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	<title>Nuruddin Farah - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Nuruddin Farah 01.JPG|mini|hochkant|Nuruddin Farah, 2010]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Nuruddin Farah&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[24. November]] [[1945]] in [[Baidoa]]) ist ein [[Somalia|somalischer]] Schriftsteller. Er gilt als einer der bedeutendsten afrikanischen Schriftsteller der Gegenwart. Ein bevorzugtes Thema seines Schreibens ist die Situation der Frauen im postkolonialen Somalia. Nuruddin schreibt in englischer Sprache.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Nuruddin Farah Hassan wurde in Baidoa, damals [[Italienisch-Somaliland]], geboren. Er stammt aus einer Familie mit dichterischer Tradition: Seine Mutter [[Aleeli Faduma]] war Dichterin, ebenso wie zwei seiner Urgroßväter.&amp;lt;ref&amp;gt;Derek Wright (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;The Novels of Nuruddin Farah.&amp;#039;&amp;#039; Bayreuth 2004, S. 14.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sein Vater war Kaufmann. Farah wuchs im [[Äthiopien|äthiopisch]] regierten [[Ogaden]] auf und besuchte die &amp;#039;&amp;#039;Shashamanne&amp;#039;&amp;#039;-Schule in Äthiopien und das &amp;#039;&amp;#039;Instituto Magistrale di Mogadiscio&amp;#039;&amp;#039; in [[Mogadischu]], wo die Unterrichtssprache [[Italienische Sprache|Italienisch]] war. Schon als Jugendlicher beherrschte er mit [[Somali (Sprache)|Somali]], [[Amharische Sprache|Amharisch]], [[Arabische Sprache|Arabisch]], Italienisch und [[Englische Sprache|Englisch]] fünf Sprachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach Abschluss seiner weiterführenden Ausbildung arbeitete Farah kurze Zeit für das Bildungsministerium in Mogadischu.&amp;lt;ref&amp;gt;Derek Wright (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;The Novels of Nuruddin Farah.&amp;#039;&amp;#039; Bayreuth 2004, S. 5.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Alter von 20 Jahren schrieb er seine erste öffentlich erschienene längere Geschichte: &amp;#039;&amp;#039;Why Die So Soon?&amp;#039;&amp;#039; (1965 periodisch herausgegeben in einer staatlichen Zeitung, der &amp;#039;&amp;#039;Somali News&amp;#039;&amp;#039;), welche breiten Anklang fand.&amp;lt;ref&amp;gt;Derek Wright: &amp;#039;&amp;#039;Emerging Perspectives on Nuruddin Farah.&amp;#039;&amp;#039; S. 5.&amp;lt;/ref&amp;gt; Von 1966 bis 1969 studierte Farah [[Literatur]] und [[Philosophie]] an der [[Panjab University]] in [[Chandigarh]], Indien. Während dieser Zeit schrieb er [[Revue]]s und begann an zwei Manuskripten für [[Novelle]]n zu arbeiten, die jedoch abgelehnt wurden. 1969 ging er mit einer indischen Studentin in [[Delhi]] eine Ehe ein, die 1972 endete.&amp;lt;ref&amp;gt;Derek Wright (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Emerging Perspectives on Nuruddin Farah.&amp;#039;&amp;#039; Africa World Press, 2002, S. 717.&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach seinem [[Bachelor|B.A.]]-Abschluss kehrte er nach Mogadischu zurück, um als Lehrer zu arbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als der spätere Diktator [[Siad Barre]] im Oktober 1969 mit einem Putsch die Regierungsmacht an sich riss und in Somalia die [[sozialistische Demokratie]] ausrief, ließ sich der junge Nuruddin Farah von der allgemeinen Begeisterung noch mitreißen.&amp;lt;ref&amp;gt;Rashidah Ishmaili: &amp;#039;&amp;#039;Encountering Nuruddin Farah.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Black Renaissance.&amp;#039;&amp;#039; 2006; 6/7, 3/1, S. 11.