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	<title>Nowa Ruda - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Nowa_Ruda&amp;diff=292521&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Van.ike: /* Söhne und Töchter der Stadt */Lutz Simon und  Ryszard Jastrzębski entfernt, da doppelt angeführt.</title>
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		<updated>2026-04-24T05:38:36Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Söhne und Töchter der Stadt: &lt;/span&gt;&lt;a href=&quot;/index.php/Lutz_Simon&quot; title=&quot;Lutz Simon&quot;&gt;Lutz Simon&lt;/a&gt; und  Ryszard Jastrzębski entfernt, da doppelt angeführt.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Ort in Polen&lt;br /&gt;
| Ort = Nowa Ruda &amp;lt;br&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;Neurode&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Wappen = [[Datei:POL Nowa Ruda COA.svg|119px|Wappen von Nowa Ruda]]&lt;br /&gt;
| Woiwodschaft = Niederschlesien&lt;br /&gt;
| Powiat = Kłodzko&lt;br /&gt;
| PowiatLink = Kłodzki&lt;br /&gt;
| Breitengrad = 50&lt;br /&gt;
| Breitenminute = 34&lt;br /&gt;
| Breitensekunde = 47&lt;br /&gt;
| Längengrad = 16&lt;br /&gt;
| Längenminute = 30&lt;br /&gt;
| Längensekunde = 06&lt;br /&gt;
| OrtFläche = 37.04&lt;br /&gt;
| Höhe = 360&lt;br /&gt;
| Postleitzahl = 57-400&lt;br /&gt;
| Telefonvorwahl = 74&lt;br /&gt;
| KFZ-Kennzeichen = DKL&lt;br /&gt;
| Straße1 = [[Droga wojewódzka 381|DW 381]], [[Droga wojewódzka 385|DW 385]]&lt;br /&gt;
| Schienen1 = [[Bahnstrecke Wałbrzych–Kłodzko|Kłodzko–Wałbrzych]]&lt;br /&gt;
| Flughafen1 = [[Flughafen Breslau|Breslau]]&lt;br /&gt;
| GemeindeTyp = Stadtgemeinde&lt;br /&gt;
| GemeindeFläche = 37.04&lt;br /&gt;
| GemeindeGliederung = &lt;br /&gt;
| TERYT = 0208041&lt;br /&gt;
| Bürgermeister = Tomasz Jacek Kiliński&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://um.nowaruda.pl/pl/strona-glowna/wladze |text=Website der Stadt, &amp;#039;&amp;#039;Władze&amp;#039;&amp;#039; |wayback=20150402122246}}, abgerufen am 13. März 2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| BürgermeisterDatum = 2015&lt;br /&gt;
| AnschriftStraße = Rynek 1&lt;br /&gt;
| AnschriftOrt = 57-400 Nowa Ruda&lt;br /&gt;
| Webpräsenz = www.um.nowaruda.pl&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Schlesien Kr Glatz - Neurode.png|mini|Neurode nordwestlich von Glatz auf einer Landkarte von 1905]]&lt;br /&gt;
[[Datei:2014 Nowa Ruda, ul. Piłsudskiego 2 01.JPG|mini|[[Schloss Neurode]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Nowa Ruda, Kościelna, kostel, panorama.jpg|mini|St.-Nikolaus-Kirche]]&lt;br /&gt;
[[Datei:2014 Nowa Ruda, ratusz 02.JPG|mini|Rathaus]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Nowa Ruda&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; [{{IPA|&amp;#039;nɔva &amp;#039;ruda}}], deutsch: &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Neurode&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{csS|Nová Ruda}}&amp;lt;ref&amp;gt;Marek Šebela, Jiři Fišer: &amp;#039;&amp;#039;České Názvy hraničních Vrchů, Sídel a vodních toků v Kladsku&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Kladský sborník]] 5, 2003, S. 368&amp;lt;/ref&amp;gt;) ist eine Stadt im [[Powiat Kłodzki]] der [[Woiwodschaft Niederschlesien]] in [[Polen]]. Sie ist Sitz der gleichnamigen [[Nowa Ruda (Landgemeinde)|Landgemeinde]]. Zur [[Gmina#Gmina miejska|Stadtgemeinde]] Nowa Ruda gehören unter anderem auch die früher selbständigen Ortschaften [[Kolno (Nowa Ruda)|Kolno]] (&amp;#039;&amp;#039;Kohlendorf&amp;#039;&amp;#039;), [[Drogosław (Nowa Ruda)|Drogosław]] (&amp;#039;&amp;#039;Kunzendorf&amp;#039;&amp;#039;) und [[Słupiec (Nowa Ruda)|Słupiec]] (&amp;#039;&amp;#039;Schlegel&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographische Lage ==&lt;br /&gt;
