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	<title>Nymphomanie - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Georg Hügler am 5. Dezember 2025 um 17:57 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox ICD&lt;br /&gt;
| BREITE = &lt;br /&gt;
| 01-CODE = F52.7&lt;br /&gt;
| 01-BEZEICHNUNG = Nymphomanie&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Nymphomanie&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von {{grcS|νύμφη|nýmphē|de=Braut}} sowie {{lang|grc|μανία|manía|de=Wahnsinn}}, ‚Raserei‘; siehe auch [[Nymphe]]n)&amp;lt;ref&amp;gt;[[Wilhelm Gemoll]]: &amp;#039;&amp;#039;Griechisch-Deutsches Schul- und Handwörterbuch.&amp;#039;&amp;#039; München/Wien 1965.&amp;lt;/ref&amp;gt; ist die Bezeichnung für gesteigertes Verlangen von Frauen nach [[Geschlechtsverkehr]]. Von &amp;#039;&amp;#039;Nymphomanie&amp;#039;&amp;#039; spricht man in der Regel jedoch nur, wenn der Wunsch nach Sexualität mit [[Promiskuität]], also häufigem Partnerwechsel, einhergeht. Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;mannstoll&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet die [[Libido]] sexualis von Männer begehrenden&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [[Gundolf Keil]]: &amp;#039;&amp;#039;Die „Cirurgia“ Peters von Ulm. Untersuchungen zu einem Denkmal altdeutscher Fachprosa mit kritischer Ausgabe des Textes&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Forschungen zur Geschichte der Stadt Ulm.&amp;#039;&amp;#039; Band 2). Stadtarchiv, Ulm 1961 (zugleich Philosophische Dissertation Heidelberg 1960: &amp;#039;&amp;#039;Peter von Ulm. Untersuchungen zu einem Denkmal altdeutscher Fachprosa mit kritischer Ausgabe des Textes&amp;#039;&amp;#039;), S. 420 (zu mittelhochdeutsch &amp;#039;&amp;#039;man gern&amp;#039;&amp;#039;: „mannstoll sein“).&amp;lt;/ref&amp;gt; Frauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Männern wird dieses Phänomen als [[Satyriasis]] (nach dem griechischen [[Satyr]], dem männlichen Gegenpol zur Nymphe, häufig [[Ithyphallos|ithyphallisch]] dargestellt) oder „Donjuanismus“ bezeichnet. Wissenschaftlich gilt der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Nymphomanie&amp;#039;&amp;#039; als veraltet. Als Synonym wird auch „Klitoromanie“ verwendet, ein extrem übersteigertes nymphomanes Verhalten auch als „Metromanie“ bezeichnet, während als geschlechtsneutraler Begriff auch „[[Hypersexualität|Erotomanie]]“ Verwendung findet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriffsproblem ==&lt;br /&gt;
Der Begriff Nymphomanie bzw. Nymphomane oder Nymphomanin wird heute in der Regel als abwertende Beschreibung gebraucht und ist von kulturellen Wertvorstellungen und [[Sitte]]n, insbesondere von der aktuellen, historisch wandelbaren [[Sexualmoral]] abhängig. Fraglich ist, welches Sexualverhalten als „normal“ und welches als „gesteigert“ angesehen werden soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Begriff der Nymphomanie wird in der [[humanmedizin]]ischen Fachliteratur kaum verwendet, wobei auch neutralere Begriffe wie [[Hypersexualität]] aufgrund der inhaltlichen Problematik umstritten sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Tiermedizin]] ist der Begriff nach wie vor gebräuchlich und bezeichnet ein [[Symptom]] bei verschiedenen Störungen der [[Eierstock]]funktion.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.merckvetmanual.com/?redirectid=18&amp;amp;cfile=htm/bc/140202.htm&amp;amp;word=nymphomania &amp;#039;&amp;#039;Nymphomania.