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	<title>Notarzt - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Notarzt&amp;diff=32516&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Georg Hügler: /* Entwicklung */</title>
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		<updated>2026-03-31T13:15:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Entwicklung&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:RTW NEF Uetersen 03.jpg|mini|Notarzteinsatz per Notarzteinsatzfahrzeug]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Notarzt-Einsatz.jpg|mini|Notarzteinsatz per Hubschrauber]]&lt;br /&gt;
[[Datei:NEF Gronau.JPG|mini|Notarzteinsatzfahrzeug auf [[VW T5|VW-T5]]-Basis]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Notarzt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Arzt]] mit einer entsprechenden Zusatzqualifikation, der bei akuten, lebensgefährdenden Erkrankungen oder Verletzungen eines Patienten mit bestimmten Transportmitteln ([[Notarzteinsatzfahrzeug]], [[Notarztwagen]], [[Rettungshubschrauber]]) in kürzestmöglicher Zeit zu diesem gelangen und ihn präklinisch (außerhalb des Krankenhauses) behandeln soll. Ihm stehen eine Reihe von Medikamenten und Gerätschaften zur Verfügung, um vor Ort tätig werden zu können. Dabei arbeitet der Notarzt im Team mit [[Notfallsanitäter]]n, [[Rettungsassistent]]en oder [[Rettungssanitäter]]n.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Österreich]] (besonders in Tirol und Kärnten) gibt es im niedergelassenen Bereich die Organisationsform der Notarzteinsatzgruppe, in der mehrere niedergelassene Ärzte die notärztliche Versorgung in einem Gebiet gemeinsam sicherstellen. Diese Ärzte sind selbständig tätige Fachärzte oder Allgemeinmediziner mit Notarztqualifikation und entsprechender Ausrüstung. Sie sind nicht Teil des Rettungsdienstes und können im Anlassfall sowohl direkt als auch über die Leitstellen angefordert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriffsdefinition ==&lt;br /&gt;
Wer als Notarzt tätig ist, muss neben der ärztlichen [[Approbation (Heilberufe)|Approbation]] über eine zusätzliche Qualifikation&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. etwa [[Peter Sefrin]], Wulf Skrobek: &amp;#039;&amp;#039;Qualifikation des Notarztes.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Medizinische Wochenschrift.&amp;#039;&amp;#039; Band 105, 1980, S. 666 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; verfügen. In Deutschland handelt es sich heute dabei um die &amp;#039;&amp;#039;Zusatzbezeichnung Notfallmedizin&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Andreas Staufer |Titel=Recht: Nebenbei Notarzt? Was es dann zu beachten gilt! |Sammelwerk=Deutsches Ärzteblatt |Nummer=13 |Datum=2018-03 |Seiten=4-5 |Online=https://www.aerzteblatt.de/archiv/197090/Recht-Nebenbei-Notarzt-Was-es-dann-zu-beachten-gilt |Abruf=2018-06-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Voraussetzungen zum Erwerb der Zusatzbezeichnungen sind in den Weiterbildungsordnungen der Länder reguliert und variieren (siehe Abschnitt [[#Ausbildung]]).&amp;lt;ref name=&amp;quot;WBO&amp;quot;&amp;gt;Vgl. [https://api.blaek.de/content/13-kammerrecht/16-nwsf1ddjgj1532091956xi1qqoxqc73/24-b9o9yvf09h1659466130dm3qnt1zkq2/duplikat-weiterb.pdf Weiterbildungsordnung für die Ärzte Bayerns] in der Neufassung vom 16. Oktober 2021, hier S. 431, sowie [https://www.laek-thueringen.de/files/1730914DB43/Weiterbildungsordnung_neu.pdf Weiterbildungsordnung der Landesärztekammer Thüringen] vom 18. März 2020, hier S. 395.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ärzte, die in der [[Notaufnahme]] eines Krankenhauses arbeiten, müssen keine Notärzte sein. Insbesondere für leitende Ärzte von Notaufnahmen ist jedoch der Erwerb der Zusatzbezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Klinische Akut- und Notfallmedizin&amp;#039;&amp;#039; möglich.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bundesaerztekammer.de/fileadmin/user_upload/BAEK/Themen/Aus-Fort-Weiterbildung/Weiterbildung/20220625_MWBO-2018.pdf (Muster-)Weiterbildungsordnung 2018] in der Fassung vom 25. Juni 2022. bundesaerztekammer.de, abgerufen am 30. Oktober 2022.