{{Panorama|Panorama Nowej Rudy.jpg|650|Panorama von Nowa Ruda}}&lt;br /&gt;
Die Stadt liegt in [[Niederschlesien]] im Nordwesten des [[Glatzer Kessel]]s am Rand des [[Eulengebirge]]s. Die Oberstadt mit [[Ring (Marktplatz)|Ring]], Schloss und Pfarrkirche befindet sich am steilen linken Ufer der [[Włodzica]] (&amp;#039;&amp;#039;Walditz&amp;#039;&amp;#039;), die rund 50 Meter tiefer gelegene Unterstadt liegt im Walditztal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte der Stadt ==&lt;br /&gt;
=== Mittelalter ===&lt;br /&gt;
Die Geschichte der Stadt Neurode und ihrer politischen und kirchlichen Zugehörigkeit ist eng verbunden mit der Geschichte der ehemaligen [[Grafschaft Glatz]], zu der Neurode von Anfang an gehörte. Erstmals urkundlich erwähnt wurde es 1337 als „von dem Nevwenrode“ im Zusammenhang mit einem [[Kirchenpatronat]]. Für das Jahr 1346 ist die Schreibweise „Neunrod“ und 1352 „Nowinrade“ bzw. „Newenrode“ belegt, dieser auch als Name für das spätere [[Schloss Neurode]]. Am 20. September 1352 verkaufte der Grundherr Hannus (&amp;#039;&amp;#039;Hanns/Hanß&amp;#039;&amp;#039;) Wustehube den Hof „Newenrode“ mit dem gleichnamigen Städtchen zusammen mit den Dörfern [[Jugów|Hausdorf]], [[Świerki (Nowa Ruda)|Königswalde]], [[Drogosław (Nowa Ruda)|Kunzendorf]], [[Ludwikowice Kłodzkie|Ludwigsdorf]] und [[Wolibórz|Volpersdorf]] an [[Dohna (Adelsgeschlecht)#Zweige in Böhmen, Schlesien und der Lausitz|Hensel von Donyn]] (&amp;#039;&amp;#039;Dohna&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.dokumentyslaska.pl/adel%20glatzer/1319%20-%201462.html Der Adel des Glatzer Landes]&amp;lt;/ref&amp;gt; Für das Jahr 1363 ist eine [[Pfarrkirche]] belegt. Es entwickelte sich allmählich aus einer Handwerkersiedlung in der Vorstadt, wo schon sehr früh die Heilig-Kreuz-Kirche belegt ist, die auch als bedeutende [[Wallfahrt]]sstätte bekannt war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der [[Hussitenkriege]] wurde Neurode mehrmals von den Hussiten überfallen und samt Schloss in Schutt und Asche gelegt. 1434 erhielt es von seinem [[Grundherr]]n Stadtrechtsgrundsätze. Nach dem Tod des Friedrich von Donyn 1467 fielen Neurode und [[Ścinawka Średnia|Mittelsteine]] als erledigtes [[Lehen]] durch [[Heimfall]] an den böhmischen König [[Georg von Podiebrad]]. Dieser schenkte sie aus Dankbarkeit für geleistete Dienste dem Georg [[Stillfried-Rattonitz]] mit der Bedingung, eine der Schwestern des verstorbenen Friedrich von Donyn zu ehelichen. 1472 bestätigte Herzog [[Heinrich I. (Münsterberg-Oels)|Heinrich d. Ä.]] von [[Herzogtum Münsterberg|Münsterberg]] und zugleich Graf von Glatz war, die Schenkung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Frühe Neuzeit ===&lt;br /&gt;
