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	<title>Nordstrand - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>~2026-11728-00: +EN</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;+EN&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Nordfriesisches Wattenmeer D JM.png|mini|Die nordfriesischen Inseln.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Strucklahnungshörn.JPG|mini|Einfahrt in den Hafen Strucklahnungshörn, Nordstrand]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Halligen 1858.png|mini|Die Karte von 1850 zeigt Nordstrand noch als Insel ohne Verbindungsdamm zum Festland]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Nordstrand&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (/{{IPA|nɔɐtˈʃtʁant}}/, [[Nordfriesische Sprache|nordfriesisch]]: &amp;#039;&amp;#039;di Ströön&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Nordfriesland-Karte.&amp;#039;&amp;#039; Nordfriisk Instituut, Bräist/Bredstedt 2011, ISBN 978-3-88007-371-5.&amp;lt;/ref&amp;gt;) ist eine eingedeichte [[Halbinsel]] im [[Kreis Nordfriesland]] in [[Schleswig-Holstein]]. Sie liegt vor [[Husum]] im [[Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer]] und war bis 1987 eine [[Marschland|Marschinsel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geographie ==&lt;br /&gt;
Nordstrand bildet mit Ausnahme des eigenständigen [[Elisabeth-Sophien-Koog]]es und unter Einschluss der Hallig [[Nordstrandischmoor]] die gleichnamige Gemeinde [[Nordstrand (Gemeinde)|Nordstrand]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als einer der Überreste der im 17. Jahrhundert teilweise untergegangenen Insel [[Strand (Insel)|Strand]], deren Westteil das heutige [[Pellworm]] bildet, war Nordstrand ursprünglich eine Insel. 1906/07 wurde Nordstrand dann erstmals durch einen rund 2,6 Kilometer langen niedrigen Damm mit dem Festland verbunden. Dieser Damm diente ausschließlich dem Küstenschutz und war nicht befahrbar. Fußgänger konnten ihn allerdings bei Niedrigwasser überqueren. 1933/35 erfolgte der hochwasserfreie Ausbau des Nordstrander Dammes: Eine rund 4,3 Kilometer lange Straße (einschließlich der Auffahrtrampen) verbindet seitdem Nordstrand mit dem Festland. Der autogerechte Ausbau des Dammes erfüllte einen langgehegten Nordstrander Wunsch. Er machte die Insulaner fortan unabhängig von tide- und witterungsabhängigen Schiffsverbindungen zum Festland und trägt seitdem nachhaltig zur wirtschaftlichen Entwicklung der landfest gemachten Insel bei.&amp;lt;ref&amp;gt;Holger Sethe: &amp;#039;&amp;#039;Der Bau des Dammes - die Entstehung des Schachtes.&amp;#039;&amp;#039; In: Arbeitsgemeinschaft Wobbenbüller Chronik: &amp;#039;&amp;#039;Nordstrander Damm, Wobbenbüller Schacht.&amp;#039;&amp;#039; Bredstedt 1993.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit der Fertigstellung des [[Beltringharder Koog]]es im Jahr 1987 verfügt Nordstrand über eine wesentlich größere Festlandanbindung und ist damit eine Halbinsel, die von drei Seiten vom Meer umgeben ist. Die Fläche der ehemaligen Insel betrug 48,6&amp;amp;nbsp;km² (einschließlich der Gemeinde Elisabeth-Sophien-Koog, jedoch ohne die zur Gemeinde Nordstrand gehörige [[Hallig]] Nordstrandischmoor). Vom Beltringharder Koog mit einer Fläche von insgesamt 35,41&amp;amp;nbsp;km² wurden 12,17&amp;amp;nbsp;km² der Gemeinde Nordstrand zugeschlagen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nordstrand ist in folgende [[Koog|Köge]] eingeteilt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable toptextcells&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:right;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background:#DDDDDD; font-weight:bold;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot;| [[Koog]] ||style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot;| früherer