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch bei diesem handelt es sich aber nicht um den unter anderem von der [[Deutsche Gesellschaft für interdisziplinäre Notfall- und Akutmedizin|&amp;#039;&amp;#039;Deutschen Gesellschaft für interdisziplinäre Notfall- und Akutmedizin&amp;#039;&amp;#039;]] (DGINA) geforderten &amp;#039;&amp;#039;Facharzt für Notfallmedizin&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom Notarzt abzugrenzen ist der &amp;#039;&amp;#039;[[Ärztlicher Notdienst|(kassen)ärztliche Notdienst]]&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;allgemeinmedizinischer Bereitschaftsdienst&amp;#039;&amp;#039; in Tirol, &amp;#039;&amp;#039;Ärztefunkdienst&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Ärztenotdienst&amp;#039;&amp;#039; im übrigen Österreich, in der Schweiz auch &amp;#039;&amp;#039;Notfallarzt&amp;#039;&amp;#039;), der nicht Teil der Notfallrettung ist, sondern die allgemeinmedizinische Versorgung außerhalb üblicher [[Sprechstunde|Ordinationszeiten]] sicherstellt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url= https://www.116117.de/de/aerztlicher-bereitschaftsdienst.php |titel= 116117.de - Der ärztliche Bereitschaftsdienst|abruf=2024-01-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ärzte des Notdienstes müssen weder eine Notarztausbildung aufweisen, noch eine dementsprechende Ausrüstung mitführen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Statistik für Deutschland ==&lt;br /&gt;
In Deutschland wurden 2020/2021 im Jahr 13 Mio. Rettungseinsätze durchgeführt, das waren im Durchschnitt 158 Einsätze je 1.000 Einwohner pro Jahr. Rund 62 % davon waren Einsätze der Notfallrettung, die weiteren 38 % entfielen in die Einsatzart [[Krankentransport]]. Bei 2,2 Mio. der Notfälle wurde ein Notarzt hinzugezogen. Rund 8,4 Mio. Einsatzfahrten pro Jahr werden mit Sonderrechten durchgeführt. Zur Disposition und Alarmierung vergehen im Mittel 2,5 Minuten. Der Bundesdurchschnitt der mittleren Hilfsfrist lag 2020/21 bei 8,7 Minuten, 95 % aller Hilfsfrist-Einsätze wurden in 16,2 Minuten erreicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Notarzt mit Sonderrechten braucht ab Ende des Anrufs bis zum Eintreffen am Einsatzort in 30 % der Fälle unter 10 Minuten, in 50 % der Fälle unter 13 Minuten, im Mittel 16,5 Minuten, in 75 % der Fälle unter 20 Minuten, in 95 % der Fälle unter 41 Minuten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mittel verweilt der Notarzt 24,0 Minuten am Einsatzort. Im Mittel folgen 15,2 Minuten Transportzeit und 19,6 Minuten Verweilzeit am Transportziel. Insgesamt dauern Notfälle mit Notarztbeteiligung im Mittel 53,9 Minuten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Frederik Schütte, Niclas Fürst, Annemarie Szyprons, Sebastian Schmitz, Benedikt Weber, Benjamin Käser, Yannick Harder |Titel=Analyse des Leistungsniveaus im Rettungsdienst für die Jahre 2020 und 2021 |Datum=2024-06-21 |DOI=10.60850/bericht-m345 |Online=https://bast.opus.hbz-nrw.de/frontdoor/index/index/docId/2930 |Abruf=2024-07-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aufgaben ==&lt;br /&gt;
Aufgaben des Notarztes – in Zusammenarbeit mit weiterem [[Rettungsfachpersonal]] – sind:&lt;br /&gt;
* die Durchführung akut lebensrettender medizinischer Maßnahmen&lt;br /&gt;
* die Herstellung der Transportfähigkeit des Patienten&lt;br /&gt;
* die Linderung von Schmerzen&lt;br /&gt;
* die Begleitung und Überwachung des schwerverletzten oder schwerkranken Patienten beim Transport in ein geeignetes [[Krankenhaus]]&lt;br /&gt;
* gegebenenfalls der Abbruch der Hilfsmaßnahmen und/oder die Feststellung des Todes (siehe [[Todesbescheinigung]])&lt;br /&gt;
* die Dokumentation des Notarzteinsatzes&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. etwa [[Peter Sefrin]], Detlef Blumenberg: &amp;#039;&amp;#039;Notarzteinsatzprotokoll.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Notfallmedizin.&amp;#039;&amp;#039; 7, 1981, S. 244–256.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Notarzt wird von speziell ausgebildetem Rettungsdienstpersonal ([[Notfallsanitäter]]/[[Rettungssanitäter]], in Deutschland teilweise noch [[Rettungsassistent]]en) begleitet und ist diesem Personal gegenüber in medizinischer Hinsicht weisungsbefugt. Notärzte werden jedoch nur bei einem Teil der Notfalleinsätze tätig; in Deutschland bilden die Notarztindikationskataloge die Empfehlung zur Notarztdisposition (siehe unten). Durch Weiterentwicklungen wie die Einführung des Notfallsanitätergesetzes, die Implementierung von Telemedizin sowie eine deutlich erweiterte Ausstattung der Rettungswagen wird dem Rettungsdienst zunehmend eine gestufte Notfallbehandlung ermöglicht,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=M. Felzen, S. K. Beckers, A.