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	<title>Nutzwert - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T10:38:40Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Nutzwert&amp;diff=267595&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Wowo2008: +Ergänzt +Quellen +Kat.</title>
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		<updated>2023-11-20T10:30:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;+Ergänzt +Quellen +Kat.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Nutzwert&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist in der [[Wirtschaft]] der tatsächliche oder potentielle subjektive [[Nutzen (Wirtschaft)|Nutzen]], den der [[Kaufvertrag|Käufer]] oder [[Investor]] beim Erwerb von [[Gut (Wirtschaftswissenschaft)|Gütern]] oder [[Dienstleistung]]en im Hinblick auf seine gesetzten [[Ziel]]e erlangt. In der [[Nutzwertanalyse]] gibt er den [[Zielerreichungsgrad]] an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Der [[Kaufentscheidung]] geht die Auswahl zwischen mindestens zwei Alternativen voraus.&amp;lt;ref&amp;gt;kaufen oder nicht kaufen oder Ware &amp;lt;math&amp;gt;A&amp;lt;/math&amp;gt; oder Ware &amp;lt;math&amp;gt;B&amp;lt;/math&amp;gt; kaufen.&amp;lt;/ref&amp;gt; Entscheidet sich der Käufer/Investor für eine dieser Alternativen, so liefert diese einen Beitrag zur ökonomischen oder auch individual-psychologisch besseren Zielerfüllung, was als Nutzwert bezeichnet wird.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=aMnJBgAAQBAJ&amp;amp;pg=PA297&amp;amp;dq=Nutzwert+begriff&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwiD9KbWr_jaAhVFiqQKHbc2Ai8Q6AEIWDAJ#v=onepage&amp;amp;q=Nutzwert%20begriff&amp;amp;f=false Ludwig G. Poth, &amp;#039;&amp;#039;Gabler Marketing Begriffe von A – Z&amp;#039;&amp;#039;, 1999, S. 296]&amp;lt;/ref&amp;gt; Nutzwert oder Nützlichkeit ist „die Summe der objektiven Eigenschaften eines Gegenstandes, die ihn befähigen, irgendein objektiv bestehendes menschliches [[Bedürfnis]] zu befriedigen“.&amp;lt;ref&amp;gt;Deutsche Verlags-Anstalt, &amp;#039;&amp;#039;Osteuropa Wirtschaft&amp;#039;&amp;#039;, Bände 13–15, 1968, S. 283&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Nutzwert stellt manchmal die realisierte Eignung zur [[Bedürfnisbefriedigung]] dar.&amp;lt;ref&amp;gt;Günter Petermann, &amp;#039;&amp;#039;Marktstellung und Marktverhalten des Verbrauchers&amp;#039;&amp;#039;, 1963, S. 16&amp;lt;/ref&amp;gt; Es ist allerdings nicht möglich, den Nutzwert eines Gutes mit einem einheitlichen Maßstab zu messen; es bestehen auch keine eindeutigen Beziehungen zwischen diesem Nutzwert und dem ohne große Schwierigkeiten zu ermittelnden [[Tauschwert]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=l9LPBgAAQBAJ&amp;amp;pg=PA5&amp;amp;dq=Nutzwert+volkswirtschaft&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjU-rfjy_jaAhVFDuwKHWpvDCUQ6AEIJzAA#v=onepage&amp;amp;q=Nutzwert%20volkswirtschaft&amp;amp;f=false Jürgen Christmann, &amp;#039;&amp;#039;Die Preisbildung in der Volkswirtschaft&amp;#039;&amp;#039;, 1993, S. 5]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am eindeutigen Maßstab fehlt es bereits deshalb, weil jedes [[Wirtschaftssubjekt]] individuelle Ziele verfolgt und deshalb den Nutzwert desselben [[Produkt (Wirtschaft)|Produkts]] oder derselben [[Dienstleistung]] unterschiedlich einstuft (für den Fleischfresser stiftet ein Steak einen höheren Nutzwert als für den Vegetarier). Die Kaufentscheidung bei [[Privatperson]]en erfolgt im Rahmen [[Persönliches Ziel|persönlicher Ziele]], bei [[Unternehmen]] im Rahmen von [[Unternehmensziel]]en, bei [[Staat]]en in Form von [[Staatsziel]]en. Wenn erworbene Güter nicht den Zielen entsprechen, haben sie keinen Nutzwert, sie sind nutzlos. Umgekehrt erhöht sich der Nutzwert, je mehr diese Güter zur Zielerfüllung beitragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Volkswirtschaftslehre ==&lt;br /&gt;