Name || Eindeichung || Fläche km² || Bevölkerung&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot;| [[Elisabeth-Sophien-Koog]]{{FN|1}} ||style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot;| Christianskoog ||  1771 || 4,78 || …&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot;| [[Alter Koog]]||style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot;| Friedrichskoog|| 1654 || 6,47 || …&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot;| [[Osterkoog]]||style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot;| Marie-Elisabeth-Koog|| 1657 || 5,36 || …&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot;| [[Trendermarschkoog]]||style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot;| Trindermarsch-Koog|| 1663 || 7,93 || …&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot;| [[Neukoog]]||style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot;| Neuer Koog|| 1691 || 6,46 || …&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot;| [[Morsumkoog]]|| || 1866 || 7,65 || …&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot;| [[Pohnshalligkoog]]|| || 1924 || 7,95 || …&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot;| [[Beltringharder Koog]]{{FN|2}} || || 1987 || 35,41{{FN|3}} || …&lt;br /&gt;
|- style=&amp;quot;background:#DDDDDD;&amp;quot;&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot;| &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Nordstrand (Halbinsel)&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;||colspan=&amp;quot;2&amp;quot;| || 46,60{{FN|4}} || 2257{{FN|5}}&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;5&amp;quot; class=&amp;quot;hintergrundfarbe-basis&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:left;&amp;quot;|&lt;br /&gt;
{{FNZ|1|separate [[Gemeinde]]}}&lt;br /&gt;
{{FNZ|2|der Beltringharder Koog machte Nordstrand zur [[Halbinsel]]}}&lt;br /&gt;
{{FNZ|3| davon 12,17&amp;amp;nbsp;km² zur Gemeinde Nordstrand und 0,10&amp;amp;nbsp;km² zur Gemeinde Elisabeth-Sophien-Koog}}&lt;br /&gt;
{{FNZ|4|Fläche der ehemaligen [[Insel]], ohne Beltringharder Koog}}&lt;br /&gt;
{{FNZ|5|ohne die zur [[Nordstrand (Gemeinde)|Gemeinde Nordstrand]] gehörige [[Hallig]] [[Nordstrandischmoor]]}}&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachbarinseln sind oder waren [[Südfall]], [[Süderoog]] und [[Pellworm]] (im Uhrzeigersinn von Süd nach Nord). Ebenfalls als Hallig liegt [[Nordstrandischmoor]] mit vier Warften an der Küste nördlich von Nordstrand an. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Bis zur Burchardiflut ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Alt Nordstrand um 1240.jpg|mini|Alt-Nordstrand, Ausschnitt aus der Nordfriesland-Karte von [[Johannes Mejer (Kartograf)|Johannes Mejer]] um 1240 (vor der Sturmflut 1362). Die roten Linien geben den heutigen Küstenverlauf an.&amp;lt;ref&amp;gt;„Nordfriesland – früher und heute“, Ingenieurbüro Strunk-Husum, Druck Bogdan Gisevius, Berlin West (mit Karten von Nordfriesland um 1240, 1634 und heute, die der Husumer Kartograph [[Johannes Mejer (Kartograf)|Johannes Mejer]] 1649 erstellt hatte).&amp;lt;/ref&amp;gt;]]&lt;br /&gt;
