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	<title>Numen - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Numen&amp;diff=78579&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Ankermast: Änderungen von Pfaffenschänder333 (Diskussion) auf die letzte Version von LHBSA zurückgesetzt</title>
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		<updated>2024-08-09T19:20:35Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderungen von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/Pfaffensch%C3%A4nder333&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/Pfaffenschänder333&quot;&gt;Pfaffenschänder333&lt;/a&gt; (&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer_Diskussion:Pfaffensch%C3%A4nder333&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer Diskussion:Pfaffenschänder333 (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Diskussion&lt;/a&gt;) auf die letzte Version von &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:LHBSA&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:LHBSA (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;LHBSA&lt;/a&gt; zurückgesetzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|beschreibt den Fachbegriff der Religionswissenschaft. Für die internationale Fachzeitschrift der Religionswissenschaft siehe [[Numen (Zeitschrift)]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Numen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (lateinisch &amp;#039;&amp;#039;numen&amp;#039;&amp;#039; „Wink, Geheiß, Wille, göttlicher Wille“) ist ein Fachbegriff der [[Religionswissenschaft]], der von [[Rudolf Otto]] eingeführt wurde. Er bezeichnet die Anwesenheit eines absolut [[transzendent]]en, „gestaltlos Göttlichen“. In der historischen [[Römische Religion|Römischen Religion]] bedeutet &amp;#039;&amp;#039;numen&amp;#039;&amp;#039; primär das Handeln einer Gottheit und sekundär das derart wirkende göttliche Wesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Römischer Kult ==&lt;br /&gt;
In der älteren römischen Religion bezeichnet Numen mehr das Wirken und den Willen einer Gottheit als diese selbst. Dieses Numen konnte Naturerscheinungen wie einem Fluss, einem Baum oder einem Stein innewohnen (siehe auch [[Animismus (Religion)|Animismus]]). Personifizierte Gottheiten gab es in dieser ursprünglichen römischen Religion nicht.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Grant: &amp;#039;&amp;#039;Mythen der Griechen und Römer&amp;#039;&amp;#039;, 1962/2004, S. 441 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Erst ab der [[Römische Kaiserzeit|Kaiserzeit]] konnte das Wort auch synonym für „Gottheit“ gebraucht werden. Im römischen [[Kaiserkult]] wurde das &amp;#039;&amp;#039;numen Augusti&amp;#039;&amp;#039; verehrt, das nicht der Person des amtierenden Kaisers galt, sondern dem im Kaiser [[Inhärenz|inhärenten]] Wirken der Götter.&amp;lt;ref&amp;gt;Duncan Fishwick: &amp;#039;&amp;#039;Numen Augusti&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Britannia&amp;#039;&amp;#039; 20 (1989), S. 231–234.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Moderne Terminologie ==&lt;br /&gt;
=== Religionswissenschaft ===&lt;br /&gt;
[[Rudolf Otto]] (1869–1937) entlehnte den Begriff Numen bzw. das Numinose aus dem Lateinischen, um das Göttliche, das [[Wunder]] des [[Sein (Philosophie)|Sein]]s zu beschreiben, losgelöst von allen Assoziationen, die von Wörtern der „natürlichen“ Sprache ausgehen. Für ihn ist das Numen außerhalb der menschlichen Realität und steht für die Sphäre des Heiligen. Es kann deshalb weder bewiesen noch widerlegt werden. Es lässt sich nur durch dessen Erfahrung wahrnehmen, und zwar entweder als [[mysterium tremendum]] (Schauder, Furcht) oder [[mysterium fascinans]] (Anziehung).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Religionswissenschaft bezeichnet Numen eine Macht oder Kraft, die auf die Natur und den Menschen einwirkt, so wie Schicksal, Fruchtbarkeit, Wachstum, Macht, Tod. Wird diese Kraft personalisiert, spricht man von einer Gottheit, einem [[Dämon]] oder einem sonstigen Geistwesen. Diese sind dennoch nicht identisch mit der Kraft, sondern lediglich deren Vertreter, Träger oder Beherrscher und zum Teil selbst ihnen unterworfen. Während der Mensch den numinosen Kräften ausgeliefert ist, vermag er durch Verehrung jener mehr oder weniger personalisierten Wesen einen indirekten Einfluss auf die numinosen Kräfte zu gewinnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ethnologie und Volkskunde ===&lt;br /&gt;
Ähnlich wird Numen in der [[Ethnologie]] gebraucht. Hier bezeichnet es die [[Magie|magische]] Kraft, die in einem Objekt, Tier oder Menschen sitzen soll. Dieses Konzept entspricht unter anderem dem polynesischen [[Mana]], dem [[Orenda]] der Irokesen oder dem [[Manitu]] der Algonkinvölker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Volkskunde|volkskundlichen]] [[Erzählforschung]] findet der Begriff vorzugsweise Verwendung im Zusammenhang mit Sagen, ebenso in der [[Phänomenologie (Methodik)|Phänomenologie]] der [[Märchen]].&amp;lt;ref&amp;gt;LÜTHI, Max (1974) Das europäische Volksmärchen. UTB 321 Francke&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Psychologie ===&lt;br /&gt;
In der [[Tiefenpsychologie]] wurde der Begriff durch [[Carl Gustav Jung]] in die [[analytische Psychologie]] eingeführt, da nach Jung [[Archetyp (Psychologie)|Archetyp]]en dem Bewusstsein als numinos erscheinen. Unabhängig davon wird der Begriff auch vom Neopsychoanalytiker [[Erik H. Erikson]] verwendet, der den Terminus im Zusammenhang mit dem frühkindlichen [[Ritual|Ritualismus]] verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Thomas Gärtner]]: &amp;#039;&amp;#039;Numen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Reallexikon für Antike und Christentum]]&amp;#039;&amp;#039;. Band 25, Hiersemann, Stuttgart 2013, ISBN 978-3-7772-1318-7, Sp. 1160–1171 &lt;br /&gt;
* Dirk Johannsen: &amp;#039;&amp;#039;Das Numinose als kulturwissenschaftliche Kategorie. Norwegische Sagenwelt in religionswissenschaftlicher Deutung&amp;#039;&amp;#039;. Kohlhammer, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-17020518-5&lt;br /&gt;
* [[Rudolf Otto]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Heilige: Über das Irrationale in der Idee des Göttlichen und sein Verhältnis zum Rationalen&amp;#039;&amp;#039;. 4. Auflage, Verlag C.H. Beck, München 2014, ISBN 3406658970.&lt;br /&gt;
* {{DNP|8|1047|1049|Numen|Francesca Prescendi}}&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[https://lhbsa.de/publikationen/numinoses-erzaehlen-das-andere-das-jenseitige-das-zauberische/ Numinoses Erzählen. Das Andere – das Jenseitige – das Zauberische]&amp;#039;&amp;#039;. Beiträge zur Volkskunde für Sachsen-Anhalt, Band 5. Herausgegeben von Kathrin Pöge-Alder und Harm-Peer Zimmermann. Halle (Saale) 2018.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Numinosum}}&lt;br /&gt;
* [https://archive.org/details/RudolfOtto_dasHeilige &amp;#039;&amp;#039;Das Heilige&amp;#039;&amp;#039;] bei &amp;#039;&amp;#039;archive.org&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4172166-4}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erzählforschung]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Theologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Übernatürliches Wesen]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Ankermast</name></author>
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