<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Nordwestblock</id>
	<title>Nordwestblock - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Nordwestblock"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Nordwestblock&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-08T06:04:56Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Nordwestblock&amp;diff=74560&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Dievo: Änderung 252346193 von 80.187.72.8 rückgängig gemacht; keine Verbesserung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Nordwestblock&amp;diff=74560&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-01-17T14:55:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderung &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Diff/252346193&quot; title=&quot;Spezial:Diff/252346193&quot;&gt;252346193&lt;/a&gt; von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/80.187.72.8&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/80.187.72.8&quot;&gt;80.187.72.8&lt;/a&gt; rückgängig gemacht; keine Verbesserung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Nordwestblock.png|mini|Der Nordwestblock]]&lt;br /&gt;
Unter dem Begriff &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Nordwestblock&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; werden einer Theorie zufolge Bevölkerungsgruppen zusammengefasst, die in den letzten Jahrhunderten v. Chr. im Nordwesten [[Mitteleuropa]]s ansässig waren und weder [[Keltische Sprachen|Keltisch]] noch [[Germanische Sprachen|Germanisch]], sondern ein von diesen Ausprägungen verschiedenes [[Indogermanische Sprachen|indogermanisches]] [[Idiom (Spracheigentümlichkeit)|Idiom]] gesprochen haben sollen. Man bezeichnet den Nordwestblock deswegen auch als die „Völker zwischen [[Germanen]] und [[Kelten]]“. Der These zufolge wurde der Großteil des Nordwestblocks um Christi Geburt [[Germanisierung|germanisiert]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Nordwestblock-Hypothese ==&lt;br /&gt;
Die Hypothese der Existenz des Nordwestblocks wurde von dem Sprachwissenschaftler [[Hans Kuhn (Philologe, 1899)|Hans Kuhn]] erstmals im Jahre 1959 aufgrund seiner Auswertung von Ortsnamen, zum Teil auch Personennamen und anderen sprachlichen Indizien aufgestellt und in den folgenden Jahren weiter ausgebaut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Südgrenze zum keltischen Sprachraum reicht Kuhn zufolge von der [[Somme]] über die [[Oise]] bis zum [[Main]]. Erkennbar sei dies z. B. an der Verbreitung keltischer Ortsnamen mit der Endung „-dunon“ ([[lateinisch]]: „[[-dunum]]“, z. B. [[Noviodunum]]) oder „-briga“, die nördlich der genannten Linie nicht vorkommen. Im Norden und Nordosten reicht das Gebiet des Nordwestblocks bis an die Unter[[weser]], die [[Aller]] und den [[Harz (Mittelgebirge)|Harz]] sowie nach [[Thüringen]] und [[Hessen]] hinein. Nördlich und östlich davon saßen germanischsprachige Völker.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Charakterisiert ist der Nordwestblock durch ein Vorkommen folgender Erscheinungen, die jedoch nicht gleichmäßig über den gesamten Raum verbreitet sind:&amp;lt;ref&amp;gt;Meid 1986, S. 186–187.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Bewahrung von indogermanischem &amp;#039;&amp;#039;p&amp;#039;&amp;#039; (gegenüber Verschiebung zu &amp;#039;&amp;#039;f&amp;#039;&amp;#039; im Germanischen bzw. dem vollkommenen Verlust im Keltischen), Bewahrung von unverschobenen bzw. nicht vollständig verschobenen Verschlusslauten.&lt;br /&gt;
* Vorkommen eines &amp;#039;&amp;#039;st&amp;#039;&amp;#039;-[[Suffix]]es in Orts- und teilweise auch in Personennamen.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;k&amp;#039;&amp;#039;-Suffix.&lt;br /&gt;
* Element &amp;#039;&amp;#039;[[-apa]]&amp;#039;&amp;#039; in Flussnamen.&lt;br /&gt;
* Suffix &amp;#039;&amp;#039;-andr-&amp;#039;&amp;#039; in Ortsnamen.&lt;br /&gt;
* Vorkommen bestimmter Wort- oder Namensstämme, z. B. im Osten des &amp;#039;&amp;#039;Veneter-&amp;#039;&amp;#039;, im Westen des &amp;#039;&amp;#039;Belgier-&amp;#039;&amp;#039;Namens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hans Kuhn brachte Indizien dafür vor, dass der Raum des Nordwestblocks nördlich entlang der Nordseeküste und südlich durch Thüringen und Hessen von Wanderungen germanischsprachiger Gruppen umfasst wurde. So kennt [[Gaius Iulius Caesar|Caesar]] den Fluss [[Schelde]] bereits unter seinem germanischen Namen „Scaldis“, was darauf hindeutet, dass um die Mitte des 1. Jahrhunderts v. Chr. hier mit einer germanischsprachigen Bevölkerung zu rechnen ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kernraum des Nordwestblocks wurde laut Kuhn erst um Christi Geburt [[Germanisierung|germanisiert]]. Zum Nordwestblock gehörten demnach auch die [[Chatten]] und [[Cherusker]], bei denen es sich also ursprünglich nicht um Germanen gehandelt haben soll. In Bezug auf den Stammesnamen der Cherusker wies Kuhn darauf hin, dass das [[Suffix]] &amp;#039;&amp;#039;-sk-&amp;#039;&amp;#039; nicht germanisch sei, beziehungsweise als solches unüblich. Er sieht ein [[Kompositum (Grammatik)|Kompositum]] vorliegen, das an indogermanisches Sprachgut aus dem Nordwestblock anzuknüpfen sei.