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	<title>Nundinum - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T21:18:42Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Nundinum&amp;diff=1733933&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Frank C. Müller: diktion.</title>
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		<updated>2025-12-06T17:18:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;diktion.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Überarbeiten|Grund=Grund: [[Diskussion:Nundinum#Abgrenzung erforderlich|Abgrenzung erforderlich]]}}&lt;br /&gt;
Der im [[Römisches Reich|römischen Reich]] verwendete Begriff &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Nūndinum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{laS|&amp;#039;&amp;#039;Nūndinae&amp;#039;&amp;#039;}}, {{deS|„neuntägig“}}) bezeichnet einen neuntägigen Zeitraum. Wegen der damals üblichen [[Inklusivzählung]] (erstes Stück wird mitgezählt) umfasste es jedoch tatsächlich nur acht Tage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit &amp;#039;&amp;#039;Nundinae&amp;#039;&amp;#039; wurden ebenso die [[Markt]]tage bezeichnet, die in die römische Achttagewoche eingebettet waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nundinae als Feriae ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Jupiter cameo Louvre Bj1820.jpg|mini|Jupiter (römische [[Kamee]])]]&lt;br /&gt;
Im [[Römischer Kalender|römischen Kalender]] wurden die Nundinae mit den vier festen Tagen des Monats, [[Kalenden]], [[Nonen]], [[Iden (Kalender)|Iden]] und [[Tubilustrium]], verbunden, die in ihrer Kalenderfunktion zusätzlich der Doppelzählung unterliegen konnten. Insofern war für vier Kalender-Nundinae eine Bandbreite von 28&amp;amp;nbsp;bis&amp;amp;nbsp;31&amp;amp;nbsp;Tagen möglich. Die Nundinae begannen an einem der vier festen Kalendertage immer am Mittag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 287&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;Chr. besaßen die Nundinae aufgrund der [[Lex Hortensia]] [[Feriae]]-Charakter und führten in der späteren [[Römische Republik|römischen Republik]] als [[Fas (Römischer Kalender)|Fas-Tage]] ein Versammlungsverbot. Der römische Historiker und Antiquar [[Granius Licinianus]] nahm in seinen Schriften an, die er im 2. Jahrhundert n. Chr. verfasste, dass die Nundinae zugleich [[Jupiter (Mythologie)|Jupiter]]-Opfertage waren (&amp;#039;&amp;#039;feriae Iovis&amp;#039;&amp;#039;). [[Iulius Modestus]], ein lateinischer Grammatiker des frühen 1. Jahrhunderts n. Chr., ergänzte hierzu, dass die [[Pontifex|Pontifices]] die Nundinae nicht als Feriae ansahen. Es ist jedoch belegt, dass der Gott Jupiter an den Nundinae Opfergaben seitens der [[Flaminica]] in der [[Regia]] erhielt.&amp;lt;ref&amp;gt;Jörg Rüpke: &amp;#039;&amp;#039;Kalender und Öffentlichkeit: Die Geschichte der Repräsentation und religiösen Qualifikation von Zeit in Rom&amp;#039;&amp;#039;. S.&amp;amp;nbsp;275.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nundinae und der Nundinalzyklus ==&lt;br /&gt;
Der um 254&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;Chr. geborene [[Komödie]]ndichter [[Plautus]] verband die Nundinae mit einem besonderen Status, da an diesen Tagen ein Koch mit besonderen Kenntnissen aufwändige Speisen zubereitete. [[Marcus Terentius Varro|Varro]] weiß zudem, dass an den Nundinae kein Schulunterricht stattfand und „man sich den Bart rasierte“.&amp;lt;ref&amp;gt;Varro, &amp;#039;&amp;#039;Menippeae&amp;#039;&amp;#039; 186: &amp;#039;&amp;#039;Quotiens priscus homo ac  rusticus Romanus inter Nundinum barbar radebat?&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; Dagegen fehlen in der späteren Zeit Belege für die besondere Rolle der Nundinae. Nähere Untersuchungen legen nahe, dass sich der besondere Charakter der Nundinae auf den [[Römischer Kalender#Nundinalzyklus|Nundinalzyklus]] bezog.&amp;lt;ref&amp;gt;Jörg Rüpke: &amp;#039;&amp;#039;Kalender und Öffentlichkeit: Die Geschichte der Repräsentation und religiösen Qualifikation von Zeit in Rom&amp;#039;&amp;#039;. S.&amp;amp;nbsp;454–456.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Zusammentreffen von Nundinae-Markttagen mit den vier [[Orientierungstage (Römischer Kalender)|Orientierungstagen]] des römischen Kalenders ist erstmals am Ende der [[Römische Republik|römischen Republik]] belegt. Ähnliche Konstellationen sind auch für [[Feriae]]-Tage festzustellen, wobei einige dieser Feriae-Tage ihren Festcharakter behielten, aber dennoch die Abhaltung des Markttages nicht verhinderten, wie die Einträge in den [[Fasti Amiterni]] für den 15.&amp;amp;nbsp;und&amp;amp;nbsp;19.