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	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Numerische_Differentiation</id>
	<title>Numerische Differentiation - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T00:49:09Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Numerische_Differentiation&amp;diff=556967&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Biggerj1: splines alleine helfen nicht</title>
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		<updated>2021-07-20T10:13:54Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;splines alleine helfen nicht&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;In der [[Numerische Mathematik|Numerischen Mathematik]] bezeichnet man mit &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;numerischer Differentiation&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; die näherungsweise Berechnung der [[Differentialrechnung|Ableitung]] aus gegebenen Funktionswerten, meist mittels eines [[Differenzenquotient]]en. Dies ist nötig, falls die Ableitungsfunktion nicht gegeben ist oder die Funktion selbst nur indirekt, beispielsweise über Messwerte, zur Verfügung steht. Im Gegensatz dazu wird beim [[Automatisches Differenzieren|automatischen Differenzieren]] der Code, der die betrachtete Funktion definiert, um eine Ableitungsfunktion erweitert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alternativ kann man auch differenzierbare [[Approximation]]en von Funktionen wie zum Beispiel kubische [[Smoothing Splines]] verwenden. Ist man nicht am gesamten Funktionsverlauf, sondern nur an einzelnen Stellen interessiert, so existieren spezielle Formeln.&lt;br /&gt;
[[Image:Derivative.svg|230px|right]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Differenzenquotient ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Differenzenquotient}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Gesamtfehler.png|mini|Fehlerverhalten der numerischen Differentiation, für kleine h ist der Fehler aufgrund von [[Auslöschung (Numerik)|Auslöschung]] groß, während der Fehler bei größeren h (wo die Maschinengenauigkeit ausreicht) linear wächst.]]&lt;br /&gt;
Ein naheliegender Ansatz ist die Verwendung des Vorwärtsdifferenzenquotienten:&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;f&amp;#039;(x) = \frac{f(x+h)-f(x)}{h} + \mathcal O(h)&amp;lt;/math&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;math&amp;gt;\mathcal O(h)&amp;lt;/math&amp;gt; beschreibt, dass der Fehler linear mit der Schrittweite &amp;lt;math&amp;gt;h&amp;lt;/math&amp;gt; anwächst. Für weitere Details der &amp;lt;math&amp;gt;\mathcal O&amp;lt;/math&amp;gt;-Notation siehe [[Landau-Symbole]].&lt;br /&gt;
Ist der Abstand (h) der Funktionswerte gering, so wäre bei beliebig genauer Rechnung die Näherung zunächst besser. Allerdings tritt bei der Berechnung mittels [[Gleitkommazahl]]en [[Auslöschung (Numerik)|Auslöschung]] auf, weswegen das gewählte h von der [[Maschinengenauigkeit]] abhängige Schranken nicht unterschreiten darf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine bessere Näherung als den Vorwärtsdifferenzenquotient erhält man durch Verwendung des zentralen Differenzenquotienten:&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;f&amp;#039;(x) = \frac{f(x+h)-f(x-h)}{2h} +\mathcal O(h^2)&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
Für den zentralen Differenzenquotienten ist die optimale Schrittweite &amp;lt;math&amp;gt;h&amp;lt;/math&amp;gt; in der Größenordnung der dritten Wurzel der [[Maschinengenauigkeit]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Tim Sauer |Titel=Numerical analysis |Auflage=Third edition |Ort=[Hoboken, New Jersey] |Datum=2018 |ISBN=978-0-13-469645-4 |Seiten = 248}}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unter Benutzung von Taylorreihenentwicklungen höherer Ordnung lassen sich Finite-Differenzenquotienten mit kleinerem Fehlerterm herleiten, wenn &amp;lt;math&amp;gt;|h|&amp;lt;1&amp;lt;/math&amp;gt;:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;f&amp;#039;(x)= \frac{1}{12 h} \left(-f(x+2h) + 8f(x+h) - 8f(x-h) + f(x-2h) \right)  + \mathcal O(h^4)&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Numerische Differentiation unter Verwendung komplexer Variable ==&lt;br /&gt;
