1945 evakuierte die SS ca.&amp;amp;nbsp;450 Mitarbeiter des A4-Programms der [[Heeresversuchsanstalt Peenemünde]] aus [[Bad Sachsa]] und brachte sie unter strenger Bewachung in Oberammergau unter, darunter [[Walter Dornberger]] und [[Wernher von Braun]]. Am 29. April 1945 vormittags wurde Oberammergau durch [[Streitkräfte der Vereinigten Staaten|US-Truppen]] nach kurzem heftigem Widerstand der Gebirgsjäger befreit.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.gapgeschichte.de/ns_zeit_1945_kriegsende_text/kriegsende_text_2_ereignisse.htm |titel=Ein Kriegsende – Garmisch-Partenkirchen am 29. April 1945 |abruf=2019-10-04 |autor=Alois Schwarzmüller |datum=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einwohnerentwicklung ===&lt;br /&gt;
Zwischen 1988 und 2018 wuchs die Gemeinde von 4980 auf 5474 um 494 Einwohner bzw. um 9,9 %.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
=== Gemeinderat ===&lt;br /&gt;
Der [[Gemeinderat (Deutschland)|Gemeinderat]] von Oberammergau setzt sich aus 20 Mitgliedern zusammen, zuzüglich dem Ersten Bürgermeister. Die [[Kommunalwahlen in Bayern 2020|Kommunalwahl am 15. März 2020]] führte zu folgendem Ergebnis:&lt;br /&gt;
[[Datei:Rathaus Oberammergau-bjs0809-01.jpg|mini|Ehemaliges Rathaus Oberammergau, mittlerweile planiert]]&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable zebra&amp;quot; style=text-align:center&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align:left; background:#abcdef&amp;quot; | Partei / Liste&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#abcdef&amp;quot; | Stimmenanteil&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;background:#abcdef&amp;quot; | Sitze&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;background:#abcdef&amp;quot; | +/−&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | [[Christlich-Soziale Union in Bayern|CSU]]&lt;br /&gt;
| 23,99 % || 5 || + 2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | Parteilose Wählergemeinschaft (PWG)&lt;br /&gt;
| 26,51 % || 5 || ± 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | Mit Augenmaß&lt;br /&gt;
| 21,14 % || 4 || − 1&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | Bürgerinitiative Oberammergau (BIO)&lt;br /&gt;
| 15,87 % || 3 || ± 0&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | Bunt in Oberammergau (Bunte Liste)&lt;br /&gt;
| 12,48 % || 3 || + 3&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | Engagierte Bürger&lt;br /&gt;
| – ||  – || − 2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | Die Frauenliste&lt;br /&gt;
| – || – || − 2&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot; | Gesamt || 100 % || 20 ||&lt;br /&gt;
|- background=#fff&lt;br /&gt;
| colspan=4 | &amp;#039;&amp;#039;Wahlbeteiligung: 65,51 %&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bürgermeister ===&lt;br /&gt;
Erster Bürgermeister der Gemeinde ist Andreas Rödl (CSU).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.gemeinde-oberammergau.de/de/rathaus/buergermeister |titel=Bürgermeister |hrsg=Gemeinde Oberammergau |abruf=2020-09-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei der Bürgermeisterwahl 2020 wurde dieser mit 54,80 % der gültigen Stimmen gewählt. Er tritt die Nachfolge von Arno Nunn an, der nicht mehr kandidierte. Rödls Mitbewerber Ludwig Utschneider (Parteilose Wählergemeinschaft) kam auf 45,20 % der Stimmen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://wahlen.landkreis-gap.de/Kommunal20/Oberammergau/Kommunalwahlen%202020/09180125/html5/Buergermeisterwahl_Bayern_16_Gemeinde_Gemeinde_Oberammergau.html Wahl des ersten Bürgermeisters 2020, Gemeinde Oberammergau]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wappen ===&lt;br /&gt;
{{Wappenbeschreibung&lt;br /&gt;
|Kurzdarstellung= Wappen von Oberammergau&lt;br /&gt;