Noch um das Jahr 1200 gehörte das heutige Nordstrand zu einer großen eingedeichten Halbinsel, deren Hauptort das später untergegangene [[Rungholt]] war. Sie lag nördlich der drei nunmehr zur Halbinsel [[Eiderstedt]] vereinigten Inseln [[Utholm]], [[Everschop]] und Eiderstedt und füllte den größten Teil der heutigen Husumer Bucht aus. Nach dem [[Waldemar-Erdbuch|Erdbuch]] von [[Waldemar II. (Dänemark)|Waldemar II.]] hatte diese Halbinsel 59 Kirchen und Kapellen in fünf [[Harde]]n.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fluten des 14. Jahrhunderts und besonders die vom 15./16. Januar 1362, die [[Zweite Marcellusflut]] oder „Erste Mandränke“, führten zur Gestaltung der hufeisenförmigen Insel [[Strand (Insel)|Strand]], deren Abstand zum Festland durch die Vertiefung des [[Heverstrom]]s immer größer wurde. Die beiden Enden des Hufeisens bildeten die späteren Inseln Nordstrand und [[Pellworm]], während das heutige [[Nordstrandischmoor]] als wüstes, unbewohntes Hochmoor in deren Mitte lag. Das alte Nordstrand wurde durch die Flut vom 11.&amp;amp;nbsp;November&amp;amp;nbsp;1436 durchbrochen, aber die Lücke schlickte in den ruhigen Folgejahren wieder zu und wurde 1551 abermals eingedeicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So blieb es bis zum 11. Oktober 1634: An diesem Tag verursachte in einer einzigen Nachtstunde die später [[Burchardiflut]] genannte Sturmflut erhebliche Zerstörungen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Georg Quedens]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Halligen.&amp;#039;&amp;#039; 21. Auflage. Breklumer Verlag, Breklum 2010, ISBN 3-7793-1114-3, S. 20.&amp;lt;/ref&amp;gt; Von Strand blieben die Inseln Nordstrand und Pellworm sowie die Hallig Nordstrandischmoor übrig. In kurzer Zeit wurden 20 Kirchspiele mit 19 Kirchen, 1.332 Häusern und 30 Windmühlen vernichtet, mehr als 6.400 Menschen starben; nur 2.633 Menschen überlebten die Katastrophe. Vor dieser Flut hatte Strand eine Fläche von rund 22.000 Hektar, um 1905/06 war das eingedeichte Gebiet nur noch 9.000 Hektar groß.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Nach der Burchardiflut ===&lt;br /&gt;
Nach der Flut war die Bevölkerungszahl auf den verbliebenen Inseln stark reduziert; Nordstrand war wirtschaftlich ruiniert. Die Einwohner flüchteten auf das höhergelegene Nordstrandischmoor, siedelten auf dem Festland oder wanderten bis in die [[Niederlande]] oder die [[Uckermark]] aus, während die Reste [[Strand (Insel)|Alt-Nordstrands]] schutzlos der See preisgegeben wurden. Den Bewohnern des gleichermaßen betroffenen Pellworm gelang es schnell, ihre Insel wieder zu schützen und neu einzudeichen. Die schwerer getroffenen Überlebenden des östlichen Teils der Insel wären auf obrigkeitliche Hilfe angewiesen gewesen, die jedoch ausblieb, weil der [[Dreißigjähriger Krieg|Dreißigjährige Krieg]] alle Mittel band. Der [[Priel|Meeresstrom]] der [[Norderhever]] zerstörte in den folgenden Jahrzehnten die Landbrücke zwischen Nordstrand und Pellworm endgültig. Die alten [[Deich]]e und [[Warft]]en, die auf der Karte von 1650 noch zu erkennen sind, zerfielen. Aus Kulturland wurde Watt. Nur drei Kirchspiele, die beiden Pellwormer und Odenbüll auf dem heutigen Nordstrand, blieben mit ihren Kirchen bestehen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Halligen 1650.png|mini|Das Gebiet um Nordstrand um 1650 auf einer Karte von [[Johannes Mejer (Kartograf)|Johannes Mejer]]]]&lt;br /&gt;
1652 unterschrieb der Gottorfer Herzog [[Friedrich III. (Schleswig-Holstein-Gottorf)|Friedrich III.]] einen [[Oktroyierte Köge|Freibrief]], damit die Insel Nordstrand wieder eingedeicht werde. Mit diesem [[Oktroy]] erlangte der Brabanter Unternehmer [[Quirinus Indervelden]] als [[Deichgraf]] weitgehende Rechte auf der Insel, die er vor dem Meer schützen sollte. Er gewährte Indervelden und seinen Mitpartizipanten, die zu einem großen Teil aus dem [[Jansenismus|jansenistischen]] Kreisen stammten,&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst-Wilhelm Heese: &amp;#039;&amp;#039;Der Jansenismus und Nordstrand&amp;#039;&amp;#039;; Nordstrand 1982 (ohne Seitenzahlen)&amp;lt;/ref&amp;gt; das Eigentumsrecht am gesamten Land, was zu bitteren Protesten der übriggebliebenen [[Nordfriesen|nordfriesischen]] Inselbewohner