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	<title>Nosseni-Epitaph - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T14:51:39Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Nosseni-Epitaph&amp;diff=1842504&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sokrates 399: Typografie</title>
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		<updated>2024-08-22T11:59:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typografie&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Nosseni-Epitaph um 1910.jpg|mini|Nosseni-Epitaph um 1910]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Nosseni-Epitaph&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist das in Teilen erhaltene [[Epitaph|Grabdenkmal]] für den [[Schweiz]]er Bildhauer [[Giovanni Maria Nosseni]]. Es wurde 1616 noch vor Nossenis Tod angefertigt und stand bis zur starken Beschädigung während der [[Luftangriffe auf Dresden]] 1945 in der [[Sophienkirche (Dresden)|Sophienkirche]]. Teile des Epitaphs werden gegenwärtig an verschiedenen Orten der Stadt [[Dresden]] der Öffentlichkeit präsentiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Nosseni galt um 1600 als die „für Dresden wichtigste Künstlerpersönlichkeit“.&amp;lt;ref&amp;gt;Robert Bruck: &amp;#039;&amp;#039;Die Sophienkirche in Dresden. Ihre Geschichte und ihre Kunstschätze&amp;#039;&amp;#039;. Keller, Dresden 1912, S. 45.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er war Lehrer für zahlreiche später bedeutende Dresdner Bildhauer und hatte seit seiner Niederlassung in Dresden im Jahr 1575 die Bildhauerkunst der italienischen [[Renaissance]] im [[Kurfürstentum Sachsen]] bekannt gemacht. Als sächsischer Hofbildhauer und ausländischer Künstler genoss er hohes Ansehen. Er entwarf Werke und überwachte die Ausführung, war jedoch nur selten selbst bildhauerisch tätig.&lt;br /&gt;
[[Datei:Grundriss Sophienkirche vor 1864 BMK.jpg|mini|Lage des Epitaphs: bis 1875 am westlichsten Pfeiler, bis 1909 in der Busmannkapelle (eingefärbt), ab 1910 am östlichsten Pfeiler am Altar]]&lt;br /&gt;
Als Hofbildhauer konnte sich Nosseni ein Begräbnis in der als Begräbniskirche konzipierten Sophienkirche leisten, das aufgrund der Bestattungskosten in Höhe von 50&amp;amp;nbsp;Talern nur den obersten Schichten der Stadt möglich war.&amp;lt;ref&amp;gt;Robert Bruck: &amp;#039;&amp;#039;Die Sophienkirche in Dresden. Ihre Geschichte und ihre Kunstschätze&amp;#039;&amp;#039;. Keller, Dresden 1912, S. 15.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Sophienkirche war Nosseni zudem verbunden, da er 1606 nach Auftrag durch [[Sophie von Brandenburg (1568–1622)|Kurfürstin Sophie]] den [[Nosseni-Altar|Hauptaltar der Kirche]] geschaffen hatte.&lt;br /&gt;
[[Datei:Kannegießer - Sophienkirche innen um 1825.jpg|mini|links|Das Epitaph um 1825 mit Aufbau am linken Pfeiler; heute verschollenes Aquarell von Kannegießer]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Sophienkirche-Dresden-Silbermann-Organ.jpg|mini|links|Epitaph 1910 vom Altar aus in Richtung Orgel gesehen]]&lt;br /&gt;
Vier Jahre vor seinem Tod ließ sich Nosseni sein eigenes Grabdenkmal errichten. Es war so konzipiert, dass es an einem der achteckigen Pfeiler der Sophienkirche stehen konnte,&amp;lt;ref&amp;gt;Gottlob Oettrich: &amp;#039;&amp;#039;Richtiges Verzeichniß derer Verstorbenen, nebst ihren Monumenten, und Epitaphien, welche inwendig in hiesiger Kirchen zu St. Sophien ihre Ruhe gefunden&amp;#039;&amp;#039;. Dreßden 1710/1711, S. 117.