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	<title>Nusplingen - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-26T06:13:22Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;H0m3r: /* Literatur */ erg</title>
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		<updated>2025-01-17T08:17:47Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; erg&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis|Für den Ortsteil der Gemeinde Stetten am kalten Markt siehe [[Nusplingen (Stetten am kalten Markt)]]}}&lt;br /&gt;
{{Infobox Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
|Wappen            = Wappen Nusplingen.svg&lt;br /&gt;
|Breitengrad       = 48/07/58/N&lt;br /&gt;
|Längengrad        = 08/53/24/E&lt;br /&gt;
|Lageplan          = Nusplingen in BL.svg&lt;br /&gt;
|Bundesland        = Baden-Württemberg&lt;br /&gt;
|Regierungsbezirk  = Tübingen&lt;br /&gt;
|Landkreis         = Zollernalbkreis&lt;br /&gt;
|Höhe              = 723&lt;br /&gt;
|PLZ               = 72362&lt;br /&gt;
|Vorwahl           = 07429&lt;br /&gt;
|Gemeindeschlüssel = 08417045&lt;br /&gt;
|LOCODE            = DE PJQ&lt;br /&gt;
|Straße            = Marktplatz 8&lt;br /&gt;
|Website           = [http://www.nusplingen-online.de/ www.nusplingen-online.de]&lt;br /&gt;
|Bürgermeister     = Jörg Alisch&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Nusplingen 2013-08-20.JPG|mini|300px|Nusplingen (Ansicht von Südwesten)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Nusplingen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (lokal: &amp;#039;&amp;#039;Nischplenga&amp;#039;&amp;#039;/&amp;#039;&amp;#039;Nuschplenga&amp;#039;&amp;#039;) ist eine Gemeinde im [[Zollernalbkreis]] in [[Baden-Württemberg]] ([[Deutschland]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
=== Lage ===&lt;br /&gt;
Nusplingen liegt auf dem [[Großer Heuberg|Heuberg]], dem südwestlichen Teil der [[Schwäbische Alb|Schwäbischen Alb]], im Tal der [[Obere Bära|Oberen Bära]]. Die Gemarkung ist Bestandteil des [[Naturpark Obere Donau|Naturparks Obere Donau]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gemeindegliederung ===&lt;br /&gt;
Zur Gemeinde Nusplingen gehören das Dorf Nusplingen, die Weiler Dietstaig, Harthöfe und Heidenstadt und die Häuser Heckental und Steighaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gemeindegebiet liegen die [[Wüstung]]en Beuren, Dellerhofen, Dietstaig und Pettenweiler. Beuren lag bei Heckental und wurde 1581 bereits als Flurname erstmals erwähnt. Dellerhofen lag bei Heidenstadt und wurde 1461 als Flurname genannt. Dietstaig war eine mittelalterliche Siedlung, die bereits vor 1390 abgegangen ist. An ihrer Stelle wurde 1826 der heutige Weiler Dietstaig gegründet. Pettenweiler wurde 735 als „Pettinwilare“ erstmals erwähnt und war im 14. Jahrhundert ein Hof des [[Kloster St. Gallen|Klosters St. Gallen]] und ebenfalls im 14. Jahrhundert [[Hohenberg (schwäbisches Adelsgeschlecht)|hohenbergisches]] Lehen.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band VII: Regierungsbezirk Tübingen.&amp;#039;&amp;#039; Kohlhammer, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-004807-4, S. 235–236.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geologie ===&lt;br /&gt;
==== Nusplinger Plattenkalk ====&lt;br /&gt;
[[Datei:Cycnorhamphus suevicus.jpg|mini|links|&amp;#039;&amp;#039;Cycnorhamphus suevicus&amp;#039;&amp;#039;, ein aus dem Nusplinger Plattenkalk [[Erstbeschreibung|erstbeschriebener]] [[Flugsaurier]]]]&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Nusplinger Plattenkalk}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Oberjura|späten Jurazeit]], vor ca. 165 bis 145 Millionen Jahren, erstreckte sich im heutigen Süddeutschland ein ausgedehntes tropisches [[Epikontinentalmeer|Flachmeer]]. Am Grund dieses Flachmeeres bildeten sich, unter anderem wegen der Ferne zu größeren Festländern, [[Calciumcarbonat|karbonatische]] („kalkige“) [[Sedimente und Sedimentgesteine|Sedimente]], aus denen die heute als [[Weißer