Mitte des 16. Jahrhunderts nahmen die Herren von Stillfried die [[Reformation]] an und stellten einen evangelischen [[Prediger]] an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl die Herren von Stillfried im [[Ständeaufstand in Böhmen (1618)|Ständeaufstand von 1618]] auf der Seite des Winterkönigs [[Friedrich V. (Pfalz)|Friedrich von der Pfalz]] standen, büßten sie nach der [[Schlacht am Weißen Berge]] 1622 nur wenige Güter ein. 1624 kehrte Bernhard I. Stillfried im Zuge der [[Gegenreformation]] zum katholischen Glauben zurück und konnte so einer schweren Bestrafung entgehen. Im [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährigen Krieg]] wurde Neurode zerstört; zudem wütete 1633 die Pest, an der in Neurode und Umgebung fast 1000 Menschen starben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Erster Schlesischer Krieg|Ersten Schlesischen Krieg]] 1742 und endgültig mit dem [[Hubertusburger Frieden]] 1763 fiel Neurode zusammen mit der Grafschaft Glatz an [[Preußen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== 19. und 20. Jahrhundert ===&lt;br /&gt;
Die [[Preußische Reformen|Preußischen Reformen]] hatten nach 1807 zu einer weitgehenden Entmachtung der Grundherren geführt. Aus Verärgerung darüber und auch wegen finanzieller Schwierigkeiten verkaufte Friedrich August von Stillfried 1810 die Herrschaft Neurode an [[Anton Alexander von Magnis]] auf [[Bożków|Eckersdorf]]. Da wegen der bestehenden Schulden bereits eine Zwangsverwaltung angeordnet war, konnte die Übertragung der Güter an die Herren [[Magnis (Adelsgeschlecht)|von Magnis]], die auf ihrem [[Schloss Bożków|Schloss Eckersdorf]] residierten, erst 1821 erfolgen. Das [[Schloss Neurode]] nutzten sie als Sitz der Güterverwaltung, ab 1899 als Sitz der Bergwerksverwaltung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1854 bis 1932 war Neurode – durch Teilung des [[Landkreis Glatz|Kreises Glatz]] – Sitz des [[Landkreis Neurode|Landkreises Neurode]]. Im Jahr 1879 wurde die [[Bahnstrecke Kłodzko–Wałbrzych|Eisenbahnstrecke Glatz–Waldenburg]] als Teil der [[Schlesische Gebirgsbahn|Schlesischen Gebirgsbahn]] eröffnet. Neuroder Kohle wurde ab 1912 für das benachbarte Bahnkraftwerk Mittelsteine der bereits elektrifizierten Eisenbahnstrecken verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;Gall, Pohl: Eisenbahnen in Deutschland, S. 140, Beck, München, 1999&amp;lt;/ref&amp;gt; Die seinerzeit errichtete [[Eisenbahnbrücke über die Woliborką|Eisenbahnbrücke über den Schwarzbachgrund]] war die höchste in [[Preußen]] und ist heute die höchste in Polen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den Jahren 1930 und 1941 erschütterten zwei Bergbau-Katastrophen das Neuroder Revier: Am 9. Juli 1930 [[Erstickung|erstickten]] auf dem [[Schacht (Bergbau)|Schacht]] Kurt der [[Wenceslaus-Grube]] in [[Jugów|Hausdorf]] 151 Bergleute in einem [[Kohlendioxid]]-Ausbruch. Ein noch größerer Kohlendioxid-Ausbruch tötete 187 Bergleute [[Grubenunglück in der Rubengrube|am 10. Mai 1941 in der Rubengrube]] von [[Kolno (Nowa Ruda)|Kohlendorf]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.volpersdorf.de/Grubenunglueck%20Hausdorf.htm Grubenunglück Hausdorf]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Folge des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] kam Neurode zusammen mit dem größten Teil Niederschlesiens in polnische Verwaltung. Der erste polnische Bürgermeister war Edward Miernik. Zugleich meldete auch die [[Tschechoslowakei]] Ansprüche auf das Gebiet der