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Merck Manual|The Merck Veterinary Manual]].&amp;#039;&amp;#039; Abgerufen am 2. März 2012.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Das Fachwort Nymphomanie für ‘Mannstollheit’ entstand im [[19. Jahrhundert]], der medizinisch-lateinische [[Terminus]] &amp;#039;&amp;#039;nymphomania&amp;#039;&amp;#039; wurde erstmals um 1700 verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;„Nymphomanie“, in: [[Wolfgang Pfeifer (Etymologe)|Wolfgang Pfeifer]] et al.: &amp;#039;&amp;#039;Etymologisches Wörterbuch des Deutschen.&amp;#039;&amp;#039; (1993), digitalisierte und von Wolfgang Pfeifer überarbeitete Version im [[Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache|Digitalen Wörterbuch der deutschen Sprache]], &amp;lt;https://www.dwds.de/wb/etymwb/Nymphomanie&amp;gt;, abgerufen am 14. Juni 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die &amp;#039;&amp;#039;Wortverlaufskurve&amp;#039;&amp;#039; im [[DWDS]] (Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache) zeigt ein Maximum der [[Häufigkeit]] des schriftlichen Gebrauchs des Wortes Nymphomanie um 1977. Zitat des DWDS: „Im [[medizin]]ischen Bereich gilt es heute für eine Phase des [[manisch-depressiv]]en Irreseins.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Humanmedizin ===&lt;br /&gt;
In der [[Antike]] war der Begriff der Nymphomanie anders belegt. Der älteste schriftliche Nachweis findet sich auf einer Tafel aus der [[Melissani (Höhle)|Grotte Melissani]] auf [[Kefalonia]] aus dem [[3. Jahrhundert v. Chr.|3. Jahrhundert vor Christus]], einer antiken Kultstätte des [[Pan (Mythologie)|Hirtengottes Pan]].&amp;lt;ref&amp;gt;Maria Gazzetti: &amp;#039;&amp;#039;Der Liebesangriff: „il dolce assalto“: von Nymphen, Satyrn und Wälden.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Literaturmagazin.&amp;#039;&amp;#039; Ausgabe 32, S. 46, Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1993.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Heinrich Gustav Flörke]] schrieb um 1810: „Liebeswuth, eine weibliche Krankheit, die in geringerem Grade Liebesfieber, in ihrer höchsten Stufe auch Nymphomanie, so wie Mutterwuth genannt wird. Sie überfällt zuweilen mannbare Mädchen, die in eine Mannsperson sehr verliebt sind, aber zum näheren Umgange mit derselben keine Gelegenheit finden; oder die sich überhaupt vergebens nach der Befriedigung des [[Libido|Geschlechtstriebes]] sehnen. Auch verführte Mädchen und junge Wittwen überfällt sie, wenn diese einige Zeit hindurch an Genüsse gewöhnt wurden, die sie hernach entbehren und sich nur durch die Einbildungskraft oft und stark vergegenwärtigen. Ja so gar verheirathete Frauen sind derselben zuweilen ausgesetzt, wenn ihr Temperament eine stärkere Befriedigung verlangt, als ihnen in ihrer Lage zu Theil wird.“&amp;lt;ref&amp;gt;[[Johann Georg Krünitz]]: [[Oeconomische Encyclopädie]], Band 78, S. 538 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine sehr viel ausführlichere Darstellung (59 Seiten, mit zahlreichen [[Kasuistik]]en und Therapieempfehlungen) der &amp;#039;&amp;#039;Nymphomania&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Mutterwuth&amp;#039;&amp;#039; findet sich 1841 im &amp;#039;&amp;#039;Encyclopädischen Wörterbuch der medicinischen Wissenschaften&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Dietrich Wilhelm Heinrich Busch]], [[Johann Friedrich Dieffenbach]], E. Horn, [[Johann Christian Jüngken]], [[Heinrich Friedrich Link]], [[Johannes Müller (Mediziner)|Johannes Müller]], [[Emil Osann]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Encyclopädisches Wörterbuch der medicinischen Wissenschaften.