Jura]] bezeichneten [[Kalkstein]]e und [[Dolomit (Gestein)|Dolomite]] hervorgingen, aus denen die Schwäbische und Fränkische Alb überwiegend aufgebaut sind. Vor ca. 150 Millionen Jahren existierte in der Region von Nusplingen eine tiefe, sauerstoffarme Lagune, in der sich Schicht für Schicht Kalk[[schlamm]] ablagerte. In diesen Kalkschlamm wurden zahlreiche der damals lebenden Tiere ([[Ammoniten]], [[Meereskrokodil]]e und Fische, aber auch [[Flugsaurier]], falls sie über der Lagune abstürzten) nach ihrem Tod eingebettet. Aufgrund der Sauerstoffarmut wurden sie nur unvollständig zersetzt, und die Feinkörnigkeit des Sediments, der [[Matrix (Geologie)|Matrix]], ermöglichte die Erhaltung filigraner anatomischer Strukturen. Mit der Verfestigung des Kalkschlamms zu einem dichten Kalkstein, dem heutigen Nusplinger Plattenkalk in der Nusplingen-Formation des [[Oberjura]], wurden diese Tiere schließlich als außergewöhnlich detailreiche [[Fossil]]ien konserviert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Plattenkalk-Steinbruch, Naturschutzgebiet Westerberg bei Nusplingen.jpg|mini|Der Geologische Steinbruch im Grabungsschutzgebiet Nusplinger Plattenkalk]]&lt;br /&gt;
Seit 1993 gräbt das [[Staatliches Museum für Naturkunde Stuttgart|Stuttgarter Naturkundemuseum]] im Nusplinger Plattenkalk. Herausragende Funde dieser Grabungen sind zahlreiche Exemplare von rochenartigen Haifischen, den sogenannten [[Pseudorhina|Meerengeln]]. Zu den häufigeren Fossilien im Nusplinger Plattenkalk gehören bis zu 25&amp;amp;nbsp;cm lange [[Garnelen]]. Besonders zahlreich sind Funde von [[Ammoniten]], die teilweise bestens erhalten sind, bei manchen Exemplaren ist sogar noch der Mageninhalt zu erkennen. Unter den Landtieren sind Funde von [[Insekten]] besonders bemerkenswert, darunter eine in organischer Substanz erhaltene [[Riesenlibelle]] mit einer Flügelspannweite von über 15&amp;amp;nbsp;cm. Unter den zahlreichen Fischfunden sind neben den Meerengeln besonders die Funde von [[Quastenflosser]]n auffällig. Bis jetzt wurden mehr als 7000 Einzelfunde geborgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Grabungen des Stuttgarter Naturkundemuseums werden auch noch in den kommenden Jahren fortgeführt. Besichtigungen im [[Grabungsschutzgebiet]] Nusplinger Plattenkalk auf dem Westerberg sind jederzeit möglich. Es ist allerdings verboten, selbst nach Fossilien zu graben. Für Kinder wurde ein kleiner Klopfplatz an der alten Steige eingerichtet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.gemeinde-nusplingen.de/index.php?id=55 Klopfplatz]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über die Besonderheit und Geschichte des Nusplinger Plattenkalks und der [[Kuppenalb]] insgesamt informiert ein 2005 eingerichteter geologischer [[Lehrpfad]]. Er umfasst 12 Stationen, die mit Tafeln versehen sind, auf denen wesentliche Elemente der Geologie, Paläontologie und Paläogeographie, aber auch der Botanik von Wald und Feld des Heubergs kenntnisreich und verständlich erklärt sind&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://lgrbwissen.lgrb-bw.de/geotourismus/lehrpfade/geologische-lehrpfade-im-eigentlichen-sinne/schwaebische-alb/lehrpfad-ins-reich-meerengel-nusplingen|titel=Lehrpfad „Ins Reich der Meerengel“ Nusplingen |abruf=2023-08-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Nusplinger Plattenkalk ist seit 2016 als bedeutendes Geotop und Geopoint des [[Geopark Schwäbische Alb|UNESCO Geopark Schwäbische Alb]] ausgezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schutzgebiete ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Bära Valley - panoramio.jpg|mini|Naturschutzgebiet Galgenwiesen]]&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Liste der Naturdenkmale in Nusplingen}}&lt;br /&gt;
Im Süden der Nusplinger Gemarkung liegt das Naturschutzgebiet [[Galgenwiesen]], im Westen das Naturschutzgebiet [[Westerberg (Naturschutzgebiet)|Westerberg]]. Die übrige Gemarkung gehört, abgesehen von den besiedelten Bereichen, zum Landschaftsschutzgebiet [[Großer Heuberg (Landschaftsschutzgebiet)|Großer Heuberg]].&lt;br /&gt;
