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	<title>Nuages - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T03:02:50Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Nuages&amp;diff=2127036&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;EugenioNoel: tippf.</title>
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		<updated>2024-02-27T21:34:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;tippf.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Nuages&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine 1940 entstandene Instrumental-Komposition von [[Django Reinhardt]], die sich in Frankreich zum Hit und dann zum [[Jazzstandard]] entwickelte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kennzeichen des Stücks ==&lt;br /&gt;
Es ist das Lied von den Wolken (französisch &amp;#039;&amp;#039;Nuages&amp;#039;&amp;#039;), die ein Bild für die eigentliche Heimat&amp;lt;ref name=HJS&amp;gt;Schaal, &amp;#039;&amp;#039;Jazz-Standards&amp;#039;&amp;#039;, S. 362&amp;lt;/ref&amp;gt; der heimatlosen [[Sinti und Roma]] sind. Die Komposition beruht auf einem [[Chromatik|chromatisch]] auf- und absteigenden Motiv, das über 32 [[Takt (Musik)|Takte]] hin verändert wird, und ist in der [[Liedform]] ABA&amp;#039;B&amp;#039; gehalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erste Einspielungen ==&lt;br /&gt;
Eine erste Einspielung des Stückes am 1. Oktober 1940&amp;lt;ref&amp;gt;Dregni &amp;#039;&amp;#039;Gypsy Jazz&amp;#039;&amp;#039;, S. 86&amp;lt;/ref&amp;gt; wurde von Reinhardt zunächst verworfen (sie wurde erst 1983 veröffentlicht). Die Reinhardt-Biographen Schmitz und Maier schrieben:&lt;br /&gt;
:„Was diese Erstfassung betrifft, so hat es allen Anschein, dass Django selbst dem Ergebnis seiner Einspielung nicht zufrieden war und enttäuscht darüber gewesen sein mochte, dass eine einzige Klarinette [ [[Hubert Rostaing]] ] den orchestralen Sound seiner eigenen Vorstellung nicht treffen, ja stören konnte. Der Gitarrist liebte immerhin große Orchester und versuchte mit seiner Fingertechnik immer wieder, durch kluge vertikale Konstruktion dessen Klangstrukturen auf den Gitarrenhals zu übertragen.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;schmitz&amp;quot;&amp;gt;Alexander Schmitz, Peter Maier: &amp;#039;&amp;#039;Django Reinhardt. Sein Leben Seine Musik Seine Schallplatten.&amp;#039;&amp;#039; Oreos Verlag (Collection Jazz), Gauting-Buchendorf 1985. S. 172 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Arrangement dieser „Vorläufer“-Version ist in der Einleitung „modern dissonant gehalten und zeigt bereits Veränderungen in Djangos musikalischem Geschmack - dem sich langsam Entfernen von den holzgeschnitzten Modellen des älteren [[Hot Jazz]].“&amp;lt;ref name=&amp;quot;schmitz&amp;quot;/&amp;gt; Nach Ansicht der Reinhardt-Biografen ist die spätere Fassung zwar „sauberer, ausgefeilt, glatter. Dagegen scheint es wiederum, als hätte das Original mehr Spontaneität und Bewegung“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;schmitz&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Reinhardt das Arrangement ausgefeilt hatte, ging er am 13. Dezember 1940 wiederum ins Studio, um das Stück diesmal mit zwei Klarinettisten – neben Hubert Rostaing war dies [[Alix Combelle]] – erneut einzuspielen, die dann auf Label [[Swing (Label)|Swing]] erschien und die heutzutage bekanntere Fassung ist. Nach einer [[Dissonanz|dissonanten]] [[Staccato]]-haften Einleitung wird das Thema von den Klarinetten und der Leadgitarre vorgestellt und erst ab dem zweiten [[Chorus (Jazz)|Chorus]]-Takt von der Band begleitet. Seinen Solo-Chorus „beginnt er mit effektvollen [[Flageolett]]s und steigert ihn zu rasanten Sechzehntelläufen, eher er vom Höhepunkt wieder zurück in eine themennahe Schlussphase findet.“ Erst dann setzen die Klarinetten wieder ein; nach einer Reprise kommt das Stück zu seinem Ende.&amp;lt;ref name=HJS/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirkungsgeschichte ==&lt;br /&gt;
