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	<title>Numerus-clausus-Urteil - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T15:45:44Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Numerus-clausus-Urteil&amp;diff=43381&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Godihrdt: Eigenschreibweise angepasst (DER SPIEGEL → Der Spiegel)</title>
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		<updated>2025-06-08T10:32:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Eigenschreibweise angepasst (DER SPIEGEL → &lt;a href=&quot;/index.php/Der_Spiegel&quot; title=&quot;Der Spiegel&quot;&gt;Der Spiegel&lt;/a&gt;)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Numerus-clausus-Urteil&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; des [[Bundesverfassungsgericht]]s vom [[18. Juli]] [[1972]] ([[BVerfGE]] 33, 303) gilt als wesentlicher Bestandteil der Geschichte der [[Stiftung für Hochschulzulassung|zentralen Vergabe von Studienplätzen]]. Das Bundesverfassungsgericht geht davon aus, dass aus dem in Artikel&amp;amp;nbsp;12 Absatz&amp;amp;nbsp;1 Satz&amp;amp;nbsp;1 Grundgesetz gewährleisteten Grundrecht der [[Berufsfreiheit]] in Verbindung mit dem allgemeinen [[Gleichheitssatz]] und dem [[Sozialstaatsprinzip]] ein Recht auf Zulassung zum Hochschulstudium folgt. Daraus folge, dass absolute Zulassungsbeschränkungen zum Studium nur unter bestimmten Umständen zulässig sind. Das Gericht erkannte damit einen grundrechtlichen Anspruch jedes Bewerbers auf gleiche Teilhabe an dem vorhandenen Studienplatzangebot an (derivatives Teilhaberecht). Gleichzeitig stellte das Gericht fest, dass ein Recht auf Schaffung und Zuteilung weiterer Studienplätze (originäres Leistungsrecht) unter dem Vorbehalt des Möglichen&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Lino Munaretto |Titel=Der Vorbehalt des Möglichen: Öffentliches Recht in begrenzten Möglichkeitsräumen |Verlag=Mohr Siebeck |Ort=Tübingen |Datum=2022 |ISBN=978-3-16-161744-7}}&amp;lt;/ref&amp;gt; stehe, wobei es primär Aufgabe des [[Budgetrecht|Haushaltsgesetzgebers]] sei, entsprechende Verteilungsentscheidungen zu treffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hauptursache für dieses [[Urteil (Rechtswissenschaft)|Urteil]] waren die höchst unterschiedlichen Zugangsregelungen, beispielsweise Mehrfachbewerbungen und Doppeleinschreibungen, für das [[Studium]] an einer [[Liste der Hochschulen in Deutschland|Hochschule]]. Die sich daraus ergebenden rechtlichen Unsicherheiten wurden durch das [[Bundesverfassungsgericht]] gerügt und mit weitreichenden Änderungsanliegen versehen. Seine Forderung bestand in einer bundesweiten Verteilungsstelle von Studienplätzen mit einheitlichen Auswahlkriterien, wobei der [[Numerus clausus]] und damit die zentrale Vergabe nur bei tatsächlichen „Kapazitätsengpässen“ zulässig ist. Die [[Politik|politischen]] Konsequenzen waren unter anderem der [[Staatsvertrag]] über die Vergabe von Studienplätzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein zweites Urteil folgte am 8. Februar 1977:&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-40992612.html |titel=NUMERUS CLAUSUS : Lieber mischen – Der Spiegel 8/1977 |abruf=2020-06-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Vermieden werden müsse der „prinzipielle Ausschluß ganzer Gruppen geeigneter Bewerber durch starre und durch eigenes Zutun nicht mehr korrigierbare Grenzziehungen mit unvertretbar hohen Schwellen“. Jenseits der Note und Wartezeit räumte das Urteil Tests und Praktika eine Relevanz zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In mehreren Beschlüssen hat das [[Verwaltungsgericht Gelsenkirchen]] festgestellt, dass das heutige Vergabeverfahren diesen verfassungsrechtlichen Vorgaben nicht mehr genüge.&amp;lt;ref&amp;gt;Beschluss vom 26. April 2012, Az. 6 K 3656/11.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dem hat das Bundesverfassungsgericht in seinem Beschluss vom 6. September 2012 (Az.&amp;amp;nbsp;1 BvL&amp;amp;nbsp;13/12) widersprochen: Es sei nicht erkennbar, „dass die Entscheidung vom 8. Februar 1977 (BVerfGE 43, 291) rechtliche Vorgaben enthält, aus denen eine mögliche Verfassungswidrigkeit des heutigen Auswahlsystems folgt“. Allerdings war das Normenkontrollverfahren mangels substantiierter Begründung bereits ohnehin unzulässig.&amp;lt;ref&amp;gt;Beschluss der 2. Kammer des Ersten Senats vom 6. September 2012 – 1&amp;amp;nbsp;BvL 13/12 ([https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2012/09/lk20120906_1bvl001312.html online]).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erneut hat das Bundesverfassungsgericht am 19. Dezember 2017 geurteilt:&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=1 Senat Bundesverfassungsgericht |url=https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2017/12/ls20171219_1bvl000314.html |titel=Bundesverfassungsgericht – Entscheidungen – Bundes- und landesgesetzliche Vorschriften über die Studienplatzvergabe für das Fach Humanmedizin teilweise mit dem Grundgesetz unvereinbar |datum=2017-12-19 |abruf=2020-06-04 |sprache=de}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Für die Zulassung zum begehrten Medizin-Studium seien die bestehenden Regelungen teilweise nicht verfassungskonform.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [https://www.servat.unibe.ch/dfr/bv033303.html BVerfG: Urteil 1 BvL 32/70 und 1 BvL 25/71 vom 3. Mai 1972] (via DFR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Studium]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hochschulrecht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Akademisches Bildungswesen in Deutschland]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Godihrdt</name></author>
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