Die Gemeinde hat zudem Anteile an den FFH-Gebieten [[Östlicher Großer Heuberg]] und [[Großer Heuberg und Donautal]] sowie am Vogelschutzgebiet [[Südwestalb und Oberes Donautal]] und liegt im [[Naturpark Obere Donau]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Demographie ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Einwohnerentwicklung:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://citypopulation.de/de/germany/badenwurttemberg/zollernalbkreis/08417045__nusplingen/ |titel=Nusplingen (Zollernalbkreis, Baden-Württemberg, Deutschland) - Einwohnerzahlen, Grafiken, Karte, Lage, Wetter und Web-Informationen |abruf=2023-11-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| cellspacing=&amp;quot;0&amp;quot; cellpadding=&amp;quot;0&amp;quot;&lt;br /&gt;
| valign=&amp;quot;top&amp;quot; |&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable sortable zebra hintergrundfarbe5&amp;quot;&lt;br /&gt;
!Jahr&lt;br /&gt;
!Einwohner&lt;br /&gt;
|- align=&amp;quot;right&amp;quot;&lt;br /&gt;
|1990&lt;br /&gt;
|1.922&lt;br /&gt;
|- align=&amp;quot;right&amp;quot;&lt;br /&gt;
|2001&lt;br /&gt;
|1.878&lt;br /&gt;
|- align=&amp;quot;right&amp;quot;&lt;br /&gt;
|2011&lt;br /&gt;
|1.829&lt;br /&gt;
|- align=&amp;quot;right&amp;quot;&lt;br /&gt;
|2021&lt;br /&gt;
|1.865&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Vorgeschichte ===&lt;br /&gt;
Im Nordostteil von Nusplingen lassen archäologische Zeugnisse aus der Bronze-, Hallstatt- und Latènezeit den Schluss zu, dass der Ort auf eine lange Besiedlungsgeschichte zurückblicken kann. Auf das 7. Jahrhundert nach Christus geht die Anlage eines großen alemannischen Reihengräberfeldes aus der Merowingerzeit zurück.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kröner 580&amp;quot;&amp;gt;[[Max Miller (Historiker)|Max Miller]], [[Gerhard Taddey]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Handbuch der historischen Stätten]] Deutschlands Bd. 6, Baden-Württemberg&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Kröners Taschenausgabe.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 276). 2. verbesserte und erweiterte Auflage, [[Alfred Kröner Verlag]], Stuttgart 1980, ISBN 3-520-27602-X, S. 580 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geschichte vom Mittelalter bis zum Ende des Heiligen Römischen Reichs ===&lt;br /&gt;
Als Dorf links der Bära um die alte Peterskirche wurde „Nuspilingum“ bereits im Jahre 842 erwähnt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kröner 580&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Ortsadel ist in Nusplingen in zahlreichen Urkunden bezeugt.&lt;br /&gt;
1493 konnte [[Andreas von Sonnenberg]] seinen Besitz erheblich vermehren, so erbte er 1483 nach dem Tod seines Bruders Eberhard II. die [[Herrschaft Bussen]] samt [[Munderkingen]], Nusplingen und [[Burgruine Kallenberg|Kallenberg]]. Graf Andreas nahm seinen Sitz in Scheer. Von 1486 bis 1509 baute er dort das [[Schloss Scheer]] und die [[Nikolauskirche (Scheer)|Pfarrkirche St. Nikolaus]] um.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gedenken&amp;quot;&amp;gt;Michael Jäger/mj: &amp;#039;&amp;#039;Scheer will seines Grafen gedenken&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Schwäbische Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039; vom 29. Dezember 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Ritter Heinrich von [[Herren von Tierberg|Tierberg]] mit dem Beinamen Haiterbach&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=4-8519 Bestand Julius Kindler von Knobloch] auf Landesarchiv-BW.de&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglitData/image/kindlervonknobloch1898bd1/1/222.jpg Oberbadisches Geschlechterbuch], S. 222. Digitalisat, UB Uni Heidelberg&amp;lt;/ref&amp;gt; hatte sehr wahrscheinlich seinen Besitz in [[Haiterbach]] verkauft und dafür 1347 seine neue [[Burg Meßstetten|Herrschaft Meßstetten]] erworben. Neben [[Tieringen]], [[Meßstetten]], [[Hossingen]] und dem Vogtrecht von Nusplingen gehörte auch die [[Ruine Wenzelstein (Winzeln)|Burg Wenzelstein]] dazu.