‑K. Brockert, A. Follmann, F. Hirsch, R. Rossaint, H. Schröder |Titel=Wie oft sind Notärzte an der Einsatzstelle erforderlich? |Sammelwerk=Notfall + Rettungsmedizin |Band=23 |Nummer=6 |Datum=2020-09-01 |ISSN=1436-0578 |Seiten=441–449 |DOI=10.1007/s10049-019-00643-0}}&amp;lt;/ref&amp;gt; in der Notfallsanitäter als das am höchsten qualifizierte nichtärztliche Rettungsdienstpersonal eigenverantwortlich, d.&amp;amp;nbsp;h. ohne anwesenden Notarzt, auch invasive Maßnahmen am Einsatzort vornehmen dürfen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Simon Dörrenbächer, Philipp Singler |Titel=Die Heilkundebefugnis für nichtärztliches Rettungsdienstpersonal |Sammelwerk=Medizinrecht |Band=39 (2021) |Datum=2021-06-29 |Seiten=505-511 |DOI=10.1007/s00350-021-5899-6}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einsatzindikationen ==&lt;br /&gt;
Nur bei Vorliegen bestimmter Meldebilder entsendet die [[Rettungsleitstelle]] zusätzlich zum [[Rettungswagen]] einen Notarzt. Je nach örtlichen und regionalen Begebenheiten und den Rettungsdienstgesetzen der Länder werden hierfür unterschiedliche Indikationskataloge verwendet. Die [[Bundesärztekammer]] hat zuletzt 2023 &amp;#039;&amp;#039;Empfehlungen für einen Indikationskatalog für den Notarzteinsatz&amp;#039;&amp;#039; herausgegeben, der die folgenden Punkte umfasst:&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[https://www.bundesaerztekammer.de/fileadmin/user_upload/BAEK/Themen/Medizin_und_Ethik/Bekanntgaben_NAIK_DAEB48.pdf Empfehlungen für einen Indikationskatalog für den Notarzteinsatz – Handreichung für Disponenten in Rettungsleitstellen und Notdienstzentralen (NAIK)].&amp;#039;&amp;#039; [[Deutsches Ärzteblatt]], Jahrgang 120, Heft 48.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
! [[ABCDE-Schema]] !! [[Symptom]]-Abfrage Disponent !! Beispiele für potenziell vital bedrohliche Störungen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Atemweg]] || Atemwege verlegt/verengt&amp;lt;br /&amp;gt;auffällige, ungewöhnliche [[Atemgeräusch]]e || [[Aspiration (Lunge)|Aspiration]]&amp;lt;br /&amp;gt;schwere Mittelgesichtsverletzung&amp;lt;br /&amp;gt;[[Strangulation]]&amp;lt;br /&amp;gt;[[Schwellung]] im [[Zunge]]n-/[[Rachen]]bereich (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Epiglottitis]], schwere [[Anaphylaxie]], [[Inhalationstrauma]]), Komplikation bei [[Tracheostoma]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Atmung]]/[[Beatmung]] || [[Atemstillstand]]&amp;lt;br /&amp;gt;ausgeprägte [[Atemnot]]&amp;lt;br /&amp;gt;ausgeprägte [[Zyanose]]&amp;lt;br /&amp;gt;auffällig langsame oder schnelle Atmung ([[Bradypnoe]]/[[Tachypnoe]])&amp;lt;br /&amp;gt;Atembeschwerden bei [[Säugling]]/[[Kleinkind]] || akuter [[Asthmaanfall]]/[[Status asthmaticus]]&amp;lt;br /&amp;gt;[[Thoraxtrauma]]&amp;lt;br /&amp;gt;[[Lungenödem]]&amp;lt;br /&amp;gt;schwerer [[Pseudokrupp]]-Anfall&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Herz-Kreislaufsystem|Kreislauf]] || [[Kreislaufstillstand]]&amp;lt;br /&amp;gt;akuter starker [[Brustschmerz]] oder Brustschmerz mit relevanten Begleitsymptomen&amp;lt;br /&amp;gt;auffällig langsamer oder schneller [[Herzfrequenz|Herzschlag]] ([[Bradykardie]]/[[Tachykardie]])&amp;lt;br /&amp;gt;Kreislaufinstabilität (auffällig niedriger [[Blutdruck]] ([[Hypotonie]]))&amp;lt;br /&amp;gt;stark erhöhter Blutdruck ([[Hypertonie]]) mit relevanten Begleitsymptomen || [[akutes Koronarsyndrom]]&amp;lt;br /&amp;gt;[[hämodynamisch]] relevante [[Herzrhythmusstörung]] (z.&amp;amp;nbsp;B. bei [[Defibrillator]]-Auslösungen, [[Stromunfall]])&amp;lt;br /&amp;gt;[[Schock (Medizin)|Schock]]&amp;lt;br /&amp;gt;[[hypertensiver Notfall]]&amp;lt;br /&amp;gt;schwere [[Blutung]]en (z.&amp;amp;nbsp;B. [[gastrointestinal]], [[Polytrauma]], spritzende [[Extremität]]enverletzung, Makro-[[Amputation]]en ([[Proximal (Anatomie)|proximal]] [[Handgelenk]]/[[Sprunggelenk]]))&amp;lt;br /&amp;gt;[[Penetration (Medizin)|penetrierende]] Verletzungen (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Pfählungsverletzung]] am [[Körperstamm]]; scharfe [[Gewalt]] gegen [[Kopf]]/[[Hals]]/[[Rumpf (Anatomie)|Rumpf]])&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Bewusstsein]]/[[neurologisch]]er bzw. [[psychisch]]er Status/neurologisches Defizit || [[Bewusstlosigkeit]]&amp;lt;br /&amp;gt;nicht ansprechbar/nicht erweckbar&amp;lt;br /&amp;gt;akute stärkste [[Kopfschmerz]]en mit neurologischen Ausfällen oder [[Nackensteifigkeit]]&amp;lt;br /&amp;gt;langanhaltende, [[Generalisierter Krampfanfall|generalisierte Krampfanfälle]]/auch [[Fieberkrampf|Fieberkrämpfe]]&amp;lt;br /&amp;gt;akute [[Querschnittslähmung]]&amp;lt;br /&amp;gt;akute [[Psychose]]&amp;lt;br /&amp;gt;drohender [[Suizid]] || [[Apoplex]]/akute neurologische Ausfälle mit [[Vitalfunktion]]sstörung&amp;lt;br /&amp;gt;[[Status epilepticus]]&amp;lt;br /&amp;gt;[[Schädel-Hirn-Trauma]] mit [[Bewusstseinsstörung]]&amp;lt;br /&amp;gt;akute [[Hirnblutung]]&amp;lt;br /&amp;gt;[[Meningitis]]&amp;lt;br /&amp;gt;[[Intoxikation]]&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| [[Exposition (Epidemiologie)|Exponierung]]/besondere Einsatzlagen || starker (nicht beherrschbarer) [[Schmerz]]&amp;lt;br /&amp;gt;unmittelbar beginnende oder stattgehabte [[Geburt]]&amp;lt;br /&amp;gt;abnorme [[Körpertemperatur]]en ([[Hypothermie]]/[[Hyperthermie]])&amp;lt;br /&amp;gt;schwere thermische Verletzungen (mit größerer Ausdehnung und/oder mit Beteiligung des Gesichts)&amp;lt;br /&amp;gt;Verletzungen der Extremitäten mit grober [[Fehlstellung]] und/oder neurologischen Ausfällen und/oder [[Gefäß (Anatomie)|Gefäßverletzung]]/Pulslosigkeit&amp;lt;br /&amp;gt;[[Unfall]] mit vermuteten schweren [[Verletzung]]en:&lt;br /&gt;
* Fahrzeuginsasse herausgeschleudert&lt;br /&gt;
* Fahrzeuginsasse eingeklemmt&lt;br /&gt;
* Helmverlust von [[Zweirad]]aufsassen&lt;br /&gt;
* Verkehrsteilnehmer mitgeschliffen/überrollt&lt;br /&gt;
* Unfallfahrzeug neben der Fahrbahn und gegnerisches Fahrzeug mit [[Frontscheibe]]nbruch&lt;br /&gt;
besondere Einsatzlagen/Unfallmechanismen mit Personenschaden:&lt;br /&gt;
* [[thermisch]]e, [[chemisch]]e ([[Explosion]]s-)Unfälle&lt;br /&gt;
* [[Brand|Brände]]/[[Rauchgas]]entwicklung&lt;br /&gt;
* [[Absturz (Unfall)|Sturz aus ≥ 3 m Höhe]]&lt;br /&gt;
* [[Ertrinken|Ertrinkungs-]]/[[Tauchunfall|Tauch-]]/[[Eis]]einbruch-Unfall&lt;br /&gt;
* Einklemmung oder Verschüttung&lt;br /&gt;
* [[Geiselnahme|Geisel-]] oder [[Amoklage]]&lt;br /&gt;
* [[MANV]]&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiterer Notarztindikationskatalog wurde durch den &amp;#039;&amp;#039;[[Deutscher Berufsverband Rettungsdienst|Deutschen Berufsverband Rettungsdienst e.&amp;amp;nbsp;V.]]&amp;#039;&amp;#039; 2024 veröffentlicht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url= https://www.dbrd.de/aktivitaeten/stellungnahmen/656-notarztindikationskatalog-des-deutschen-berufsverbandes-rettungsdienst-e-v-dbrd-als-handlungsempfehlung-fur-disponenten-in-rettungsleitstellen |titel= Notarztindikationskatalog des Deutschen Berufsverbandes Rettungsdienst e. V. (DBRD) als Handlungsempfehlung für Disponenten in Rettungsleitstellen |abruf=2024-01-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle Indikationskataloge beziehen sich nur auf Frage einer initialen Disposition des Notarztes bei Eingang des Notrufs. Durch die am Einsatzort anwesende Rettungsmannschaft kann jederzeit ein Notarzt nachgefordert werden, wenn sie dies für gerechtfertigt ansieht. Dies kann beispielsweise bei einer Zustandsverschlechterung des Patienten bzw. einer kritischeren Sachlage als zunächst angenommen der Fall sein oder wenn zur Behandlung Maßnahmen notwendig sind, die vom [[Rettungsfachpersonal]] nicht beherrscht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entwicklung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:NawBerlin.jpg|mini|[[Notarztwagen]] (Bj. 2003) der Berliner Feuerwehr]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Das NEF (Notarzteinsatzfahrzeug) Graz - West aus Graz (Steiermark), Österreich.jpg|mini|[[Notarzteinsatzfahrzeug]] in Graz (Steiermark), Österreich]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Notfallmedizin]] wuchs die Erkenntnis, dass bereits vor Ort wichtige medizinische Maßnahmen geleistet werden müssen, um den Patienten für den Transport ins Krankenhaus zu stabilisieren und eine optimale nachfolgende Behandlung zu ermöglichen. In vielen Ländern wurden dafür nicht-ärztliche Helfer mit einer erweiterten Ausbildung qualifiziert, zum Beispiel im [[Paramedic]]-System der [[Vereinigte Staaten|USA]] oder [[Vereinigtes Königreich|Großbritanniens]]. In [[Deutschland]], [[Österreich]] und einigen anderen europäischen Staaten (u.