|Blasonierung   = In Blau ein oben und unten durchgehendes goldenes Passionskreuz mit abhängendem silbernen Tuch, beiderseits eine [[wachsend]]e silberne Schwurhand.&lt;br /&gt;
|Quelle         = {{HdBG GKZ}}&lt;br /&gt;
|Begründung     = Auf den Himmel weist die blaue Feldtingierung und erinnert zusammen mit dem Silber an die bayerischen Landesfarben. Das Kreuz mit dem Tuch steht für die weltberühmten Passionsspiele. Ihr Ursprung fand Eingang in den beiderseitigen zum Schwur erhobenen Händen. Diese symbolisieren das Jahr 1633 mit dem Gelöbnis der Bewohner, alle zehn Jahre die Passion Christi aufzuführen, zu erleben und weiterzugeben.&lt;br /&gt;
|Zusatz         = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gemeindepartnerschaft ===&lt;br /&gt;
* {{SWE|#}} [[Mora (Schweden)|Mora]] ([[Schweden]]), seit 26. November 2001&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
=== Lüftlmalerei ===&lt;br /&gt;
Das Ortsbild von Oberammergau ist besonders geprägt durch die &amp;#039;&amp;#039;[[Lüftlmalerei]]&amp;#039;&amp;#039;. Damit bezeichnet man in Oberbayern die Kunst, Fassaden farbig zu bemalen. Sie brachte der Oberammergauer Familie Zwinck daheim und über die Grenzen des Ortes hinaus Anerkennung. Wahrscheinlich geht der Ausdruck auf die umgangssprachliche Bezeichnung „beim Lüftl“ zurück. So wurde das Heimathaus des bekannten Oberammergauer Fassadenmalers [[Franz Seraph Zwinck]] genannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;kosmosdaa&amp;quot; details=&amp;quot;120&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur | Autor = Heinfried Barton | Titel = Die Ammergauer Alpen | Auflage = 2 | Verlag = Frankh’sche Verlagshandlung W. Keller &amp;amp; Co. | Ort =Stuttgart|Datum=1989| ISBN = 3-440-04817-9}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf den bemalten Fassaden der Häuser wurden unter den zahlreichen christlichen Motiven besonders häufig Szenen aus der Passion Christi dargestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Oberammergau Dorfstraße18 Passionsspiel 1.jpg|Gelöbnis zum Passionsspiel&lt;br /&gt;
Oberammergau Lüftlmalerei Kreuzigungsszene.jpg|Kreuzigung&lt;br /&gt;
Oberammergau Lüftlmalerei Marienkrönung.jpg|Krönung Mariens&lt;br /&gt;
Oberammergau Pilatushaus Gartenfassade.jpg|Gartenfassade des Pilatushauses&lt;br /&gt;
Oberammergau Pilatushaus 2.JPG|Pilatushaus mit Fassadenmalereien von Franz Seraph Zwinck&lt;br /&gt;
Oberammergau Pilatushaus Auferstehung.jpg|Straßenfassade des Pilatushauses&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben den christlichen Motiven erzählen viele Szenen der Lüftlmalerei auf den Hausfassaden vom Alltagsleben der Menschen oder haben andere Themen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Oberammergau Lüftlmalerei Straßenszene.jpg|Straßenszene&lt;br /&gt;
Datei:OberammergauThoma.jpg|Geburtshaus von [[Ludwig Thoma]]&lt;br /&gt;
Datei:Oberammergau1.JPG|Märchen Teil 1&lt;br /&gt;
Datei:Oberammergau3.JPG|Märchen Teil 2&lt;br /&gt;
Datei:Oberammergau2.JPG|Satteldachbau mit Fresken von Franz Seraph Zwinck und Jagdszenen von Hartmann&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Theater und Museen ===&lt;br /&gt;
* Passionstheater ({{Coordinate|NS=47.59993|EW=11.06148|type=landmark|region=DE-BY|dim=60|name=Passionsspielhaus|text=ICON0}})&lt;br /&gt;
* Oberammergau Museum ({{Coordinate|NS=47.59851|EW=11.06332|type=landmark|region=DE-BY|name=Oberammergau Museum|text=ICON0|dim=40}})&lt;br /&gt;
* Pilatushaus ({{Coordinate|NS=47.59751|EW=11.06326|type=landmark|region=DE-BY|name=Pilatushaus|text=ICON0|dim=30}})&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bauwerke ===&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Liste der Baudenkmäler in Oberammergau}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