&amp;lt;/ref&amp;gt; und wies daher einen gebrochenen, drei Seiten eines Achtecks bildenden Grundriss auf. Als Bildhauer des Epitaphs gelten Nossenis bedeutendster Gehilfe&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bruck 51&amp;quot;&amp;gt;Robert Bruck: &amp;#039;&amp;#039;Die Sophienkirche in Dresden. Ihre Geschichte und ihre Kunstschätze&amp;#039;&amp;#039;. Keller, Dresden 1912, S. 51.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Sebastian Walther]] und [[Zacharias Hegewald]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Epitaph wurde nach Nossenis Tod 1620 am westlichsten fünften Pfeiler der Kirche angebracht. Beim Innenumbau der Sophienkirche im Jahr 1875 versetzte man das Epitaph „ungünstig in d[ie] [[Busmannkapelle]]“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gurlitt 104&amp;quot;&amp;gt;Cornelius Gurlitt: &amp;#039;&amp;#039;Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. Band 21: Stadt Dresden, Teil 1&amp;#039;&amp;#039;. C. C. Meinhold &amp;amp; Söhne, Dresden 1900, S. 104.&amp;lt;/ref&amp;gt; und platzierte es in einer Ecke. Bereits zu diesem Zeitpunkt war der Aufbau des Epitaphs mit einer Darstellung des Jüngsten Gerichts verloren gegangen. Stattdessen wurde das Epitaph durch ein [[Verkröpfung|verkröpftes Gebälk]] abgeschlossen. Erst bei einer zweiten Innenrenovierung der Kirche 1910 wurde das Epitaph „an einer dem Meister würdigen bevorzugten Stelle in der Kirche wieder aufgestellt“&amp;lt;ref&amp;gt;Robert Bruck: &amp;#039;&amp;#039;Die Sophienkirche in Dresden. Ihre Geschichte und ihre Kunstschätze&amp;#039;&amp;#039;. Keller, Dresden 1912, S. 38.&amp;lt;/ref&amp;gt;; es befand sich nun am ersten Pfeiler unmittelbar neben dem Nosseni-Altar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Epitaph bestand 1910 aus zwei Seitenreliefs mit Konsolen und Bekrönung sowie einer Mittelnische, vor der zentral die Skulptur des [[Ecce homo]] stand. Zu Beginn des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkriegs]] wurde die Skulptur im Keller der [[Frauenkirche (Dresden)|Dresdner Frauenkirche]] eingelagert, der als bombensicher galt. Während das Epitaph bei der Zerstörung der Sophienkirche schwer beschädigt wurde und sich die teilweise erhaltenen Reliefs heute im [[Stadtmuseum Dresden]] befinden, galt der Ecce homo als Kriegsverlust. Erst während der Enttrümmerung der Frauenkirche wurde die Skulptur am 7.&amp;amp;nbsp;April 1994 im eingestürzten westlichen Hauptgewölbe der Kirche wiederentdeckt. Die Figur war zwar zerbrochen, jedoch im Detail so gut erhalten, dass sie restauriert werden konnte.&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfram Jäger: &amp;#039;&amp;#039;Bericht über die archäologische Enttrümmerung 1993/94&amp;#039;&amp;#039;. In: Gesellschaft zur Förderung des Wiederaufbaus der Frauenkirche Dresden e. V. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Dresdner Frauenkirche. Jahrbuch 1995&amp;#039;&amp;#039;. Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1995, S. 19–20.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie befindet sich seit 1998 in der [[Kreuzkirche (Dresden)|Dresdner Kreuzkirche]].&amp;lt;ref&amp;gt; {{Webarchiv|text=Bild der Skulptur „Ecce homo“ in der Dresdner Kreuzkirche |url=http://www.dresden-und-sachsen.de/dresden/kreuzkirche.htm |wayback=20070928003407}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Weitere Bruchstücke des Epitaphs, darunter Stücke der Bekrönung, lagern im [[Landesamt für Denkmalpflege Sachsen]] im Dresdner [[Sächsisches Ständehaus|Ständehaus]].&lt;br /&gt;
[[Datei:DD-Busmann-Kapelle-1.jpg|mini|Ecce homo im [[Gedenkstätte Sophienkirche Dresden|DenkRaum Sophienkirche]]]]&lt;br /&gt;