Ein Problem bei der Anwendung eines klassischen Differenzenquotienten ist die Wahl einer optimalen Schrittweite &amp;lt;math&amp;gt;h&amp;lt;/math&amp;gt;. Ein zu großes &amp;lt;math&amp;gt;h&amp;lt;/math&amp;gt; führt zu Rundungsfehlern, während ein zu kleines &amp;lt;math&amp;gt;h&amp;lt;/math&amp;gt; zu [[Auslöschung (numerische Mathematik)|Auslöschung]] führt. Die numerische Auslöschung infolge der Subtraktion kann durch die komplexwertige Approximation&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;f&amp;#039;(x) = \frac{\Im(f(x + \mathrm{i} h))}{h} + \mathcal{O}(h^2)&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
verhindert werden.&amp;lt;ref&amp;gt;W. Squire, G. Trapp (1998) Using Complex Variables to Estimate Derivatives of Real Function, &amp;#039;&amp;#039;SIAM Rev.&amp;#039;&amp;#039;, 40(1):110-112. {{DOI|10.1137/S003614459631241X}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Herleitung ===&lt;br /&gt;
Wir betrachten die [[Taylorreihe]] von &amp;lt;math&amp;gt;f(x+h)&amp;lt;/math&amp;gt; am Entwicklungspunkt &amp;lt;math&amp;gt;x&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;f(x+h) = f(x) + h f&amp;#039;(x) + \frac{h^2 f&amp;#039;&amp;#039;(x)}{2} + \frac{h^3 f&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;(x)}{6} + \dots&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
Abbruch nach dem linearen Glied und Umstellung nach &amp;lt;math&amp;gt;f&amp;#039;(x)&amp;lt;/math&amp;gt; liefert den oben genannten Vorwärtsdifferenzenquotienten. Wir ersetzen nun die reelle Schrittweite &amp;lt;math&amp;gt;h&amp;lt;/math&amp;gt; durch die imaginäre Schrittweite &amp;lt;math&amp;gt;\mathrm{i}h&amp;lt;/math&amp;gt; und erhalten&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;f(x+\mathrm{i}h) = f(x) + \mathrm{i}h f&amp;#039;(x) - \frac{h^2 f&amp;#039;&amp;#039;(x)}{2} - \frac{\mathrm{i}h^3 f&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;(x)}{6} + \dots&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
Betrachten wir nun nur den Imaginäranteil dieser Taylorreihe, so erhalten wir&lt;br /&gt;
:&amp;lt;math&amp;gt;\Im (f(x+\mathrm{i}h)) = h f&amp;#039;(x) - \frac{h^3 f&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;(x)}{6} + \dots&amp;lt;/math&amp;gt;&lt;br /&gt;
was bei Abbruch nach dem linearen Glied auf die oben angegebene Näherung der Ableitung mit dem Fehler &amp;lt;math&amp;gt;\mathcal{O}(h^2)&amp;lt;/math&amp;gt; führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Numerische Differentiation verrauschter Daten ==&lt;br /&gt;
In praktischer Anwendung sind die Funktionswerte oft [[Rauschen (Physik)|verrauscht]].&lt;br /&gt;
Das einfache Anwenden finiter Differenzenmethoden auf [[Rauschen (Physik)|verrauschte]] Daten führt dazu, dass die erhaltene numerische Ableitung starke Ausreißer hat. Es gibt für verrauschte Daten spezielle Methoden um die Ableitung dennoch zuverlässig zu berechnen, beispielsweise kann die Datenreihe zunächst [[Glätten (Mathematik)|geglättet]] werden oder eine approximierende Funktion durch [[Ausgleichungsrechnung]] gefunden werden und anschließend die numerische Differentiation durchgeführt werden&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Karsten Ahnert, Markus Abel |Titel=Numerical differentiation of experimental data: local versus global methods |Sammelwerk=Computer Physics Communications |Band=177 |Nummer=10 |Datum=2007-11 |ISSN=0010-4655 |DOI=10.1016/j.cpc.2007.03.009 |Seiten=764–774}}&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Bei der [[Kantendetektion]] werden beispielsweise [[Sobel-Operator]]en verwendet, die gleichzeitig eine Glättung durchführen. Eine weitere Möglichkeit bietet die Verwendung von geglätteten Splines (auch Ausgleichssplines).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Hans Rudolf Schwarz: &amp;#039;&amp;#039;Numerische Mathematik.&amp;#039;&amp;#039; 4., überarbeitete und erweiterte Auflage. B. G. Teubner, Stuttgart 1997, ISBN 3-519-32960-3.&lt;br /&gt;
* Martin Hanke-Bourgeois: &amp;#039;&amp;#039;Grundlagen der numerischen Mathematik und des wissenschaftlichen Rechnens.&amp;#039;&amp;#039; B. G. Teubner, Stuttgart u. a. 2002, ISBN 3-519-00356-2.&lt;br /&gt;
* [[Martin Hermann (Mathematiker)|Martin Hermann]]: &amp;#039;&amp;#039;Numerische Mathematik, Band 2: Analytische Probleme&amp;#039;&amp;#039;. 4., überarbeitete und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter Verlag, Berlin und Boston 2020. ISBN 978-3-11-065765-4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Numerische Mathematik]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Biggerj1</name></author>
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