früheren [[Grafschaft Glatz]] an, die bereits früher einmal Teil [[Böhmen]]s gewesen war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der deutsche Ortsname wurde offiziell in das polnische &amp;#039;&amp;#039;Nowa Ruda&amp;#039;&amp;#039; geändert. Die deutsche Bevölkerung wurde in den Jahren 1946 und 1947 mehrheitlich [[Flucht und Vertreibung aus den deutschen Ostgebieten|vertrieben]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die neu angesiedelten Bewohner waren mehrheitlich [[Zwangsumsiedlung von Polen aus den ehemaligen polnischen Ostgebieten 1944–1946|Vertriebene]] aus [[Kresy|Ostpolen]], das die [[Sowjetunion]] annektiert hatte. Nicht ausgewiesen wurden jene Deutsche und ihre Familien, die für das [[Wiedergewonnene Gebiete#Ausreiseverbot und Zwangsabgaben für deutsche Arbeitnehmer|Funktionieren der Wirtschaft]] unverzichtbar waren. Dabei handelte es sich überwiegend um Bergleute im Steinkohlebergbau. Für die Kinder jener Deutschen wurden ab dem Schuljahr 1951 Schulen mit deutschem Sprachunterricht eingerichtet. In den Jahren 1951/52 erschien zudem die deutschsprachige Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Bergmannsgewerkschaft&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten der verbliebenen Deutschen konnten Ende der 1950er Jahre infolge der Vermittlung des [[Deutsches Rotes Kreuz|Deutschen Roten Kreuzes]] im Wege der Familienzusammenführung Polen verlassen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Joachim Bahlcke]]: &amp;#039;&amp;#039;Schlesien und die Schlesier&amp;#039;&amp;#039;, Verlag Langer Müller, ISBN 3-7844-2781-2, S. 199&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1954 bis 1975 war Nowa Ruda Sitz des [[Powiat]] Noworudzki, anschließend gehörte es bis 1998 zur [[Woiwodschaft Wałbrzych]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaftliche Entwicklung ==&lt;br /&gt;
Bereits sehr früh entwickelte sich in Neurode die Tuchmacherei. Die Neuroder Wollenweber erhielten 1360 eine Satzung; für 1404 ist die [[Zunft]]ordnung der Schuhmacher, für 1416 die Zunftordnung der Tuchmacher nachgewiesen. Um 1600 lieferten die Tuchmacher ihre Erzeugnisse in verschiedene Länder der [[Habsburgermonarchie]], um 1800 sogar nach Italien, Russland und in die Türkei. 1808 gab es in Neurode 450 Tuchmachermeister. Von Bedeutung war zwischen 1780 und 1803 auch die Leinenherstellung. Im 19. Jahrhundert entstanden in und um Neurode mehrere Textilfabriken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab dem 19. Jahrhundert war Neurode ein bedeutender Mittelpunkt des gleichnamigen Bergbaugebietes. Neben Steinkohle wurden Eisenerz, Kupfererze, Schiefer und Gold abgebaut. Die Magnis’sche Bergverwaltung, die seit 1899 ihren Sitz im Schloss Neurode hatte, wurde 1901 in die „Gewerkschaft Neuroder Kohlen- und Tonwerke“ umgewandelt. Diese ging 1921 in den Besitz der Berliner [[Linke-Hofmann-Busch|Linke-Hofmann-Lauchhammer AG]] über. Durch den Bergbau ergab sich eine starke industrielle Entwicklung, die die Ansiedlung weiterer Unternehmen und damit einen wirtschaftlichen Aufschwung sowie eine Verbesserung der Infrastruktur zur Folge hatte. Die Bevölkerungszahl stieg stark an. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Bergbau zunächst umfangreich weitergeführt. Wegen Absatzschwierigkeiten wurden die Kohlegruben nach der [[Runder Tisch (Polen)|politischen Wende von 1989]] zunehmend unrentabel. Das letzte Steinkohlenwerk wurde im Jahre 2000 geschlossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