OberammergauFestspielhaus.jpg|Passionstheater&lt;br /&gt;
Oberammergau St. Peter und Paul.jpg|Pfarrkirche St. Peter und Paul&lt;br /&gt;
Pilatushaus.jpg|Pilatushaus&lt;br /&gt;
KreuzigungsgrO.jpg|Kreuzigungsgruppe unterhalb des Kofel&lt;br /&gt;
Schnitzschule-bjs110615-03.jpg|Holzschnitzschule&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Pfarrkirche St. Peter und Paul ====&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|St. Peter und Paul (Oberammergau)|titel1=St. Peter und Paul}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Iglesia de San Pedro y Pablo, Oberammergau, Baviera, Alemania, 2014-03-22, DD 09.JPG|hochkant=.7|mini|Inneres der Pfarrkirche]]&lt;br /&gt;
Die katholische Pfarrkirche von Oberammergau ist ein bedeutendes Beispiel des süddeutschen Barock.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kreuzigungsgruppe ====&lt;br /&gt;
Beim Besuch des Oberammergauer Passionsspiels am 25. September 1871&amp;lt;ref name=&amp;quot;inta&amp;quot;&amp;gt;Infotafel an der Kreuzigungsgruppe&amp;lt;/ref&amp;gt; war König Ludwig&amp;amp;nbsp;II. so beeindruckt, dass er der Gemeinde eine steinerne [[Kreuzigungsgruppe]] stiftete. Am 15. Oktober 1875&amp;lt;ref name=&amp;quot;inta&amp;quot; /&amp;gt; wurde nach zweijähriger Gestaltungszeit durch Bildhauer [[Johann von Halbig]] das Denkmal von Erzbischof von Scherr geweiht. Es kostete 400.000 [[Gulden]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;inta&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das damals größte Steindenkmal der Welt hat eine Höhe von zwölf Metern, wiegt 1120 Zentner und besteht aus [[Kelheim]]er Marmor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;inta&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der König hielt an diesem Ort mehrere Jahre lang jeweils am Weihetag stille Andacht, bis das öffentliche Interesse dies unmöglich machte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;inta&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Zeitgenössische Kunst ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Kofel X.jpg|mini|Ausstellung „Made in Oberammergau“ vor der Arbeit „Kofel X“ (v.l.) der Erste Bürgermeister Oberammergau Arno Nunn und die Künstler [[Sebastian Hertrich]], [[Sebastian Wanke]] und [[Wolfgang van Elst]].]]&lt;br /&gt;
2015 installierten die beiden Künstler [[Sebastian Hertrich]] und [[Sebastian Wanke]] eine Lichtinstallation auf dem Gipfel des Oberammergauer Hausberges, dem [[Kofel]]. Die Ergebnisse wurden 2016 unter anderem in der Ausstellung „Made in Oberammergau“ in dem Pavillon der Staatlichen Fachschule für Holzbildhauerei in Oberammergau präsentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Regelmäßige Veranstaltungen ===&lt;br /&gt;
==== Passionsspiel ====&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Oberammergauer Passionsspiele}}&lt;br /&gt;
Im [[Pest]]jahr 1633 hatten die Einwohner von Oberammergau gelobt, regelmäßig ein [[Passionsspiel]] aufzuführen. Heute finden die [[Oberammergauer Passionsspiele]] unter breiter Mitwirkung der Ortsbevölkerung alle zehn Jahre statt. Im Jahr 2000 besuchten rund 500.000 Besucher aus aller Welt das wohl bekannteste Passionsspiel der Welt im Oberammergauer Passionstheater. Im Jahr 2010 führten die Einwohner der Gemeinde Oberammergau das Spiel zum 41.&amp;amp;nbsp;Mal auf, es besuchten insgesamt mehr als 515.000 Zuschauern die 109 Vorstellungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Sonstige ====&lt;br /&gt;
* Jedes Jahr am 1. Februarwochenende findet der traditionsreiche [[König-Ludwig-Lauf|König-Ludwig-Langlauf]] statt, bei dem mehrere tausend Teilnehmer in der freien (Samstag) und der klassischen Technik (Sonntag) an den Start gehen. Der König-Ludwig-Lauf ist der größte [[Skimarathon]] in Deutschland.&lt;br /&gt;