&amp;#039;&amp;#039; 25. Band, Verlag von Veit et Comp., Berlin 1841, Nachdruck, Musketier-Verlag, Bremen 2023, ISBN 978-3-9853-3696-8, S. 357–415.&amp;lt;/ref&amp;gt; Drei Jahre später beschreibt [[Ludwig August Kraus]] die Nymphomania als &amp;#039;&amp;#039;Hysteromania&amp;#039;&amp;#039; (Mutterwuth) und erinnert an die [[synonym]]e Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Oestromania&amp;#039;&amp;#039; von [[Hippokrates von Kos|Hippokrates]].&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ludwig August Kraus]]: &amp;#039;&amp;#039;Kritisch-etymologisches medicinisches Lexikon.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage. Verlag der Deuerlich- und Dieterichschen Buchhandlung, Göttingen 1844, S. 671. [https://archive.org/details/b29306760 Digitalisat der Ausgabe von 1844, Internet Archive].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Deutsches Wörterbuch|Deutsche Wörterbuch]] der [[Brüder Grimm]] erklärte 1889 die Nymphomanie als Mannsucht oder Liebeswut,&amp;lt;ref&amp;gt;[[Brüder Grimm]]: [[Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm]], Lieferung 6 (1885), Band VII (1889), Spalte 1038, Zeile 65.&amp;lt;/ref&amp;gt; unabhängig vom Geschlecht des Betroffenen. Vier Jahre später definierte [[Otto Dornblüth]] 1893: „Anhaltende geschlechtliche Erregung bei ([[schwachsinn]]igen oder [[Blödheit|blödsinnigen]] oder an akuter [[Manie]] leidenden) weiblichen [[Geisteskrankheit|Irren]].“&amp;lt;ref&amp;gt;[[Otto Dornblüth]]: [[Pschyrembel (Medizinisches Wörterbuch)|Wörterbuch der klinischen Kunstausdrücke]], 1. Auflage, Verlag von Veit &amp;amp; Comp., Leipzig 1894, S. 89.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Reallexikon der Medizin und ihrer Grenzgebiete]] definierte die Nymphomanie 1973 noch als „Kyteromanie, Andromanie, Metromanie, [[Furor]] uterinus, Mannstollheit: krankhaft gesteigerter heterosexueller [[Libido|Geschlechtstrieb]] bei Frauen, entweder als Symptom einer psychischen Krankheit (Manie) oder als Ausdruck einer neurotischen Fehlentwicklung (der Satyriasis des Mannes entsprechend).“&amp;lt;ref&amp;gt;[[Günter Thiele (Mediziner)|Günter Thiele]], [[Heinz Walter (Pharmazeut)|Heinz Walter]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Reallexikon der Medizin und ihrer Grenzgebiete]].&amp;#039;&amp;#039; Verlag [[Urban &amp;amp; Schwarzenberg]], [[Loseblattsammlung]], München / Berlin / Wien 1973, 5. Ordner (Membra–Rz), ISBN 3-541-84005-6, S. I 92.&amp;lt;/ref&amp;gt; Ähnlich erklärte [[Friedrich Dorsch]] noch 1992 nur knapp: „Nymphomanie, auch Hysteromanie, Andromanie, Mannstollheit.“&amp;lt;ref&amp;gt;[[Friedrich Dorsch]], Hartmut O. Häcker, Kurt-Hermann Stapf (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Dorsch – Psychologisches Wörterbuch.&amp;#039;&amp;#039; 11. Auflage, [[Verlag Hans Huber]], Bern / Stuttgart / Toronto 1987, Nachdruck 1992, ISBN 3-456-81614-6, S. 452.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Willibald Pschyrembel]]s Wörterbuch definiert die Nymphomanie 2023 als „veraltete und wegen fehlender objektiver Kriterien umstrittene Bezeichnung für gesteigertes sexuelles Verlangen bei Frauen.