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wie viele Andere erhoffte auch er sich von den angekündigten Reformen einen Rückgang der starken [[Korruption]] und des [[Nepotismus]] (Vetternwirtschaft), die Somalia seit dessen Unabhängigkeit 1960 arg beutelten (siehe auch [[Geschichte Somalias]]). Farah wurde jedoch sehr bald zu einem entschiedenen Kritiker Siad Barres. Die Veröffentlichung eines 1969 geschriebenen Stücks, &amp;#039;&amp;#039;A Dagger in Vacuum&amp;#039;&amp;#039;, wurde Farah von den revolutionären [[Zensur (Informationskontrolle)|Zensurbehörden]] verweigert. Bis 1973 unterrichtete Farah auf verschiedenen Stufen, unter anderem auch an der [[Nationale Universität Somalias|Nationalen Universität Somalias]]. Seine schriftstellerische Karriere begann mit dem noch in Indien geschriebenen [[Roman]] &amp;#039;&amp;#039;From a Crooked Rib&amp;#039;&amp;#039; (1970). Die Geschichte eines [[Nomaden]]mädchens, das flieht, um einer [[Arrangierte Heirat|arrangierten Hochzeit]] mit einem älteren Mann zu entgehen, brachte Farah internationale Anerkennung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1972 erhielt die somalische Sprache eine [[Orthographie]] (Rechtschreibung). Farah publizierte 1973 Auszüge aus einer Novelle in Somali&amp;lt;!-- weitere Details, Inhalt?? --&amp;gt;, der ersten Novelle überhaupt, die in dieser Sprache geschrieben wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Derek Wright (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;The Novels of Nuruddin Farah.&amp;#039;&amp;#039; Bayreuth 2004, S. 10.&amp;lt;/ref&amp;gt; Deren vollständige Veröffentlichung wurde jedoch (als [[Aufruhr|aufrührerisch]] bezichtigt) von der Regierung unterbunden. Sämtliche früheren und späteren Werke schrieb Farah auf Englisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1974 verließ Nuruddin Farah, wie viele andere [[Intellektuelle]] auch, die sich vor der Willkür des somalischen Regimes fürchteten,&amp;lt;ref&amp;gt;Rashidah Ishmaili: &amp;#039;&amp;#039;Encountering Nuruddin Farah.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Black Renaissance.&amp;#039;&amp;#039; 2006; 6/7, 3/1, S. 11ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; sein Heimatland Somalia, um in [[London]] und [[Essex]] [[Theaterwissenschaften]] zu studieren. Als Farah 1976 (ohne [[Master of Arts|M.A.-Abschluss]]) heimkehren wollte, wurde er gewarnt, dass die somalische Regierung ihn wegen des Inhalts seiner eben erschienenen Novelle &amp;#039;&amp;#039;A Naked Needle&amp;#039;&amp;#039; festzunehmen beabsichtige. Anstatt zurückzukehren, wählte Farah das [[Exil]], das mehr als 20 Jahre dauern sollte. Farah selber betonte dabei jedoch stets, dass sein Exil nur ein unmittelbarer physischer Zustand sei, und dass nicht er, sondern die somalische [[Diktatur]] sich im Exil befände.&amp;lt;ref&amp;gt;Maya Jaggi: &amp;#039;&amp;#039;A Combining of Gifts. An Interview.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Third World Quarterly.&amp;#039;&amp;#039; Band 11, Nr. 3, 1989, S. 183. Zitiert in: Derek Wright (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;The Novels of Nuruddin Farah.&amp;#039;&amp;#039; Bayreuth 2004, S. 11.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Farahs späteres Werk besteht aus zwei Romantrilogien: &amp;#039;&amp;#039;Variations on the Theme of an African Dictatorship&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Blood in the Sun&amp;#039;&amp;#039;. &amp;#039;&amp;#039;Variations&amp;#039;&amp;#039; attackiert die politische Korruption vieler autoritärer postkolonialer Regimes in Afrika und vergleicht sie mit den Schrecken des europäischen [[Kolonialismus]]; die [[Trilogie]] widmet sich auch dem Verhältnis der Geschlechter und der Praxis der [[Beschneidung weiblicher Genitalien|Beschneidung]] der Mädchen. Der erste Band der &amp;#039;&amp;#039;Variations&amp;#039;&amp;#039;-Trilogie, &amp;#039;&amp;#039;Sweet and Sour Milk&amp;#039;&amp;#039;, erschien 1979, am Ende eines dreijährigen Aufenthalts Farahs als Englischlehrer und Übersetzer in [[Rom]] und [[Mailand]].&amp;lt;ref&amp;gt;Derek Wright: &amp;#039;&amp;#039;Emerging Perspectives on Nuruddin Farah.&amp;#039;&amp;#039; S. 718.