führte, die nun auch noch den Rest ihres Besitzes verloren. Anstatt sich als Tagelöhner am Bau des neuen Deichs zu beteiligen, verließen viele das Land. Ihre Sprache, das [[Strander Friesisch]], starb aus. Die vor allem aus [[Grafschaft Flandern|Flandern]] und [[Herzogtum Brabant|Brabant]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www2.st-knud-nordstrand.de/ |titel=st-knud-nordstrand.de - This website is for sale! - st knud nordstrand Resources and Information. |abruf=2024-06-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt; stammenden katholischen Deichbauer genossen [[Religionsfreiheit]], eine zeitlich begrenzte Abgabenfreiheit und durften selbst Gerichtswesen, Polizei, Verwaltung und Außenhandel der Insel organisieren. Militärische Zwangseinquartierungen waren ausgeschlossen.&lt;br /&gt;
[[Datei:Nordstrand Karte von 1857.jpg|mini|Die Eindeichung der Nordstrander Köge ist größtenteils das Werk von Quirinus Indervelden und seinen Nachkommen. Der Alte Koog ist das von der Burchardiflut weitgehend verschonte Gebiet, das Indervelden 1654 mit einem neuen Deich umgab. 1657 wurde der Osterkoog gewonnen, 1673 der Trindermarsch-Koog. Der Neue Koog wurde 1691 von Inderveldens Sohn gewonnen; den [[Elisabeth-Sophien-Koog]], der damals Christians-Koog genannt wurde, deichte sein Enkel ein.]]&lt;br /&gt;
Die eingewanderten Deichbauarbeiter konnten 1654 den ersten neuen Koog, den Friedrichs- oder Alterkoog, gewinnen. Obwohl eine schwere Sturmflut 1655 mehrere neu gebaute Dämme und Deiche zerstörte, gelang es doch in den folgenden Jahren, weitere Gebiete zu erschließen: 1657 den Maria-Elisabeth-Koog, den heutigen Osterkoog, 1663 den Trindermarsch-Koog und 1691 den Neuen Koog. 1739 wurde der Christianskoog gewonnen. Der Deich wurde jedoch 1751 wieder zerstört. [[Deichgraf]] Indervelden, der Enkel von Quirinus Indervelden, musste finanziell ruiniert die Insel verlassen. Den Oktroy übernahm [[Jean Henri Desmercières]]. Er ließ den Christianskoog 1768 neu eindeichen und nach seiner Frau [[Elisabeth-Sophien-Koog]] nennen. Der Oktroy selbst blieb über zweihundert Jahre in Kraft. Er verlor erst 1866 seine Gültigkeit, als [[Preußen]] nach dem [[Deutscher Krieg|Deutschen Krieg]] in der neugegründeten [[Provinz Schleswig-Holstein]] und somit auch in Nordfriesland das [[Preußisches Landrecht|Preußische Landrecht]] einführte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1952 wurde auf Nordstrand eine [[Dansk Skoleforening for Sydslesvig|dänische Inselschule]] errichtet,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=Vilhelm La Cour |Titel=Nordstrand danske Skole (mit Foto) |Sammelwerk=Grænsevagten |Datum=1954-03-01 |Seiten=72-73}}&amp;lt;/ref&amp;gt; die später jedoch wieder aufgegeben wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Religion ==&lt;br /&gt;
In der [[Reformation]]szeit gehörte Nordstrand zu den ersten Gebieten in Schleswig-Holstein, in denen sich die lutherische Lehre durchsetzte. Bereits 1526 gab es mehrere evangelische Prediger.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Erik Pontoppidan der Jüngere|Erik Pontoppidan]]: &amp;#039;&amp;#039;Kurtz gefaste Reformations-Historie Der Dänischen Kirche / Aus bewährten Urkunden / anfangs in Dänischer Sprache zusammen getragen, itzo, als eine Probe der zuerwartenden ANNALIUM ECCLESIÆ DANICÆ Dem Teutschen Leser mitgetheilet.&amp;#039;&amp;#039; Lübeck 1734, S. 159.