Im [[Wertparadoxon]] schilderte [[John Law]] als erster im Jahre 1705, dass der Nutzwert des Wassers wesentlich höher liege als sein Tauschwert, wogegen die weniger nützlichen Diamanten einen deutlich höheren Tauschwert aufwiesen.&amp;lt;ref&amp;gt;John Law, &amp;#039;&amp;#039;Money and Trade Considered&amp;#039;&amp;#039;, 1705, S. 4&amp;lt;/ref&amp;gt; Während für den Käufer eines [[Konsumgut]]es dessen Nutzwert relevant ist, bemisst ein [[Spekulation (Wirtschaft)|Spekulant]] den Wert danach, wie dieses in Zukunft von anderen Nachfragern beurteilt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Carsten Müller, &amp;#039;&amp;#039;Nachhaltige Ökonomie&amp;#039;&amp;#039;, 2015, o. S.&amp;lt;/ref&amp;gt; Langfristig kann der [[Marktpreis]] eines Gutes nicht über seinem Nutzwert liegen, weil die Nachfrager es dann nicht mehr kaufen wollen.&amp;lt;ref&amp;gt;Jürgen Christmann, &amp;#039;&amp;#039;Die Preisbildung in der Volkswirtschaft&amp;#039;&amp;#039;, 1993, S. 6&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Karl Marx]] kritisierte 1867 in seinem Hauptwerk [[Das Kapital. Band I]] dieses Wertparadoxon, denn die „Dinge, deren Gebrauch notwendig und deren Menge unbegrenzt ist, [müssten] umsonst zu haben sein, und diejenigen, deren Nutzwert null und deren Seltenheit außerordentlich ist, unendlich hoch im Preise stehen müssten“.&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Marx, &amp;#039;&amp;#039;Das Kapital&amp;#039;&amp;#039;, Band I, 1867, S. 39&amp;lt;/ref&amp;gt; Marx’ Ausspruch, mit dem Nutzwert der Ware befasse sich als Sonderfach die [[Warenkunde]], wurde fehlerhaft auch dahingehend interpretiert, dass der Nutzwert überhaupt keine volkswirtschaftliche Kategorie sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Georg Simmel]] hat als erster 1907 darauf aufmerksam gemacht, dass das „Geld an sich“ ein Nichts ist, sondern dass die Menschen und das menschliche Verhalten gemeint sind, wenn von Geld und Geldgebrauch die Rede ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Georg Simmel, &amp;#039;&amp;#039;Die Philosophie des Geldes&amp;#039;&amp;#039;, 1907, S. 29&amp;lt;/ref&amp;gt; Einen Nutzwert erlange Geld erst dadurch, als Tauschobjekt beim Güterkauf zu dienen. Auch für [[John Maynard Keynes]] besaß „Geld an sich“ keinen Nutzwert, denn es habe keinen Sachgütercharakter.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Privatpersonen ==&lt;br /&gt;
Der Nutzwert beim [[Verbraucher]] ist der in Geld bewertete Nutzen, den der [[Kunde]] den [[Funktion (Objekt)|Funktionen]], der [[Qualität]] ([[Produktqualität]], [[Dienstleistungsqualität]]) und den [[Eigenschaft]]en eines Produktes oder einer Dienstleistung beimisst. Er ergibt sich aus dem [[Gebrauchswert|Gebrauchs-]] und [[Consumer Benefit|Geltungsnutzen]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=stI8y0AZcvkC&amp;amp;pg=PA7&amp;amp;dq=Nutzwert+begriff&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwi4i6_NtPjaAhUC_KQKHc4JBRo4ChDoAQhDMAU#v=onepage&amp;amp;q=Nutzwert%20begriff&amp;amp;f=false Albert Bronner, &amp;#039;&amp;#039;Angebots- und Projektkalkulation&amp;#039;&amp;#039;, 2008, S. 7]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Kaufentscheidung zu Gunsten eines Kaufobjekts wird getroffen, wenn der subjektive Nutzwert des Produkts höher ist als der Marktpreis, wobei der Nutzwertüberschuss höher sein muss als bei einer anderen Geldverwendung.&amp;lt;ref&amp;gt;Albert Bronner, &amp;#039;&amp;#039;Angebots- und Projektkalkulation&amp;#039;&amp;#039;, 2008, S. 7&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nutzwertargumentation ist im [[Verkaufsgespräch]] eine der sachlichsten Argumentationsmöglichkeiten. Sie lässt jegliche persönlichen [[Präferenz (Wirtschaftswissenschaften)|Präferenzen]] scheinbar außen vor, wobei sicher zu beachten ist, dass die [[selektive Wahrnehmung]] eines Kunden für bestimmte Nutzwerte an sich bereits eine der wichtigsten Erkenntnisse der [[Verkaufspsychologie]] darstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Unternehmen ==&lt;br /&gt;