Der Entwurf der [[Gedenkstätte Busmannkapelle]] (Heute: DenkRaum Sophienkirche) von Gustavs und Lungwitz, einer Gedenkstätte für die Sophienkirche, sah auch die Rekonstruktion des Nosseni-Epitaphs vor. Es sollte zentral im stilisierten Chor der Kapelle an der Stelle des früheren Altars errichtet werden. Es war geplant, den Raum der Kapelle für Veranstaltungen und Andachten zu nutzen, wobei Besucher dabei in der Regel auf den Ecce homo des Epitaphs schauen sollten, der „für das Leid der Stadt steht, aber auch Erlösung verheißt“.&amp;lt;ref&amp;gt;Gerhard Glaser: &amp;#039;&amp;#039;Die Gedenkstätte Sophienkirche. Ein Ort der Trauer, ein Ort gegen das Vergessen&amp;#039;&amp;#039;. In: Heinrich Magirius, Gesellschaft zur Förderung der Sophienkirche (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Dresdner Frauenkirche. Jahrbuch zu ihrer Geschichte und Gegenwart&amp;#039;&amp;#039;. Band 13. Schnell&amp;amp;nbsp;+&amp;amp;nbsp;Steiner, Regensburg 2009, S. 198–200.&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine Rekonstruktion des Epitaphs wurde final nicht umgesetzt. Der Ecce Homo des Epitaphs befindet sich seit 2020 im DenkRaum Sophienkirche.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung &amp;lt;!--erfolgt aus der Betrachtersicht auf das Epitaph--&amp;gt;==&lt;br /&gt;
=== Linke Seite ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Nosseni-Epitaph Nosseni.jpg|mini|Erhaltene Darstellung Nossenis]]&lt;br /&gt;
Auf der Seite links des Ecce homo war eine kniende männliche Gestalt als [[Alabaster]]relief zu sehen, die Nosseni selbst darstellte. Der bärtige Mann mit kurzem, spärlichen Haar trägt zeittypische Kleidung und kniet mit dem linken Knie auf einem Kissen, während das rechte Knie leicht erhoben ist. Über der Schulter liegt ein Mantel, die Brust zieren zwei [[Schaumünze]]n. Sowohl an der rechten als auch an der linken Hand waren bereits um 1900 die Finger abgebrochen; die linke Hand hielt ursprünglich ein Schwert, das jedoch um 1900 ebenfalls fehlte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Inschrift gab die Lebensdaten Nossenis und seine Tätigkeit an:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=JOHANNES MARIA NOSENIUS / Luganensis Italus natus / Aō. C. MDXLV. M. Maii / Sereniss. Augusti. Christi / ani primi. Christiani II. et / Johannis Georgi electorū / Saxon. architectus. Fragi / litatis humanæ memor in / spem beatae resurrectionis / vivens sibi e tribus uxoribus.&lt;br /&gt;
 |Sprache=la&lt;br /&gt;
 |Übersetzung=Johannes Maria Nosenius, aus Lugano anno 1545 im Monat Mai gebürtiger Italiener, der durchlauchtigsten erhabenen Christian I., Christian II. und Johann Georg, Kurfürsten von Sachsen, Architekt. Eingedenk der menschlichen Gebrechlichkeit in Hoffnung auf selige Auferstehung zu Lebzeiten für sich und seine drei Ehefrauen.&lt;br /&gt;
 |Quelle=Original zit. nach Gurlitt, 1900&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gurlitt 102&amp;quot; /&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Robert Bruck]] empfand es 1912 als bemerkenswert, dass Nosseni in der Inschrift zwar als Architekt („architectus“), nicht jedoch als Bildhauer benannt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Robert Bruck: &amp;#039;&amp;#039;Die Sophienkirche in Dresden. Ihre Geschichte und ihre Kunstschätze&amp;#039;&amp;#039;. Keller, Dresden 1912, S. 50.&amp;lt;/ref&amp;gt; Von der linken Epitaphseite hat sich ausschließlich das [[Relief]] erhalten, wobei Teile des rechten Fußes fehlen. Auch die Bank mit Kissen, auf der die Figur kniete, ist nicht erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Relief Nossenis gilt als „ein Meisterwerk vornehmer Charakteristik“.&amp;lt;ref&amp;gt;Georg Dehio: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler. Band 1: Mitteldeutschland&amp;#039;&amp;#039;. Wasmuth, Berlin 1914, S. 81.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mittelseite ===&lt;br /&gt;