[[Datei:2014 Nowa Ruda, kościół Podwyższenia Świętego Krzyża 02.JPG|mini|Innenraum der Heilig-Kreuz-Kirche]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Nowa Ruda Dwor Gorny 01.jpg|mini|Oberwalditzer Schloss]]&lt;br /&gt;
* Das Rathaus wurde 1892–1894 nach Entwurf des Architekten [[Ewald Berger (Architekt)|Ewald Berger]] in Stil der [[Neurenaissance]] errichtet. Die Fassade trägt die [[Emblem (Kunstform)|Embleme]] der [[Zunft|Gilden]] der [[Tuchhändler]], der [[Textilindustrie]] und des [[Bergbau]]s.&lt;br /&gt;
* Die Laubengänge der Bürgerhäuser (&amp;#039;&amp;#039;Schusterlauben, Kunzendorfer Lauben, Marienlauben&amp;#039;&amp;#039;) stammen aus dem 17. und 18. Jahrhundert. Sie wurden nach dem Zweiten Weltkrieg teilweise dem Verfall preisgegeben.&lt;br /&gt;
* Die Pfarrkirche St. Nikolaus wurde anstelle der 1567 erbauten, ursprünglich evangelischen, seit 1624 katholischen Kirche errichtet, die 1884 abgebrannt war. Sie wurde nach Entwurf des Breslauer Diözesanbaumeisters [[Joseph Ebers]] 1885–1890 im [[Neugotik|neugotischen]] Stil erbaut. Der stilgleiche Hauptaltar, das Chorgestühl und die Kanzel wurden von dem in [[Schlaney]] geborenen Architekten [[Joseph Elsner senior|Joseph Elsner]] entworfen und aus seinen Münchner Werkstätten geliefert. Das Hauptaltarbild des hl. Nikolaus und die Gemälde der Seitenaltäre schuf der [[Stary Wielisław|Altwilmsdorfer]] Kunstmaler [[Hieronymus Richter]], die ornamentalen Malereien J. Krachwitz aus [[Ząbkowice Śląskie|Frankenstein]].&lt;br /&gt;
* Die nördlich der Kirche stehende neugotische Grabkapelle wurde 1898 ebenfalls nach Entwurf des Diözesanbaumeisters Joseph Ebers errichtet.&lt;br /&gt;
* Die Heilig-Kreuz-Kirche wurde 1726 an der Stelle der ältesten Pfarrkirche errichtet.&lt;br /&gt;
* Die Maria-Himmelfahrts-Kirche ist auch unter der Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Brüderkirche&amp;#039;&amp;#039; bekannt. Sie wurde um 1500 als damalige Pfarrkirche St. Nikolaus unter dem Patronat der Gutseigentümer errichtet. Das [[Kirchenpatronat|Patrozinium]] und die Funktion als Pfarrkirche wurden während der [[Reformation]] 1567 auf die neue evangelische Kirche der Oberstadt übertragen, die ab 1624 wieder als katholische Kirche diente. Erst mit der Übertragung an die „Bruderschaft Heimsuchung Mariä“ erhielt sie das Patrozinium [[Mariä Himmelfahrt]]. Die Kirche wurde mehrmals umgebaut und renoviert. Der Hauptaltar [[Mariä Heimsuchung]] ist aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts, der Seitenaltar ist dem böhmischen Landesheiligen [[Johannes von Nepomuk]] gewidmet. Die Kirche wurde 1991 grundlegend renoviert.&lt;br /&gt;
* Die Wallfahrtskapelle St. Anna auf dem Annaberg wurde 1644 durch den Grundherrn Bernhard von Stillfried anstelle einer während der Reformation abgerissenen Holzkapelle von 1515 errichtet. 1662–1665 erfolgten Umbauten vermutlich nach Plänen von Andrea Carove. Das geschnitzte Gnadenbild der [[Anna selbdritt]] ist von 1495. Der Hauptaltar stammt aus dem 17. Jahrhundert.&lt;br /&gt;
* Das [[Schloss Neurode]] diente seit 1821 den Grafen von Magnis als Sitz der Güterverwaltung, seit 1899 als Sitz der Bergwerksverwaltung.&lt;br /&gt;