“&amp;lt;ref&amp;gt;[[Pschyrembel (Medizinisches Wörterbuch)|Willibald Pschyrembel: &amp;#039;&amp;#039;Klinisches Wörterbuch&amp;#039;&amp;#039;]], 269. Auflage, Verlag [[Walter de Gruyter]], Berlin / Boston 2023, ISBN 978-3-11-078334-6, S. 1234.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der aktuelle [[Duden|Medizin-Duden]] verzichtet auf den Hinweis der Ungebräuchlichkeit: „Nymphomanie ist der krankhaft gesteigerte Wunsch nach Sexualität bei Frauen.“&amp;lt;ref&amp;gt;[[Duden]]: &amp;#039;&amp;#039;Wörterbuch medizinischer Fachbegriffe.&amp;#039;&amp;#039; [[Dudenverlag]], 10. Auflage, Berlin 2021, ISBN 978-3-411-04837-3, S. 570.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[DDR]] beschrieb man die „Nymphomanie [als ein] abnorm übersteigertes sexuelles Verlangen der Frau. Sie kann Symptom einer Manie oder [[Neurose]] sein.“&amp;lt;ref&amp;gt;[[Maxim Zetkin]], [[Herbert Schaldach]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Wörterbuch der Medizin|Lexikon der Medizin]]&amp;#039;&amp;#039;, 16. Auflage, Ullstein Medical, Wiesbaden 1999, ISBN 978-3-86126-126-1, S. 1428.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Tiermedizin ===&lt;br /&gt;
[[Johann Georg Krünitz]] begrenzte den Begriff der Nymphomanie (zwischen 1800 und 1813) ausschließlich auf die [[Veterinärmedizin]], wenn er schreibt: „Bey den Thieren weiblichen Geschlechts bemerkt man dieses Uebel auch bisweilen, wenn sie nicht begattet werden, und es besteht in einer ganz besonderen [[Geilheit]], die in verschiedene andere Krankheiten, ja selbst Raserey übergeht. Es entsteht von einem vermehrten Zuflusse des Blutes nach den Geburtstheilen, von Unterdrückung der Begattung, von harntreibenden Mitteln, und dergleichen.“&amp;lt;ref&amp;gt;[[Johann Georg Krünitz]]: &amp;#039;&amp;#039;[[Oeconomische Encyclopädie]].&amp;#039;&amp;#039; Band 99, S. 433.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Nymphomanie bei Menschen nannte er &amp;#039;&amp;#039;Liebeswuth&amp;#039;&amp;#039;. Bei Rindern wird auch der Begriff „Stiersucht“ verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Psychologische Dimension ==&lt;br /&gt;
Trotz der kulturellen Relativität des Begriffs verweist das, was man mit Nymphomanie zu bezeichnen versucht, zumindest in einigen Fällen tatsächlich auf [[Psyche|psychische]] Probleme der betroffenen Menschen, unter denen diese subjektiv leiden. So ist aus tiefenpsychologischer Sicht eine Fixierung zwischengeschlechtlichen Verhaltens auf die Ebene des [[Sexualität|Sexuellen]] oft Ausdruck einer psychisch tief sitzenden [[Bindungsangst]], die in einer auf den sexuellen Aspekt einer Beziehung reduzierten Bindung jenes Bedürfnis nach Nähe auszuleben versucht, das als tiefere partnerschaftliche Bindung vermieden wird. Sexualität wird dann zur [[Sucht]] und Ersatzbefriedigung für wirkliche [[Liebe]], vergleichbar mit anderen Süchten wie [[Alkoholismus]] oder [[Droge]]nkonsum. [[Psychotherapie]] kann beitragen, die Ursachen derartigen Suchtverhaltens zu verstehen und therapeutisch zu verändern.&amp;lt;ref&amp;gt;Helen Singer Kaplan: &amp;#039;&amp;#039;Sexualtherapie bei Störungen des sexuellen Verlangens.