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	<title>Nydamer Moor - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-23T21:22:42Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Nydamer_Moor&amp;diff=1345229&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: typo</title>
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		<updated>2025-04-23T07:28:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;typo&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Nydammose.2.jpg|mini|Nydam Mose]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Nydamer Moor&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{daS|Nydam Mose}}) ist ein etwa zwölf Hektar großes [[Moor]] bei &amp;#039;&amp;#039;Øster Sottrup&amp;#039;&amp;#039;, etwa acht Kilometer von [[Sønderborg]], auf der Halbinsel [[Sundeved]] in [[Sønderjylland]]. In der [[Eisenzeit|römischen Eisenzeit]] diente es als [[Opfermoor]]. Zahlreiche Ausrüstungsgegenstände und Schiffe machen es zu einem der fundreichsten Opferplätze der Eisenzeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geologische Entwicklung ==&lt;br /&gt;
An der Stelle des heutigen Moores verlandete im 6. Jahrtausend v. Chr. ein See. In der Zeit um Christi Geburt bildete sich der See erneut. Bereits vor dieser Neubildung wurde in dem damaligen Moor [[Torf]] gestochen. Bis etwa 400 n.&amp;amp;nbsp;Chr. lagerte sich in dem Gewässer immer mehr [[Sedimente und Sedimentgesteine|Sediment]] an und der See verlandete erneut. Heute ist die Stelle mit Wiesen überwachsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Archäologische Funde ==&lt;br /&gt;
Erste archäologische Zufallsfunde wurden bereits seit dem 18. Jahrhundert beim Torfstechen gemacht, darauf folgten immer wieder unplanmäßige Not- und Rettungsgrabungen. 1859 führte der dänische Lehrer [[Helvig Conrad Engelhardt]] in mehreren Etappen umfassende [[Ausgrabung]]en und Dokumentationen durch. Diese Ausgrabungen brachten ein breites Spektrum an [[Archäologischer Fund|archäologischen Funden]] zu Tage, so wurden neben vier Schiffen zahlreiche [[Waffe]]n, persönliche Ausrüstung und Alltagsgegenstände gefunden, deren Hauptmasse Waffen ausmachen. 1863 wurden die Grabungen durch den [[Deutsch-Dänischer Krieg|Deutsch-Dänischen Krieg]] unterbrochen. Seit 1989 wird der Fundplatz erneut von Wissenschaftlern des [[Dänisches Nationalmuseum|Dänischen Nationalmuseums]] systematisch ergraben. Dabei wurden eine [[Archäologie|archäologische]] und eine [[Geologie|geologische]] Übersicht erstellt. Diese Grabungen förderten eine große Anzahl weiterer Waffen und [[Schmuck]]gegenstände zu Tage, beispielsweise Gürtelschnallen aus der späten Eisenzeit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einer Grabungskampagne im Sommer 2011 wurden Bestandteile eines weiteren Bootes entdeckt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Wurzeln des [[Sumpf-Schachtelhalm]]s können eine Bedrohung für nicht geborgene Artefakte darstellen.&amp;lt;ref&amp;gt;Rainer Schreg: [https://archaeologik.blogspot.com/2011/08/archaologen-gegen-schachtelhalme-ein.html &amp;#039;&amp;#039;Archäologen gegen Schachtelhalme – ein Wettlauf um das neu entdeckte Boot Nydam III&amp;#039;&amp;#039;] Archaeologik, 23. August 2011, abgerufen am 26. Juli 2021.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Forschungsergebnisse ===&lt;br /&gt;
Bei den geopferten Gegenständen handelt es sich überwiegend um [[Kriegsbeute]]stücke, die in der Zeit zwischen 240 und 450 n.&amp;amp;nbsp;Chr. in vier Phasen in dem See niedergelegt wurden. Alle Niederlegungsphasen stehen in einem engen Zusammenhang mit den Ereignissen, die zu den Opferungen in den benachbarten Opferplätzen wie dem [[Thorsberger Moor]], [[Illerup Ådal]] oder [[Moorfund von Vimose|Vimose]] geführt haben. Daraus lassen sich Rückschlüsse auf die turbulente Situation der damaligen Zeiträume ziehen. Teile der Opfergaben wurden vor dem Ablegen intentionell durch Zerbrechen, Verbiegen oder Verbrennen zerstört oder unbrauchbar gemacht. Geopfert wurden Waffen, Schilde, Zaumzeug, Kleidung, Holzgegenstände und Werkzeuge. Die besonderen Fundstücke dieses Fundplatzes sind die vier großen Wasserfahrzeuge, die im Moor nahezu vollständig [[Erhaltungsbedingungen für organisches Material|erhalten]] waren:&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- * Nydam A ein zerschlagenes Eichenholzschiff&lt;br /&gt;
* Nydam B ein großes Eichenholzschiff&lt;br /&gt;
* Nydam C ein Kiefernholzschiff&lt;br /&gt;
* Nydam D --&amp;gt;&lt;br /&gt;