* Das Oberwalditzer Schloss wurde 1598 für Bernhard von [[Stillfried-Rattonitz]] errichtet und nach einem Brand 1823 wiederaufgebaut, 1860 erfolgte ein Umbau im spätklassizistischen Stil mit Elementen der [[Tudorstil|Tudor]]-Neugotik.&lt;br /&gt;
* Die Kirche [[St. Barbara (Nowa Ruda)|St. Barbara]] wurde 1911 erbaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Söhne und Töchter der Stadt ==&lt;br /&gt;
* [[Ursula Benedix]] (1922–2014), Politikerin (CDU)&lt;br /&gt;
* [[Petrus Calaminus]] (1556–1598), evangelischer Theologe&lt;br /&gt;
* [[Leo Christoph]] (1901–1985), Theologe. Caritasdirektor der Grafschaft Glatz, Großdechant und Kanonischer Visitator&lt;br /&gt;
* [[Thaddäus Conrad]] (1826–1895), Reichstagsabgeordneter (Zentrum)&lt;br /&gt;
* [[Franz Eckert (Komponist)|Franz Eckert]] (1852–1916), Schöpfer der aktuellen japanischen Nationalhymne&lt;br /&gt;
* [[Judith von Eßen]] (1924–2004), Bildhauerin&lt;br /&gt;
* [[Edyta Geppert]] (* 1953), polnische Chansonsängerin&lt;br /&gt;
* [[John W. Gruner]] (1890–1981), US-amerikanischer Mineraloge&lt;br /&gt;
* [[Ryszard Jastrzębski]] (* 1956), Politiker&lt;br /&gt;
* [[Fritz Jung]] (1903–1981), Prothetiker und Professor an der Universität Mainz&lt;br /&gt;
* [[Krzysztof Karwowski]] (* 1971), polnischer Poet&lt;br /&gt;
* [[Friedrich Kayssler]] (1874–1945), Schriftsteller&lt;br /&gt;
* [[Christa Susanne Dorothea Kleinert]] (1925–2004), Ökonomin&lt;br /&gt;
* [[Tomasz Leśniowski]] (* 1968), polnischer Poet&lt;br /&gt;
* [[Karol Maliszewski]] (* 1960), polnischer Schriftsteller und Poet&lt;br /&gt;
* [[Joachim Graf von Pfeil und Klein Ellguth]] (1857–1924), Afrikaforscher&lt;br /&gt;
* [[Traugott von Pfeil und Klein-Ellguth]] (1860–1920), Generalmajor&lt;br /&gt;
* [[Hans Albrecht Freiherr von Rechenberg]] (1892–1953), Politiker&lt;br /&gt;
* [[Joachim Reinelt]] (* 1936), emeritierter Bischof von Dresden-Meißen&lt;br /&gt;
* [[Hans Seger]] (1864–1943), Prähistoriker&lt;br /&gt;
* [[Ernst Seger]] (1868–1939), Bildhauer und Schöpfer des Neuroder Kaiser-Wilhelm-I.-Denkmals&lt;br /&gt;
* [[Bernhard Simon (Flüchtling)|Bernhard Simon]] (1945–1963), Todesopfer an der innerdeutschen Grenze&lt;br /&gt;
* [[Lutz Simon]] (* 1941), Jurist und Hochschullehrer&lt;br /&gt;
* [[Werner Steinberg]] (1913–1992), Schriftsteller&lt;br /&gt;
* [[Johann Joseph II. von Stillfried und Rattonitz]] (1762–1805), preußischer Kammerherr und Gutsherr in der Grafschaft Glatz in Schlesien&lt;br /&gt;
* [[Maria Suszyńska-Bartman]] (1906–1991), Schriftstellerin&lt;br /&gt;
* [[Gero Trauth]] (* 1942), Maler, Grafiker und Designer&lt;br /&gt;
* Ernst August Voelkel (1886–1960), Musiker, Komponist und Musikpädagoge&lt;br /&gt;
* [[Monika Wielichowska]] (* 1973), Politikerin, Abgeordnete des Sejm&lt;br /&gt;
* [[Robert Więckiewicz]] (* 1967), polnischer Schauspieler&lt;br /&gt;
* [[Joseph Wittig]] (1879–1949), Theologe, Schriftsteller und Heimatforscher&lt;br /&gt;
* [[Heinrich Wolff (Architekt)|Heinrich Wolff]] (1880–1944), Architekt&lt;br /&gt;
* [[Josef Zenker]] (1832–1907), Historienmaler&lt;br /&gt;
* [[Tobias Zeutschner]] (1615 oder 1621–1675), Komponist, Organist und Kirchenlieddichter&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einwohnerentwicklung ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Jahr&lt;br /&gt;
! Einwohner&lt;br /&gt;
