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	<title>Nudum ius - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T18:29:05Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Nudum_ius&amp;diff=1200235&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Wruedt: Abschnittlink korrigiert</title>
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		<updated>2021-04-24T08:17:02Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Abschnittlink korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der [[Rechtsbegriff]] &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;nudum ius&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, lat. für „nacktes Recht“, bezeichnet ein [[Recht]], welches inhaltlich völlig entleert ist. Es besteht zwar noch formal, vermittelt dem Inhaber aber keine [[Recht#Allgemeines|subjektiven]] Befugnisse mehr. Der Begriff wurde bereits im [[Römisches Recht|römischen Recht]] verwendet (&amp;#039;&amp;#039;nudum ius quiritium&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So kann im [[Privatrecht]] das [[Eigentum]] zu einem nudum ius werden, wenn der Herausgabeanspruch gegen den [[Besitz]]er [[Verjährung (Deutschland)|verjährt]] ist, aber keine [[Ersitzung]] eintritt. Ein Beispiel im deutschen Recht: Der Eigentümer behält zwar sein Eigentum über das vor über 30 Jahren gestohlene Fahrrad, das der Dieb seither in seinem Besitz hat, kann es aber nicht herausverlangen, weil sein Herausgabeanspruch ({{§|985|BGB|dejure}} BGB) nach 30 Jahren verjährt ({{§|197|BGB|dejure}} Abs. 1 Nr. 1 BGB) und somit nicht mehr durchsetzbar ist ({{§|214|BGB|dejure}} BGB). Der Dieb (als tatsächlicher Besitzer) andererseits kann aufgrund seiner [[Bösgläubigkeit]] bei Besitzverschaffung kein Eigentum durch Ersitzung erlangen ({{§|937|BGB|dejure}} Abs. 1, Abs. 2 [[Bürgerliches Gesetzbuch|BGB]]). Der formalen Position des Eigentums entspricht keinerlei Nutzungsmöglichkeit mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein Recht kann auch durch den Eingriff des Gesetzgebers ausgehöhlt werden. Wird beispielsweise einem Grundstückseigentümer kraft [[Gesetz]]es verboten, sein Grundstück in jedweder Art und Weise zu nutzen, es zu bebauen, zu betreten oder dergleichen, so hat sein Eigentum nur noch theoretische Natur: Zwar entzieht ihm das entsprechende Gesetz formal nicht seine Eigentümerstellung, er kann aber mit seinem [[Dingliches Recht (Deutschland)|dinglichen Recht]] Eigentum nicht mehr schalten und walten wie er will. Gerade dies ist aber der typische Inhalt des Eigentumsrechtes, wie in {{§|903|BGB|dejure}} BGB zum Ausdruck bringt. Das Eigentumsrecht am Grundstück ist in diesem Fall zu einem nudum ius „degeneriert“. Zumeist greifen jedoch Regeln der [[Enteignung]]sentschädigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Sonstiges==&lt;br /&gt;
* [[Latein im Recht]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literaturhinweise ==&lt;br /&gt;
* Bodo Pieroth und Bernhard Schlink: &amp;#039;&amp;#039;Grundrechte Staatsrecht II&amp;#039;&amp;#039;, 20. Auflage 2004, Verlag C.F. Müller, ISBN 3-8114-9018-4.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lateinische Phrase]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtssprache]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Privatrechtsgeschichte]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Wruedt</name></author>
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