* Jedes Jahr findet am 24. August das traditionsreiche [[König-Ludwig-Feuer]] statt.&lt;br /&gt;
* Zapfenstreich der Musikkapelle Oberammergau (Abend vor Fronleichnam)&lt;br /&gt;
* [[Fronleichnam]]sprozession&lt;br /&gt;
* Jahreskonzert des Musikvereins (jedes Jahr am 30. April)&lt;br /&gt;
* [[Kathreintanz]] (November)&lt;br /&gt;
* Opern und Schauspiele im Passionstheater&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bodendenkmäler ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Liste der Bodendenkmäler in Oberammergau}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft und Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
=== Holzschnitzerei ===&lt;br /&gt;
Die Kunst des Holzschnitzens reicht bis ins Mittelalter zurück. Im Jahre 1111&amp;lt;ref name=&amp;quot;ammeri&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle | url = https://www.ammergauer-alpen.de/Kulturzeit/Schnitzkunst-und-Kunsthandwerk | titel = Schnitzkunst und Kunsthandwerk | hrsg = Ammergauer Alpen GmbH |abruf=2012-12-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt; wird von [[Rottenbuch]]er Mönchen berichtet, die Dinge für den Hausrat schnitzten. Das Schnitzen religiöser Motive wurde wahrscheinlich vom nahegelegenen Kloster Ettal beeinflusst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 16. Jahrhundert&amp;lt;ref name=&amp;quot;hiver&amp;quot; /&amp;gt; berichten die Quellen zum ersten Mal von mehreren Einwohnern Oberammergaus, die mit den Erzeugnissen ihrer Schnitzkunst handeln. Durch den [[Abt]] von Kloster Ettal erhielten die Schnitzhandwerker 1563&amp;lt;ref name=&amp;quot;ammeri&amp;quot; /&amp;gt; eine eigene [[Zunft|Handwerksordnung]]. Die Waren wurden stets direkt vor Ort verkauft. Im folgenden Jahrhundert tauchen mehrere Namen von Oberammergauer Bürgern im Zusammenhang mit ihrer Schnitzkunst auf: „Dies sind vor allem die Kriegls, die Ruetz, die Auers, die Glöggls, die Familien Ederle, Rainer, Ray und Zwink.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;hiver&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Handel mit den Erzeugnissen der Schnitzerei erlebte einen Höhepunkt, als zahlreiche Niederlassungen in Deutschland und über Europa verstreut im 18. Jahrhundert entstanden, z.&amp;amp;nbsp;B. in [[St.&amp;amp;nbsp;Petersburg]], [[Kopenhagen]], [[Trondheim]], [[Göteborg]], [[Cádiz]], [[Bremen]], [[Groningen]] und [[Amsterdam]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;hiver&amp;quot; /&amp;gt; Von dort aus wurden die Waren durch [[Hausierer|Hausieren]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;ammeri&amp;quot; /&amp;gt; der [[Rückentrage|Kraxenträger]] an den Mann gebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit der Nachwuchs für dieses einträgliche Handwerk gesichert wurde, begann Ludwig Lang&amp;lt;ref name=&amp;quot;hiver&amp;quot; /&amp;gt; Kinder des Ortes darin zu unterrichten. 1890&amp;lt;ref name=&amp;quot;hiver&amp;quot; /&amp;gt; fand die Schnitzschule ein neues Quartier in der Ettaler Straße. Ab 1908&amp;lt;ref name=&amp;quot;hiver&amp;quot; /&amp;gt; war es möglich, hier eine Gesellenprüfung abzulegen. 1909&amp;lt;ref name=&amp;quot;hiver&amp;quot; /&amp;gt; zogen 100 Schüler in das neu errichtete Gebäude der Schnitzschule ein. Es wurde vom Münchner Architekten [[Franz Zell]] entworfen. 2013 wurde die Schule durch die Münchener Architekten &amp;#039;&amp;#039;ABP Architekten Burian + Pfeiffer&amp;#039;&amp;#039; um einen Ausstellungsraum in Holzbauweise erweitert.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Folklore der Zukunft.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Frankfurter Allgemeine Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039; vom 25. September 2013, S. 28.