! Anmerkungen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|1890 || align=center | {{0}}6.854 || davon 638 Evangelische  und 16 Juden&amp;lt;ref name=&amp;quot;MR&amp;quot;&amp;gt;{{Verwaltungsgeschichte.de|pfad=glatz.html#ew39gltzneurde}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1933 || align=center | 10.692  || &amp;lt;ref name=&amp;quot;MR&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 1939 || align=center | 10.014 || davon 1.198   Evangelische, 8.556 Katholiken,  sieben  sonstige Christen, keine  Juden&amp;lt;ref name=&amp;quot;MR&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur ==&lt;br /&gt;
* [[Noworudzki Klub Literacki Ogma]]&lt;br /&gt;
* [[Polsko-Czeska Grupa Poeci ’97]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Partnerstädte ==&lt;br /&gt;
Nowa Ruda unterhält mit folgenden Städten Partnerschaften:&lt;br /&gt;
* [[Broumov]] (Tschechien)&lt;br /&gt;
* [[Castrop-Rauxel]] (Deutschland)&lt;br /&gt;
* [[Wallers]] (Frankreich)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Landgemeinde ==&lt;br /&gt;
Die Stadt Nowa Ruda ist Verwaltungssitz der [[Nowa Ruda (Landgemeinde)|Landgemeinde Nowa Ruda]], gehört ihr aber als eigenständige Stadtgemeinde nicht an. Die Landgemeinde zählt auf einer Fläche von 139,66&amp;amp;nbsp;km² {{EWZ|PL|0208112}}&amp;amp;nbsp;Einwohner ({{EWD|PL|0208112}}).&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Nowa Ruda (Landgemeinde)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Hugo Weczerka]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Handbuch der historischen Stätten]].&amp;#039;&amp;#039; Band: &amp;#039;&amp;#039;Schlesien&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Kröners Taschenausgabe]].&amp;#039;&amp;#039; Band 316). Kröner, Stuttgart 1977, ISBN 3-520-31601-3, S. 348–351.&lt;br /&gt;
* Peter Güttler u. a.: &amp;#039;&amp;#039;Das Glatzer Land&amp;#039;&amp;#039;. Verlag [[Aktion West-Ost]] e. V., Düsseldorf 1995, ISBN 3-928508-03-2, S. 80–82.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[[Dehio-Handbuch]] der Kunstdenkmäler in Polen. Schlesien.&amp;#039;&amp;#039; Deutscher Kunstverlag, München / Berlin 2005, ISBN 3-422-03109-X, S. 657–660.&lt;br /&gt;
* [[Arno Herzig]], [[Małgorzata Ruchniewicz]]: &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des Glatzer Landes.&amp;#039;&amp;#039; DOBU-Verlag u. a., Hamburg u. a. 2006, ISBN 3-934632-12-2.&lt;br /&gt;
* [[Joseph Wittig]]: &amp;#039;&amp;#039;Chronik der Stadt Neurode.&amp;#039;&amp;#039; Stadt Neurode, Neurode 1937 ([http://www.dbc.wroc.pl/publication/4956 Digitalisat]).&lt;br /&gt;
** Ders.: &amp;#039;&amp;#039;Kronika miasta Nowa Ruda.&amp;#039;&amp;#039; 9 Bände. Wydawnictwo Maria, Nowa Ruda 2004–2008, ISBN 83-88842-66-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Nowa Ruda}}&lt;br /&gt;
* [https://www.um.nowaruda.pl/ Website der Stadt]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Städte und Gemeinden im Powiat Kłodzki}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4336805-0|VIAF=1969155648121418330004}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort der Woiwodschaft Niederschlesien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nowa Ruda| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 1337]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Van.ike</name></author>
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