&amp;amp;nbsp;Juli als [[Nefas Piaculum|NP-Tage]] belegen. Nur sehr wichtige Anlässe begründeten eine Verschiebung der Markttage. Das entscheidende Kriterium für die Entscheidung einer Verlegung von Markttagen unterlag keinen [[Religion|religiösen]] Motiven, sondern richtete sich zumeist nach der Art des Festes, dessen ungehinderte Ausrichtung mit der Verschiebung Rechnung getragen werden sollte. [[Ambrosius Theodosius Macrobius|Macrobius]] bezieht sich auf eine weitere Grundlage, die für eine Verlegung des Markttages im Jahr 78&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;Chr. verantwortlich war:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Es kommt häufig vor, dass die Nundinae auf den ersten Tag des Jahres oder die [[Nonen]] fallen. Zwei Umstände, die als [[Omen]] besonders negativ für die römische Republik angesehen wurden. Um ein Zusammentreffen mit den Märkten zu verhindern, war das Abhalten des Markttages zu verschieben.|Macrobius, Saturnalien, 1, 13, 16–19}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Cassius Dio]] beschrieb für das Jahr 44&amp;amp;nbsp;n.&amp;amp;nbsp;Chr. nur beiläufig die Verlegung des Markttages aufgrund vom Zusammentreffen mit einem anderen wichtigen Festtag, da derartige Verlegungen „auch sonst schon oft geschahen“.&amp;lt;ref&amp;gt;Cassius Dio: &amp;#039;&amp;#039;Römische Geschichte&amp;#039;&amp;#039;. Bd.&amp;amp;nbsp;60, 24,7.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dagegen ist von Cassius Dio für das Jahr 52&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;Chr. die Abhaltung des Markttages an einem [[Neujahr]]stag dokumentiert, der nur aufgrund günstiger Vorzeichen nicht verschoben wurde:&lt;br /&gt;
[[Datei:Monteverde tempio di Iside 2873.JPG|mini|Reste eines römischen Isis-Tempels]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|So geschah denn nichts mehr in gehöriger Ordnung. Der Markt wurde diesmal am ersten [[Ianuarius]] gehalten. Weil man dies nicht für Zufall, sondern als Vorbedeutung hielt, beängstigte es die Römer weniger, als dass eine Eule in der Stadt gesehen ward...Auch war, meines Erachtens, der im vorigen Jahr gegen Ablauf desselben über den [[Serapis]] und der [[Isis]] gefasste Beschluss als nicht geringere Vorbedeutung anzusehen. Denn ihre auf Kosten Einzelner erbauten Tempel mussten auf Befehl des Senates niedergerissen werden...und auch, als ihre öffentliche Verehrung endlich durchgesetzt ward, durften ihre Tempel doch nur außerhalb der Stadtmauer errichtet werden.|Cassius Dio, Römische Geschichte, Bd. 40, 47}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ablösung des Nundinalzyklus durch die 7-Tage-Woche ==&lt;br /&gt;
Wann der Nundinalzyklus im täglichen Leben in Rom bzw. im römischen Herrschaftsbereich der [[Woche|Sieben-Tage-Woche]] wich, ist im Einzelnen unklar. Auf inschriftlichen Kalendern der augusteischen Zeit findet sich neben dem Nundinalzyklus auch eine siebentägige Planetenwoche. In einer [[Elegie]] des [[Tibull]]  († 19/18 v. Chr.) findet sich ein Hinweis auf den „heiligen Tag des [[Saturn (Planet)|Saturn]]“, an dem man angeblich nicht reisen dürfe.&amp;lt;ref&amp;gt;Tibull I 3, 18; ähnlich [[Ovid]], [[Remedia amoris]] 219 f., wo die „peregrina Sabbata“ als mögliche Reisehindernisse erwähnt werden.&amp;lt;/ref&amp;gt; Hier zeigt sich eine Beeinflussung durch den [[Judentum|jüdischen]] [[Schabbat]]. Bis zum Ende des 1. Jahrhunderts n. Chr. setzte sich die Sieben-Tage-Woche weitgehend durch, wobei auch das zunehmende Interesse an [[Astrologie]] eine Rolle spielte.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Karl-Wilhelm Weeber]]: &amp;#039;&amp;#039;Alltag im alten Rom. Ein Lexikon&amp;#039;&amp;#039;. Artemis &amp;amp; Winkler, Zürich 1998, ISBN 3-7608-1206-6, S. 411.&amp;lt;/ref&amp;gt; Rechtlich kann die Verbindlichkeit der Sieben-Tage-Woche erst mit [[Konstantin der Große|Kaiser Konstantin]] ab 321 n. Chr. in der Gesetzgebung zur Arbeits- und Gerichtstagsfreiheit des Sonntags festgemacht werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://webu2.upmf-grenoble.fr/DroitRomain/Constitutiones/CTh02_mommsen.htm#8 |wayback=20121120095929 |text=Codex Theodosianus 2,8,1 |archiv-bot=2019-05-04 13:36:06 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Jörg Rüpke]]: &amp;#039;&amp;#039;Kalender und Öffentlichkeit: Die Geschichte der Repräsentation und religiösen Qualifikation von Zeit in Rom&amp;#039;&amp;#039;. de Gruyter, Berlin 1995, ISBN 3-11-014514-6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römischer Kalender]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Frank C. Müller</name></author>
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