Die Mittelseite zeigte eine [[Flachnische]], die von über Eck stehenden [[Korinthische Ordnung|korinthischen]] [[Marmor]]säulen eingefasst wurde. Vor der Nische stand auf einem vierseitigen [[Piedestal|Sockel]] die rund 165&amp;amp;nbsp;Zentimeter hohe steinerne Skulptur, die auf der [[Plinthe]] als [[Ecce homo]] bezeichnet wurde. Um 1900 war die Skulptur bereits mit grauer Ölfarbe übermalt worden.&lt;br /&gt;
[[Datei:Dresden Kreuzkirche Ecce Homo.JPG|mini|hochkant|Ecce homo, Skulptur in der Kreuzkirche]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Christus wird mit [[Dornenkrone]] dargestellt, die vom Betrachter aus linke Hüfte ist herausgedrückt und der Rumpf rechtsgeneigt. Der Kopf – „der Gesichtsausdruck ist schmerzvoll, doch ohne Verzerrung“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gurlitt 102&amp;quot;&amp;gt;Cornelius Gurlitt: &amp;#039;&amp;#039;Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. Band 21: Stadt Dresden, Teil 1&amp;#039;&amp;#039;. C. C. Meinhold &amp;amp; Söhne, Dresden 1900, S. 102.&amp;lt;/ref&amp;gt; – ist nach links gewandt und die Hände sind nach rechts übereinandergelegt. Über Rücken und Lende liegt ein Gewand. Die zentrale Skulptur gilt als „eine der seltenen Freistatuen monumentalen Formats, die damals von Deutschen geschaffen wurden“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hentschel 77&amp;quot;&amp;gt;Walter Hentschel: &amp;#039;&amp;#039;Dresdner Bildhauer des 16. und 17. Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039;. Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1966, S. 77.&amp;lt;/ref&amp;gt; und zeigt in der Körperhaltung deutliche, wenn auch übersteigerte Anklänge an [[Michelangelo]]s Skulptur &amp;#039;&amp;#039;Der auferstandene Christus&amp;#039;&amp;#039; in [[Santa Maria sopra Minerva (Rom)|Santa Maria Sopra Minerva]] in [[Rom]].&amp;lt;ref&amp;gt;Georg Dehio: &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler&amp;#039;&amp;#039;. Band 1: Mitteldeutschland. Wasmuth, Berlin 1914, S. 81f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Sockel, auf dem der Ecce homo stand, enthielt auf drei Seiten Bibelsprüche.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gurlitt 102&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| cellspacing=20px align=&amp;quot;center&amp;quot;|&lt;br /&gt;
|width=&amp;quot;33,33% valign=&amp;quot;top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Links&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;Acto Cap. X.&amp;lt;br /&amp;gt;Von diesem Jesu zeu&amp;lt;br /&amp;gt;gen alle Prophe&amp;lt;br /&amp;gt;ten das durch&amp;lt;br /&amp;gt;seinen Namen al&amp;lt;br /&amp;gt;le die an ihn gleu&amp;lt;br /&amp;gt;ben Vergebung der&amp;lt;br /&amp;gt;Sunden empfahen&amp;lt;br /&amp;gt;sollen.&lt;br /&gt;
|width=&amp;quot;33,33% valign=&amp;quot;top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mitte&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;Jesaiae Cap. XIII.&amp;lt;br /&amp;gt;Christus ist umb un&amp;lt;br /&amp;gt;ser Missetat willen&amp;lt;br /&amp;gt;verwundet, und&amp;lt;br /&amp;gt;umb unser Sunde&amp;lt;br /&amp;gt;willen zuschlagen&amp;lt;br /&amp;gt;die Straffe ligt auf&amp;lt;br /&amp;gt;ihm auf das wir Fri&amp;lt;br /&amp;gt;de heten und durch&amp;lt;br /&amp;gt;seine Wunden sind&amp;lt;br /&amp;gt;wir geheilet.&lt;br /&gt;