Nutzwert ist der zahlenmäßige Ausdruck für den subjektiven [[Wert (Wirtschaft)|Wert]] einer [[Investition]] hinsichtlich des Erreichens vorgegebener Ziele.&amp;lt;ref&amp;gt;Burkhard Huch/Wolfgang Behme/Thomas Ohlendorf, &amp;#039;&amp;#039;Rechnungswesen-orientiertes Controlling&amp;#039;&amp;#039;, 1997, S. 147&amp;lt;/ref&amp;gt; Einen Nutzwert gibt es hier beim Erwerb [[materielles Gut|materieller]] und auch [[Immaterielles Gut|immaterieller Güter]] ([[Patent]]e, [[Lizenz]]en, [[Gewerbliches Schutzrecht|gewerbliche Schutzrechte]]). Typisches Beispiel ist die Entscheidung über eine Investition, die im Rahmen der Unternehmensziele ([[Investitionsplanung]]) durchgeführt wird. Bevor diese Entscheidung getroffen wird, soll eine [[Nutzwertanalyse]] das Ausmaß der Eignung jeder Investitionsalternative untersuchen. Eine Investition ist absolut vorteilhaft, wenn ihr Nutzwert größer ist als ein vorgegebener Grenzwert. Relativ vorteilhaft ist ein Investitionsobjekt, wenn sein Nutzwert größer ist als der eines jeden anderen zur Auswahl stehenden Objektes.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=hcalBQAAQBAJ&amp;amp;pg=PA196&amp;amp;dq=nutzwert+Investition&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjZtcC-wfjaAhUCC-wKHearC-IQ6AEIMjAC#v=onepage&amp;amp;q=nutzwert%20Investition&amp;amp;f=false Uwe Götze, &amp;#039;&amp;#039;Investitionsrechnung&amp;#039;&amp;#039;, 2014, S. 196]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nutzwerttheorien ==&lt;br /&gt;
Nutzwerttheorien sind subjektive Werttheorien, die den Wert als den subjektiven Nutzen eines Gegenstands für eine bestimmte Person definieren.&amp;lt;ref&amp;gt;Verlag Dr. Th. Gabler, &amp;#039;&amp;#039;Gabler Wirtschafts Lexikon&amp;#039;&amp;#039;, Band 4, 1984, Sp. 504&amp;lt;/ref&amp;gt; Ausgangspunkt dieses subjektiven Erklärungsansatzes ist die „Nützlichkeit“ eines Gutes bei [[Jules Dupuit]]. Er ging davon aus, dass die Nützlichkeit eines Gutes durch das Maximum des Opfers gemessen wird, das ein Wirtschaftssubjekt zur Erlangung dieses Gutes aufzubringen bereit ist. Die [[Grenznutzentheorie]] ist eine reine Nutzwerttheorie, indem sie erklärt, dass [[Kosten]] dem entgangenen Nutzen entsprächen. Um einen Nutzen zu erhalten, muss man auf einen anderen Nutzen verzichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nutzwertanalyse ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Nutzwertanalyse}}&lt;br /&gt;
Der Nutzwert gibt in der Nutzwertanalyse an, inwieweit jede einzelne Handlungsalternative einer zu treffenden [[Entscheidung]] ein zu beachtendes [[Ziel]] ([[Unternehmensziel]], [[persönliches Ziel]], [[Staatsziel]]) erfüllt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Lexikon_Produktionstechnik_Verfahrenstec/8LLPBgAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Nutzwert+lexikon&amp;amp;pg=PA697&amp;amp;printsec=frontcover Walter Eversheim, &amp;#039;&amp;#039;Nutzwertanalyse&amp;#039;&amp;#039;, in: Heinz M. Hiersig (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Lexikon Produktionstechnik Verfahrenstechnik&amp;#039;&amp;#039;, 1995, S. 697]&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei mehreren Zielen innerhalb einer [[Hierarchie|Zielhierarchie]] wird jedes Ziel einer [[Gewichtung]] unterzogen, für jedes Ziel werden die gewichteten Erfüllungswerte addiert, deren Summe ist der Nutzwert einer Alternative.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Gabler_Lexikon_Controlling_und_Kostenrec/yLWfBgAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Nutzwert+lexikon&amp;amp;pg=PA468&amp;amp;printsec=frontcover Konrad Liessmann (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Gabler Lexikon Controlling und Kostenrechnung&amp;#039;&amp;#039;, 1997, S. 468]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Nutzwerte bringen die Alternativen in eine [[Rangfolge]], die bei der Entscheidung herangezogen werden kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abgrenzung ==&lt;br /&gt;
Die Begriffe Nutzwert und [[Kundennutzen]] sind nicht identisch. Letzterer ist ein [[Marketing]]begriff, der den Kundennutzen aus der Sicht der Unternehmen untersucht, ohne dass sie die Ziele der Kunden kennen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4171162-2}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Entscheidungstheorie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kommunikationspolitik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Management]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Produktpolitik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Volkswirtschaftslehre]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wowo2008</name></author>
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