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Hermann Krauß |Hrsg=Orgelfonds-Pfarrer Peter Gall |Titel=Orts und Kirchengeschichte von Meßstetten |TitelErg=75 jähriges Bestehen der Kirche |Ort=Meßstetten |Datum= |Seiten=17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglitData/image/kindlervonknobloch1898bd1/1/222.jpg Oberbadisches Geschlechterbuch], S. 223. Digitalisat, UB Uni Heidelberg&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=1-32240 Bestand A 602 Nr 6595 = WR 6595: Württembergische Regesten, Weltl. und geistliche Ämter], Balingen G. V. (Stand 2012)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nusplingen war bis ins 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert als Teil der [[Grafschaft Hohenberg]] unter der nominellen Herrschaft [[Vorderösterreich]]s, war aber meist verpfändet, und wechselte mit der [[Burgruine Kallenberg|Herrschaft Kallenberg]] häufig den Besitz. Nusplingen war der Sitz der Herrschaft Kallenberg. Von 1401 bis 1695 war die Herrschaft im Pfandbesitz des [[Haus Waldburg|Hauses Waldburg]] aus der Linie [[Waldburg-Trauchburg|Trauchburg]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kröner 580&amp;quot; /&amp;gt; Die Vogtei befand sich unter ihrer Herrschaft bisweilen in den Händen der [[Schloss Werenwag#Wappen|Herren von Werenwag]], die seit 1410 in Nusplingen saßen. Vom 14. bis zum 18. Jahrhundert hatte Nusplingen zudem den Status einer Stadt. Die Stadtgräben waren zu jener Zeit mit Wasser gefüllt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1462 ereignete sich in Nusplingen ein Brand.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kröner 580&amp;quot; /&amp;gt; Nach Ablauf einer Dekade wurde Nusplingen im Jahre 1475 von den [[Rottweil]]ern abgebrannt. Am 16. September 1503 sammelte Johann Wernher von Zimmern vor Ort fast 700 kriegsbereite Männer, mit denen er am folgenden Tag [[Meßkirch]] einnahm.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Zimmerische Chronik]] 2, 104&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.bauernkrieg-in-nusplingen-tote-und-verletzte-unter-dem-lochen.e6d3893e-c3f3-4ba5-afc7-e74177abd270.html Bauernkrieg]&amp;lt;/ref&amp;gt;  Während des [[Schmalkaldischer Krieg|Schmalkaldischen Kriegs]] fielen die Rottweiler (aus unbekanntem Grund) in Nusplingen ein und brannten ein Haus nieder.&amp;lt;ref&amp;gt;Ruckgaber 2b, 209&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Eduard Paulus u.&amp;amp;nbsp;a. |Hrsg=[[Statistisch Topografisches Bureau des Königreichs Württemberg]] |Titel=Beschreibung des Oberamts Spaichingen |Datum= |Seiten=349}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 16. Oktober 1633 ereilte das Landstädtchen im Dreißigjährigen Krieg das Schicksal, von den Schweden niedergebrannt zu werden. Außerdem verzeichnet die Chronik für 1659 eine Brandstiftung durch eine Frau, 1692 eine vergleichbare Tat, die ein Knabe begangen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1702 erhielten die [[Ulm (Adelsgeschlecht)|Freiherren von Ulm]] die Herrschaft Kallenberg als Pfand und waren seit 1722 mit der Herrschaft und somit auch mit Nusplingen belehnt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kröner 580&amp;quot; /&amp;gt; Das Stadtrecht ging Nusplingen mit dem Ende des Heiligen Römischen Reichs verloren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bevölkerung lebte hauptsächlich von der Landwirtschaft und seit dem 18. Jahrhundert zunehmend von der Textilproduktion in Heimarbeit, die an heimischen Webstühlen ausgeführt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.gemeinde-nusplingen.de/index.php?id=121 Abriss der Ortsgeschichte auf der Internetseite der Gemeinde Nusplingen]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geschichte im 19. und 20. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Im Zuge der [[Mediatisierung]] gelangte Nusplingen 1805 an [[Württemberg]]. Bei der Umsetzung der neuen [[Verwaltungsgliederung Württembergs|Verwaltungsgliederung]] im 1806 gegründeten [[Königreich Württemberg]] wurde Nusplingen 1810 schließlich dem [[Oberamt Spaichingen]] zugeordnet. 1938 kam der Ort durch die Gebietsreform während der [[Württemberg zur Zeit des Nationalsozialismus|NS-Zeit in Württemberg]] an den [[Landkreis Balingen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einem Bombenangriff auf Nusplingen am 15. Januar 1945 gab es Tote und Verletzte, die Wasserversorgung auf dem Heuberg wurde zerstört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1945 wurde der Ort Teil der [[Französische Besatzungszone|Französischen Besatzungszone]] und kam somit zum Nachkriegsland [[Württemberg-Hohenzollern]], welches 1952 im Bundesland Baden-Württemberg aufging.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit der [[Kreisreform Baden-Württemberg 1973|Kreisreform von 1973]] ist Nusplingen Teil des [[Zollernalbkreis]]es.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Religion ===&lt;br /&gt;
Nusplingen ist traditionell katholisch geprägt. Am Friedhof befindet sich die alte Pfarrkirche [[St. Peter und Paul (Nusplingen)|St. Peter und Paul]].  Die spätere Pfarrkirche St. Katharina wurde 1970 abgebrochen, nachdem schon 1958 die neue Pfarrkirche Maria Königin errichtet worden war. Die katholische Kirchengemeinde Maria Königin ist Teil der Seelsorgeeinheit Heuberg im [[Dekanat Balingen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Politik ==&lt;br /&gt;
=== Gemeinderat ===&lt;br /&gt;
Der Gemeinderat in Nusplingen besteht aus 10 Personen. Die [[Kommunalwahlen in Baden-Württemberg 2024|Kommunalwahl am 9. Juni 2024]] führte zu folgender Sitzverteilung:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://wahlergebnisse.komm.one/lb/produktion/wahltermin-20240609/08417045/praesentation/ergebnis.html?wahl_id=5182&amp;amp;stimmentyp=0&amp;amp;id=ebene_-16028_id_25193 Wahlinformationen des Kommunalen Rechenzentrums Stuttgart]&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Wahlbeteiligung lag bei 69,47 % (2019: 68,6 %).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* „Für Nusplingen“ – 47,08 %, 5 Sitze  (+ 2)&lt;br /&gt;
* Junge Liste – 33,65 %, 3 Sitze (± 0)&lt;br /&gt;
* Freie Bürger – 19,27 %, 2 Sitze (± 0)&lt;br /&gt;
* Freie Wähler – nicht mehr angetreten (- 2)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bürgermeister ===&lt;br /&gt;
Der [[Bürgermeister]] wird für eine Amtszeit von acht Jahren gewählt. Derzeitiger Amtsinhaber ist Jörg Alisch, der 2016 die Nachfolge von Alfons Kühlwein angetreten hat. Kühlwein war von 1992 bis 2016 Bürgermeister.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verwaltungsgemeinschaft ===&lt;br /&gt;
Nusplingen gehört der Vereinbarten Verwaltungsgemeinschaft Meßstetten an, zu der auch die Stadt [[Meßstetten]] und die Gemeinde [[Obernheim]] gehören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gemeindepartnerschaft ===&lt;br /&gt;
Nusplingen ist seit 2001 partnerschaftlich mit der [[Oberschlesien|oberschlesischen]] Gemeinde [[Ujest|Ujazd]] in Polen verbunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur und Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Landappbw 856603 1820 Alte Friedhofskirche St. Peter und Paul Nusplingen.jpg|mini|St. Peter und Paul]]&lt;br /&gt;
=== Bauwerke ===&lt;br /&gt;
* Die [[St. Peter und Paul (Nusplingen)|Alte Friedhofskirche Sankt Peter und Paul]] geht auf ein erstes Gotteshaus an dieser Stelle zurück, das etwa im Jahr 650 errichtet wurde. Das heutige Aussehen der Kirche erhielt sie um das Jahr 1300, lediglich der Fachwerkaufsatz des Turms stammt von 1500. Im Mittelalter und bis Mitte des 18. Jahrhunderts war die Kirche Pfarrkirche. Dann wurde sie „Gottesacker-Kirche“, Friedhofskirche. 1829 wurde sie an die weltliche Gemeinde verkauft. 1950 verlor sie ihre Funktion als Sakralraum und drohte zu verfallen. Ein Förderverein sorgte ab 1996 für eine umfassende Renovierung, die 2003 abgeschlossen wurde. Seither wird die Kirche wieder sakral und kulturell genutzt. Sie war im März 2019 [[Denkmal des Monats (Baden-Württemberg)|Denkmal des Monats]] der [[Denkmalstiftung Baden-Württemberg]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sport ===&lt;br /&gt;