&amp;amp;nbsp;a. [[Frankreich]]) wurde dagegen der Ansatz gewählt, Ärzte direkt vor Ort einzusetzen. In der Schweiz existiert beides. So verzichten hier aktuell (2022) die Kantone [[Kanton Aargau|Aargau]], [[Kanton Bern|Bern]], [[Kanton Glarus|Glarus]], [[Kanton Graubünden|Graubünden]], [[Kanton Schaffhausen|Schaffhausen]] grundsätzlich auf Notärzte,&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[https://www.saldo.ch/artikel/artikeldetail/einige-kantone-verzichten-auch-kuenftig-auf-notaerzte/ Einige Kantone verzichten auch künftig auf Notärzte].&amp;#039;&amp;#039; [[saldo (Zeitschrift)|saldo]] 16/2022, 8. Oktober 2022.&amp;lt;/ref&amp;gt; obwohl diese die Patientenversorgung verbessern könnten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Gitte Valentin, Lotte Groth Jensen |Titel=What is the impact of physicians in prehospital treatment for patients in need of acute critical care? - An overview of reviews |Sammelwerk=International Journal of Technology Assessment in Health Care |Band=35 |Nummer=1 |Datum=2019-01 |Seiten=22–37 |DOI=10.1017/S0266462318003616 |PMID=30722802}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Stattdessen werden teilweise [[Anästhesiepflege]]-Fachpersonen mit erweiterten Kompetenzen eingesetzt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SÄZ21/26&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Deutschland wurde im Juni 1957 in [[Köln]] erstmals ein [[Notarztwagen]] in Dienst gestellt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;NA01&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.spiegel.de/auto/aktuell/50-jahre-notarztwagen-vom-klinomobil-zum-rendezvous-system-a-489354.html |titel=Vom Klinomobil zum Rendezvous-System |titelerg=50 Jahre Notarztwagen |werk=www.spiegel.de |hrsg=Spiegel Mobilität |datum=2007-06-21 |abruf=2023-04-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zuvor war im gleichen Jahr durch die [[Universität Heidelberg]] erstmals ein fahrbarer Operationssaal mit ärztlichem Personal in Dienst gestellt worden. Das erste [[Notarzteinsatzfahrzeug]] in Deutschland war seit 7. April 1964 in [[Heidelberg]] im Einsatz. Es diente als Vorbild für die bundesweite [[Erstversorgung]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/notarztwagen-feiert-50-jaehriges-jubilaeum-a-965320.html &amp;#039;&amp;#039;Notarztwagen feiert 50-jähriges Jubiläum&amp;#039;&amp;#039;.] [[Spiegel Online]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.klinikum.uni-heidelberg.de/Notaerztliche-Taetigkeit.8240.0.html Uni-Klinik Heidelberg: Notärztliche Tätigkeit]&amp;lt;/ref&amp;gt; Bis dahin war es üblich, den Patienten einfach aufzunehmen und so schnell wie möglich, aber weitgehend unversorgt, in ein Krankenhaus zu transportieren.&lt;br /&gt;
Wegweisend beim Zusammenwirken von medizinischer und technischer Hilfe war am 30. März 1966 der von F. Holle, [[Rainer Fritz Lick]] und Heinrich Schläfer mit Unterstützung von [[Karl Seegerer]] (Oberbranddirektor in München) und später auch [[Ernst Kern (Mediziner)|Ernst Kern]] (ab September 1969 Direktor der Chirurgischen Universitätsklinik und Poliklinik in Würzburg) ins Leben gerufene erste „Münchner Notarztdienst“.&amp;lt;ref&amp;gt;Rainer F. Lick, Heinrich Schläfer: &amp;#039;&amp;#039;Unfallrettung. Medizin und Technik&amp;#039;&amp;#039;. Schattauer, Stuttgart / New York 1973, ISBN 978-3-7945-0326-1; 2., neubearbeitete und erweiterte Auflage, ebenda 1985, ISBN 3-7945-0626-X, S. V und VII f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Heute verfügt Deutschland über ein abgestuftes [[Rettungsdienst]]-Konzept, das mit qualifizierten nicht-ärztlichen Einsatzkräften (Notfallsanitäter, Rettungsassistenten, [[Rettungssanitäter]]) und im Vergleich zu früher&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. etwa [[Friedrich Wilhelm Ahnefeld]]: &amp;#039;&amp;#039;Notärzte – die Schuld für mangelnde Qualifikation liegt nicht bei den Ärzten.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Notfallmedizin.&amp;#039;&amp;#039; 8, 1982, S. 685 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; gut qualifizierten Notärzten je nach Art des Notfalls auf die Erfordernisse reagieren kann (siehe bereits oben unter „Aufgaben“). In der [[Bundesvereinigung der Arbeitsgemeinschaften der Notärzte Deutschlands|Bundesvereinigung der Arbeitsgemeinschaften der Notärzte Deutschlands e.&amp;amp;nbsp;V. (BAND)]] waren 2007 etwa 8.000 Notärzte organisiert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.band-online.de/index.php?aktiv=20&amp;amp;inhaltvon=20&amp;amp;menuoffen=1 |text=Bundesvereinigung der Arbeitsgemeinschaften der Notärzte Deutschlands BAND e.