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der nach der Burchardiflut erteilte Oktroy war mit der Erlaubnis der Gründung einer katholischen Gemeinde für die beim Deichbau beschäftigten niederländischen Katholiken verbunden. Am 26. Mai 1662 wurde der Grundstein für die [[Alt-katholische Kirche St. Theresia|St. Theresienkirche]] gelegt. Seelsorgerlich betreut wurde die katholische Gemeinde mit Priestern aus dem [[Erzbistum Utrecht (altkatholisch)|Erzbistum Utrecht]]. Gleichzeitig waren die katholischen Hauptpartizipanten [[Kirchenpatronat|Patronen]] des letzten verbliebenen evangelisch-lutherischen Kirchspiels, der [[St. Vinzenz (Odenbüll)|St. Vinzenz-Kirche]] in Odenbüll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem das Erzbistum Utrecht 1723 von Rom exkommuniziert wurde, teilte sich die katholische Gemeinde. Die Theresienkirche verblieb auf Befehl der Regierung beim Bistum Utrecht. Erst 1920 gab die Gemeinde ihre Zugehörigkeit zur [[Alt-Katholische Kirche der Niederlande|Alt-Katholischen Kirche der Niederlande]] auf. Seitdem gehört sie als nördlichste und zugleich älteste Gemeinde zur [[Alt-Katholische Kirche in Deutschland|Alt-Katholischen Kirche in Deutschland]]. Die [[Römisch-katholische Kirche|römisch-katholische]] Gemeinde durfte erst 1868 eine eigene Kirche errichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Heute gibt es auf Nordstrand die [[Evangelisch-lutherische Kirche|evangelisch-lutherische]] Kirchengemeinde [[St. Vinzenz (Odenbüll)|St. Vinzenz]], die römisch-katholische Pfarrei St. Knud und eine [[Altkatholische Kirche|alt-katholische]] Pfarrgemeinde mit der [[Alt-katholische Kirche St. Theresia|Kirche St. Theresia]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Jörn Schaar |url=https://download.deutschlandfunk.de/file/dradio/2026/04/23/wechsel_der_konfession_eine_altkatholische_priesterin_auf_dlf_20260423_0941_165a0ecf.mp3 |titel=Wechsel der Konfession: eine altkatholische Priesterin auf Nordstrand |werk=[[Deutschlandfunk]]-Sendung „Tag für Tag“ |datum=2026-04-23 |format=mp3-Audio; 7&amp;amp;nbsp;MB; 7:21&amp;amp;nbsp;Minuten |abruf=2026-04-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft und Verkehr ==&lt;br /&gt;
Die wichtigsten Wirtschaftszweige auf Nordstrand sind Landwirtschaft und Tourismus.&lt;br /&gt;
[[Datei:Nordstrand Hafen Strucklahnungshörn.jpg|mini|Nordstrand Hafen  Strucklahnungshörn (Sicht von See)]]&lt;br /&gt;
Der [[Öffentlicher Personennahverkehr|öffentliche Personennahverkehr]] wird mit Bussen durchgeführt, die meist über den Nordstrander Damm verkehren und Husum erreichen. Von wirtschaftlicher und touristischer Bedeutung ist der Hafen Strucklahnungshörn, von dem aus regelmäßige Fährverbindungen zur Nachbarinsel [[Pellworm]] mit der [[RoPax-Schiff|Fahrzeug- und Personenfähre]] &amp;#039;&amp;#039;[[Pellworm I]]&amp;#039;&amp;#039; der [[Neue Pellwormer Dampfschiffahrts-GmbH]] sowie saisonabhängige Verbindungen mit Ausflugsschiffen in die nordfriesische Insel- und Halligwelt bestehen. Außerdem besteht eine Schnellbootverbindung mit der &amp;#039;&amp;#039;[[Adler-Express]]&amp;#039;&amp;#039; zwischen Strucklahnungshörn, Pellworm, [[Hooge]], [[Amrum]] und [[Sylt]].&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; heights=&amp;quot;331&amp;quot; perrow=&amp;quot;1&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Strucklahnungshörn 2018.jpg|Übersicht über den Hafen Strucklahnungshörn&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rettungsstation der DGzRS ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Logo DGzRS neu.svg|75px|links|DGzRS-Logo]]&lt;br /&gt;
Seit 1964 hat die [[Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger]] (DGzRS) eine Rettungsstation im Fährhafen von [[Strucklahnungshörn]]. Für die [[Seenotrettung]] im Wattenmeer von Nordfriesland stationierte die DGzRS einen [[Seenotrettungskreuzer]] neben dem Fähranleger.&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Seenotrettungsstation Nordstrand}}&lt;br /&gt;
{{Absatz|links}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Essen und Trinken ==&lt;br /&gt;