&amp;lt;/ref&amp;gt; In der heutigen Schnitzschule Oberammergau, einer staatlichen [[Berufsfachschule in Deutschland|Berufsfachschule]] für [[Holzbildhauer]], kann in dreijähriger Ausbildung der Gesellenbrief erworben werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url = https://www.bildhauerschule.de/ | titel = Willkommen in der Schnitzschule Oberammergau| hrsg = Schnitzschule Oberammergau |abruf=2012-12-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:DE-0414.jpg|mini|Bahnhof Oberammergau (2014)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bahnhof Oberammergau, Bahnsteig, 7.jpeg|mini|Haltepunkt Oberammergau (2016)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verkehr ===&lt;br /&gt;
Oberammergau ist über die stündlich verkehrende [[Ammergaubahn]], die in [[Bahnhof Murnau|Murnau]] von der [[Bahnstrecke München–Garmisch-Partenkirchen]] abzweigt und in Oberammergau ihren Endpunkt hat, zu erreichen. Die Strecke wurde zwar saniert, aber gleichzeitig wurden alle Begegnungsgleise an den Bahnhöfen zwischen Murnau und Oberammergau, bis auf das in Bad Kohlgrub, abgebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Straße ist Oberammergau über die [[Bundesstraße&amp;amp;nbsp;23]] ([[Deutsche Alpenstraße]]) zu erreichen. Zwischen Oberammergau und Ettal beginnt eine Straße (in Deutschland: [[Liste der Staatsstraßen in Oberbayern#St 2060|Staatsstraße 2060]]; in Österreich: [[Liste der Landesstraßen in Tirol|Tiroler Landesstraße 255]]), die vorbei am [[Schloss Linderhof]] über den [[Ammersattel]] zum [[Tirol (Bundesland)|Tiroler]] [[Plansee (Tirol)|Plansee]] und nach [[Reutte]] führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die kleine Kabinenseilbahn Laber-Bergbahn führt vom Ort auf den Laber.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ammergauer-alpen.de/oberammergau/Bergbahnen-in-Oberammergau/Laber-Bergbahn Laber-Bergbahn], www.ammergauer-alpen.de&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Kolbensesselbahn, eine Doppelsesselbahn, führt von der Talstation am westlichen Ortsrand zur Bergstation am [[Kolbensattel]] (1270&amp;amp;nbsp;m ü. NN), wo sich die Kolbensattelhütte befindet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://kolbensattel.de/kolbensesselbahn Kolbensesselbahn], kolbensattel.de&amp;lt;/ref&amp;gt; Nördlich und südlich davon gibt es mehrere T-Lifte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bildung und Forschung ===&lt;br /&gt;
* Oberammergau ist Standort des [[Bildungszentrum der Bundeswehr|Bildungszentrums der Bundeswehr]] – Lehrbereich Oberammergau (ehemals [[Bundeswehrverwaltungsschule]]&amp;amp;nbsp;IV). Dort werden Verwaltungsbeamte des [[Mittlerer Dienst|Mittleren Dienstes]] und [[Verwaltungsfachangestellte]] ausgebildet. Daneben werden zahlreiche Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen für die Mitarbeiter der [[Bundeswehrverwaltung]] durchgeführt.&lt;br /&gt;
* Auf dem Gelände der 1935 errichteten &amp;#039;&amp;#039;[[Franz Conrad von Hötzendorf|Conrad-von-Hötzendorf]]-[[Kaserne]]&amp;#039;&amp;#039; im Gemeindeteil St.&amp;amp;nbsp;Gregor am Fuße des [[Laber (Berg)|Laberbergs]] befindet sich die [[NATO School|NATO-Schule]] als primäre Schulungs- und Ausbildungszentrum der [[NATO]] auf [[Operation (Militär)|operativer]] Ebene. Dort werden verschiedene Kurse zu Themen der Politik und Strategie für die NATO-Mitglieder sowie verschiedene NATO-Partner angeboten. Jährlich besuchen mehr als 10.000 Lehrgangsteilnehmer aus 60 Staaten die NATO-Schule.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tourismus ===&lt;br /&gt;