Nusplingen verfügt für [[Wintersport]]ler über präparierte Loipen sowie einen 250 Meter langen Skilift auf dem Hart. Der Höhenunterschied beträgt 50 Meter.&amp;lt;ref&amp;gt;Karl-Heinz Fahlbusch: &amp;#039;&amp;#039;Winterspaß im Landkreis. Loipen sind gespurt.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Südkurier.&amp;#039;&amp;#039; vom 9. Januar 2009.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Gemeinden [[Bärenthal]], [[Irndorf]], Nusplingen und [[Schwenningen (Heuberg)|Schwenningen]] schufen im Jahr 2011 ein gemeinsames Loipennetz für den [[Skilanglauf]]. Nachdem der Anschluss der neu geschaffenen Loipe auf Gnadenweiler an das Indorfer Loipennetz geschaffen werden konnte, entstand  durch den Zusammenschluss mit den Nusplinger und Schwenninger Loipen durch das Irndorfer Hardt ein großflächiges Loipengebiet.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Gemeinsame Loipe geschaffen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Südkurier.&amp;#039;&amp;#039; vom 5. Januar 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft und Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
=== 1617 ===&lt;br /&gt;
Der Heilkraft des Nusplinger [[Bader|Badewesens]] werden in der frühen Neuzeit Heilerfolge bei Kopf- und Gliederschmerzen zugesprochen. Ein Verzeichnis der Badegäste von 1619 führt 63 Namen auf. Es wird angenommen, dass das Wasser der Heckentalquelle aus dem [[Muschelkalk]] stammt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.schwarzwaelder-bote.de/gallery.heilquelle-im-heckental-geheimes-inneres-und-erfrischendes-aeusseres.d4196809-7b7f-4cfd-9964-d4a04d9d9bb9.html/id/aae954d7-0526-45d9-ba48-d31177483ec4 Geheimnis Heckental]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Georg Miller|Verlag=Ernst Glückler Verlag, Hechingen |Hrsg=Bürgermeisteramt der Gemeinde Nusplingen |Titel=Heimatbuch Nusplingen |Datum= 1985|Seiten=58}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1723 ===&lt;br /&gt;
Im [[Souterrain]] zahlreicher Häuser werden [[Weberei]]en als Kleinbetriebe betrieben. Scherzhaft werden diese Unternehmer bis heute als Souterrain-Fabrikanten bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 1760 ===&lt;br /&gt;
Erste Baumwollverarbeitung durch den Hechinger Hoffaktor Maier-Levi, gefördert durch die Herrschaft. Jüdische Textilkaufleute traten als [[Verlagssystem|Verleger]] auf. Sie lieferten Garne und übernahmen den Vertrieb der Fertigwaren in den Stammhäusern.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Leo Barek Institut |Titel=Jüdische Textilunternehmer |Nummer=42 |Ort=Tübingen |Datum=1984 |Seiten=51}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
=== 1890 ===&lt;br /&gt;
Die Tamburinstickerei, welche mit Hilfe von Schweizer Kapital eingeführt wurde, hörte auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Scheerer&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Fritz Scheerer |Hrsg=Heimatkundliche Vereinigung |Titel=Beginn der Industrialisierung unserer Heimat |TitelErg=Heimatkundliche Blätter 1965 |Ort=Balingen |Datum=1965}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Seit 1900 ===&lt;br /&gt;
Es entstanden zahlreiche Filialbetriebe, viele Einwohner waren Hausgewerbetreibende oder lebten von Lohn- und Heimarbeiten für Albstädter Textilbetriebe, die Musikinstrumentenherstellung oder die Produktion von Maschinenelementen aus Metall für die Textilindustrie, für Drehteile und die Medizintechnik.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verkehr ===&lt;br /&gt;
==== Heubergbahn ====&lt;br /&gt;