Laut Überlieferung gilt Nordstrand als Ursprungsort des [[Alkoholisches Getränk|alkoholischen Getränkes]] &amp;#039;&amp;#039;[[Pharisäer (Getränk)|Pharisäer]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Persönlichkeiten ==&lt;br /&gt;
=== Söhne und Töchter der Insel ===&lt;br /&gt;
&amp;lt;!-- nach Geburtsdatum aufgeführt --&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Anton Heimreich]] (1626–vor Oktober 1685), Pastor auf [[Nordstrandischmoor]] und Verfasser der &amp;#039;&amp;#039;Nordfresischen Chronik&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Ludwig Ingwer Nommensen]] (1834–1918), deutscher [[Missionar]], der durch seine Tätigkeit unter den [[Batak]] auf [[Sumatra]] bekannt wurde&lt;br /&gt;
* [[Andreas Busch (Historiker)]] (1883–1972) war ein deutscher Bauer und Heimatforscher&lt;br /&gt;
* [[Max Christiansen-Clausen]] (1899–1979; bis 1946: Max Gottfried Friedrich Clausen), deutscher Kommunist und Funker der Hauptverwaltung für Aufklärung im Generalstab der Roten Armee&lt;br /&gt;
* [[Anke Gravert]] (1935–2021), deutsche Politikerin&lt;br /&gt;
* [[Peter Harry Carstensen]] (* 1947), ehemaliger schleswig-holsteinischer [[Ministerpräsident]]&lt;br /&gt;
* [[Hans-Peter Strenge]] (* 1948), Verwaltungsjurist, von 1984 bis 1995 Bezirksamtsleiter in [[Hamburg-Altona]]&lt;br /&gt;
* [[Sabine Andresen]] (* 1966), deutsche Pädagogin und Hochschullehrerin&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere, mit Nordstrand verbundene Personen ===&lt;br /&gt;
* [[Christian de Cort]], auch Chrétien de Cort (* 1608/1609 in [[Hilvarenbeek]] (Nordbrabant); † 1669 auf Nordstrand), katholischer Priester und Erbauer der [[Alt-katholische Kirche St. Theresia|St.-Theresien-Kirche]] auf Nordstrand&lt;br /&gt;
* [[Ernst von Bertouch]] (1821–1904), letzter dänischer [[Hardesvogt]] von Nordstrand&lt;br /&gt;
* [[Hannes Nygaard]], eigentlich Rainer Dissars-Nygaard (* 1949 in Hamburg), deutscher Schriftsteller, Autor von Kriminalromanen und Unternehmensberater; lebt auf Nordstrand&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Peter Schmidt-Eppendorf&lt;br /&gt;
   |Titel=Von der Propstei Strand zum Seeheilbad: Nordstrand&lt;br /&gt;
   |Hrsg=[[Thomas Steensen]]&lt;br /&gt;
   |Sammelwerk=Das große Nordfriesland-Buch&lt;br /&gt;
   |Ort=Hamburg&lt;br /&gt;
   |Datum=2000&lt;br /&gt;
   |Seiten=462–467&lt;br /&gt;
  }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
{{Wikivoyage}}&lt;br /&gt;
* [http://www.nordstrand.de/ Halbinsel Nordstrand]&lt;br /&gt;
* [http://www.boelling.de/nordstrand/ Inselspaziergang per Web von Klaus Bölling]&lt;br /&gt;
* [http://www.lancewadplan.org/Cultural%20atlas/SH/Nordstrand/nordstrand.htm#0.%20Top Charakter und Entstehung der Kulturlandschaft Nordstrands] (englisch)&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|4042582-4}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Nordfriesische Inseln}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4042582-4|VIAF=314144783065439482601}}&lt;br /&gt;
{{Coordinate|NS=54/29/33/N|EW=8/52/37/E|type=isle|region=DE-SH}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Insel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nordfriesische Inseln]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Halbinsel (Schleswig-Holstein)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Halbinsel (Europa)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Halbinsel (Nordsee)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nordstrand| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nordstrand (Gemeinde)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Kreis Nordfriesland)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2026-11728-00</name></author>
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