|width=&amp;quot;33,33% valign=&amp;quot;top&amp;quot;|&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Rechts&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;Lucae Cap. XXIV.&amp;lt;br /&amp;gt;Also ist geschriben&amp;lt;br /&amp;gt;und also muste Chri&amp;lt;br /&amp;gt;stus leiden und auf=&amp;lt;br /&amp;gt;erstehen von den&amp;lt;br /&amp;gt;Toden an dritten&amp;lt;br /&amp;gt;Tag und predigen las&amp;lt;br /&amp;gt;sen in seinem Namen&amp;lt;br /&amp;gt;Buss und Vergebung&amp;lt;br /&amp;gt;der Sunden, unter&amp;lt;br /&amp;gt;allen Volckern.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Rechte Seite ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Nosseni-Epitaph Frauen.jpg|mini|Erhaltenes Relief der rechten Seite]]&lt;br /&gt;
Auf der Seite rechts des Ecce homo sind auf einem Relief die drei Ehefrauen Nossenis in kniender Haltung abgebildet. Links ist die 1579 verstorbene erste Ehefrau Elisabeth Unruh im Profil dargestellt. Sie trägt einen Totenschleier und schaut nach oben, ihre Hände sind im Gebet gefaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Mitte ist die zweite Ehefrau Nossenis, Christiane Hanitsch, dargestellt, die 1606 verstorben war. Sie ist im Äußeren jünger als Elisabeth dargestellt und schaut nach vorn. Die rechte Hand ist offen, während die linke Hand ein [[Gebetbuch]] hält. Die Figur trägt ebenfalls einen Totenschleier und scheint in ein Gespräch mit der Frau hinter ihr vertieft zu sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der rechts dargestellten Frau handelt es sich um die dritte Ehefrau Nossenis, Anna Maria von Rehen, die er 1609 geheiratet hatte und die ihn überlebte. Sie wurde wie Christiane eher jugendlich dargestellt, trägt jedoch keinen Totenschleier, sondern eine [[Halskrause (Mode)|Halskrause]], eine Haube und einen Pelzmantel mit Gnadenkette. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Alle drei Frauen knien auf Kissen und wurden auf engem Raum nebeneinander komponiert. Das Alabasterrelief gilt daher, auch im Hinblick auf das Relief Nossenis, als „weniger geglückte Gruppe“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hentschel 77&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Inschrift unter dem Relief gab die Lebensdaten der Ehefrauen an:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Elisabethæ . . . . na. XVII. Jul. / Aō. C. M.D.LVII. defunctæ / XIV. Febru. Aō. C MDXCI / Christinæ. na. XV. Decem. / Aō. C. M.D.LXXV denatae / XXX. Nov. Aō. C MDCVI / Annae Maria superstitina / III. Febru. Aō. C MDLXXXIX / Hoc / Monumen. poni cura / vit M. Sep. Aō. C. M.DC.XVI.&lt;br /&gt;
 |Sprache=la&lt;br /&gt;
 |Übersetzung=Elisabeth .... geboren 17. Juli anno 1557, verstorben 14. Februar anno 1591; Christine. geboren 15. Dezember anno 1575, verstorben 30. November anno 1606; Anna Maria, noch lebend, (geboren) 3. Februar anno 1589. Dieses Grabmal hat er errichten lassen im Monat September anno 1616.&lt;br /&gt;
 |Quelle=Original zit. nach Gurlitt, 1900&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gurlitt 104&amp;quot; /&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits im Jahr 1900 fehlten die Finger der linken und mittleren Frauenfigur. Das Relief blieb erhalten, jedoch wurde der Unterbau mit der Inschrift zerstört.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausführende Bildhauer ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die genaue Zuordnung einzelner Teile des Epitaphs zu ausführenden Bildhauern ist nur schwer möglich. Bereits im späten 17. Jahrhundert wurden als ausführende Bildhauer „die berühmten Bildhauer Walther und Hegewald“ genannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hentschel 77&amp;quot; /&amp;gt; Ihre Arbeit am Epitaph wurde dabei zum Teil zum Beispiel von Gottlob Oettrich nur auf den Ecce homo,&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Gottlob Oettrich: &amp;#039;&amp;#039;Richtiges Verzeichniß derer Verstorbenen, nebst ihren Monumenten, und Epitaphien, welche inwendig in hiesiger Kirchen zu St. Sophien ihre Ruhe gefunden&amp;#039;&amp;#039;. Dreßden 1710/1711.