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;Sweet and Sour Milk&amp;#039;&amp;#039; wurde 1980 mit dem &amp;#039;&amp;#039;[[English Speaking Literary Union Prize]]&amp;#039;&amp;#039; ausgezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Derek Wright: &amp;#039;&amp;#039;Emerging Perspectives on Nuruddin Farah.&amp;#039;&amp;#039; S. 718.&amp;lt;/ref&amp;gt; Während Farah von 1979 bis 1981 in [[Los Angeles]] lebte, kam Band zwei heraus, &amp;#039;&amp;#039;Sardines&amp;#039;&amp;#039;. Dieser wurde 1983, während einer halbjährigen [[Gastprofessur]] Farahs an der [[Universität Bayreuth]], von &amp;#039;&amp;#039;Close Sesame&amp;#039;&amp;#039; gefolgt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraufhin zog Farah in kurzer Zeit zwischen diversen afrikanischen Staaten umher: Er lebte 1981 bis 1984 in [[Nigeria]], dann bis 1986 in [[Gambia]], bis 1989 im [[Sudan]], danach zwei Jahre in [[Uganda]], ein Jahr in [[Äthiopien]], und schließlich zog er 1992 wieder nach Nigeria. Während dieser Zeit arbeitete er an diversen Universitäten und Instituten und unterbrach seine Aufenthalte mehrmals mit kurzen Besuchen und [[Stipendiat]]sstellen in den USA und Europa. 1998 erhielt Farah den &amp;#039;&amp;#039;[[Neustadt International Prize for Literature]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Kwame Anthony Appiah: &amp;#039;&amp;#039;For Nuruddin Farah.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;World Literature Today.&amp;#039;&amp;#039; Autumn 1998; 72, 4, S. 700–702.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl die Trilogie &amp;#039;&amp;#039;Variations on the Theme of an African Dictatorship&amp;#039;&amp;#039; in einer Reihe von Ländern gut aufgenommen wurde, war es &amp;#039;&amp;#039;Maps&amp;#039;&amp;#039; (1986), der erste Roman aus der Trilogie &amp;#039;&amp;#039;Blood in the Sun&amp;#039;&amp;#039;, der Farah endgültig berühmt machte. &amp;#039;&amp;#039;Maps&amp;#039;&amp;#039; (1991 mit dem [[Tucholsky-Preis (Schweden)|Tucholsky-Preis]] in [[Stockholm]] ausgezeichnet&amp;lt;ref&amp;gt;Derek Wright: &amp;#039;&amp;#039;Emerging Perspectives on Nuruddin Farah.&amp;#039;&amp;#039; S. 718.&amp;lt;/ref&amp;gt;) spielt während des [[Ogadenkrieg]]s 1977. Es folgten die Romane &amp;#039;&amp;#039;Gifts&amp;#039;&amp;#039; (1993) und &amp;#039;&amp;#039;Secrets&amp;#039;&amp;#039; (1998). In &amp;#039;&amp;#039;Yesterday, Tomorrow: Voices from the Somali Diaspora&amp;#039;&amp;#039; (2000) porträtiert Farah somalische [[Flüchtling]]e und [[Emigrant]]en in Afrika und Europa, wofür er 2003 mit dem &amp;#039;&amp;#039;[[Sandro-Onofri-Preis]]&amp;#039;&amp;#039; für erzählende Reportage geehrt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Rashidah Ishmaili: &amp;#039;&amp;#039;Encountering Nuruddin Farah.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Black Renaissance.&amp;#039;&amp;#039; 2006; 6/7, 3/1, S. 13.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die jüngeren Werke &amp;#039;&amp;#039;Links&amp;#039;&amp;#039; (2004) und &amp;#039;&amp;#039;Knots&amp;#039;&amp;#039; (2007) sind Bestandteil einer weiteren Trilogie, die sich mit dem [[Bürgerkrieg in Somalia]] auseinandersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nuruddin Farah heiratete 1992 in zweiter Ehe die nigerianisch-britische Wissenschaftlerin [[Amina Mama]]. Das Paar hat zwei Kinder.&amp;lt;ref&amp;gt;Rashidah Ishmaili: &amp;#039;&amp;#039;Encountering Nuruddin Farah.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Black Renaissance.&amp;#039;&amp;#039; 2006; 6/7, 3/1, S. 13.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Kwame Anthony Appiah: &amp;#039;&amp;#039;For Nuruddin Farah.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;World Literature Today.&amp;#039;&amp;#039; Autumn 1998; 72, 4, S. 701.&amp;lt;/ref&amp;gt; Es hat sich inzwischen getrennt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Kunle Ajibade |url=https://www.premiumtimesng.com/entertainment/artsbooks/299696-nurudin-farah-in-conversation-good-fiction-is-never-far-from-the-truth.html |titel=Nurudin Farah In Conversation: Good Fiction Is Never Far From the Truth |werk=Premium Times Nigeria |datum=2018-12-07 |zugriff=2018-12-26 |sprache=en-GB}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 2010 wurde er in die Wettbewerbsjury der [[Internationale Filmfestspiele Berlin 2010|60. Internationalen Filmfestspiele von Berlin]] berufen. 2020 wurde Farah in die [[American Academy of Arts and Sciences]] gewählt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literarisches Schaffen ==&lt;br /&gt;