&amp;amp;nbsp;V. |wayback=20070731092346}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Rettungsdienst in Österreich ist ähnlich aufgebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] wurde der Notarztdienst auch als &amp;#039;&amp;#039;[[Schnelle Medizinische Hilfe]]&amp;#039;&amp;#039; (SMH), abgeleitet vom russischen &amp;#039;&amp;#039;skoraja medizinskaja pomoschtsch&amp;#039;&amp;#039;, bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 2023 verstetigt sich die Debatte darum, in welcher Form die flächendeckende Versorgung mit Notärzten in Deutschland bestehen bleiben soll. Im Zentrum steht die Frage, wie viele Einsätze eigenständig durch Notfallsanitäter erledigt werden können. Geht es nach der Analyse einer Regierungskommission beim Bundesgesundheitsministerium, reichen akademisch ausgebildete Notfallsanitäter in der Mehrheit der Fälle aus. Notärzte sollen „präklinisch nur in besonders komplexen Fällen“ und überwiegend per Rettungshubschrauber oder telemedizinisch „unterstützend eingesetzt“ werden. Während manche Vertreter der Notärzteschaft protestieren und vor „deutlichen Risiken“ für Patienten warnen,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=[[Martin U. Müller]] |Titel=(S+) Mehr Befugnisse für Notfallsanitäter: Notärzte rebellieren gegen Lauterbachs Reformpläne |Sammelwerk=Der Spiegel |Datum=2023-10-23 |ISSN=2195-1349 |Online=https://www.spiegel.de/wirtschaft/karl-lauterbach-notaerzte-sprechen-sich-gegen-mehr-befugnisse-fuer-notfallsanitaeter-aus-a-2b02fce4-31c6-475c-8b90-ba934306574c |Abruf=2023-10-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt; begrüßen andere notfallmedizinische Organisationen den Vorschlag des Bundesgesundheitsministeriums.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url= https://www.dgina.de/images/kom_dgina_regkomm9.pdf|titel= Notfallmedizin der Zukunft wird greifbar. Kommentar der DGINA zur 9. Stellungnahme der Regierungskommission zur Reform der Notfall- und Akutversorgung: Rettungsdienst und Finanzierung|werk= dgina.de|hrsg= Deutsche Gesellschaft für interdisziplinäre Akut- und Notfallmedizin e. V.|datum= 2023-09-15|abruf=2024-01-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausbildung ==&lt;br /&gt;
=== Deutschland ===&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Zusatz-Weiterbildung Notfallmedizin&amp;#039;&amp;#039; setzt in Deutschland nach der (Muster-)Weiterbildungsordnung der [[Bundesärztekammer]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bundesaerztekammer.de/fileadmin/user_upload/BAEK/Themen/Aus-Fort-Weiterbildung/Weiterbildung/20220625_MWBO-2018.pdf (Muster-)Weiterbildungsordnung 2018 in der Fassung vom 25.06.2022], S. 397–399 (PDF; 6,2 MB).&amp;lt;/ref&amp;gt; eine zweijährige Weiterbildung in einem Gebiet der unmittelbaren Patientenversorgung im stationären Bereich bei einem zur Weiterbildung befugten Arzt voraus, davon sechs Monate in der [[Intensivmedizin]], [[Anästhesiologie]] oder interdisziplinären zentralen [[Notfallaufnahme]], zusätzlich die Teilnahme an 80 Stunden Kurs in allgemeiner und spezieller Notfallbehandlung und anschließend 50 Notarzteinsätze auf einem Notarzteinsatzfahrzeug oder Rettungshubschrauber unter Anleitung eines verantwortlichen Notarztes, wovon bis zu 25 im Rahmen eines standardisierten Simulationskurses erfolgen können. Die Inhalte dieser Musterweiterbildungsordnung sind allerdings nur eine Empfehlung für die rechtsverbindlichen Weiterbildungsordnungen der [[Landesärztekammer]]n, die hiervon abweichende Regelungen treffen können.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WBO&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Österreich ===&lt;br /&gt;
In Österreich muss der [[Turnusarzt|Turnus]] bzw. die Facharztweiterbildung beendet sein (also das &amp;#039;&amp;#039;jus practicandi&amp;#039;&amp;#039; und damit die Erlaubnis zur selbstständigen Berufsausübung erreicht sein) und eine spezielle Notarztausbildung absolviert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schweiz ===&lt;br /&gt;