Diese Schiffe spielten offenbar in den religiösen Vorstellungen eine große Rolle und stellen vermutlich ein Siegesopfer für die erfolgreiche Abwehr einer Invasion über See dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den Waffen handelte es sich überwiegend um [[Schwert]]er, [[Schild (Waffe)|Schilde]], [[Speer]]e und [[Lanze]]n, Beile, [[Bogen (Waffe)|Bögen]] und [[Pfeil (Geschoss)|Pfeile]]. Die Pfeilspitzen aus dem Nydam-Fund bestehen überwiegend aus Eisen, es gibt aber auch Exemplare aus Knochen und [[Geweih]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Großteil der Waffenfunde stammt aus dem oberen Teil der Seeablagerungen und den überlagernden Torfschichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Chronologie ===&lt;br /&gt;
Die Opferungen erfolgten nach neueren Untersuchungen in sechs bis acht Phasen. Die vier Hauptniederlegungsphasen lassen sich chronologisch wie folgt aufteilen:&lt;br /&gt;
* 1. Niederlegungsphase Nydam A etwa um 240 n. Chr. Waffen und persönliche Ausrüstung&lt;br /&gt;
* 2. Niederlegungsphase Nydam B etwa um 300 n. Chr. Waffen und persönliche Ausrüstung&lt;br /&gt;
* 3. Niederlegungsphase Nydam C etwa um 350 n. Chr. In diese Phase fällt die Deponierung des großen [[Nydam-Schiff]]es, dessen Eichenplanken [[Dendrochronologie|dendrochronologisch]] auf ein Fälldatum von 310 bis 320 n. Chr. datiert sind.&lt;br /&gt;
* 4. Niederlegungsphase Nydam D etwa um 400 n. Chr. Die letzte Phase besteht vermutlich aus mehreren Niederlegungen, was sich aber aufgrund der noch nicht abgeschlossenen Auswertung der Funde noch nicht genau sagen lässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte der Funde ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Nydammose.12.jpg|200px|mini|alt=|Eiserne Beile und Schildbuckel aus dem Moorfund von Nydam, Schloss Gottorf]]&lt;br /&gt;
Die archäologischen Funde aus dem Nydamer Moor wechselten durch die politischen Entwicklungen den Besitzer. Nach dem Deutsch-Dänischen Krieg 1864 ging die [[Schleswigsche Sammlung Nordischer Alterthümer|Flensburger Sammlung]] in preußischen Besitz über. 1877 wurde sie in das [[Museum vaterländischer Alterthümer]] nach [[Kiel]] überführt und dort ausgestellt. Infolge der Volksabstimmung zur Revision der deutsch-dänischen Grenze 1920 gehörte der Fundort zu Dänemark, die Exponate in Kiel blieben aber im Besitz des preußischen Staates. Dänemark forderte vergeblich die Herausgabe dieser Funde, auch nach 1945 änderte sich die Lage nicht mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dänische Teile der Funde werden im [[Dänisches Nationalmuseum|Dänischen Nationalmuseum]] in [[Kopenhagen]] gezeigt. Der zu Deutschland gehörende Teil wird neben den Funden aus dem Thorsberger Moor im Schloss Gottorf gezeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausstellung vor Ort ==&lt;br /&gt;
Der Fundplatz besteht heute nur noch aus einer landwirtschaftlich genutzten Wiese. Vom Parkplatz am &amp;#039;&amp;#039;Nydamvej&amp;#039;&amp;#039; in Øster Sottrup führt ein Fußweg zu dem unmittelbar an der Fundstelle gelegenen &amp;#039;&amp;#039;Nydamhus&amp;#039;&amp;#039;. Hier informiert eine kleine Ausstellung über das Moor, die Ausgrabungen und Funde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Herbert Jankuhn: &amp;#039;&amp;#039;Nydam und Thorsberg. Moorfunde der Eisenzeit.&amp;#039;&amp;#039; Wegweiser durch die Sammlung. Band 3. Schleswig-Holsteinisches Landesmuseum für Vor- und Frühgeschichte. Wachholtz, Neumünster 1983, ISBN 3-529-01603-9.&lt;br /&gt;
* Güde Bemmann, Jan Bemmann (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Der Opferplatz von Nydam – die Funde aus den älteren Grabungen Nydam-I und Nydam-II.&amp;#039;&amp;#039; Wachholtz, Neumünster 1998, ISBN 3-529-01827-9.&lt;br /&gt;
* Michael Gebühr, Claus von Carnap-Bornheim: &amp;#039;&amp;#039;Nydam und Thorsberg. Opferplätze der Eisenzeit; Begleitheft zur Ausstellung.&amp;#039;&amp;#039; Archäologisches Landesmuseum, Verein zur Förderung des Archäologischen Landesmuseums e. V., Schloss Gottorf, Schleswig 2000, {{DNB|962151653}}.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons|Nydam Mose}}&lt;br /&gt;
* [https://nydam.nu/nydamselskabet/nydam-mose/ Nydam mose] Nydamselskabet (dänisch)&lt;br /&gt;
* [https://www.flickr.com/photos/14716771@N05/sets/72157614513982966/ Flickr Set – Nydam Mose]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|article=/|NS=54.952778|EW=9.723056|type=landmark|region=DK-83}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Dänemark]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Moor in Dänemark]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Germanisches Heiligtum]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Sønderborg Kommune)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz (Eisenzeit)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nordseegermanen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Opfermoor]]&lt;/div&gt;</summary>
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