Der Zugang und das tiefere Verständnis des umfangreichen und vielschichtigen Werks von Nuruddin Farah wird oftmals über die Geschichte Somalias und die soziopolitischen Umstände des Landes sowie über die persönliche Biographie Farahs gesucht. Farahs Gesamtwerk eröffnet vielseitige Lesarten in Bezug auf unterschiedliche Themen. Beispielsweise kann man Farah als „[[Feminist]]“ lesen (vgl. erste Novelle: &amp;#039;&amp;#039;Why Die So Soon?&amp;#039;&amp;#039; 1965), ihn als [[Sozialwissenschaftler]] oder als [[paradox]]en [[Postmoderne|Postmodernisten]] sehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Patricia Alden u. a.: &amp;#039;&amp;#039;Nuruddin Farah.&amp;#039;&amp;#039; New York 1999. Preface.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zentrale Themen und Hypothesen, mit denen das Gesamtwerk hindurch gearbeitet und die erarbeitet werden, sind die individuelle [[Autonomie]] und die soziale Verantwortung der Menschen.&amp;lt;ref&amp;gt;Patricia Alden u. a.: &amp;#039;&amp;#039;Nuruddin Farah.&amp;#039;&amp;#039; New York 1999. Preface.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hauptthema ===&lt;br /&gt;
Die [[Freiheit]] des Einzelnen, über sich selbst zu bestimmen, ist ein zentrales Anliegen und Problem in Farahs Werk. Diese Freiheit des [[Individuum]]s und seine [[Autonomie]] beginnt für Farah im Kern im alltäglichen Knüpfens von Beziehungen zwischen Menschen sowie in den immer wieder neu entstehenden sozialen Formationen. Dort wird das [[Selbst]] und seine Autonomie geformt und beeinflusst. Um dieses Thema zu bearbeiten, dient Farah vor allem die somalische Gesellschaft und ihre Geschichte (fast alle Werke Farahs sind in Somalia angesiedelt). Dabei spielt die Handlung immer in der Nähe der Stadt.&amp;lt;ref&amp;gt;Patricia Alden u. a.: &amp;#039;&amp;#039;Nuruddin Farah.&amp;#039;&amp;#039; New York 1999, S. 8ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sprache und Stil ===&lt;br /&gt;
In Farahs Sprache liegt eine gewisse Unbestimmtheit, die häufig mit weitläufigen [[Metapher]]n verbunden ist. In seinen Texten werden implizit Stimmen und Texte anderer wiedergegeben. Farah selbst sieht die Sprache als Mittel zur Konstruktion und Realisierung menschlicher Möglichkeiten.&amp;lt;ref&amp;gt;Patricia Alden u. a.: &amp;#039;&amp;#039;Nuruddin Farah.&amp;#039;&amp;#039; New York 1999, S. 13.&amp;lt;/ref&amp;gt; Man befindet sich als Leser Farahs in einer fiktiven Welt, die durch die Referenz zum gegenwärtigen Somalia Konturen erhält. Die physische Umgebung umfasst meist Innenansichten von verschiedenen Räumen. Die Fiktion wird schließlich durch den Plot zusammengehalten. Dieser bewegt sich meist hin zu einem scheinbar unlösbaren Rätsel oder [[Mysterium]]. Farahs Einzigartigkeit zeigt sich vor allem durch die konzeptionelle Art des Verhaltens der [[Protagonist]]en, welche meist auf [[Emotionalität]] und [[psychologisch]]e Innenansichten verzichtet. Farah erzählt nicht von Entwicklungen des [[Soziales Milieu|sozialen Milieus]], er lässt den Leser stattdessen an der Entwicklung des [[Bewusstsein]]s seiner Figuren teilhaben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werke (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
(Neben diesen Werken hat Farah noch zahlreiche weitere Kurzgeschichten, Stücke und Essays geschrieben, die zum Teil unveröffentlicht blieben.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Why Die So Soon?&amp;#039;&amp;#039; Novelle. Mogadischu 1965.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;From a Crooked Rib.&amp;#039;&amp;#039; London 1970, ISBN 0-435-90080-3.&lt;br /&gt;