Die [[Heubergbahn]] von [[Spaichingen]] sollte nach den ursprünglichen Plänen von 1912 bis nach Nusplingen führen. Damit sollten auch die weiter von Spaichingen entfernt gelegenen Gemeinden des Heubergs an die [[Oberamt (Württemberg)|Oberamtsstadt]] angebunden werden. Im Jahr 1913 wurde mit dem Bau begonnen, aufgrund des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] verzögerte sich die Fertigstellung bis 1928, zudem wurde die Bahn nur bis zum acht Kilometer entfernten [[Reichenbach am Heuberg]] gebaut. Der noch fehlende Teil der Strecke nach Nusplingen sollte zu einem späteren Zeitpunkt gebaut werden. Ein anderes Projekt sah den Bau einer Bahnstrecke von [[Ebingen]] nach Nusplingen vor,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Vereinbarung zwischen den Gemeinden Ebingen, Meßstetten, Unterdigisheim, Oberdigisheim, Tieringen und Hossingen einerseits und dem Regierungsbaumeister M. Wallersteiner, Nürnberg anderseits |Sammelwerk=Stadtarchiv Albstadt, Bestand HR-E |Band=787.11/01-04 |Datum=}}&amp;lt;/ref&amp;gt; wo an die Strecke von Spaichingen angeschlossen werden sollte. Im Jahr 1909 wurden dazu detaillierte Pläne ausgearbeitet, die jedoch nicht verwirklicht wurden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ministerium der auswärtigen Angelegenheiten, Verkehrsabteilung |Titel=Korrespondenz der Königlichen Generaldirektion der Staatseisenbahnen an das Ministerium der auswärtigen Angelegenheiten, Verkehrsabteilung – Nr. 39235 /12 1 Bd |Sammelwerk=Landesarchiv Baden-Württemberg, Hauptstaatsarchiv Stuttgart, Archivarieneinheit E 57 |Band=E 57 Bü 21 |Datum=1913}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Nusplingen blieb so ohne eigenen Bahnanschluss. Die bis Reichenbach führende Heubergbahn wurde nicht mehr bis nach Nusplingen vollendet und im Jahr 1966 stillgelegt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Öffentlicher Nahverkehr ====&lt;br /&gt;
Der [[ÖPNV|Öffentliche Nahverkehr]] wird durch den [[Verkehrsverbund Neckar-Alb-Donau]] (NALDO) gewährleistet. Die Gemeinde befindet sich in der Wabe 335.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Martinusweg und Via Beuronensis ====&lt;br /&gt;
Der [[Martinusweg]] und die [[Via Beuronensis]] führen als Wanderwege durch Nusplingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Heilbad ===&lt;br /&gt;
Im Mittelalter gab es im Heckental ein Mayenbad. Die Menschen erhofften Heilung oder wenigstens Linderung der vorwiegend rheumatischen Beschwerden. Durch zahlreiche Untersuchungen ist heute bekannt, dass der im Bad aufgenommene Schwefel&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.balingen-besondere-ehre-fuer-balinger-schwefelbrunnen.09e3928f-f641-4562-af0e-5a1f5c94c4e1.html Schwefelbrunnen noch aktiv]&amp;lt;/ref&amp;gt; den Zellstoffwechsel anregt, in enzymatische Prozesse eingreift und in organische Substanzen eingebaut wird. Auch das Nusplinger Wasser wurde durch die hochgelehrten Phisices und Doctores der Arznei approbiert. Solche Bäder waren öffentliche Einrichtungen wie das Wirtshaus oder die Mühle, da Privathäuser in der Regel über keine derartigen sanitären Anlagen verfügten. In der Badstube bot der Bader in der Regel nach Geschlechtern getrennt Dampf und Schwitzbäder sowie Wasserbäder an, denen er bei Bedarf Kräuter hinzumischte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=[[Sigrid Hirbodian]], Andreas Schmauder und Manfred Waßner |Titel=Gemeinde im Wandel |TitelErg=Band 19 Eine Stadt im Wandel Die Geschichte von Meßstetten |Nummer=19 |Ort=Tübingen |Datum=2019 |Seiten=88}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Durch mangelhafte Hygiene bei in Badhäusern durchgeführten Aderlässen wurden Krankheiten übertragen. 1623 wurde das Heilbad geschlossen. Heute speist die Quelle eine Kneippanlage. Der Schwäbische Albverein erzählt den Wanderern in Nusplingen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Die Heckentalquelle ist eine der stärksten Karstquellen im Bäratal. Das Bad war ein Treffpunkt für alle Schichten der Bevölkerung aus nah und fern. Die Heilquelle im Heckental hat im Laufe der Jahrhunderte aus unbekannten Gründen an Heilkraft verloren.“ 1623 wurde der Badebetrieb eingestellt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.albverein-nusplingen.de/index.php?id=62 Albverein]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sagen ==&lt;br /&gt;