Die Gemeinde ist staatlich anerkannter [[Luftkurort]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.stmi.bayern.de/assets/stmi/kub/verzeichnis_kur_erholungsorte_stand_26_01_2021_mit_fu%C3%9Fnoten.pdf Amtliches Verzeichnis der anerkannten Kurorte, Luftkurorte und Erholungsorte in Bayern]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Tourismus ist ganzjährig ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Die Gemeinde gehört zur Tourismusregion Ammergauer Alpen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ammergauer-alpen.de/ Website der Tourismusregion Ammergauer Alpen]&amp;lt;/ref&amp;gt; Touristisch vertreten wird die Region durch die Ammergauer Alpen GmbH. Zur Naturparkregion Ammergauer Alpen gehören neben Oberammergau die Orte [[Unterammergau]], [[Bad Bayersoien]], [[Bad Kohlgrub]], [[Ettal]]/Graswang/Linderhof und [[Saulgrub]]/Altenau/Wurmansau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2018 hat Oberammergau ca. 364.000 Übernachtungen und knapp 93.000 Ankünfte generiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Söhne und Töchter der Gemeinde ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Oberammergau, Geburtshaus von Ludwig Thoma.jpg|mini|hochkant|Lüftlmalerei am Geburtshaus von Ludwig Thoma]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Markus Zwink, Musikalischer Leiter im Orchestergraben des Passionstheaters.jpg|mini|Markus Zwink, Musikalischer Leiter der [[Oberammergauer Passionsspiele]] im Orchestergraben des Passionstheaters, Ehrenbürger]]&lt;br /&gt;
* [[Rochus Dedler]] (1779–1822), Komponist&lt;br /&gt;
* [[Otto Lang (Bildhauer)|Otto Lang]] (1855–1929), Bildhauer&lt;br /&gt;
* [[Auguste Meyer]] (1861–1929), Opernsängerin und Gesangslehrerin&lt;br /&gt;
* [[Ludwig Thoma]] (1867–1921), Schriftsteller&lt;br /&gt;
* [[Lorenz Fränzl]] (1879–1951), Fotograf und Verleger&lt;br /&gt;
* [[Johann Georg Lang (Bildhauer)|Johann Georg Lang]] (1889–1968), Bildschnitzer, Bildhauer und Regisseur in Oberammergau&lt;br /&gt;
* [[Raimund Lang (Politiker)|Raimund Lang]] (1895–1976), Politiker der Bayernpartei&lt;br /&gt;
* [[Martha Krause-Lang]] (1912–2016), Wegbereiterin der Sozialen Arbeit in Deutschland und Hochschullehrerin&lt;br /&gt;
* [[Ernst Maria Lang]] (1916–2014), Architekt in München und Karikaturist der Süddeutschen Zeitung von 1947 bis 2003&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Knigge]] (1920–2012), Forstwissenschaftler, Holzwissenschaftler und Hochschullehrer&lt;br /&gt;
* [[Max Streibl]] (1932–1998), Politiker (CSU), 1988 bis 1993 Bayerischer Ministerpräsident&lt;br /&gt;
* [[Hermann Schilcher]], (1935–2011), Bildhauer&lt;br /&gt;
* [[Melchior Schedler]] (* 1936), Hörspielautor, Theaterschriftsteller und Maler&lt;br /&gt;
* [[Nikolaus Lang]] (1941–2022), Künstler, Professor an der Akademie der Künste in München von 2000 bis 2005&lt;br /&gt;
* [[Elisabeth Endres (Malerin)|Elisabeth Endres]] (1942–2011), Malerin&lt;br /&gt;
* [[Michaela Geiger]] (1943–1998), Politikerin (CSU), MdB und Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages&lt;br /&gt;
* [[Michael J. Lentze]] (* 1945), Pädiater und ehemaliger Hochschullehrer&lt;br /&gt;
* [[Gregor Betz]] (* 1948), Schwimmer und Olympiateilnehmer&lt;br /&gt;
* [[Uta Schedler]] (* 1956), Kunsthistorikerin&lt;br /&gt;
* [[Franz Nießner]] (* 1957), deutscher Bobfahrer&lt;br /&gt;
* [[Tomas Erhart]] (* 1959), Kameramann, Regisseur und Filmproduzent&lt;br /&gt;
* [[Thomas Schmid (Politiker, 1961)|Thomas Schmid]] (* 1961), Politiker, Bürgermeister in Garmisch-Partenkirchen&lt;br /&gt;
* [[Christian Stückl]] (* 1961), Regisseur und Intendant des Münchner Volkstheaters, Spielleiter der Passionsspiele seit 1987 und Ehrenbürger der Gemeinde&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Christiane Lutz |url=https://www.sueddeutsche.de/bayern/christian-stueckl-im-interview-jetzt-koennt-ich-gut-papst-werden-1.5120931 |titel=„Jetzt könnt ich gut Papst werden“ |werk=Süddeutsche Zeitung Online |hrsg= |datum=2020-11-19 |abruf=2020-11-23 |sprache=}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Ursula Maria Burkhart]] (* 1961), Schauspielerin, Rundfunkmoderatorin und Sprecherin, seit 2002 im Ensemble des Münchner Volkstheaters&lt;br /&gt;