** deutsch: &amp;#039;&amp;#039;Aus einer gekrümmten Rippe.&amp;#039;&amp;#039; Roman. 3. Auflage. Lamuv-Verlag, Göttingen 2000, ISBN 3-88977-589-6.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;A Naked Needle.&amp;#039;&amp;#039; London 1976, ISBN 0-435-90184-2.&lt;br /&gt;
** deutsch: &amp;#039;&amp;#039;Wie eine nackte Nadel.&amp;#039;&amp;#039; Roman. Lembeck, Frankfurt am Main 1984, ISBN 3-87476-155-X.&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Variations on the Theme of An African Dictatorship&amp;#039;&amp;#039; (Trilogie)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Sweet and Sour Milk.&amp;#039;&amp;#039; Allison and Busby, London 1979, ISBN 0-85031-294-9.&lt;br /&gt;
** deutsch: &amp;#039;&amp;#039;Bruder Zwilling.&amp;#039;&amp;#039; Übersetzung [[Martin Hielscher]]. Roman. Frederking und Thaler, München 2000, ISBN 3-89405-806-4.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Sardines.&amp;#039;&amp;#039; Allison und Busby, London 1981, ISBN 0-85031-408-9.&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Tochter Frau&amp;#039;&amp;#039;. Übersetzung Klaus Pemsel. Frederking und Thaler, München 2001, ISBN 3-89405-807-2.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Close Sesame.&amp;#039;&amp;#039; Allison and Busyb, London 1983, ISBN 0-85031-475-5.&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Vater Mensch&amp;#039;&amp;#039;. Übersetzung Klaus Pemsel. Frederking und Thaler, München 2001, ISBN 3-89405-808-0.&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Blood in the Sun&amp;#039;&amp;#039; (Trilogie)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Maps.&amp;#039;&amp;#039; London / New York 1986, ISBN 0-14-029643-3.&lt;br /&gt;
** deutsch: &amp;#039;&amp;#039;Maps.&amp;#039;&amp;#039; Ammann, Zürich 1992, ISBN 3-250-10165-6.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Gifts.&amp;#039;&amp;#039; Arcade Publishing, New York 1993, ISBN 1-55970-484-5.&lt;br /&gt;
** deutsch: &amp;#039;&amp;#039;Duniyas Gaben.&amp;#039;&amp;#039; Roman. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2001, ISBN 3-518-41286-8.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Secrets.&amp;#039;&amp;#039; New York 1998, ISBN 1-55970-427-6.&lt;br /&gt;
** deutsch: &amp;#039;&amp;#039;Geheimnisse.&amp;#039;&amp;#039; Roman. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2000, ISBN 3-518-41133-0.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Territoires.&amp;#039;&amp;#039; Le Serpent à Plumes, Paris 2000, ISBN 2-84261-190-X.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Yesterday, Tomorrow: Voices from the Somali Diaspora.&amp;#039;&amp;#039; Cassell, London / New York 2000, ISBN 0-304-70702-3.&lt;br /&gt;
** deutsch: &amp;#039;&amp;#039;Yesterday, tomorrow. Stimmen aus der somalischen Diaspora&amp;#039;&amp;#039;. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2003, ISBN 3-518-12320-3.&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Young thing&amp;#039;&amp;#039; (Trilogie)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Links.&amp;#039;&amp;#039; 2004, ISBN 1-57322-265-8.&lt;br /&gt;
** deutsch: &amp;#039;&amp;#039;Links.&amp;#039;&amp;#039; Roman. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2005, ISBN 3-518-41723-1.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Knots.&amp;#039;&amp;#039; 2007, ISBN 978-1-59448-924-2.&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Netze&amp;#039;&amp;#039;. Übersetzung Reinhild und Gunter Böhnke. Suhrkamp, Frankfurt am Main 2009, ISBN 978-3-518-42103-1.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Gekapert|Crossbones]].&amp;#039;&amp;#039; 2011, ISBN 978-1-59448-816-0.&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Gekapert.