; [[Burg Nusplingen|Burg Tannenfels]]&lt;br /&gt;
Auf dem Tannenfelsen bei Nusplingen soll früher ein Schloss gestanden haben, worin ein edles Burgfräulein lebte. [[Konrad Albert Koch]] erstellte eine Rekonstruktionszeichnung. Einstmals kam eine Zigeunerin mit ihrem Säugling und bat um Nachtherberge, umsonst. Sie bat wieder und wieder vergebens. Da verwünschte die Zigeunerin das Fräulein so lange, bis aus einem der dort wachsenden Felsenbäume eine Wiege gezimmert und darin ein Säugling gewiegt werde.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Anton Birlinger]]: &amp;#039;&amp;#039;Aus Schwaben.&amp;#039;&amp;#039; I, S. 261 f.)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Eduard Paulus u.&amp;amp;nbsp;a. |Hrsg=Königlich statistisch-topographisches Bureau |Titel=Beschreibung des Oberamts Spaichingen |Datum= |Seiten=349}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:AgnesvonMansfeld.jpg|mini|hochkant|Agnes von Mansfeld-Eisleben]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
; Der Kölner Erzbischof &amp;lt;!--Der Zusammenhang mit Nusplingen erschließt sich nicht. Warum sollten die Waldburger aus Nudplingen stamen?--&amp;gt;&lt;br /&gt;
Am 4. Dezember 1577 wurde aus der Nusplinger Herrscherfamilie [[Gebhard I. von Waldburg|Truchsess Gebhard von Waldburg]] zum Kölner Erzbischof gewählt. Eine Sage berichtet, dass die dunkelbraunen, fast schwarzen Augen einer hübschen [[Mansfeld]]erin den Kleriker verzauberten und verführten. Die hübsche Frau bekannte sich zur Lehre [[Martin Luther]]s. Rasch vergaß er den [[Zölibat]] und traf sich mit seiner Geliebten auf einem abgelegenen Schloss. 1582 bekannte sich auch der Kölner Erzbischof zur Reformation und heiratete [[Agnes von Mansfeld-Eisleben|Agnes von Mansfeld]]. Nach [[Confessio Augustana|lutherischer Lehre]] dürfen alle Nonnen und Priester heiraten, weil Gottes Schöpfungsordnung die Ehe vorsieht. Am 5. November 1632 besetzte Oberst Hans Michael Rau Nusplingen von Meßstetten aus, um das umstrittene Testament des ehemaligen Erzbischofs mit militärischen Mitteln in Kraft zu setzen. Nach der Rechtsauffassung Wirtenbergs wurde Nusplingen in einem gültigen Testament an den wirtenbergischen Herzog vererbt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
=== Ehrenbürger ===&lt;br /&gt;
* [[Walther Groz]] (1903–2000), Industrieller und Politiker&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Söhne und Töchter der Gemeinde ===&lt;br /&gt;
* [[Ignaz Ambros von Amman]] (1753–1840), Kartograf und Landesgeometer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Nusplingen}}&lt;br /&gt;
* [http://www.nusplingen.de/ Offizielle Internetseite der Gemeinde]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{OberamtWürtt |Oberamt=Spaichingen |Titel=Nusplingen |Seite=344–356 |Wikisource=Kapitel B 15}}&lt;br /&gt;
* Andreas Zekorn: &amp;#039;&amp;#039;Leben auf dem Hart. Die &amp;quot;Filiale&amp;quot; Heidenstadt 1764–2014&amp;#039;&amp;#039;. Festschrift anlässlich des 250. Jubiläums von Nusplingen-Heidenstadt, Nusplingen 2015.&lt;br /&gt;
* Peter Löffelad: Die Flurnamen der Gemeinde Nusplingen (Zollernalbkreis). PL-Verlag, Spraitbach 2021 (Flurnamen Baden-Württemberg, Band 13).&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Kapellen auf dem Heuberg – Kleinode unserer Heimat&amp;#039;&amp;#039;. Josef Zisterer, [[Verlag Regionalkultur]], 2025. ISBN 978-3-95505-489-2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Zollernalbkreis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4101863-1|VIAF=233875289}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Zollernalbkreis]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nusplingen| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort auf der Schwäbischen Alb]]&lt;/div&gt;</summary>
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