* [[Stephan Bierling]] (* 1962), Politikwissenschaftler&lt;br /&gt;
* [[Barbara Schretter]] (* 1963), Verwaltungsjuristin&lt;br /&gt;
* [[Rita Falk]] (* 1964), Autorin&lt;br /&gt;
* [[Isolde Holderied]] (* 1966), Rallye-Fahrerin&lt;br /&gt;
* [[Marina Anna Eich]] (* 1976), Schauspielerin und Filmproduzentin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Personen, die mit der Gemeinde in Verbindung standen ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Joseph Alois Daisenberger]] (1799–1883), Pfarrer, Politiker, Spielleiter und Textdichter der Passionsspiele&lt;br /&gt;
* [[Johannes Diemer]] (1830–1896), Hotelier, Chorleiter, Schauspieler und Bürgermeister von Oberammergau&lt;br /&gt;
* [[Michael Zeno Diemer]] (1867–1939), Maler, Musiker und Komponist&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Eugen Roth (Dichter)|Eugen Roth]], [[Claus Hansmann]] (Fotos): &amp;#039;&amp;#039;Oberammergau.&amp;#039;&amp;#039; [[Bruckmann Verlag]], München 1960. Englische Ausgabe übersetzt von Elizabeth Thompson, Munich 1960.&lt;br /&gt;
* Ludwig Utschneider: &amp;#039;&amp;#039;Oberammergau im Dritten Reich – 1933–1945.&amp;#039;&amp;#039; Historischer Verein Oberammergau 1999 e.&amp;amp;nbsp;V., Oberammergau 2012 (überarbeitete und erweiterte Neuauflage), ISBN 978-3-9807212-5-7.&lt;br /&gt;
* Ludwig Utschneider: &amp;#039;&amp;#039;Die Straßennamen von Oberammergau&amp;#039;&amp;#039;. Historischer Verein Oberammergau 1999 e.&amp;amp;nbsp;V., Oberammergau 2005.&lt;br /&gt;
* Ludwig Utschneider: &amp;#039;&amp;#039;Bibliographie zur Geschichte Oberammergaus und der Passionsspiele&amp;#039;&amp;#039;. (= Der Ammergau, Schriftenreihe des Historischen Vereins Oberammergau; Band 3). Historischer Verein Oberammergau 1999 e.&amp;amp;nbsp;V., Oberammergau 2003, ISBN 3-9807212-2-1 ({{Webarchiv | url=http://www.historischer-verein.de/downloads/bibliographie.pdf | wayback=20070610133045 | text=Volltext als PDF}})&lt;br /&gt;
* Gerd Holzheimer, [[Elisabeth Tworek]], Herbert Woyke (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Leiden schafft Passionen. Oberammergau und sein Spiel.&amp;#039;&amp;#039; [[A1 Verlag]], München 2000, ISBN 3-927743-49-6.&lt;br /&gt;
* [[Christine Rädlinger]]: &amp;#039;&amp;#039;Oberammergau 1869–2000 – Zwischen Tradition und Fortschritt.&amp;#039;&amp;#039; Eigenverlag der Gemeinde Oberammergau 2002, ISBN 3-930000-08-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
{{Wikivoyage}}&lt;br /&gt;
{{Wikisource}}&lt;br /&gt;
* [http://ammergau.de/#MBS-d4e1386 Oberammergau im &amp;#039;&amp;#039;Panoport Reiseführer&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* [https://www.gemeinde-oberammergau.de/ Website der Gemeindeverwaltung]&lt;br /&gt;
* [http://www.historischer-verein.de/ Historischer Verein Oberammergau 1999]&lt;br /&gt;
* {{LStDV GKZ|09180125}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4042879-5}}&lt;br /&gt;
* [https://www.ammergauer-alpen.de/oberammergau Oberammergau (Tourismusportal der Ammergauer Alpen)]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive=&amp;quot;&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Gemeinden im Landkreis Garmisch-Partenkirchen}}&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4042879-5|LCCN=n/84/154173|VIAF=145470111}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Landkreis Garmisch-Partenkirchen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort als Namensgeber für einen Asteroiden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindegründung 1818]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Reinhard Kraasch</name></author>
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