&amp;lt;/ref&amp;gt; in anderen Fällen wiederum auf das gesamte Epitaph bezogen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Cornelius Gurlitt (Kunsthistoriker)|Cornelius Gurlitt]] verwies 1900 auf Gottlob Oettrich und ordnete wie er den Ecce homo Sebastian Walther und Zacharias Hegewald zu. Das seitliche Relief Nossenis sei dagegen „von außerordentlicher Meisterschaft und dürfte auf Nosseni selbst zurückzuführen sein.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Gurlitt 102&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bruck wies jedoch 1912 darauf hin, dass Nosseni bei seinen „plastischen Aufträgen nicht selbst schaffend war, sondern andere Künstler oder Gehilfen seiner Werkstatt mit der Ausführung seiner Entwürfe beauftragte“.&amp;lt;ref&amp;gt;Robert Bruck: &amp;#039;&amp;#039;Die Sophienkirche in Dresden. Ihre Geschichte und ihre Kunstschätze&amp;#039;&amp;#039;. Keller, Dresden 1912, S. 49.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch er erkennt, „daß zwei verschiedene Hände an dem Werke tätig waren, […] denn der Ecce homo unterscheidet sich stilistisch scharf von den Alabasterreliefs der beiden Seiten.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Bruck 51&amp;quot; /&amp;gt; Er ordnete durch Stilvergleiche den Ecce homo Zacharias Hegewald und die seitlichen Alabasterreliefs Sebastian Walther zu.&amp;lt;ref&amp;gt;Robert Bruck: &amp;#039;&amp;#039;Die Sophienkirche in Dresden. Ihre Geschichte und ihre Kunstschätze&amp;#039;&amp;#039;. Keller, Dresden 1912, S. 52.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Walter Hentschel]] vermutete eine überwiegende Arbeit Sebastian Walthers am Epitaph, da Hegewald 1616 erst 20 Jahre alt und damit vergleichsweise unerfahrener im Handwerk war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hentschel 77&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Robert Bruck]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Sophienkirche in Dresden. Ihre Geschichte und ihre Kunstschätze&amp;#039;&amp;#039;. Keller, Dresden 1912, S. 49–54.&lt;br /&gt;
* [[Cornelius Gurlitt (Kunsthistoriker)|Cornelius Gurlitt]]: &amp;#039;&amp;#039;Beschreibende Darstellung der älteren Bau- und Kunstdenkmäler des Königreichs Sachsen. Band 21: Stadt Dresden, Teil 1&amp;#039;&amp;#039;. C. C. Meinhold &amp;amp; Söhne, Dresden 1900, S. 102–104.&lt;br /&gt;
* [[Walter Hentschel]]: &amp;#039;&amp;#039;Dresdner Bildhauer des 16. und 17. Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039;. Hermann Böhlaus Nachfolger, Weimar 1966, S. 77.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kunstverlust]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Grabmal in Dresden]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Barockes Epitaph]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sophienkirche (Dresden)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Epitaph in Sachsen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Passionsbild]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Skulptur in Dresden]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Exzellent|3. Juni 2010|74501320}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sokrates 399</name></author>
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