Django Reinhardt stellte das neue Stück zuerst im von den Deutschen besetzten Paris in der [[Salle Pleyel]] vor. Das französische Publikum war begeistert; er musste an diesem Abend den Song noch zweimal wiederholen.&amp;lt;ref name=DREG&amp;gt;Dregni &amp;#039;&amp;#039;Gypsy Jazz&amp;#039;&amp;#039;, S. 87&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Song mit dem pfeifbaren Grundmotiv entwickelte sich zum Hit. Mehr als 100 000 Exemplare der [[Schellackplatte]] wurden verkauft. Das Stück fungierte sowohl als „Gebet im verlorenen Krieg“ als auch als „Ersatz-Nationalhymne“.&amp;lt;ref name=DREG/&amp;gt; Für Reinhardt war der Erfolg der Durchbruch als Star; er stieg in Frankreich auf die gleiche Ebene wie [[Maurice Chevalier]] oder [[Josephine Baker]] auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Stück entwickelte sich folgerichtig zu Reinhardts Erkennungsmelodie. Er spielte noch zahlreiche weitere Versionen ein,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.gould68.freeserve.co.uk/nuages.htm |wayback=20081026142836 |text=Dave Gould: Guitar Pages |archiv-bot=2019-05-04 12:57:17 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt; so 1942 in [[Brüssel]] mit Stan Brenders et Son Grand Orchestra oder 1946 in [[London]] mit [[Stéphane Grappelli]]. „Seine sicherlich spektakulärste Fassung stammt aus dem Jahr 1950, eine über sechsminütige virtuose &amp;#039;&amp;#039;Tour de force&amp;#039;&amp;#039;, die Reinhardt auf der Sologitarre einspielte.“&amp;lt;ref name=HJS/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Nuages&amp;#039;&amp;#039; wurde im Jazz von zahlreichen Gitarristen eingespielt – in Nordamerika von [[Joe Pass]] (zuerst 1964) über [[Barney Kessel]], [[Herb Ellis]] und [[Charlie Byrd]] bis hin zu [[Tal Farlow]], [[Laurindo Almeida]] und [[Allan Holdsworth]]. In Europa wurde der Song zu einem Referenzstück des [[Gypsy-Jazz]], aber nicht nur von [[Elek Bacsik]], [[Christian Escoudé]], [[Boulou Ferré]], [[Biréli Lagrène]] oder [[Stochelo Rosenberg]], sondern auch von [[Philip Catherine]] (auch mit [[Larry Coryell]] 1976) und [[Pierre Dørge]] interpretiert. In der Tradition von Stéphane Grappelli haben [[Didier Lockwood]], [[Svend Asmussen]] oder [[Martin Weiss (Musiker)|Martin Weiss]] den Song aufgegriffen. Aber auch [[Oscar Peterson]], [[Peter Appleyard]], [[Phil Woods]], [[Paul Desmond]] oder [[John Purcell]] haben über &amp;#039;&amp;#039;Nuages&amp;#039;&amp;#039; improvisiert.&amp;lt;ref&amp;gt;Schaal, &amp;#039;&amp;#039;Jazz-Standards&amp;#039;&amp;#039;, S. 363f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Nuages&amp;#039;&amp;#039; ist ein Lieblingsstück von [[Quincy Jones]].&amp;lt;ref&amp;gt;Bei einem Besuch in Südafrika lobte Quincy Jones den Pianisten [[Tony Schilder]] mit den Worten “Beautiful chords you were using” für dessen Harmonisierung der Komposition. Vgl. Chatradari Devroop &amp;amp; Chris Walton &amp;#039;&amp;#039;Unsung: South African Jazz Musicians under Apartheid&amp;#039;&amp;#039; Sun Press 2007, S. 82.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Versionen mit Text ==&lt;br /&gt;
Es wurden verschiedene schwermütige Texte zum Song geschrieben. Die französische Version („Lentement dans le soir le train s&amp;#039;en va“) wurde von [[Yves Montand]] und von [[Sacha Distel]] interpretiert. Englische Versionen stammen von [[Spencer Williams]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.djangobooks.com/archives/Nuages.pdf &amp;quot;It&amp;#039;s the Bluest kind of Blues&amp;quot;, Text von Spencer Williams] (PDF; 1,3&amp;amp;nbsp;MB)&amp;lt;/ref&amp;gt; und von [[Jon Hendricks]] (dessen Fassung wurde 1997 von &amp;#039;&amp;#039;[[Manhattan Transfer (Band)|Manhattan Transfer]]&amp;#039;&amp;#039; mit den Instrumentalisten Stéphane Grappelli und Stochelo Rosenberg aufgenommen).&amp;lt;ref&amp;gt;Schaal, &amp;#039;&amp;#039;Jazz-Standards&amp;#039;&amp;#039;, S. 364&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Michael Dregni &amp;#039;&amp;#039;Gypsy Jazz: In Search of Django Reinhardt and the Soul of Gypsy Swing&amp;#039;&amp;#039; Oxford: Oxford University Press 2008; ISBN 978-0-19-531192-1&lt;br /&gt;
* [[Hans-Jürgen Schaal (Jazzautor)|Hans-Jürgen Schaal]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Jazz-Standards. Das Lexikon.&amp;#039;&amp;#039; 3., revidierte Auflage. Bärenreiter, Kassel u.&amp;amp;nbsp;a. 2004, ISBN 3-7618-1414-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jazz-Titel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lied 1940]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;EugenioNoel</name></author>
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