&amp;#039;&amp;#039; Roman. Übersetzung [[Susann Urban]]. Suhrkamp, Berlin 2013, ISBN 978-3-518-42362-2.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Hiding in Plain Sight&amp;#039;&amp;#039;. Riverhead Books, New York City 2014.&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Jenes andere Leben&amp;#039;&amp;#039;. Übersetzung [[Susann Urban]]. Suhrkamp, Berlin 2016, ISBN 978-3-518-42529-9.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;North of Dawn. A Novel&amp;#039;&amp;#039; 2018, ISBN 978-0-7352-1423-1.&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Im Norden der Dämmerung&amp;#039;&amp;#039;. Übersetzung Wolfgang Müller. Verlag Antje Kunstmann 2020, ISBN  978-3-95614-352-6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Patricia Alden u. a.: &amp;#039;&amp;#039;Nuruddin Farah.&amp;#039;&amp;#039; New York 1999, ISBN 0-8057-1667-X.&lt;br /&gt;
* Kwame Anthony Appiah: &amp;#039;&amp;#039;For Nuruddin Farah.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[World Literature Today]].&amp;#039;&amp;#039; 72, 4, Autumn 1998, S. 700ff.&lt;br /&gt;
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* Derek Wright (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Emerging Perspectives on Nuruddin Farah.&amp;#039;&amp;#039; Africa World Press, 2002, ISBN 0-86543-918-4.&lt;br /&gt;
* Derek Wright (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;The Novels of Nuruddin Farah.&amp;#039;&amp;#039; Bayreuth 2004, ISBN 3-927510-85-8.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Farah, Nuruddin&amp;#039;&amp;#039;, in: [[Holger Ehling]], Peter Ripken (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Literatur Schwarzafrikas&amp;#039;&amp;#039;. München: Beck, 1997, ISBN 3-406-42033-8, S. 47ff.&lt;br /&gt;
* [[Manfred Loimeier]]: &amp;#039;&amp;#039;Wortwechsel. Gespräche und Interviews mit Autoren aus Schwarzafrika&amp;#039;&amp;#039;. Bad Honnef : Horlemann, 2002, ISBN 3-89502-151-2, S. 72–79&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{perlentaucher|nuruddin-farah}}&lt;br /&gt;
* [http://www.marabout.de/farah/farah.htm Nuruddin Farah auf dem Marabout-Portal; tabellarische Biographie.]&lt;br /&gt;
* Abdourahman A. Waberi: {{Webarchiv | url= http://www.africultures.com/anglais/articles_anglais/35wabe.htm | wayback= 20081105105426 | text=&amp;#039;&amp;#039;Women in movement in Nuruddin Farah&amp;#039;s writing.&amp;#039;&amp;#039;}} (englisch)&lt;br /&gt;
* [http://www.bookrags.com/biography/nuruddin-farah/ &amp;#039;&amp;#039;Nuruddin Farah.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Encyclopedia of World Biography.&amp;#039;&amp;#039; (englisch)&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.kirjasto.sci.fi/farah.htm | wayback=20150202111549 | text=&amp;#039;&amp;#039;Farrah Nuruddin.&amp;#039;&amp;#039;}} Profile at Pegasos. (englisch)&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|119203677}}&lt;br /&gt;
* [http://www.culturebase.net/project_detail.php?272 &amp;#039;&amp;#039;Nuruddin Farah.&amp;#039;&amp;#039;] auf: &amp;#039;&amp;#039;culturebase.net&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=119203677|LCCN=n/81/18123|VIAF=114537064}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Farah, Nuruddin}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Autor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Roman, Epik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Englisch)]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Afrikanische Literatur]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Somalier]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1945]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Farah, Nuruddin&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=somalischer Schriftsteller&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=24. November 1945&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Baidoa]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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