&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Kuhn: &amp;#039;&amp;#039;Arminius&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Reallexikon der Germanischen Altertumskunde]]&amp;#039;&amp;#039; Band 1, 1973 S. 420–421.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Kuhn 1959, S. 36.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Germanisierung durch eine germanische Oberschicht, zu der auch der Cherusker [[Arminius]] gehört haben soll, ist nach der Auffassung Hans Kuhns durch den Abwehrkampf gegen die Römer befördert worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Unterschied zu den Germanen seien die Nordwestblock-Stämme bodenständig gewesen und wären es die ganze [[Völkerwanderung]] über geblieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Früher sahen einige Historiker und Sprachwissenschaftler den Nordwestblock als [[Illyrer]] an. Hans Kuhn hielt es 1962 für die wahrscheinlichste Annahme, dass der Nordwestblock die [[venetische Sprache]] oder eine mit ihr nahe verwandte Sprache benutzte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kritik ==&lt;br /&gt;
Die Hypothese Hans Kuhns stieß auf Zustimmung, aber auch auf heftige Ablehnung, wobei seine Kritiker Kuhn flüchtiges und ungenaues Arbeiten vorwerfen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Wolfgang Meid]] hält die Anwesenheit einer ursprünglich nicht-keltischen und nicht-germanischen, jedoch sprachverwandten Bevölkerung im nordwestlichen Mitteleuropa für erwiesen, hat jedoch Zweifel in der Frage der räumlichen Ausdehnung dieses sprachlichen Substrates und in der Frage der späteren Germanisierung.&amp;lt;ref&amp;gt;Meid 1986, S. 200.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kritiker wie der [[Onomastik]]er [[Jürgen Udolph]] sehen in den als Hauptargument vorgebrachten Gewässernamen auf &amp;#039;&amp;#039;-apa-&amp;#039;&amp;#039; lediglich eine Ableitung von idg. &amp;#039;&amp;#039;*ap-/ab-&amp;#039;&amp;#039; im Zuge der germanischen Lautverschiebung und rechnen „das Gebiet des angeblichen Nordwestblocks mit seiner angeblichen Ausdehnung im südwestlichen Niedersachsen, Westfalen, den südlichen Niederlanden und nördlichen Belgien zu den germanischen Kerngebieten“.&amp;lt;ref&amp;gt;Udolph 1994, S. 940.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Veneter]]&lt;br /&gt;
* [[Räter]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Rolf Hachmann]], [[Georg Kossack]], Hans Kuhn: &amp;#039;&amp;#039;Völker zwischen Germanen und Kelten. Schriftquellen, Bodenfunde und Namengut zur Geschichte des nördlichen Westdeutschlands um Christi Geburt&amp;#039;&amp;#039;. Wachholtz, Neumünster 1962.&lt;br /&gt;
* Hans Kuhn: &amp;#039;&amp;#039;Vor- und frühgermanische Ortsnamen in Norddeutschland und den Niederlanden&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Westfälische Forschungen&amp;#039;&amp;#039; 12, 1959, {{ISSN|0083-9027}}, S. 5–44.&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Meid]]: &amp;#039;&amp;#039;Hans Kuhns „Nordwestblock“-Hypothese. Zur Problematik der „Völker zwischen Germanen und Kelten“&amp;#039;&amp;#039;. In: [[Heinrich Beck (Philologe)|Heinrich Beck]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Germanenprobleme in heutiger Sicht&amp;#039;&amp;#039;. 2. Auflage. de Gruyter, Berlin u. a. 1986, ISBN 3-11-010806-2, (&amp;#039;&amp;#039;[[Reallexikon der Germanischen Altertumskunde]]&amp;#039;&amp;#039; Ergänzungsbände 1), S. 183–212.&lt;br /&gt;
* [[Jürgen Udolph]]: &amp;#039;&amp;#039;Namenkundliche Studien zum Germanenproblem&amp;#039;&amp;#039;. de Gruyter, Berlin u. a. 1994, ISBN 3-11-014138-8, (&amp;#039;&amp;#039;Reallexikon der germanischen Altertumskunde&amp;#039;&amp;#039; Ergänzungsbände 9).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historische Linguistik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historische europäische Ethnie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Antike Ethnie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Räter]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Dievo</name></author>
	</entry>
</feed>