&amp;#039;&amp;#039; [[Georg Thieme Verlag]], Stuttgart / New York 2006, Kapitel 6 und 7 (Untersuchung II &amp;#039;&amp;#039;Bestimmung der Ätiologie&amp;#039;&amp;#039; und Behandlung I &amp;#039;&amp;#039;Patienten mit Appetenzstörungen – Theoretische Gesichtspunkte&amp;#039;&amp;#039;), ISBN 3-13-117972-4, S. 83 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Psychiatrie]] gilt ein übermäßig gesteigerter Geschlechtstrieb als Symptom oder, in der axialen Bewertung im [[International Statistical Classification of Diseases and Related Health Problems|ICD]] und im [[DSM-IV]], als Indikator für die Diagnose verschiedener [[Persönlichkeitsstörung]]en. Das „Krankheitsbild Nymphomanie“ ist inzwischen aus dem DSM-IV entfernt, im [[ICD-10]] ist es hingegen aufgeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;Helen Singer Kaplan: &amp;#039;&amp;#039;Sexualtherapie bei Störungen des sexuellen Verlangens.&amp;#039;&amp;#039; Georg Thieme Verlag, 2006, Kapitel 4 Diagnostische Kriterien und klinische Merkmale, ISBN 3-13-117972-4, S. 37 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im gesellschaftlichen Diskurs ist die Frage des Zusammenhangs zwischen Nymphomanie und psychischer Störung umstritten und oft Ausdruck unterschiedlicher moralischer [[Wertvorstellung]]en. So neigen [[Konservatismus|konservative]] Menschen eher dazu, hier einen Zusammenhang zu sehen, während [[Liberalismus|liberal]] eingestellte Menschen Nymphomanie mitunter als Ausdruck von [[Emanzipation]] interpretieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kommerzialisierung ==&lt;br /&gt;
Im Bereich der [[Prostitution]] und [[Pornografie]] wird der Begriff als eine Art Aushängeschild benutzt. Prostituierte bezeichnen sich in Inseraten oft ausdrücklich als nymphoman, auch Anzeigen für [[Telefonsex]] beziehen sich oft wörtlich oder sinngemäß auf diesen Begriff. In Illustrierten und im Internet werden zahlreiche – angeblich – sexhungrige Frauen vorgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Therapie ==&lt;br /&gt;
Früher wurden Menschen und Tiere zum Beispiel mit [[Aderlass|Aderlässen]] behandelt, wenn häufigere [[Begattung|Kopulationen]] nicht halfen oder verboten, [[Kontraindikation|kontraindiziert]] oder unzweckmäßig waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Trivia ==&lt;br /&gt;
* Die Spielfilme &amp;#039;&amp;#039;[[Vögel sterben in Peru]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Black Snake Moan]]&amp;#039;&amp;#039; haben unter anderem &amp;#039;&amp;#039;Nymphomanie&amp;#039;&amp;#039; zum Thema.&lt;br /&gt;
* Das Filmdrama &amp;#039;&amp;#039;[[Nymphomaniac]]&amp;#039;&amp;#039; erzählt die Lebensbeichte einer nymphomanen Frau.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Helen Singer Kaplan: &amp;#039;&amp;#039;Sexualtherapie bei Störungen des sexuellen Verlangens.&amp;#039;&amp;#039; Georg Thieme Verlag, Stuttgart / New York 2006, ISBN 3-13-117972-4.&lt;br /&gt;
* Peter Fiedler: &amp;#039;&amp;#039;Sexuelle Orientierung und sexuelle Abweichung.&amp;#039;&amp;#039; Beltz PVU, Basel 2004, ISBN 3-621-27517-7.&lt;br /&gt;
* Brigitte Vetter: &amp;#039;&amp;#039;Sexualität: Störungen, Abweichungen, Transsexualität.&amp;#039;&amp;#039; Schattauer Verlag, Stuttgart / New York 2007, Kapitel 11.1.1 Gesteigertes sexuelles Verlangen, ISBN 3-7945-2463-2, S. 128 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* Eugene Faust: [https://eugenefaust.twoday.net/stories/2600491/ &amp;#039;&amp;#039;Als Solofrau im Swingerclub.&amp;#039;&amp;#039;] [[Diplomarbeit]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sexualmedizin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sexualgeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sexuelle Dysfunktion]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Georg Hügler</name></author>
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