Zur Anerkennung der notärztlichen Fähigkeiten existiert in der Schweiz der „Fähigkeitsausweis Präklinische Notfallmedizin / Notarzt (SGNOR)“, welcher von der Schweizerischen Gesellschaft für Notfall- und Rettungsmedizin vergeben wird. Zur Erlangung dieser Zusatzanerkennung ist eine dreijährige klinische, spitalgebundene Tätigkeit notwendig, davon mindestens ein Jahr Weiterbildung in Allgemeiner Innerer Medizin, Intensivmedizin, Kinder- und Jugendmedizin oder in einem chirurgisch-operativen Fachgebiet sowie ein Jahr in Anästhesiologie. Außerdem müssen sie jeweils mindestens 60 Arbeitstage hauptamtlich in der Intensivmedizin und Notfallmedizin tätig sein, einen von der SGNOR anerkannten Notarztkurs, ACLS- und PALS-Kurs bestehen sowie mindestens 50 Notarzt-Einsätze, davon fünf in Begleitung, bei Patienten mit [[NACA-Score]] ≥ 4 absolvieren. Der Fähigkeitsausweis verliert seine Gültigkeit nach fünf (mit Fortbildungsnachweis sechs) Jahren zum Jahresende,&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[https://www.fmh.ch/files/pdf20/fa_notarzt_version_internet_d.pdf Präklinische Notfallmedizin / Notarzt (SGNOR) – Fähigkeitsprogramm vom 1. Januar 2018].&amp;#039;&amp;#039; (PDF; 0,2 MB)&amp;lt;/ref&amp;gt; allerdings ist eine (Re)Zertifizierung nicht zwingend notwendig. So hat laut einer Umfrage von 2021 in der [[Deutschschweiz]] etwa jeder fünfte Notarzt eine andere Ausbildung, in der [[Romandie]] sogar fast jeder zweite.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SÄZ21/26&amp;quot;&amp;gt;Stefan Matthias Müller et al.: &amp;#039;&amp;#039;[https://saez.ch/article/doi/saez.2021.19973 Update Notarztwesen Schweiz – Föderalismus live].&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Schweizer Ärztezeitung.&amp;#039;&amp;#039; Ausg. 2021/26, S. 869–872, [[doi:10.4414/saez.2021.19973]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonderformen ==&lt;br /&gt;
=== Ärztlicher Leiter Rettungsdienst ===&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;Ärztliche Leiter Rettungsdienst (ÄLRD)&amp;#039;&amp;#039; ist medizinisch-organisatorisch für die Belange des [[Rettungsdienst]]es in seinem Bereich zuständig, z.&amp;amp;nbsp;B. für die Festlegung der medizinischen Ausrüstung (Medikamente usw.), für die Aus-/Weiter-/Fortbildung des Personals und für die Überwachung der einzuhaltenden Standards. Der ÄLRD ist meist selbst aktiv als Notarzt tätig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Leitender Notarzt ===&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;[[Leitender Notarzt|Leitende Notarzt]] (LNA)&amp;#039;&amp;#039; wird als medizinischer Einsatzleiter/Fachberater nach Gesetzeslage (je nach Bundesland) bei [[Massenanfall von Verletzten|Großeinsätzen]] und [[Katastrophe]]n eingesetzt. Er ist dann den medizinisch tätigen Kräften und anderen Ärzten weisungsbefugt und muss den Einsatz vor Ort aus medizinischer Sicht organisieren. In Ausnahmefällen kann der Leitende Notarzt auch in prekären medizinischen Situationen alarmiert werden, ohne dass eine Großschadenslage vorliegt. In der Regel beteiligt sich der Leitende Notarzt jedoch nicht an der unmittelbaren Patientenversorgung. In vielen Bundesländern wird er gemeinsam mit dem [[Organisatorischer Leiter Rettungsdienst|organisatorischen Leiter Rettungsdienst (OrgL)]] eingesetzt, der den Einsatz aus taktischer Sicht organisiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verlegungsarzt ===&lt;br /&gt;
Der Verlegungsarzt ist in Bayern ein auf einem [[Verlegungsarzteinsatzfahrzeug]] nach Art. 43 Abs. 5 BayRDG eingesetzter Arzt bei arztbegleiteten Patiententransporten mit Rettungswagen. Voraussetzung ist der Mitte der 1980er Jahre&amp;lt;ref&amp;gt;[[Peter Sefrin]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Fachkundenachweis „Rettungsdienst“ aus der Sicht der Bundesvereinigung der Arbeitsgemeinschaften Notärzte Deutschlands (BAND).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Anästhesiologie und Intensivmedizin.&amp;#039;&amp;#039; Band 27, Heft 10, 1986, S. 317–319.&amp;lt;/ref&amp;gt; aus eingeführte Fachkundenachweis Rettungsdienst, bzw. die Zusatzbezeichnung Notfallmedizin. Durch die [[Ärztekammer (Deutschland)|Bayerische Landesärztekammer]] können zusätzliche Qualifikationen gefordert werden. Von diesem Recht hat sie aber bisher keinen Gebrauch gemacht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Andreas Staufer, Dominik Mittelhammer |Titel=Der Verlegungsarzt in Bayern |Sammelwerk=Notfall + Rettungsmedizin |Band=14 |Nummer=4 |Datum=2011-05 |ISSN=1434-6222 |Seiten=291–296 |DOI=10.1007/s10049-010-1384-x}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kindernotarzt ===&lt;br /&gt;
[[Datei:MUC Kindernotarzt 2019 6648.jpg|mini|Kindernotarzt-Fahrzeug in München, 2019]]&lt;br /&gt;
In einigen Großstädten gibt es speziell qualifizierte Notfallteams für Kinderrettungseinsätze. In München halten die vier auf Kinderheilkunde spezialisierten Kliniken reihum einen Kinderarzt mit Zusatzqualifikation Notarzt in Bereitschaft. Das Kindernotarzteinsatzfahrzeug steht jeweils vor der diensthabenden Klinik.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://sz-magazin.sueddeutsche.de/leben-und-gesellschaft/kinder-fieberkrampf-notfallmedizin-versorgungsluecke-92414?reduced=true Süddeutsche Zeitung Magazin zur Notfallversorgung von Kindern]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daneben gibt es noch [[Baby-Notarztwagen]] und Neugeborenen-Notärzte, die beim Transport von Neugeborenen eingesetzt werden. Die Gesellschaft für Neonatologie und Pädiatrische Intensivmedizin bietet dazu eine Weiterbildung für Ärzte an.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.gnpi.de/cms/attachments/102_neugeborenen-notarzt.pdf Gesellschaft für Neonatologie und Pädiatrische Intensivmedizin] (PDF; 743&amp;amp;nbsp;kB)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Telenotarzt ===&lt;br /&gt;
Erstmals in Aachen wurde diese besondere Form des Notarztes eingesetzt, der lediglich telemetrisch die Daten des Patienten empfängt und mit den weiteren Einsatzkräften vor Ort telefonisch in Kontakt steht und Anweisungen geben kann.&amp;lt;ref name=&amp;quot;KDLK02&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.telenotarzt.de/ |titel=Website Telenotarzt |werk=www.telenotarzt.de |abruf=2023-04-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;KDLK03&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.aekno.de/aerzte/rheinisches-aerzteblatt/ausgabe/artikel/2022/mai-2022/telenotarzt-am-start |titel=Telenotarzt am Start |titelerg=Rheinisches Ärzteblatt |werk=www.aekno.de |hrsg=Ärztekammer Nordrhein |datum=2022-04-20 |abruf=2023-04-10}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In zahlreichen Rettungsdienstgesetzen der Länder ist mittlerweile ein Auftrag an die Träger des Rettungsdienstes enthalten, eine Telenotarztversorgung aufzubauen (so etwa paradigmatisch §&amp;amp;nbsp;4 Abs. 3 des Saarländischen Rettungsdienstgesetzes: „Ergänzend zur Vorhaltung der erforderlichen Notarztsysteme ist eine telemedizinische Begleitung der Notfallrettung sicherzustellen (Telenotarzt/Telenotärztin). Der Telenotarzt oder die Telenotärztin muss neben den Anforderungen nach Absatz 2 über eine mehrjährige Erfahrung im operativen Notarzt-Dienst verfügen.“)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.zrf-saar.de/fileadmin/user_upload/Downloads/Verordnungen_und_Gesetze/3_1_saarlaendisches_rettungsdienstgesetz_2020.pdf |titel=Saarländisches Rettungsdienstgesetz |werk=Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Saar (ZRF Saar) |format=PDF |sprache=de |abruf=2023-03-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Trivia ==&lt;br /&gt;
Bei einer Umfrage unter Ärzten mit Notarztschein (um das Jahr 2000) äußerten diese als ihre größten Ängste vor Einsätzen zu&lt;br /&gt;
* 8 % mit Patienten mit Beatmungsproblemen,&lt;br /&gt;
* 16 % Massenunfall mit Verletzten, andere ähnlich häufig zu mehrfach Verletzten oder abgetrennten Gliedmaßen, aber&lt;br /&gt;
* 84 % bei Kindern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritiker bemerken dazu, dass viele Notärzte noch nicht ausreichend für Kindernotfälle ausgebildet sind.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://sz-magazin.sueddeutsche.de/leben-und-gesellschaft/kinder-fieberkrampf-notfallmedizin-versorgungsluecke-92414?reduced=true Süddeutsche Zeitung Magazin zur Notfallversorgung von Kindern]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Ulrich von Hintzenstern (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Notarzt-Leitfaden. Diagnostik, Therapie, Organisation, Abrechnung.&amp;#039;&amp;#039; Jungjohann bei G. Fischer, Lübeck 1996, ISBN 3-8243-1264-6; 4., überarbeitete und erweiterte Auflage: Elsevier bei Urban &amp;amp; Fischer, München/Jena 2004; ISBN 3-437-22461-1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [https://www.bundesaerztekammer.de/fileadmin/user_upload/_old-files/downloads/NAIK-Indikationskatalog_fuer_den_Notarzteinsatz_22022013.pdf Indikationskatalog für den Notarzteinsatz.] Bundesärztekammer&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4172058-1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Qualifikation im Rettungsdienst/Sanitätsdienst]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Notfallmedizin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Heilberuf]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Georg Hügler</name></author>
	</entry>
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